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CDU in Baden-Württemberg: Grün vor Streit
DPA

Stuttgart weg, Rheinschiene weg, auch die großen Städte weg: In Baden-Württemberg kann sich die CDU nur in den konservativsten Regionen behaupten. Wie soll da ein Bündnis mit den Grünen gelingen?

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josho 14.03.2016, 18:02
30. Die Zeit der Parteiprogramme ist längst vorbei...

....auch weil sie untereinander austauschbar sind.
Die Leute wählen Köpfe-siehe Kretschann oder Dreyer.
Da hat die CDU nichts zu bieten. Deshalb geht's weiter bergab. Aber auch mit der Grünen, wenn sie nach Kretschmann nichts liefern.

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forenaccount 14.03.2016, 18:02
31. CDU Baden-Württemberg ist unglaubwürdig

Den Absturz der Landes-CDU kann man doch seit Jahren verfolgen. Erst die Oettinger-Katastrophe, dann der Mappus-Gau.

Die CDU hat einen mehrfachen Milliardenschaden hinterlassen. Initiiert von einem selbstherrlichen Fürstendarsteller. Diese überhebliche Attitüde zieht sich mit der "Mappus-Connection" weiter hin.

Die CDU hatte 5 Jahre Zeit, alte Zöpfe abzuschneiden, ein interessantes Programm aufzulegen und einen glaubwürdigen Kandidaten zu finden.

Stattdessen hat man sich nur darauf verlassen, dass der "Fukushima-Ministerpräsident" ein einmaliger Betriebsunfall bleibt.

Selber schuld!

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carlitom 14.03.2016, 18:03
32.

Zitat von kenterziege
Der "kleine Wolf" aus BW hat die Wahl krachend verloren, weil er nicht die Persönlichkeit ist,,der man vertraut. Der war von Stroble's Gnaden und damit letztendlich von Schäubles Gnaden.
Nein, von Strobls Gnaden (ohne e, übrigens) war er ja nun mit absoluter Sicherheit nicht. Er hat beim Mitgliederentscheid gegen Strobl überraschend gewonnen.
Außerdem ist es miese Tour, Strobl immer wieder vorzuwerfen, dass er mit Schäuble verwandt ist. Ihn darauf zu reduzieren, hieße ihn schwer zu verkennen.

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Mondaugen 14.03.2016, 18:04
33. Selbsterkenntnis

Der CDU stünde eine schonungslose Analyse ihrer Probleme in einem ihrer Kernländer gut an. Personen wie Mappus oder Oettinger haben sie doch erst auf die Verliererstraße gebracht. Strobl macht einen vernünftigen Eindruck, Wolf dagegen will sich mit der Niederlage nicht abfinden und versucht es schönzureden. Die Verluste sind auch nicht auf "Flüchtlingspolitik" zurückzuführen, sonst hätte Kretschmann ja nicht so deutlich gewonnen, als bekennender Merkel-Fan.

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carlitom 14.03.2016, 18:05
34.

Zitat von ChrisQa
Die Schnittmenge zwischen den verbliebenen CDUlern im Stuttgarter Parlament mit den Grünen bewegt sich gegen Null.
Das ist natürlich Unsinn. Sie wie auch der Autor dieses Artikels übersehen total die vielen Zweitmandate, die genau aus dem stadtnahen Umfeld kommen. So weit weg sind die sehr rechten Grünen in BW von der CDU nun beileibe nicht. Und keiner steht der CDU näher als Kretschmann.

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Lanek 14.03.2016, 18:05
35. Wieso denn nicht die Ampelkoalition?

Ich habe Grün gewählt, vor allem auch, weil ich die CDU nicht möchte. Die CDU in BW ist ein Witzhaufen geworden. Ich hoffe, die SPD bietet sich hier nicht der CDU an, um Kretschmann zu stürzen. Der Mann hat es nämlich drauf, im Gegensatz zu Wolf, was sowohl das Wahlergebnis der Grünen, als auch die Umfragen zur MP-Direktwahl zeigen.

Also, FDP, bringt euch ein und bildet ne Ampel. Gibt keinen Grund, weshalb man nicht auch liberale Inhalte beim recht konservativen Kretschmann umsetzen könnte. Nebenbei könnt ihr euch auch noch als AfD-Gegenpol inszenieren, wie im Januar großspurig angekündigt. Das hat nichts mit Verrat o.ä. zu tun, gerade weil die FDP auch wählbarer wäre, wenn sie nicht nur das kleine Sklavenanhängsel der CDU ist.
Sehe keinen Grund, weshalb sich rational keine gemeinsame Linie finden lassen sollte.

Große Koalitionen haben immer Stillstand und Minimalpolitik zur Folge. Bei Grün-Schwarz würde es nicht anders sein.
Und mal davon abgesehen, bei Grün-Schwarz wäre die AFD Oppositionsführer. Das kann ja nun auch nicht erwünscht sein.

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ballex 14.03.2016, 18:07
36. 2011 war es auch nicht anders...

Klar hatten die Grünen 2011 massive Zugewinne, aber von der stärksten Partei waren sie mit 24,2% weit entfernt (CDU 39%).
Da kann man doch nicht damals mit dem "eigentlich" erteilten Wählerauftrag kommen, und jetzt kategorisch eine Koalition mit einem CDU-Ministerpräsidenten ausschließen, weil sie mit ihren erreichten 27% (also mehr als die Grünen 2011) nicht dem Wählerauftrag folgen würden. Sorry, das ist dann einfach hingedrehtes Wunschdenken!
Der SPD würde ein Dreierbündnis bei Schwarz-Rot-Gelb wohl aber den Todesstoß versetzen.

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knok 14.03.2016, 18:08
37.

Sollte die SPD, was zum Glück nicht wahrscheinlich ist, tatsächlich eine Deutschland-Koalition eingehen, so wäre das mittelfristig ihr Todesurteil in Bw. Das würde nur die Grünen und die AfD stärken. Kretschmann wurde gewählt, deshalb soll er MP bleiben. Auch weil er so ziemlich der fähigste Politiker des Landes (Bw und De) ist. Wenn die FDP keine Ampel will, dann bleibt halt nur Grün-Schwarz. Was die AfD angeht, so sollte man sich mit deren Inhalten auseinandersetzen, sie nicht verteufeln aber ernstnehmen. Was mir auffällt ist, dass sie sich seit den Wahlen deutlich gemäßigter gibt als zuvor. Hoffentlich bleibt das so. Heißt jetzt aber nicht, dass ich jemals auf die Idee kommen könnte diese Radikal-Kapitalisten zu wählen.

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reload2003 14.03.2016, 18:09
38.

Zitat von badscooter
das hat dem land gerade noch gefehlt - eine rückkehr von stefan mappus. ich hoffe, die spd fällt nicht um und verhindert schwarz-rot-gelb. ansonsten kann sie bei den nächsten wahlen einen erneuten einzug in den landtag vergessen. DAS vergessen die wähler niemals. wie kommt der wolf dazu, mit 17% umfragewerten gegen kretschmann mit einer biebtheit von 75% die regierung bilden zu wollen??? also vorsicht, spd. tut euch und uns das nicht an.
Man merkt, da ist ein grüner Wunschträumer am schreiben. In dem Artikel wird diskret verschwiegen, dass Kretschmann schlicht keine Optionen hat, um aus eigener Kraft eine Regierung zu bilden. In jeder möglichen und denkbaren Konstellation ist er auf Parteien angewiesen, die hauptsächlich zum Ziel haben, ihn zu stürzen. Weder die FDP noch die CDU (AfD ist eh außen vor) haben ein Interesse dran, ihm in den Sattel zu helfen und damit die verhassten Grünen, von welchen sie bei der letzten Wahl gedemütigt wurden, in Regierungsehren zu verhelfen. Und die SPD wiederum hat eben nicht in der Opposition oder in einer schwarz-roten Koalition die Hälfte ihrer Stimmen eingebüßt, sondern in einer Zusammenarbeit mit den Grünen, die frei von Skandalen oder anderen offensichtlichen handwerklichen Fehlern war. Es ist kein Geheimnis, dass mindestens die Hälfte der SPD-Mitglieder einer Koalition mit der CDU den Vorzug geben würden, die SPD BaWü ist in dieser Frage schon seit längerer Zeit gespalten. Nur zeigt das Wahlergebnis eben, dass gerade bei den Grünen für Rot nix zu holen ist. Die Chancen für Wolf stehen daher gut, wenn er es denn will. Und das Kretschmann einen Popularitätswettbewerb gewonnen hat, spielt keine Rolle. Der ist im Wahlgesetz nämlich nicht vorgesehen. Das die Grünen als stärkste Partei in die Opposition müssen, mag die Grünenwähler verärgern. Aber als vor fünf Jahren die CDU mit knapp zehn Prozent mehr als die Grünen heuer die Wahl gewonnen hat, war es den Grünen auch leidlich wurscht, dass ja eigentlich die CDU den "Regierungsauftrag" hat. Sie haben sie trotzdem in die Opposition geschickt. Da braucht man jetzt auch nicht rumzujammern, wenn man mit der eigenen Medizin gefüttert wird.

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skeptikerjörg 14.03.2016, 18:10
39. Interessante Situation

Der Wähler hat die Parteien in Baden-Württemberg gezwungen, sich mit ihrer Zukunft, mit ihrer Daseinsberechtigung jenseits persönlicher Eitelkeiten auseinander zu setzen. Ob sie das so verstanden haben?
Sollte die CDU tatsächlich Mappus wieder aus der Versenkung holen, ist ihr wahrscheinlich der Weg der SPD vorgezeichnet. Ein absolut unglaubwürdiger Verlierertyp kann keine glaubwürdige Politik machen.
Sollte die SPD der Versuchung erliegen, zusammen mit mit dem eitlen, sprunghaften und illoyalen Wolf und der SPD eine Koalition der Looser einzugehen, wird sie endgültig untergehen.
Mal wieder in der komfortablen Situation des Umworbenen findet sich auf einmal die FDP wieder. Traut sie sich, mit der Überfigur Kretschmann zu regieren? Spannende Frage. Wohin will Lindner die FDP steuern, da die Zeiten von Zweierkoalitionen auf Bundesebene auch vorbei sein werden, andererseits sie in Stuttgart als Opposition zu einer Grün-Schwarzen Koalition bedeutungslos wäre.
Spannende Zeiten.

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