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CDU-Politiker Hirte: Ostbeauftragter wirft eigener Partei massive Fehler vor
Christian Spicker/ imago images

Migration, Mobilität, Klimaschutz: Mit ihrer Politik in diesen Feldern habe die CDU im Osten Wähler enttäuscht, sagt der Ostbeauftragte Hirte (CDU). Das habe die Europawahl gezeigt.

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labellen 12.08.2019, 13:03
10. Kurz gesagt:

Der Mann erwartet auch zu den Landtagswahlen eher bescheidene Ergebnisse für die CDU.

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spon-1178958794633 12.08.2019, 13:06
11. Denkfehler

"Als Beispiel nannte Hirte die Migrationspolitik, aber auch die Themen Mobilität und Klimaschutz, mit denen sich viele Menschen im Osten - insbesondere im ländlichen Raum - schwer täten." -

Hirte geht offenbar davon aus, dass die Politik dann richtig ist wenn seine Klientel sie für richtig hält. Genau das ist NICHT die Aufgabe der Politik. Die fehlende Anpassungsfähigkeit und -bereitschaft liegt bei den Menschen in Ostdeutschland. Es ist deren Sache, sich den Veränderungen anzupassen. Und die Aufgabe des Herrn Hirte wäre es, diesen Menschen zu erklären wie die Welt sich weiterdreht, auch wenn man vor Ort in irgendwelchen anachronistischen Denkblasen verharrt. Wahrscheinlich beschreibt der Film "Good Bye, Lenin!" die Situation am besten....

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gottseidank.de 12.08.2019, 13:09
12. Danke!

Danke Peer Pfeffer!
Die Politik hat nicht bei Migration versagt. Sondern dabei mal ganz oben die Milliarden und Millionenvermögen abzuschöpfen. Immer die gleiche Frage warum verdient eine Krankenschwester 1.200€ netto, ein Banker aber 2.000.000€. Nehmt es Ihnen weg, sorgt für gerechtere Lebensumstände. Dann lässt auch der Hass auf Migranten nach.

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burlei 12.08.2019, 13:12
13. Absolut richtig

Die CDU hätte viel mehr auf die Gefühle und Befindlichkeiten der rund 15 bis 16 Millionen Einwohner im Osten des Landes eingehen müssen. Sicher, sie hätte die Gefühle und Befindlichkeiten von über 60 Millionen Einwohner im Westen des Landes enorm verletzt, aber - sind wir doch mal ehrlich - die zählen nicht. Wichtig ist die Meinung "des Volkes". Darum hätte die CDU auch viel früher in den Monolog "des Volkes" eintreten müssen. Doch, ja, Monolog. Einen Dialog kann man mit den "Wir sind das Volk"-Krakeelern nicht halten. Man kann sich nur hinstellen, zuhören, verständnislos den Kopf schütteln. Ja, sie hätte wirklich internationale Großkonzerne ansiedeln müssen (macht normalerweise die Privatwirtschaft, aber da kann doch wirklich mal zur staatlich gelenkten Wirtschaft greifen, die von CDU/CSU bisher vehement abgelehnt wurde), sie hätte wirklich die "Islamisierung des Abendlandes" stoppen müssen, die "Grenzen dicht machen" müssen, sich gegen die Meinung der Mehrheit stellen müssen. Wenn sie dann noch auf ihrem ständig auf der Zunge getragenem Markenkern "Christlich" verzichtet hätte (zieht im "ländlichen und viel kleinteiligeren" und viel atheistischeren Osten nicht so sehr), sich als "Provinzielle Demokratische Union" umbenannt und sogar, um dem "Willen des Volkes" noch mehr entgegen zu kommen, sogar auf den ausgeleierten Zusatz "Demokratische" verzichtet hätte.... Ja, dann könnte sich die CDU sogar Hoffnung machen, als Juniorpartner in eine AfD-geführte Koalition ein zu treten.

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alex_omä 12.08.2019, 13:14
14. Und nun?

Sollen wir jetzt die Migrationspolitik im gesammten Land nach denBefintlichkeiten der Ostdeutschen ausrichtigen obwohl diese sie nicht einmal betrifft? zb. Weil die meisten Migranten garnicht in den Osten gehen ? Ich denke auf diese "Gefühlte wirklichkeit" kann man getrost pfeifen.

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kurtbaer 12.08.2019, 13:14
15. die wiedervereinigung war ein fehler

die wiedervereinigung war ein fehler. insbesondere der versuch, den osten einkommenstechnisch an das west-niveau heranzuführen. wie fatal der versuch endete, ist am beispiel des chemnitzer fc zu sehen.

wenn die im osten in jeder hinsicht rückständig bleiben wollen, dann sollen sie es eben. darauf rücksicht zu nehmen wäre völlig falsch!

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olmen 12.08.2019, 13:17
16. Herr Hirte vergisst

dass die DDR de facto pleite war und erhebliche Mittel zum Wiederaufbau geflossen sind. Er sollte auch darauf sehen, wie die Ausgangslage war bzw. was geleistet wurde. Nach 40 Jahren sollte nun endlich nach vorne geschaut werden.

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haresu 12.08.2019, 13:18
17. Das hohe Lob der Ignoranz

Der Bürger mag nicht? Na dann verschonen wir ihn auch mit den etwas schmerzhafteren Themen. Wo kämen wir auch hin, wenn plötzlich nicht mehr die Stimmungslage der Bürger sondern die Wirklichkeit die Politik leiten würde. Hauptsache man fühlt sich gut aufgehoben im Kuschelreservat und dafür war ist und bleibt eben die Union zuständig.

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disklord 12.08.2019, 13:24
18. Job

Zitat von didel-m
Wenn man es ernst genommen hätte. Hat man sich aber nicht getraut. Dann macht die AfD eben den Job. So einfach ist das.
Den Job machen beide nicht. Es ist nicht der Job der Politik dem Stammtisch hinterherzulaufen, sondern die Entscheidungen, die getroffen werden zu erklären. Gesetze zu erlassen und dabei zu erklären, daß man sie dann halt später nicht einhalten will, hilft halt auch nur Wutbürger zu züchten. Da hilft es zwar später den klagenden als Sündenbock hinzustellen, aber leider kommen die anderen dann ehrlicher rüber auch wenn sie eigentlich keinen Plan haben, was sie eigentlich wollen außer dagegen zu sein.

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Zuspitze 12.08.2019, 13:31
19. Interessant, Herr Hirte!

"Als Beispiel nannte Hirte die Migrationspolitik, aber auch die Themen Mobilität und Klimaschutz, mit denen sich viele Menschen im Osten - insbesondere im ländlichen Raum - schwer täten. Dies seien "Punkte, wo Bürger sich in den letzten Jahren nicht nur aufgehoben gefühlt haben bei der CDU"... Stimmt, das regelt Trump eindeutig besser. Verbal...und selbstverständlich die Alternativen Heilsbringer. Auch verbal. Und es siedeln sich keine großen Unternehmen im Osten an... Warum eigentlich? Weil Unternehmen das im Osten nicht wollen? Oder weil es sich für Unternehmen nicht lohnt? Hm. Aber das muss natürlich die Politik richten. So wie in der DDR-Planwirtschaft, in der hunderte von marode, am Weltmarkt nicht lebensfähige, Unternehmen mit Westdevisen am Leben gehalten wurden. Und zwar ausschließlich so. Und wenn es die scheinbar heile DDR-Welt nicht zurück gibt, dann halt eine unter brauner Flagge.

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