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CDU nach den Landtagswahlen: Kramp-Karrenbauer schließt Zusammenarbeit mit AfD weiter
Jan Woitas/dpa-Zentralbild/ DPA

Bei den Wahlen in Sachsen und Brandenburg legte die AfD kräftig zu. CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer stellte klar, dass es bei einer Abgrenzung von den Rechtspopulisten bleibe - genau deshalb sei ihre Partei auch gewählt worden.

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m.s.schneider 02.09.2019, 10:06
1.

Das wird noch spaßig und ist leider total vorhersehbar: Eine gewisse Trägheit hat es jetzt noch, aber die Testphase läuft. Die afd kriegt die Stimmen, die die anderen gerne hätten. Also tut man sich entweder mit der afd zusammen oder man übernimmt Positionen der afd. Beides irgendwie doof. Was tun? Man sträubt sich, empört sich, grenzt sich ab. Und zwar laut und viel, hält damit das Ganze jedoch als Thema grundsätzlich am Laufen. Im nächsten Schritt macht man einen tiefen, aber einen ganz tiefen Seufzer, und, ja, es ist irgendwie auch der Wille des Wählers und das ist - Achtung Breitschwertalarm! - Demokratie! Da kann man ja mal, da muss man doch und alles andere wäre ja auch irgendwie die Missachtung des Wählerwillens und das wäre - Achtung... - undemokratisch. Aber man war ja nicht doof. Und was ein Zufall: Beide große (naja) Parteien haben schon Brückenköpfe gesetzt: Maaßen und Sarrazin, und, wieder völlig irre, man konnte einen Parteiausschluss irgendwie nicht hinkriegen. Und jetzt? Easy. Nicht entweder - oder, sondern beides: da, wo man ja geradezu gezwungen wird, weil sonst 'undemokratisch', koaliert man, nicht sofort, aber bald, hier und da, lokal, dann größer usw., gleichzeitig, guckt man vorsichtig, wie man die Angelleine zu den beiden Brückenköpfen einholt oder sich zu ihnen ranzieht. Letztlich steht so einem modernen neoliberalen Faschismus nichts mehr im Weg. So wie es hat kommen sollen.

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WolframS 02.09.2019, 10:12
2. Kramp-Karrenbauer schließt Zusammenarbeit mit AfD weiterhin aus

Ich würde dazu raten die AFD-Leute mal auf der sachlichen Ebene zu stellen. Deren einziges Konzept ist doch nur dagegen zu sein.
Ich hätte mal gerne gesehen, dass sie ganz klar dazu aufgefordert werden, dass sie ihre potenziellen Lösungen präsentieren, schriftlich und mit Zahlen hinterlegt.
So lange man ihnen erlaubt sich hinter ihren Wirtshaussprüchen zu verstecken so lange sitzen sie am längeren Hebel, das ist ihr Gebiet. Stellt sie, holt sie in die Realität und lasst sie mal klar Stellung zu Problemen und Ihren Lösungen nehmen.
Habe mal ein Gauland-Interview gehört, da hatte er zu keiner einzigen Frage eine Antwort, da hat er nur herumgestottert und gesagt, dass sie noch daran arbeiten.
Zeigt den Menschen, dass es zu wenig ist nur dagegen zu sein!

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chewbakka 02.09.2019, 10:21
3. Immer noch nix dazu gelernt .....

Die Haltung und der Umgang der sog. 'alt Parteien' zur / mit der AfD ist vor allem mal eines: Eine politische Bankrotterklärung und der Beweis politischer Unufähigkeit. Auf der einen Seite haben wir hier eine lärmende Bande von Populisten, die sicih am rechten Rand und darüber hinaus ein erhebliches Wählerpotential erschlossen haben. so weit so schlecht. Die Reaktion darauf kann aber nicht sein, sich in den Schmollwinkel zurück zu ziehem und zu sagen 'Die sind bäh, mit denen spielen wir nicht'. Das treibt denen nur noch mehr Wähler zu. Die Antwort kann aber auch nicht die sein, die man zu den Grünen gefunden zu haben glaubt: es werden die Positionen des politischen Gegners in weich gespülter Form übernommen. Der (unangebrachte) Hype um die Grünen belegt dies eindeutig. Politik ist nunmal auch Kampf und Auseinandersetzung mit dem politischen Widersacher - DAS haben sowohl AfD als auch Grüne begriffen. Die Reaktion Schmollwinkel bzw. hinterherlaufen wird das nicht lösen. Politik muss auch den Willen zur Verteidigung eigener Positionen beinhalten. Und sich in den Schmollwinkel zurück zu ziehen bzw. Positionen des Gegners teilweise zu übernehmen ist eben nicht die Stärkung der eigenen Position - sorry liebe CDU, SPD - das ist reichlich lahm. Demokratie muss eben auch streitbar sein und den Streit aushalten. Sonst überlassen wir das Feld den undemokratischen Schreihälsen. Hatten wir ja auch schon mal.

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der_anonyme_schreiber 02.09.2019, 10:29
4.

Zitat von WolframS
Ich würde dazu raten die AFD-Leute mal auf der sachlichen Ebene zu stellen. Deren einziges Konzept ist doch nur dagegen zu sein. Ich hätte mal gerne gesehen, dass sie ganz klar dazu aufgefordert werden, dass sie ihre potenziellen Lösungen präsentieren, schriftlich und mit Zahlen hinterlegt. So lange man ihnen erlaubt sich hinter ihren Wirtshaussprüchen zu verstecken so lange sitzen sie am längeren Hebel, das ist ihr Gebiet. Stellt sie, holt sie in die Realität und lasst sie mal klar Stellung zu Problemen und Ihren Lösungen nehmen. Habe mal ein Gauland-Interview gehört, da hatte er zu keiner einzigen Frage eine Antwort, da hat er nur herumgestottert und gesagt, dass sie noch daran arbeiten. Zeigt den Menschen, dass es zu wenig ist nur dagegen zu sein!
Die Idee, dass man radikale Kräfte dadurch in den Griff bekommt, dass man sie "in die Verantwortung" nimmt, der Gedanke, dass man diese Kräfte dann schon "bändigen" kann, die gab es schon mal.

Eine der Folgen dieses Gedankens hat sich gerade gejährt.
Aus meiner Sicht gibt es Positionen mit denen es keine Zusammenarbeit geben darf.

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Schartin Mulz 02.09.2019, 10:29
5. Wahl

bedeutet, dass man zwischen Alternativen wählen kann.
Je mehr nun ehemalige Alternativen den Schulterschluss suchen und eine "alternativlose" Politik machen, umso mehr wächst die Sehnsucht, mit seiner Stiomme wirklich etwas bewegen zu können.#
Das ist ein Grund.
Dann haben wir die Schwäche des linken Spektrums. Es geht nicht um die "Abgehängten", soviele Hartzis haben wir gar nicht, außerdem ist die Wählerschaft der AfD durchaus bund gemischt.
Viele Normalos haben schon lange ds Gefühl, dass die Parteien ihre Interessen nicht einmal mehr wahrnehmen. Die Linke sorgt sich um die Rechte von Hartzis, die SPD kämpft gerade vehement für die Grundrente für Leute, die sie eigentlich nicht brauchen, die Grünen kümmern sich um Juchtenkäfer. Dann geht es um Gender-Klos, um Frauenquoten bei DAX-Unternehmen.
Die große Mehrheit der Wähler , das ist die ganz normal arbeitende Bevölkerung. Wo kommt die noch vor in der Politik?
Ok, da jetzt ausgerechnet die AfD zu wählen, die ja nun nichts im Programm hat, was dem Normalo irgendetwas bringen würde, ist nicht logisch erklärbar. Ich sehe die AfD da eher als den "Stinkefinger", der den Etablierten gezeigt wird.
Dass diese Warnung irgendwo angekommen wäre, kann ich leider nicht beobachten. Sich zu fragen, was man eigentlich als Politiker alles falsch gemacht haben muss, dass Leute bereit sind, Leute wie Höcke oder Gauland zu wählen, das wäre doch mal ein Ansatz.

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World goes crazy 02.09.2019, 10:35
6. Ein Frieden dem nicht zu trauen ist

Ich glaube der CDU diesbezüglich kein Stück. Vor der Sachsenwahl haben gut 3/4 der CDU-Kandidaten gesagt, sie schließen eine Koalition mit der AfD aus und es wurde medial als Erfolg verkauft (in den meisten Medien). Stattdessen hätte man vielleicht den Fokus auf das Viertel, dass dazu bereit wäre legen sollen. Unter den 3/4 "Nein"-Sagern würden sicher mehr als genug umschwenken, wenns der Machterhaltung dient. Und für den Machterhalt tun die Konservativen sich auch mal mit den radikalen Rechten zusammen, dass hat das Zentrum vor dem Wk gezeigt und jüngst auch Herr Kurz in Österreich, das Szenario ist also heute noch reproduzierbar. AKK wird weiterhin weit rechts ausholen und dann auch zurückrudern...#1 hat also Recht, die Union wird versuchen sich ein paar der Positionen anzueignen und damit den Keil tiefer in die Bevölkerung treiben. In der Union sind genug AfD-Sympathisanten um einen Rechtsschwenk durchzuführen wenn man nicht gut genug aufpasst -.-

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tonyhawks 02.09.2019, 10:40
7. Kein Platz für Nazis

Ganz einfach. Wer sich nicht distanzieren kann und will, dem darf man auch keinen Raum geben.

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exxilist 02.09.2019, 10:41
8. AFD Zusammenarbeit

Es wäre schön, wenn AKK das auch einmal an alle nach unten weitergeben würde.
Immer wieder schert doch einer aus. Sprüche, wie man müsse nach allen Seiten offen sein sind ja aus der Unionzu hören. Auch namentlich wurde in diesem Zusammenhang auch schon die AFD genannt. Natürlich gab es dann seitens der Parteispitze ein zurückrudern.
Aber gesagt ist gesagt und wird seine Wirkung haben. Egal wieviel man zurückrudert.
Ich habe schon das Gefühl man will damit bestenfalls den rechten Flügel innerhalb der Union bei Laune halten. Schlimmstenfalls sind diese gestreuten Aussagen (wie leider häufig zu beobachten) vorbereitende Maßnahmen um etwas gesellschaftsfähig zu machen. Wenn man es nur oft genug wiederholt..............
Um den offiziellen Schein zu wahren wird natürlich im Nachhinein immer wieder von Mißverständnissen etc. geredet.
Das die Union dieses "Good cop - bad cop" Spiel kann haben ja auch schon Merkel und Seehofer bewiesen.
Man will halt nach allen Seiten offen sein. Wenn man sich zudem anschaut wie die Union Herrn Maaßen ungebremst in der braunen Brühe rumrühren lässt, ist das alles andere als eine eindeutige Aussage.
Damit wird viel kaputtgemacht. Bitte Neuwahlen, jetzt. GroKo ist doch eh nur ein Witz.

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hauro2005 02.09.2019, 10:41
9.

Laut Frau Kamp-Karrenbauer wurde die CDU gewählt, um nicht mit der AfD zu koalieren.
Sie wurde also gewählt, um auf Biegen und Brechen mit der kaum noch vorhandenen SPD zu regieren?
In einer Koalition von CDU, Grünen und SPD würden die Stimmen der SPD-Wähler plötzlich wieder viel mehr wiegen, als die der AfD-Wähler. Und wie soll das auf die Wähler in Thüringen wirken? Da verknoten sich mit allen Mitteln die drei klassischen westdeutschen Parteien im sächsichen Landtag, um an der Macht zu bleiben. Damit dürfte dann klar sein, dass in Thüringen die Linke und die AfD das Rennen mit deutlichem Abstand vor den West-Parteien unter sich ausmachen.

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