Forum: Politik
CDU: Sachsens Ministerpräsident Tillich tritt zurück
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radbodserbe 18.10.2017, 18:23
50. Wer die Bundestagswahl hat

Schon etwas merkwürdig, wenn ein Ministerpräsident angeblich wegen eines schlechten Abschneidens seiner Partei im eigenen Bundesland bei der Bundestagswahl zurücktritt.
Das Ergebnis der CDU war ja nun bundesweit nicht gerade überragend.
Traut er seinen sächsischen Landsleuten nicht zu, zwischen Bundes- und Landtagswahl zu unterscheiden ?
Sie haben ihn nicht nach Berlin gewählt, sondern um die Interessen seines Bundeslandes zu vertreten.
Wäre im übertragenen Sinne ungefähr so, als wenn ein Bundesligatrainer zurücktreten würde, weil seine Spieler in der Nationalmannschaft keine gute Leistung bringen würden.

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1848 18.10.2017, 18:32
51. Hamburger

Zitat von bewusst_sein
Tillich stand doch gar nicht zur Wahl. Es war eine Bundestagswahl, da sollte man sich vielleicht bei der CDU auf Bundesebene Gedanken darüber machen, wie dieses Ergebnis zu Stande kommt. Aber da ist man weiterhin der Überzeugung alles richtig gemacht zu haben und betreivbt Business as Usual.
Tillich hat das schlechteste Ergebnis aller Bundesländer eingefahren ...
einer der hinter der AfD bleibt , hat die Demokratie vernachlässigt , ihr den allerschlechtesten Dienst zuvor geliefert.

P.S.: Mein Vater Jahrgang 1908 kam aus Zittau - ich kenne daher die braune Vergangenheit dieser Region , die von den Großvätern auf die Enkel übertragen wurde.

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Josarian 18.10.2017, 18:35
52. Irrsinnige Personalposse

Irgendwie erinnert die Idee, der Görlitzer Kretschmer soll neuer Ministerpräsident werden, an Heiko Maas. Der brachte es im Saarland auch zu nichts, verlor eine Wahl nach der anderen und wurde Bundesminister. Bei Kretschmer hat die Posse sogar noch einen besonderen Höhepunkt. Tillich tritt zurück, weil die AfD in Sachsen zu hohe Ergebnisse einfuhr. Kretschmer soll Nachfolger werden, weil er .... ja was? In seinem Wahlkreis gegen den AfD-Mann Chrupalla verloren hat und nicht über ein Direktmandat in den Bundestag einziehen kann?

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ctor 18.10.2017, 18:43
53.

Zitat von spontanistin
Den Zustand Sachsens haben in einem demokratischen Sachsen zunächst die dortigen Wahlbürger zu verantworten, die es ja auch zulassen, dass unkompetente Politiker in‘s Amt gelangen und sich mächtige Interessensgruppen bilden, die am Gemeinwohl vorbei agieren können.
Fast zwei Jahrzehnte lang haben diese gewählten Politiker offen ein Problem mit Rechtsextremismus in ihrem Land negiert. Nun sind die Folgen nicht nur im Wahlergebnis sichtbar. Auch die Wirtschaft reagiert - aus Angst um ihren Ruf und Sorge um die Mitarbeiter.

Und was macht der Ministerpräsident? Er macht "den Lindner".

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walldemort 18.10.2017, 18:43
54. Loser for Ministerpräsident?

Aha. Ich verliere krachend mein Direktmandat im Bundestag und werde, damit ich nicht arbeitslos auf der Straße sitze, als Trostpflaster stattdessen Ministerpräsident. So also empfiehlt man sich in der Sachsen-CDU für eine politische Karriere!?

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karl-felix 18.10.2017, 18:44
55. Na ja

Zitat von radbodserbe
Schon etwas merkwürdig, wenn ein Ministerpräsident angeblich wegen eines schlechten Abschneidens seiner Partei im eigenen Bundesland bei der Bundestagswahl zurücktritt. Das Ergebnis der CDU war ja nun bundesweit nicht gerade überragend. Traut er seinen sächsischen Landsleuten nicht zu, zwischen Bundes- und Landtagswahl zu unterscheiden ? Sie haben ihn nicht nach Berlin gewählt, sondern um die Interessen seines Bundeslandes zu vertreten. Wäre im übertragenen Sinne ungefähr so, als wenn ein Bundesligatrainer zurücktreten würde, weil seine Spieler in der Nationalmannschaft keine gute Leistung bringen würden.
aber auch nicht schlecht. Im Vergleich zum Ende der letzten Groko gerade mal 0,8% verloren . Und daran waren die Sachsen und die Bayern schuld.
Im Vergleich zur vor Merkel Zeit vor 20 Jahren keine 2,5% verloren in einem 7 Parteien Parlament im Gegensatz zur SPD die 20% seit 1998 verlor. Noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik hatte die CDU einen so grossen Vorsprung vor ihrem schärfsten Verfolger. So gesehen schon ein mächtiger Wahlsieg .
Alle anderen Parteien würden sich die Finger nach solch einem Ergebnis lecken . Wer da als CDU Mitglied noch nicht genug hat, der kriegt einfach den Hals nicht voll.

Also ich denke, Sachsen hat da schon ein Alleinstellungsmerkmal mit einem Verlust von 15,7% haben die Wähler ihrem "Landesvater" mächtig einen über gebraten . Da kann ich verstehen , wenn der nicht mehr will . Macht doch euer Gelumpe alleene.

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haarer.15 18.10.2017, 18:49
56. Konsequenter Schritt

Tillich - endlich einer aus der CDU-Riege übernimmt Verantwortung. In Sachsen war das CDU-Ergebnis natürlich schon kläglich, aber im Bund doch auch nicht viel besser. Verantwortung ? Wenn Frau Merkel glaubt, Erneuerung betrifft nicht sie, nur alle anderen Parteien, so ist das schon sehr arrogant. Und das nach 12 Jahren Kanzlerschaft ! Zumal die Dame ja auch inhaltlich für Nichts mehr steht. Aber da sind ihre blinden Gefolgsleute gefordert, bei denen die Mündigkeit auf der Strecke geblieben ist. Für die Schwampel ist das kein gutes Omen. Für Merkel nur noch eine kleine Schonfrist. Bei ihrer stillgelegten angestaubten CDU gilt wie überall das Sprichwort: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

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carlitom 18.10.2017, 18:49
57.

Zitat von 1848
P.S.: Mein Vater Jahrgang 1908 kam aus Zittau - ich kenne daher die braune Vergangenheit dieser Region , die von den Großvätern auf die Enkel übertragen wurde.
Endlich einer, der darüber Bescheid weiß, dass die Region um Sachsen immer schon tiefbraun war. Stimmt vollkommen, das ist ein Problem, das in der Sozialisierung offenbar immer weitergegeben wurde und wird. Da hat alle antifaschistische Propaganda (mehr war es ja nicht, nur Worte, und zwar leere) nicht geholfen. Bei den Sachsen hilft nichts. Übrigens auch keine Mehrinvestitionen in Bildung, wie hier vorgeschlagen.
Ist sowieso absurd, wenn man es so überlegt. Da protestieren die Pegidisten gegen Menschlichkeit und Liberalität, verlieren allen Anstand und jede demokratische Grundhaltung und sollen dann auch noch mit mehr Geld dafür belohnt werden? Wer in Sachsen direkt nach der Wende und heute unterwegs war, der weiß, dass es am Geldmangel sicher nicht liegt. Hier wurde mehr als genug investiert.

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wi_hartmann@t-online.de 18.10.2017, 18:51
58. Sachsen

Ein Unglück die Sachsen haben "falsch" gewählt, das Land und
ihre Bürger müssen abgestraft werden.
Überhaupt sollte unter diesen Umständen den Sachsen das
geheime Wahlrecht entzogen werden. Jeder Stimmzettel muß
bei Stimmabgabe einem Wahlaufseher vorgelegt werden.
Sollte AfD angekreuzt worden sein, sollte Belehrung erfolgen
und Ersatzstimmzettel ausgehändigt werden.

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post.scriptum 18.10.2017, 18:51
59. Der arme Stanislaw Tillich tritt ...

... zurück, gleichwohl er gar nichts für die satte Wahlschlappe im September kann. Kaum ein Landesverband der Union konnte sich vom Negativtrend der Bundes-CDU abkoppeln, der maßgeblich durch die Flüchtlingspolitik Merkels entstanden ist. Ungeachtet dessen geht die Ewigkanzlern nun ihre vierte Amtszeit an - mit den Steigbügelhaltern der Ökopartei.

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