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CDU-Sieg im Saarland: Annegret!
DPA

Die Saar-CDU hat den euphorisierten Sozialdemokraten einen heftigen Dämpfer verpasst. Für den Sieg im Südwesten genügte den Konservativen ein Wahlkampfthema: die Ministerpräsidentin selbst.

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drarminherbert 26.03.2017, 22:54
1. Ist doch einfach ganz klar!

Die Mehrheit der Saarländer - genau wie die Mehrheit der übrigen Deutschen - wollen weder die Nazis noch die SED-Nachfolgepartei in der Regierung. Da die SPD mit einer Volksfront-Regierung geliebäugelt hat, hat die CDU Zulauf erhalten. Viel mehr gibt es eigentlich zu diesem Wahlergebnis nicht zu sagen. Es ist natürlich richtig, wenn die SPD links ist, da gehört sie ja auch hin, aber wenn der Kanzlerkandidat Schulz sich nicht gegen Links(dr)außen abgrenzt, wird es mit der Kanzlerschaft nichts werden. Er sollte mit seinen Parteigenossen versuchen, ein überzeugendes Programm auf die Beine zu stellen, dann wird die SPD auch bei der nächsten Wahl die stärkste Partei und er Kanzler. Rot-rote Träume werden in Deutschland Träume bleiben.

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eckbusch 26.03.2017, 23:02
2. Chance zur Klarstellung

Freuen kann ich mich, dass die AfD relativ klein geblieben ist. Freuen kann ich mich nicht, dass die CDU so gut zugelegt hat. Aber freuen kann ich mich, dass eine Klarstellung erreicht ist:
Es gibt eigentlich nur die Option GroKo.
Oder eben auch nicht - wenn die SPD was in der Hose hätte, dann würde sie jetzt die Fortsetzung ausschließen.
Dann hätte die CDU keinen Koallitionspartner, schlicht keiner da. Also: Minderheitsregierung oder:
Planung mit der AfD.
Die SPD könnte also mit vollem Einsatz, ohne Karriereinteressen einzelner, die CDU in die Ecke drängen mit Zwang zur Kursbekennung.
Aber eine solche SPD bleibt wohl eine Illusion.
Leider bundesweit.

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geotie 26.03.2017, 23:15
3.

Sie macht eine langweilige Regierungsarbeit? Na, wer Aufregung haben will, wo nicht nur gelabbert wird, der muss in die USA gehen. Ich mag es, wenn ein Motor ruhig läuft und keine Drängler.

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Cochrane 27.03.2017, 00:50
4. Annegret!

Was einige gerne übersehen, ist, daß die AfD den größten Zuwachs erhalten hat, von 0 auf 6 %, und das im Saarland, wo nicht unbedingt deren schlagkräftigste Truppe am Werke ist. Und man stelle sich mal vor, die AfD hätte nicht die 5% Hürde erklimmt. Ganz viele CDU-Aktivisten der "politischen Mitte" (in Berlin und Saarbrücken) werden heute nacht im stillen Kämmerlein (wo es Mutti nicht sieht) auf die AfD ein Fäßchen aufmachen. Ohne diese Neu-Partei wäre Rot-Rot jetzt am Ruder und Oskar, zuzüglich Seiner üppigen Pensionen, Minister in der saarländischen Regierung. Prost, wohl bekommts.

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Ontologix II 27.03.2017, 03:02
5. Falsche SPD-Taktik

Die SPD hätte nur tun müssen, was AKK tat: Sich klar von Merkels Flüchtlingspolitik zu distanzieren. Dann sähe das Ergebnis anders aus. Dazugewonnen haben die Merkel-Kritiker, verloren die Merkel-Befürworter.

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Ina Morata 27.03.2017, 03:22
6. Annegret und nicht Anke!

Die Antwort warum Annegret Kramp-Karrenbauer und nicht Anke Rehlinger zur Ministerpräsidentin des Saarlandes gewählt wurde, liegt weder daran, dass der "Schulz-Zug" das Saarland nicht erreicht hat - Schulz ist Bundespolitiker und steht im Saarland weder auf dem Wahlzettel, noch trägt er sonst irgendwas zur saarländischen Landespolitik bei. Warum also die Schuld auf Schulz schieben? Der Mann war Wahlkampfhelfer und hat ein paar Prozentpunkte gebracht. Mehr konnte und durfte da nicht erwartet werden.
Landespolitik wird von den Landtagsabgeordneten gemacht und hier wurde von Frau Rehlinger die Wahl höchstpersönlich vergeigt.
Wenn ich einen solchen Posten anstrebe, sollte ich ein Profil entwickeln, mich von der amtierenden Ministerpräsidentin zumindest in einigen wichtigen Punkten unterscheiden und dies auch in der Öffentlichkeit mit Nachdruck zum Ausdruck bringen.
Allein die Aussage nach der Wahl, dass sie als "Juniorpartnerin" gute Koalitionsarbeit geleistet habe und das fortsetzen möchte, zeigt doch das Dilemma. Sie ist vollauf zufrieden mit dem zweiten Platz.
Es wird aber niemand gewählt, der die bisherige Politik genauso weiterführen will, wie es bisher der Fall war. Dann kann man gleich das Original am seinem Platz belassen. Was jetzt ja auch geschehen ist.

Selbst wenn ich mir vorstellen könnte im Herbst bei der Bundestagswahl die SPD und Herrn Schulz zu wählen, bedeutet das nicht automatisch, dass ich dann auch Frau Rehlinger bei der Landtagswahl im Saarland wähle, wenn ich mit der Politik der SPD und speziell mit der "Führungsfigur" Anke Rehlinger nicht übereinstimme.
Im Saarland wurden innerhalb der großen Koalition viele Fehler gemacht, sodass dies auf keinen Fall für mich in Frage gekommen wäre.
Und im Ernst....für mich sollte ein/e Ministerpräsident/in eine Führungsfigur (ohne Anführungszeichen) sein und kein Anhängsel, das kurz vor der Wahl - im Aufwind eines Bundespolitikers - Morgenluft wittert und dann plötzlich meint dafür prädestiniert zu sein.
Frau Rehlinger mag sympathisch sein, einen kompetenten Eindruck vermittelt sie meines Erachtens nicht oder vermag ihn jedenfalls nicht nach außen darzustellen. Deswegen musste die Wahl scheitern.
Etwas mehr Courage und Selbstbewusstsein, eine bessere Herausstellung und Betonung der Unterschiede, kurz: mehr Profil und dann klappt es vielleicht nächstes Mal.

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r.muck 27.03.2017, 07:06
7. Ampel

Ich denke die Saarland-Wahl, auch wenn sie nur rund 600.000 Menschen repräsentiert, war ein deutliches Zeichen gegen rot/rot und rot/rot/grün.

Schulz und der SPD bleibt nur die Ampel als mögliche Machtoption.

Ein durchgeregeltes Leben mit Leuten wie Schwesig, Maas und ähnlichen mit der Macht des Koalitionsführers ausgestattet, flankiert von Grünen und Linken, können sich in Hinblick auch auf die Migrationspolitik die Mehrzahl der Menschen nicht vorstellen.

Wurde Kramp-Karrenbauer mit ihrem Wahlkampfverbot auch vielfach verlacht, geschadet hat es ihr jedenfalls nicht.

Nur durch eine liberale FDP eingehegte Ampel kann Merkel ablösen. Was dringend notwendig ist. Gibt es nur die Alternative Rot/rot/grün, würde ich selbst die Kröte Merkel noch einmal schlucken.

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ruhrpottprolet 27.03.2017, 07:18
8. Erfolg?

Der einzig aufgeführte "Erfolg" der Landesregierung ist mehr Geld aus dem Länderfinanzausgleich?Na ja, nicht sehr überzeugend.

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drent 27.03.2017, 08:06
9. Es gibt noch mehr Verlierer

Die Umfragegurus mit ihren Kristallkugeln und die Medienleute, die diese Vorhersagen ungefiltert in die Öffentlichkeit bringen.

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