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CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer: Die Kanzlerin regelt ihr Erbe
AFP

Angela Merkel bereitet die Zeit nach Angela Merkel vor. Künftig kann sich Annegret Kramp-Karrenbauer für höhere Weihen empfehlen. Im Stil ist sie der Kanzlerin sehr ähnlich - was zum Problem werden könnte.

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kechzeller 19.02.2018, 16:12
50. Tolle Verjüngung

Tolle Verjüngung der CDU-Führungsspitze. Die neue Generalsekretärin ist 12 Jahre älter als der bisherige Generalsekretär. Man erkennt ganz deutlich: Merkel hat verstanden.....

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günter1934 19.02.2018, 16:16
51. Nein

Zitat von ade
wurde als Ministerpräsidentin gewählt !! Und nicht als irgendwas . Das ist Wahlbetrug .ist die Union da passt das schon ????
Die CDU wurde im Saarland als stärkste Partei vom Wähler mit 44% gewählt, natürlich auch durch Verdienste von AKK.
Zu Ministerpräsidentin wurde sie von der dortigen GroKo gewählt.

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s.l.bln 19.02.2018, 16:16
52. Wrum sollte...

Zitat von mullertomas989
... und eine fähige Frau. Allerdings bezweifle ich stark, dass die Deutschen nach 16 Jahren Merkel direkt eine weitere "Epoche" mit einer Frau an der politische Spitze wollen.
...das eine Rolle spielen?
Wenn Ich Stil und Inhalte der Merklerin mit...sagen wir mal... M. Thatcher vergleiche, wird klar, wie unterschiedlich weibliche Politik sein kann.
Es wär wohl niemand auf die Idee gekommen zu sagen, daß die Deutschen nach 16 Jahren Kohl bestimmt nicht schon wieder einen Mann wollten.

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zitzewitz 19.02.2018, 16:16
53. Die ewige Kanzlerin

Und sollte Frau KK eines Tages wider Erwarten doch noch Kanzlerin werden, wird AM als graue Eminenz im Hintergrund die Fäden ziehen, damit es alternativlos weitergeht, für immer und immer und immer.

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hausfeen 19.02.2018, 16:16
54. Wäre sie auch bei Neuwahlen schon Kanzlerkandidatin?

Das ist, was interessiert. Vielleicht rechnet ja Merkel schon mit Neuwahlen und würde dann nicht mehr antreten wollen? Vielleicht deswegen die schnelle Abordnung einer MP nach Berlin? Fragen, Fragen und keine Antworten.

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StefanKomarek 19.02.2018, 16:16
55. Das klappt ja doch nicht

Zitat von eigene_meinung
Wann ist endlich Schluss damit, dass die Vorsitzenden der großen Parteien ihre Nachfolger bestimmen? Leben wir in einer Monarchie oder in einer Demokratie?
Wann bitte hat das jemals geklappt, dass ein Kanzler / eine Kanzlerin seinen / ihren Nachfolger bestimmt hätte? Seit 1871 kenne ich keinen solchen Fall. Dasselbe gilt für Parteivorsitzende.
Da gibt es zwei systemimmanente Hürden. Zum einen geht keiner auf dem Höhepunkt seiner Macht. Sie gehen immer erst dann, wenn sie abgewählt wurden oder abgewirtschaftet haben. Zum anderen, wer wartet, dass er berufen wird, eignet sich nicht als Führungspersönlichkeit.

Frau Merkel steht seit September in der Kritik ihrer eigenen Parteifreunde, die Kritik ist seitdem nicht zur Ruhe gekommen und wird es auch wohl nicht mehr. Sie ist auch nicht mehr in der Lage, diese Kritiker wegzudrücken und auszugrenzen, wie sie es früher konnte, denn sie ist nicht mehr auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Andererseits ist sie immer noch so dominant, dass ihr Rückzug aus der ersten Reihe ein Machtvakuum erzeugen wird. Wer immer Nachfolger als Parteivorsitzender werden und damit als Kanzlerkandidat wird will, wird sich gegen sie durchsetzen, schon um sicherzustellen, dass sie nicht als graue Eminenz weiter aus dem Hintergrund heraus bestimmen kann. Söder war nicht Seehofers aufgebauter Wunschkandidat und Merkel nicht Kohls Vorschlag.

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Pless1 19.02.2018, 16:17
56.

Zitat von carlitom
Angie war auch Generalsekretärin.
Ja, sie ist aber von allen bisher 13 CDU-Generalsekretären die einzige, die es auch an die Spitze der Partei gebracht hat. Und auch das war der damaligen Konstellation geschuldet, dass Kohl ebenfalls alle potenziellen Nachfolger außer Schäuble in den eignen Reihen eliminiert hatte und Schäuble nach Kohl über die Parteispendenaffäre gestolpert ist.

Die anderen wurde maximal noch Minister (Rühe, Hintze, Pofalla, Gröhe) oder Ministerpräsident auf Länderebene (nur einer, nämlich Biedenkopf). Kauder immerhin noch Fraktionschef im Bundestag. Die anderen - und damit die meisten - wurden nach diesem Amt in der Tat nichts mehr.

Als Sprungbrett hat sich dieses Parteiamt somit wirklich nicht erwiesen.
Ich glaube, dass "AKK" dieses Amt auch nicht lange bekleiden wird. Ich rechne damit, dass Peter Altmeier das Kabinett etwa zur Hälfte der Legislaturperiode verlassen wird um EU-Kommissar zu werden (Nachfolge Oettinger) und Frau Kramp-Karrenbauer dann ins Kabinett wechselt.

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ulrich.schlagwein 19.02.2018, 16:18
57. Gut so

Frau AKK kann vermutlich auch fliesssend Franzoesch und versteht die kleinen Feinheiten der Reden von Macron (von wg. Europa). Ist die "Nachfolgregelung" endlich das Licht am Ende des Tunnels, oder ist es doch nur der Scheinwerfer des entgegenkommenden Zuges?

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brathbrandt 19.02.2018, 16:19
58. "weiter so" in einer anderen Welt: Wird nicht gut gehen!

Natürlich muss man vermuten, dass sich Merkel selbst diese Epigonin wünscht. Die CDU sagt sowieso immer "ja". Was aber wird der Wähler sagen!? Wird er ein "weiter so" durchwinken? PolitikerInnen vom Format Merkels denken in Kategorien von Hausmacht, Wahlen, den jährlichen Wirtschaftzahlen und Medieneinfluß. Die Welt hat sich aber (auch wegen Ms schlechter Politik) verändert: In anderen Ländern regieren Menschen, die geschichtlich denken, d.h. sich die großen Konfliktfelder der nächsten 30 Jahre ausmalen und danach handeln. Ich sehe in D niemanden, der darauf eine Antwort hat.

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Fritz Godesberg 19.02.2018, 16:20
59. Bloß keine Anführer mehr

Christoph Bertram schrieb weiland in der Zeit, dass die Sehnsucht nach einem Anführer, einer Anführerin bzw. überhaupt nach Führung berechtigt sei. Ob berechtigt oder nicht, es gibt sie, diese Sehnsucht und es gibt sie scheinbar in zunehmender Intensität. Aber: nach meiner Überzeugung spiegelt sich darin aber auch die Bereitschaft in Unmündigkeit und "nicht-Erwachsen-werden-wollen" wieder. Die Mama, der Papa, soll's richten. Und das in einem Land, in dem ständig die Botschafter und die Botschaften der Aufklärung bemüht werden. Aufklärung ist aber nach Kant vor allem anderen "der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit"! Außerdem muss klar sein, dass dem Ruf nach Anführerinnen immer auch der Keim des antidemokratischen innewohnt. Citoyen sein ist das Gebot der Stunde und nicht Bourgeois! Wer glaubt, dass es genügt eine wie auch immer verstandene "bürgerliche Gesinnung" zu haben, wird mit Entsetzen quittieren wie Parteien wie die AfD stark und stärker werden. Wenn Parteien wie die CDU oder die SPD wieder stark werden wollen in der Wählerbindung, dann genügt es keinesfalls eine Anführerin zu Identifikation bereit zu stellen, gleichgültig wie charismatisch sie auch sei, im Gegenteil muss sie davon überzeugen, dass Demokratie auf die Dauer nur ohne Anführerinnen gelingen kann, wenn also das Gemeinwesen seinem Namen gerecht wird. Es ist allerdings mehr als eine Herkulesaufgabe Menschen, dafür zu gewinnen politisch mit zu wirken und es wird dazu unumgänglich sein auch neue Formen, vor allem auch jenseits einer Parteimitgliedschaft, für diese Teilhabe zu erproben. Gelingt es der CDU, gelingt es der SPD, und auch den kleineren Parteien wie Grüne, FDP und Linke, weniger auf Gesinnungszusammenhalt sondern vielmehr auf allgemein notwendige gesellschaftliche Solidarität zu setzen, das bedeutet zu förderst in den eigenen Reihen auf Gesinnungspatriotismus zu verzichten, dann werden sie die Demokratie in unserem Land nachhaltig stärken und von der AfD wird ganz schnell niemand mehr sprechen. Die zehn bis zwanzig Prozent, die partout in der Position "ich bin das Baby, du musst mich liebhaben" verharren wollen, werden wir dann halt ertragen müssen. Grüße, Firtz Godesberg der Name ist Programm

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