Forum: Politik
Castor-Transport - wie viel Protest darf's denn sein?

Sitzblockaden, Gleisbett abtragen, an Gleise ketten: Der Castor rückt an, die Gegner drohen mit hartem Widerstand. Doch wo liegen die Grenzen des Protests?

Seite 467 von 483
apira 11.11.2010, 11:12
4660.

Zitat von iorso
Und wenn jährlich 2 stellige Milliardenbeträge NUR in die erneuerbare Energieerzeugung fließen, aber nicht gesehen wird, dass diese neue Energiegewinnung eine andere Inmfrastruktur benötigt, so ist diese Vorgehensweise laienhaft.
Wieso? Es wird doch gesehen. Aber das dafür benötigte Geld wird jetzt der Atomlobby geschenkt. Man muss das natürlich anpacken, aber das scheint diese Regierung ja nicht zu wollen.

Beitrag melden
bammy 11.11.2010, 11:14
4661.

Zitat von Olias
Schon mal den gesamten Produktionsprozeß auf Umweltverträglichkeit untersucht? In hoffender Erwartung Ihrer Richtigstellung verbleibe ich mit freundlichem Gruß an einen anscheinend Unbelehrbaren.
Dann wäre Photovotaik schon lange aus dem Rennen...

Beitrag melden
burghard42 11.11.2010, 11:15
4662.

Zitat von orgelspieler
Da liegen Sie aber völlig neben der Realität. Wir sind längst nicht mehr Spitze in Europa, wie auf den meisten Feldern. Den meisten Ökostrom hat Spanien, liegt in der Größenordnung von 40%. Dafür haben die dort mit die geringsten Strompreise. Kostet dort, wenn ich das richtig im Kopf habe, 14 Cent/kWh. Sozial schwache Haushalte zahlen sogar nur die Hälfte. Dass Ökostrom die Elektrizität wesentlich verteuert, ist ein gern benutztes Ammenmärchen der big 4, um Preiserhöhungen durchzusetzen. Passt ja wunderbar. Man kann sich den Säckel voll machen und hat gleichzeitig die ungeliebten alternativen diskreditiert.
Irgendwie haben Sie auf den falschen Speicher (wenn ich
es richtig im Kopf habe)zugegriffen.
In Spanien wird der Strompreis vom Staat kontrolliert
und genehmigt.
Die Differenz zu den wirklichen Stromgestehungskosten der
Stromerzeuger zahlt der spanische Staat,Sie Schlaumeier.
Das passt aber sicher nicht in Ihre Denkschablone,oder ?

Beitrag melden
gevert 11.11.2010, 11:18
4663.

Zitat von Olias
In dem Moment, in dem eine Abschreibung wegfällt, steigt der real zu versteuernde Gewinn. Ich glaube zudem nicht, daß die Instandhaltungskosten höher sein werden, als die Höhe der entfallenen AfA. Das kann man beim eigenen Auto glänzend nachvollziehen.
Es steigt in der Tat der real zu versteuernde Gewinn und damit die vom Unternehmen darauf zu zahlende Steuer. Das aber mindert den realen Gewinn, der seinerseits durch den - vom Wegfall der Abschreibung überhaupt nicht berührten - Cash-Flow bestimmt wird.
Die Instandhaltungskosten sind daher auch, wenn man die Gewinnauswirkung der Laufzeitverlängerung ermitteln will, nicht mit den Abschreibungen, sondern mit den Instandhaltungskosten vor der Laufzeitverlängerung zu vergleichen. Und da ist die Annahme wohl berechtigt, dass Instandhaltungskosten mit der Lebensdauer der Anlage zunehmen, wie "man beim eigenen Auto glänzend nachvollziehen kann".

Beitrag melden
embyro 11.11.2010, 11:19
4664.

Zitat von Satiro
... Da der Platz hier nicht ausreicht, um diesen Aspekt detaillierter zu erläutern, möchte ich nur drei Links, welche mir nach einer kurzen ....
Schade, daß heute fast jeder eine eigene Webseite hat.

Was sollen denn diese Links ?

Beitrag melden
h.brentano 11.11.2010, 11:20
4665.

Zitat von apira
Das ist weitgehend alles richtig. Allerdings brauchen wir einen Ausbau der Netzinfrastruktur einschließlich der Speichertechnologien tatsächlich gerade, um die Dezentralisierung voranzubringen. Denn nur innerhalb eines europäischen Verbundnetzes ist es möglich, Überschüsse aus regenerativen Energien dort zu nutzen, wo gerade nicht der Wind weht oder die Sonne scheint.
Oder jemand sein Haus heizt oder Klimatisiert, der Energiemix von in 10 Jahren könnte ganz anders aussehen als man das heute vermutet.

Man muss nicht grün, rot oder gelb sein um vor Ärger gelb anzulaufen angesichts dieser Regierung. Ich zähle mich zu den echten "Konservativen" und weiß um sehr viel Geistesverwandtschaft in der Union.
Wer nicht bei jedem Vollbärtigen, der mit Kombi, Lieferwagen oder Wohnmobil, auf den Weinbergwegen um Neckarwestheim herum Unterwegs ist, mit dem Schlimmsten rechnet, der ist doch heutzutage schon fahrlässig.

Beitrag melden
Robert Rostock 11.11.2010, 11:21
4666.

Zitat von Olias
... Und das was ab 2011 anfallen wird (wenn überhaupt), wird auf die KWh umgelegt werden und am Ende doch wieder vom Verbraucher gestemmt.
Was denn sonst? Meinen Sie, die Ökostromproduzenten brechnen den Kunden die Steuern nicht? Meinen Sie, der Wirt Ihrer Stammkneipe hat die von ihm zu zahlenden Steuern und Abgaben nicht auf den Bierpreis umgelegt?

Beitrag melden
apira 11.11.2010, 11:27
4667.

Zitat von burghard42
Was sind denn die tatsächlichen Kosten,etwa die Vergütungskosten für PV-E (so zwischen 30 bis über 50 Cent/kWh)?
Externalisierte Versicherungs- und Entsorgungskosten, Direktsubventionen, volkswirtschaftliche Klimawandelkosten, Oligopolkosten z.B.

Beitrag melden
embyro 11.11.2010, 11:28
4668. ...

Zitat von bammy
Daher erschließt sich für mich persönlich der Sinn der Castorblockade nicht.
1. Da werden Dokumente zurückhalten, die zeigen, daß Gorleben nicht geeignet ist.
2. Wurden mglw. Experten "bestochen" oder unter Druck gesetzt (wie auch immer) ? Auch da werden anscheinend Dokumente zurückgehalten.
3. Die Worte von R.: "die Lasten nicht den Kindern vor die Füße kippen".
Das ist nicht rechtens, was da passiert.
Und gegen Unrecht sollte man vorgehen.
C'est ca.

Beitrag melden
apira 11.11.2010, 11:29
4669.

Zitat von burghard42
Morgen ist der 12.11.2010 ! Ich sehe mitnichten Aktivitäten oder Forderungen zur Abschaltung der AKW. Aber: woher haben Sie die abenteuerliche Argumentation her,daß mit dem Atomkommunismus ? Da müssen Sie was falsch verstanden haben,dies trifft (gemäß Ihrer fragwürdigen Definition von "Kommunismus")wohl eher auf PV-E in Verbindung mit dem EE-G zu.
Schlagen Sie unter "real existierendem Sozialismus" nach, da kommen Sie nahe dran.

Beitrag melden
Seite 467 von 483
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!