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CDU-Generalsekretärin: Kramp-Karrenbauer vergleicht Flüchtlingsstreit mit Agenda 2010
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Die Agenda-Reformen haben die SPD in eine dauerhafte Identitätskrise gestürzt. Laut CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer gibt es für die Union ein ähnliches Problem.

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SPONU 26.10.2018, 09:33
1. Wunderbar merkbefreit

"Kramp-Karrenbauer appellierte angesichts der sinkenden Umfragewerte für die Union an die eigenen Reihen, sich nicht immer weiter an Merkels Flüchtlingspolitik abzuarbeiten. Nach vielen Gesprächen an der Basis sei klar, "das Flüchtlingsthema spielt noch eine Rolle, aber es war bei Weitem nicht die Nummer eins, nirgendwo"."

Das mögen Statistiker und externe Berater in den Parteizentralen anhand von Grafiken und Powerpoint so darstellen.
An den Wahlurnen zeigt sich die Realität. Frau KK hat immer noch nix begriffen.

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Freidenker10 26.10.2018, 09:34
2.

Und das soll die CDU Lösung sein? Ist 3 Jahre her, also Schwamm drüber und nicht mehr darüber reden? Die sachen totzuschweigen hat ja in der Flüchtlingskrise auch so wunderbar funktioniert...

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Ole_Ostpreiß 26.10.2018, 09:37
3. ja, der Vergleich passt

Schröder hat der SPD den Dolchstoß gegeben und Merkel der CDU !
Die SPD wird endgültig verschwinden oder von Sahra Wagenknechts Bewegung ersetzt werden.
Über Kurz oder lang wird die AFD auch die CDU Ersetzen!

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sossossos 26.10.2018, 09:39
4. Sehr gut erkannt

Und wohin das die CDU in wenigen Jahren führen wird kann am beispiellosen verheerenden Niedergang des Koalitionspartners schon mal äusserst anschaulich verfolgt werden.

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Kapustka 26.10.2018, 09:39
5. Teilweise richtign - teilweise falsch

So, wie die Agendapolitik die SPD gespalten hat und dazu geführt hat, dass die Linkspartei sich dauerhaft etablieren konnte, so hat die Merkelsche refugee welcome-Politik und die begleitende Rhetorik ("Der Islam gehört zu Deutschland") die Union gespalten und die AfD in die Parlamente gebracht.

Insofern stimmt die Analyse. Falsch ist die Hoffnung von AKK, dass diese Spaltung einfach so verschwindet, wenn man das Thema "für beendet" erklärt. Das Thema bleibt da.

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Alexis_Saint-Craque 26.10.2018, 09:39
6. Kulissen

Das ist nur die Kulisse, hinter welcher eine ganz andere Idee sich verwirklicht: ein starkes und stabiles Prekariat, erzeugt von einer Art sozialer Kriegsführung mittels der Märkte und einer entsprechenden Legislative. Beide Volksparteien stehen jetzt vor einem Volk, das sich zwangsläufig Alternativen sucht oder ganz einfach nichts mehr zu verlieren hat und Gefallen an einem anarchischen Chaos findet. Auch diese Menschen greifen willig zu auf die Narrative der Migrationsdebatte und verstecken sich hinter diesem Angebot. Die soziale Kriegsführung hat die neue Rechte erst ermöglicht. Sie ist nur zu verhindern durch ein Ende der sozialen Kriegsführung. Durch ein Zurückgewinnen des Volkes - eben als Unteilbares. Dazu aber fehlt jedes Narrativ, verehrte Generalsekretärin.

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seine-et-marnais 26.10.2018, 09:40
7. 3 Jahre zurückhängen?

Die Regierungskrise hat begonnen mit einem Mord in Chemnitz. Wird man also in 3 Jahren erfahren was da in einer Augustnacht wirklich geschah. Solange der Bürger glaubt dass man ihn nicht informiert, dass man etwas 'verheimlichen' will, solange Merkel dem 'Zeckenbiss' mehr vertraut als der Polizei und dem Verfassungsschutz, solange geht es bergab mit der CDU. In anderen Ländern der EU wäre man längst von der Presse unterrichtet worden was da tatsächlich passiert ist. Und insoweit ist diese Krise der CDU und der SPD auch eine Krise der Medien. Da hängt nicht nur die Debatte 3 Jahre zurück sondern die Information des mündigen Bürgers der die 'aufgetischten' Informationen nicht mehr 'frisst'.

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and777 26.10.2018, 09:40
8. AKK übersieht etwas Entscheidendes

Mag ja sein, dass der linke Betriebsratsangehörige die Agenda 2010 negativ mit der SPD in Verbindung bringt. Dennoch hat sie Deutschland und seinem Wachstum einen kolossalen Dienst erwiesen. Ähnlich jetzt bei der Migrationsfrage. Mag sein, dass eine konsequente Migrationspolitik dem jeweiligen Promotor Stimmen am linken Rand kostet - am Ende werden sich unsere Kinder im Nachgang dafür bedanken.

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Kurt2.1 26.10.2018, 09:44
9. .

AKK: Merkel hatte es zugelassen, dass allein im Jahr 2015 rund 900.000 Migranten weitgehend unkontrolliert nach Deutschland gekommen waren.
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Zu dieser unkontrollierten Einwanderung gibt es eine Petition mit über 168.000 Befürwortern. Das sind mehr, als die Aufstehen-Bewegung für sich verzeichnen kann. Und Spon? Tiefes Schweigen! Nicht eine Zeile dazu. Es gab eine öffentliche Anhörung dazu. Und Spon? Auch hier: Tiefes Schweigen. Solch selektives Verhalten ist natürlich auch eine Information.

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