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CDU-Politiker Peter Tauber an Ex-CDU-Parteifreundin Steinbach: "Erika, du bist da in
Michael Kappeler/ DPA

Peter Tauber macht Ex-Parteifreundin Erika Steinbach wegen Hetz-Tweets mitverantwortlich für den Lübcke-Tod. Ausgerechnet er brachte ihr das Twittern bei - andere Dinge bedauert er aber noch mehr.

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carlitom 26.06.2019, 16:25
50.

Zitat von Peer Pfeffer
Erika S. bezieht sich ganz klar und offen AfD-Positionen, auf einer Linie mit Maaßen. Sitzt einer AfD-nahen Stiftung vor. Mit solchen Leuten sollte man gar nicht mehr reden und sie geflissentlich ignorieren. Das bringt doch nichts. Wir wissen alle, dass dort Erkenntnisresistenz gegenüber Fakten herrscht, und jede Reaktion bringt diesem Sumpf nur Aufmerksamkeit.
Nein, so sehe ich das nicht. Das bringt schon was. Natürlich werden Sie bei einem rechten Urgestein wie Steinbach nichts mehr bewegen. Aber es gilt, deutlich Stellung zu beziehen, damit jeder, der sich ähnlich verhält oder damit sympathisiert, weiß, woran er sich mitschuldig macht.

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sans_words 26.06.2019, 16:27
51. Unisono

Macht so weiter und in ein paar Jahren wird es nur noch eine Meinung geben.

Wir brauchen keine unterschiedlichen politischen Ansichten, wir brauchen keine Diskussion über komplexe Themen, wir brauchen keine streitbaren Geister.

Wir sind die Guten. Es gibt nur eine legitime Einstellung.

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thinklink 26.06.2019, 16:42
52. dafür

Zitat von schwerpunkt
Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht, darin was man als öffentliche Person so von sich gibt, einen gewissen Konsens einhalten soll. Das gilt aber nicht nur für den Inhalt, sondern auch die Form. Wenn eine (lederhosenunverdächtige) Frau Nahles am Wahlabend dem politischen Gegner vor der Kamera ankündigt: "Jetzt gibt's auf die Fresse.", dann ist dass weit jenseits von allem, was angemessen wäre. Somit hat auch Frau Nahles mit zu dieser Verrohung beigetragen (und ist damit zurecht politisch abgemeldet .. wenn auch nicht rechtzeitig und nicht deswegen … es wäre aber meines Erachtens Grund genug gewesen, Frau Nahles sofort politisch in der nächsten Kneipe zu parken).
dürften Sie eine breite mehrheitliche Zustimmung erhalten. Unsäglich, untragbar. Aber auch erledigt. Während ein Seehofe, Söder, Dobrindt so tun können. als hätten Sie mit dem vergifteten Diskurs nichts zu tun. Hetze kam eben nicht nur von Steinbach, sondern auch aus den eigenen Reihen meldeten sich Brunnenvergifter. Oh., auch der unsägliche Herr Wendt..., Herr Maaßen usw., große Teile der Sachsen CDU, Sachen-Anhalt CDU....

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Georgtiffy 26.06.2019, 16:54
53.

Zitat von wi_hartmann@t-online.de
nichts nur Frau Steinbach, alle AfDler als Gesinnungstäter ab in den Knast. Wäre doch gelachtes es nicht zu schaffen, die wahren Demokraten vor bösen Konkurrenten zu schützen.
Das ist die richtige Einstellung und ein wegweisender Umgang mit dem politischen Gegner. Dieser Methode haben sich bereits die beiden Brüder im Geiste Hitler und Stalin bedient. Sie wird immer dann verwendet, wenn man so schwache Argumente hat, dass nichts anderes übrig bleibt als „Weg mit ihm“. Das schönste dabei ist die Tatsache, dass man sogar noch die Dreistigkeit besitzt, sich als „wahrer Demokrat“ zu bezeichnen.

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ernstrobert 26.06.2019, 16:59
54. Identitätspolitik

Zitat von tizona
@seeyouin1982 Die Grenzen des Sagbaren legen in Deutschland das Grundgesetz und das Strafgesetzbuch fest. Wer das Sagbare darüber hinaus einzuschränken versucht, der fürchtet meist die Argumente seiner politischen Gegner und hat mit Demokratie und Meinungsfreiheit nichts am Hut.
Nachdem hier anscheinend recht vordergründig 'moderiert' wird (mein letzter, sehr sachlicher Beitrag wurde unterdrückt), möchte ich hier nur auf ein Gespräch hinweisen, das in der letzten taz mit Svenja Flaßpöhler (gefragt von Harald Welzer) geführt wurde. Dort kommt der 'moralische Totalitarismus' der Linken zur Sprache, dessen Identitätspolitik (genau wie die Rechte) die Grenzen des Sagbaren in ihrem Sinn verschieben will. Hohe Sensibilität für die Verteidigung demokratischer Werte, wie gewaltfreie Sprache und Anstand in der politischen Auseinandersetzung, verträgt sich nicht mit Identitätspolitik - rechter wie linker.

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chunga50 26.06.2019, 16:59
55. Herr Tauber macht es sich sehr einfach mit seiner stereotypen

Sichtweise einer "Mitschuld" des "rechten Spektrums". Er offenbart dabei die langjährigen Schwächen "in der Denke" der CDU und ihrer Mandatsvertreter (erst recht die der Grünen und der SPD). Es gibt ein Recht und eine Pflicht unserer freien Gesellschaft, ihre Grundwerte zu verteidigen. Dabei muss jedoch der relativistischen Tendenz der politische Korrektheit entgegengewirkt werden, die glaubt, alle Positionen, Glaubenssätze und Lebensformen hätten den gleichen Respekt verdient. Dieser oft gedankenlose Respekt insbesondere der der bisher so genannten Volksparteien hat aus meiner Sicht vielen liberal eingestellten Menschen den Mut genommen, offensiv für die fundamentalen Werte der offenen Gesellschaft - Freiheit, Kritik und offene Diskussion - einzutreten. Diese fehlende Haltung hat letztlich dazu geführt, dass rechtsnationale Parteien und Gruppierungen die vakante Rolle der Verteidiger der freien Welt übernehmen, dabei aber die zu verteidigenden Werte der Aufklärung durch Fremdenhass und das Schüren von Ängsten untergraben.
Also Herr Tauber: Nicht immer nur auf die Anderen zeigen, sondern sich einmal selbst "an die Nase fassen"!

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Andraax 26.06.2019, 17:02
56.

Zitat von sans_words
Macht so weiter und in ein paar Jahren wird es nur noch eine Meinung geben. Wir brauchen keine unterschiedlichen politischen Ansichten, wir brauchen keine Diskussion über komplexe Themen, wir brauchen keine streitbaren Geister. Wir sind die Guten. Es gibt nur eine legitime Einstellung.
Sie können anscheinend Diskurs und Meinungsäußerung nicht von Hetze und Anfeindung unterscheiden.

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telarien 26.06.2019, 17:04
57. Hallo Herr Tauber!

Ihre Meinung teile ich. Sie ziehen aber die falschen Schlüsse. Sie sollten nicht gegen angeblich einzelne Personen in der CDU oder Ex-CDU argumentieren.
Sie sollten einfach die Partei wechseln. Maaßen oder Steinbach sind doch keine Einzelfälle.

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Andraax 26.06.2019, 17:14
58.

Zitat von Georgtiffy
Das ist die richtige Einstellung und ein wegweisender Umgang mit dem politischen Gegner. Dieser Methode haben sich bereits die beiden Brüder im Geiste Hitler und Stalin bedient. Sie wird immer dann verwendet, wenn man so schwache Argumente hat, dass nichts anderes übrig bleibt als „Weg mit ihm“. Das schönste dabei ist die Tatsache, dass man sogar noch die Dreistigkeit besitzt, sich als „wahrer Demokrat“ zu bezeichnen.
Die Postings der rechten Internettrolle werden immer besonders lustig, wenn sie anderen Nazi-Methoden unterstellen.

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annoo 26.06.2019, 17:31
59. @ Schartin Mulz

Zitat von annoo
Welcher Vorsitzende einer Partei hat denn von "morgen gibts in die Fresse" geschrieben? Bestimmt ist das irgendwo mal gesagt worden (neulich auf dem Schulhof?!?), aber sicher nicht von einem Bundestagspolitiker außerhalb der AfD in öffentlichem Raum. Bitte um Quellen. Wenn Politiker der AfD über andere Poltitiker*innen mit zu "jagend" und zu "entsorgend" schreiben dann sind diese ganz klar an einer Verrohung der Gesellschaft schuld und machen sich selbstverständlich an extremistischen Taten mitschuldig, weil solche sich weiterverbreiten, wenn sie auf frustrierten Nährboden fallen. Und erzählen Sie mir nicht, dass sei diesen Gestalten nicht bewusst, im Gegenteil, ich bin recht überzeugt, dass es einer der wenigen Marketingmittel dieser Partei ist, um am rechten Rand abzuschöpfen. Mit Argumenten (oder rechts aus als "Fakten" bezeichnet) sieht es ja mau aus.
Ich korrigiere mich. Ich hatte Frau Nahles Ausspruch schon vergessen. Der war alles andere als toll. Es hat trotzdem eine andere Qualität, ob man eine/n Politiker*in direkt und persöhnlich bedroht oder ob man eine Partei mit einem - durchaus überflüssigen - "Fressespruch" bedenkt. Eine Partei kann nicht eingeschüchtert werden, so lange die Menschen nicht gezielt angesprochen werden. Insofern ist Ihr Relativieren gefährlich, wenn bewiesen ist, dass hassfördernde Sprache Auswirkungen hat und es hier um einen Fall geht, wo eine vergiftende Athmosphäre zu einem kaltblütigen Mord geführt hat.

Wenn Sie also schreiben "aber andere Politiker haben auch schon mal was Böses gesagt" dann rechtfertigen Sie sowohl die Tat als auch die Tatsache der gezielten Verrohung. Warum tun Sie das?

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