Forum: Politik
CDU-Politiker Heilmann: Warum ich als Konservativer für die Ehe für alle bin
DPA

In der Union ist die gleichgeschlechtliche Ehe hoch umstritten. Der Berliner CDU-Politiker Thomas Heilmann unterstützt das Vorhaben - und fordert die Gegner in seiner Partei zum Umdenken auf.

Seite 1 von 17
migratist 29.06.2017, 12:49
1. Grundsätzlich...

habe ich nichts gegen die Ehe für alle, obwohl ich mich ebenfalls eher zum konservativen Flügel zählen würde.
ABER erstens empfinde ich es als "unschön" wie die SPD jetzt vorgeht - vor allem in Hinblick auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts - und zum anderen sollte man die Begrifflichkeit ändern. Mir kommt bei dem Begriff Ehe für alle auch immer die Zwangsehen der 10- oder 12-jährigen ins Gedächtnis!! Das sollte damit ja - wohl hoffentlich - nicht gemeint sein?!?

Beitrag melden
Olaf Göbel 29.06.2017, 12:50
2. Sehr cool!

Ich bin beeindruckt, solch ein hervorragendes Statement von einem CDUler zu lesen. Das macht Hoffnung für unsere Demokratie.

Beitrag melden
zeichenkette 29.06.2017, 12:55
3. Tja

Das ist eine Art von "konservativ", mit der man politisch leben kann. Leider sind die meisten Konservativen inzwischen zu vorurteilsgeladenen Populisten verkommen. Wäre schön, wenn uns das hier in Deutschland erspart bliebe. Endlich diese unerträgliche Ungleichbehandlung von homosexuellen Menschen zu beenden, wäre da ein gutes Zeichen. Alternativ könnte man natürlich die "Ehe" auch ganz abschaffen und stattdessen auch Heterosexuellen die Verpartnerung erlauben.

Beitrag melden
ackergold 29.06.2017, 12:57
4.

Ich denke, dass man durchaus mit der erforderlichen Vernunft an die Sache herangehen sollte. Dem Statement des Abgeordneten ist in weiten Teilen zuzustimmen. Ich bin mir sicher, dass es auch in der Union noch mehr solcher Meinungen gibt und es ist daher gut, dass der Fraktionszwang - den es ja eigentlich nicht gibt - aufgehoben wurde.

Beitrag melden
marty_gi 29.06.2017, 12:58
5. Danke

endlich mal eine akkurate Beschreibung, warum es aus religioesen Gruenden vielleicht "andersfuehlende" geben mag, warum aber rechtsstaatlich es kein Andersdenken geben duerfte.

Beitrag melden
tommy1808 29.06.2017, 13:00
6. Korrektur

Ehe gab es schon vor Kirchen und wurde vor der Übernahme durch die Kirchen säkularen geschlossen. Ehe ist auch in den wenigen Naturvölker bekannt, die keine formale Religion haben. Der Staat hat die Eheschließung nicht von den Kirchen übernommen, sondern sich dies nur zurück geholt.

Beitrag melden
KJP 29.06.2017, 13:01
7. Kein Schubladendenken-wird dem Thema gerecht

Ein sehr differenzierter, sachlicher Beitrag. So sollten Demokraten diskutieren!

Beitrag melden
Realist111 29.06.2017, 13:02
8. Tja, Herr Heilmann, ...

"Und wegen des Grundsatzes der Gleichheit vor dem Recht lässt sich eben nicht überzeugend begründen, warum gleichgeschlechtliche Partnerschaften anders behandelt werden als heterosexuelle Paare, wird die Ehe zwischen Mann und Frau doch dadurch nicht schlechter gestellt."

Auch die Vielehe ist eine Form der Ehe.
Wie lässt sich denn wegen des Grundsatzes der Gleichheit vor dem Recht nun eigentlich überzeugend begründen, dass mein Nachbar seine beiden Partner nicht heiraten darf - denn dadurch würde die Ehe zwischen Mann und Frau doch auch nicht schlechter gestellt???

Beitrag melden
DerBlicker 29.06.2017, 13:06
9. Bravo!

Eine Meinungsäußerung eines Politikers , bei der ich jedes Wort unterstreichen kann. Alles sehr abgewogen und fundiert begründet, ohne jede Polemik, das erlebt man selten bei Politikern.

Beitrag melden
Seite 1 von 17
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!