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CDU-Analyse der NRW-Wahlschlappe: Röttgen war's
dapd

Die CDU arbeitet bei einer Tagung ihre historische Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen auf und kommt zu dem eindeutigen Ergebnis: Norbert Röttgen ist Schuld. Der Spitzenkandidat sei arg blass geblieben und habe zu sehr auf die Vernunft der Wähler gesetzt.

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hartmutdortm 03.09.2012, 17:34
1.

Können wir mal wegkommen von personenorientierter Schuldzuweisung. Konzepte, Ideen und Sachverhalte sollen kritisiert und besprochen werden!
Die Person an der Spitze sollte in einer Demokratie völlig unwichtig sein. Das Gesicht das in die Kamera redet, mehr nicht.

Diese Personendiskussionen führen langfristig zu gar nichts! Jetzt soll ja offenbar Helmut Kohl als Euro Sündenbock rausgeholt werden (Focus). Dabei muss das Konstrukt Euro diskutiert werden, nicht Einzelpersonen.

Ich bin übrigens Pirat.

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dadanchali 03.09.2012, 17:38
2. nee

Zitat von sysop
Die CDU arbeitet bei einer Tagung ihre historische Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen auf und kommt zu dem eindeutigen Ergebnis: Norbert Röttgen ist Schuld. Der Spitzenkandidat sei arg blass geblieben und habe zu sehr auf die Vernunft der Wähler gesetzt.
Was für ein Gag, er "habe zu sehr auf die Vernunft der Wähler gesetzt."
Kann eine Formulierung entlarvender sein?
Das schöne ist sie haben recht, Röttgen sprach vernünftige Wähler an, doch die wählen keine CDU. ;))

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snailpope 03.09.2012, 17:43
3. Der NRW-CDU fehlt...

...eine echte "Rampensau" die es versteht, die Menschen zu begeistern! Röttgen konnte das nicht, aber Laschet, der vielleicht einen schlecht singenden Pinz Karneval abgäbe, ist auch nicht besser. Laumann wäre so einer, ist aber wohl als Herz-Jesu-Marxist der Partei nicht zu vermitteln. Currywurst-Kraft abzulösen dürfte deshalb noch ein Weilchen dauern. Aber: Bei Bundestagswahlen - und das müsste Herr Güllner eigentlich auch wissen - ist das Wählerverhalten anders, als bei Landtagswahlen.

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krüüdiger 03.09.2012, 17:45
4. locker

Zitat von sysop
Die CDU arbeitet bei einer Tagung ihre historische Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen auf und kommt zu dem eindeutigen Ergebnis: Norbert Röttgen ist Schuld. Der Spitzenkandidat sei arg blass geblieben und habe zu sehr auf die Vernunft der Wähler gesetzt.
Locker! So einfach kann das sein. Schuld ist einer, der nicht mehr da ist. Da muss man dann auch gar nicht schauen, welche konzeptionellen Fehler man als Partei gemacht hat. Hut ab, CDU. Es geht voran!

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adam68161 03.09.2012, 17:52
5. Leider, leider

Zitat von hartmutdortm
Können wir mal wegkommen von personenorientierter Schuldzuweisung. Konzepte, Ideen und Sachverhalte sollen kritisiert und besprochen werden! Die Person an der Spitze sollte in einer Demokratie völlig unwichtig sein. Das Gesicht das in die Kamera redet, mehr nicht. Diese Personendiskussionen führen langfristig zu gar nichts! Jetzt soll ja offenbar Helmut Kohl als Euro Sündenbock rausgeholt werden (Focus). Dabei muss das Konstrukt Euro diskutiert werden, nicht Einzelpersonen. Ich bin übrigens Pirat.
oder :"Gottlob!" wird Politik von Personen gemacht. Und Kohl hat zwar manches richtig, aber mindestens ebenso viel falsch gemacht. Die schnelle Einführung der Einheitswährung ohne das Abstecken von Claims war ein kapitaler Fehler. Hier hat der Mann blauäugig und verantwortungslos gehandelt. Und sein Hofstaat mit ihm....

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hartmutdortm 03.09.2012, 18:09
6.

Zitat von snailpope
...eine echte "Rampensau" die es versteht, die Menschen zu begeistern! Röttgen konnte das nicht, aber Laschet, der vielleicht einen schlecht singenden Pinz Karneval abgäbe, ist auch nicht besser. Laumann wäre so einer, ist aber wohl als Herz-Jesu-Marxist der Partei nicht zu vermitteln. Currywurst-Kraft abzulösen dürfte deshalb noch ein Weilchen dauern. Aber: Bei Bundestagswahlen - und das müsste Herr Güllner eigentlich auch wissen - ist das Wählerverhalten anders, als bei Landtagswahlen.
Aha, schlechte Konzepte sollen also durch eine begeisternde Person "rübergebracht" werden. Also mich soll nicht die Person begeistern sondern das Konzept hinter ihr. Personensymphatie sollte gar keine Rolle mehr spielen. Sonst kleben uns die Kohls und Guttenbergs und Schröders und Münteferrings doch wieder an der Backe.

Ich will nicht den gefälligen Verführer wählen sondern gute grundlegende Konzepte. Das ist letzlich auch das einzige was langfristig Sinn ergibt.

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Privatier 03.09.2012, 18:38
7. Daß ein Klimakatastrophenapostel & Energieverteuerungsminister den sicheren Untergang

Zitat von sysop
Die CDU arbeitet bei einer Tagung ihre historische Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen auf und kommt zu dem eindeutigen Ergebnis: Norbert Röttgen ist Schuld. Der Spitzenkandidat sei arg blass geblieben und habe zu sehr auf die Vernunft der Wähler gesetzt.
bedeutet, hat die CDU aus dem kläglich gescheiterten Experiment mit Hr. Röttgen als Haupdarsteller hoffentlich gelernt.

Positiv denkend sollte man sich jetzt darüber freuen, daß ganz offensichlich noch längst nicht alle Wähler bereit sind, Verführern mit unbezahlbaren und versponnenen grün-alternativen Visionen auf den Leim zu gehen.

MfG

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dweit 03.09.2012, 18:42
8. @hartmutdortm

Entschuldigen Sie bitte @ hartmutdortm, mit einer solchen Auffassung, wie von Ihnen vertreten, wundert es mich nicht, dass Sie PIRAT sind. Menschen sehnen sich nach Führung und nach Charakterköpfen...alles andere bringt uns nur dahin, dass wir eine Garde gleichaussehender und gleichdenkender Politiker hätten die nicht bereits sind etwas zu wagen und somit Bewegung hineinbringen. Das heisst ja nicht, dass ein "König" entscheidet. Meiness Wissens gibt es Parteitage und sonst was fürn Müll, wo wenn man nur einen Hintern in der Hose hätte auch Änderungen vornehmen könnte. Leider versteckt sich die Masse vor dem großem Begriff der Demokratie und labert und labert und labert ...und passieren tut nichts.

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wibo2 03.09.2012, 18:45
9. CDU Analyse der NRW Wahl

Zitat von krüüdiger
Locker! So einfach kann das sein. Schuld ist einer, der nicht mehr da ist. Da muss man dann auch gar nicht schauen, welche konzeptionellen Fehler man als Partei gemacht hat. Hut ab, CDU. Es geht voran!
Mappus und Röttgen sollen alleine Schuld sein?
Das glaube ich einfach nicht.

Die Wähler akzeptieren egozentrische Machtpolitiker,
die sich nur für ihre persönliche Karriere und Macht interessieren,
nicht mehr. Die Wähler wollen selbst im Mittelpunkt stehen.
Sie wollen, dass zu ihrem Wohl Politik gemacht wird, und
nicht nur für die wirtschaftlichen Interessen der Industrie und
der Banken.

Frau Kraft machte im Wahlkampf einen ehrlichen, warmherzigen und
fürsorglichen Eindruck. Das ist in unserer eiskalten Gesellschaft und
der hartherzigen, unpersönlichen Politik in Berlin selten.
Röttgens Wählerverachtung kam zwar nicht gut an. Aber die
abenteuerliche Euro Politik von Merkel und Schäuble dürfte
wohl eher der entscheidende negative Faktor gewesen sein.

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