Forum: Politik
CDU/AfD-Kooperation in Frankenstein: "Was mein Mann und ich machen, ist gelebte Demok
Tim Wegner / DER SPIEGEL

Er ist in der AfD, sie in der CDU: Ein Ehepaar hat in Rheinland-Pfalz eine gemeinsame Fraktion gegründet, nun gab es die erste Ratssitzung. Die lokale CDU kritisiert die Zusammenarbeit scharf.

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selbst_denkend 06.09.2019, 15:10
1. Das ist keineswegs ‚gelebte Demokratie‘

Es dürfte wohl kein Geheimnis sein, dass weite Teile der AfD eben nicht für ein demokratisches System eintritt, oder eben nur so lange, wie es der AfD dienlich ist.
Es gibt mit an sicherlich auch wahrhaft demokratische Kräfte innerhalb AfD und der hier genannte Ehemann mag dazu gehören.
Aber die Gesamtpartei ‚AfD‘ ist weder bürgerlich, noch ist sie wahrhaft demokratisch. Daher ist eine ständige und formale Zusammenarbeit, ganz gleich auf welchem politischen Level, m.E. nach zu 100% abzulehnen!
Die CDU wird durch diese Zusammenarbeit absolut unwählbar und ich kann nur hoffen, dass diese formale Zusammenarbeit ein Einzelfall bleibt!

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germaninchina 06.09.2019, 15:13
2. Demokratie

Wenn sich die Dame unbedingt mit dem Vertreter einer rassistischen, intoleranten und menschenfeindlichen Partei zusammentun möchte, dann soll sie das tun. Sie sollte aber über die lokalen Probleme hinaus (da kann ich u.U. eine Zusammenarbeit sogar nachvollziehen) denken. Private Gründe wird das auch noch haben.

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norbert.kalker 06.09.2019, 15:19
3. Im Ernst...gelebte Demokratie?

Dass es sich bei dieser Zusammenarbeit um gelebte Demokratie handelt, würde ja voraussetzen, dass es sich bei der AfD um eine demokratische Partei handelt. Hieran habe ich nachhaltigen Zweifel. Solange die "Flügel"-frage nicht im Sinne einer eindeutigen und nachhaltigen Trennung geklärt ist, muss die AfD - wie gestern eine Tageszeitung schrieb - als doppelt extremistisch beurteilt werden. Zum einen die völkisch rassistischen Positionen der Höckes und Co und zum anderen die Positionen derjenigen, die diesen Flügel in der AFD weiterhin dulden und damit auch fördern.

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flux71 06.09.2019, 15:20
4.

Es gibt eine ganz einfache Lösung für die "gelebte Demokratie": Der Mann verlässt die AfD und wechselt zur CDU.
Alles andere ist daher gewaschener Mist. Die CDU will sich abgrenzen: Dann soll sie das auch tun.

Es ist im übrigen "gelebtes Nie-wieder" des Grundgesetzes, sich vom Rechtsextremismus der AfD zu distanzieren. Wer das nicht tut, gehört halt dazu. Punktaus.

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eltviller 06.09.2019, 15:21
5. Auf kommunaler Ebene...

...muss Zusammenarbeit möglich sein. Die Aussage der CDU weder mit der Linken noch AfD zu koalieren verstehe ich als strategische Position. Eine wörtliche Auslegung bis in die Niederungen des sehr taktischen und überwiegend pragmatischem Tagesgeschäft kommunaler Lokalpolitik ist absurd und höchst kontraproduktiv, profan ausgedrückt verschliesst die CDU die Augen vor der Realität was zu noch mehr Verdruss und Abwanderung führt. Dumme, naive Prinzipienreiterei zum Selbstzweck.

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fördeanwohnerin 06.09.2019, 15:22
6. -

Eheleute, die zwei verschiedenen Parteien angehören, aber ähnlich denken, werden "demokratisch" zusammen leben können. Fragt sich wohl eher, wie man hier das Wort "demokratisch" verstehen soll. Eine besondere Leistung ist das nicht gerade.

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Paule Paulson 06.09.2019, 15:25
7. "Fortschritt Frankenstein"

Beim dem Namen für eine Horrorfraktion mußte ich mich kurz vergewissern, hier nicht den Postillion zu lesen :)
Aber insgesamt, naja, auf Kommunalebene gibt's immer mal wieder schräge Zusammenarbeiten, das sollte man jetzt auch nicht überbewerten.

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Prof. X 06.09.2019, 15:25
8. Ergo: Frankensteins Monster

....um diese Vereinigung mit Humor zu nehmen

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Örzi 06.09.2019, 15:30
9. Sollen sie sich scheiden lassen ?

Vielleicht, wenn man unvoreingenommen und offen mit einander umgeht ergeben sich mehr Berührungspunkte als vermutet.
Ich habe aus Neugierde den Wahl-O-Mat zum sächsischen Landtag getestet und hatte eine 75 % -ige Übereinstimmung mit der CDU. Mit der AfD habe ich zu 71 % übereingestimmt. Die anderen Parteien lagen weit dahinter. Ja, ich denke konservativ. Aber bin ich jetzt ein Nazi ?

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