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CDU: Spahn wirbt für Dienstpflicht
DPA

Dem Staat ein Jahr des eigenen Lebens geben, für soziale Arbeit: Die Idee einer Dienstpflicht erhält durch Gesundheitsminister Spahn offenbar neuen Vorschub.

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j_stiebel 16.09.2018, 08:59
40. Beweis der politisch-historischen, politisch rechtslastigen Rückwärtsg

Die Wiedereinführung der so genannten Dienstpflicht (Zwangsarbeit!) ist die Spahn'sche und Kramp-Karrenbauer'sche politisch-historische, politisch-rechtslastige Rückwärtsgewandtheit.
Als ob es nie die Zwangsarbeiter/innen im zweiten Weltkrieg gegeben hat.
Alle politischen (Vor)Zeichen deuten auf neue Kriege hin. Denn nur in diesen werden Menschen zu Zwangsmitmacher/innen entrechtet, ist das Recht generell außer Kraft gesetzt.

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navitrolla 16.09.2018, 08:59
41. Grundsätzlich eine gute Idee, aber....

Es käme bei der Ausgestaltung mal wieder auf die handwerkliche Leistung unserer Gesetzgeber an - und da habe ich nicht allzu viel Vertrauen.
Würde man Männer und Frauen gleichermaßen verpflichten, angelehnt am früheren Angebot für Nicht-Wehrdienstleistende eine breite Palette an Dienstmöglichkeiten schaffen, dazu noch quartalsweise Erfahrungsaustausch-Meetings.... Dazu dann noch eine alternative langfristige Verpflichtung bei Katastrophenschutz-Einheiten (z. B 10 Jahre Feuerwehr / THW) - wie es das schon mal gab - dann wäre das eine runde Sache. Aber ich befürchte, es kommt anders.

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horstenporst 16.09.2018, 09:00
42.

Zitat von K:F
Der Wirtschafsflügel benötigt bilige Arbeitskräfte in der Pflege. Mit Zusammenhalt hat das Dienstjahr nicht zu tun. Die Pflege soll billig bleiben. Und die Betreiber wollen ihre Renditen sichern. Das ist alles.
So ist es. Von Jens Spahn, der jahrelang am Pharmalobbying verdient hat, ist nichts anderes zu erwarten.
https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2012-11-26/gesundheitspolitiker-spahn-lobbyfirma-beteiligt
https://www.lobbycontrol.de/2012/11/cdu-gesundheitsexperte-brisante-nebeneinkunfte/
https://www.nachdenkseiten.de/?p=42606

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viceman 16.09.2018, 09:02
43. leute , die so etwas

von anderen fordern, die sollten so etwas im eigenen Leben selbst geleistet haben . ausgemusterte wie Spahn und Seehofer und Drückeberger wie Trump mögen einfach nur still sein...

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neowave 16.09.2018, 09:03
44. Der Mob.

Der Mob. Darum gehts. Diese Minderleister sollen sich gefälligst selbst versorgen. Mit ihrer selbstverschuldeten Unfähigkeit, ihr Leben autaurk zu finanziern, sollem nicht die oberen 10% in dieser Gesellschaft behelligt werden.

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Little_Nemo 16.09.2018, 09:04
45. Die angestrengten Profilierungsversuche des Herrn Spahn

Ja, der Herr Spahn. Nachdem er seinen Ruf arg perforiert hat, indem er sich allzu kalt und nassforsch in das Rektum der Wirtschafts-Lobby bohrte, versucht er nun auf unbeholfene Weise ein soziales Profil vorzutäuschen und dabei im selben Handstreich die jahrzehntelangen Versäumnisse seiner Partei auf diesem Sektor auszubügeln. Dabei hat die Idee eines sozialen Pflichtjahres für alle durchaus etwas für sich. Aber auch manches gegen sich. Jeder könnte sich ja mal fragen, ob er wirklich von jemandem gepflegt werden will, der dazu verknackt wurde, ob nun wegen Pflichtjahr oder weil arbeitslos, wie hier natürlich mal wieder einer sich nicht entblöden konnte zu fordern, weil es sich ja so angenehm nach unten treten lässt. Ich erinnere mich noch gut an die Erzählungen von Freunden und Bekannten, die seinerzeit ihren Zivildienst in Altenheimen und in der Behindertenbetreuung ableisteten. Was die sich da teilweise an Schabernack erlaubt haben und vermutlich noch heute lustig finden, geht auf keine Kuhhaut. Ich frage mich ob es Kosten-/Nutzen-Statistiken über den verprflichtenden Zivildienst gibt. Könnte interessant sein das zu lesen.

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Ezechiel 16.09.2018, 09:06
46. Ja, der Herr Spahn.

Ich kenne einige junge Leute, die in einen Pflegeberuf gingen, wenn die Arbeit besser bezahlt würde. Da will Herr Spahn aber keinen Hebel ansetzen und die Profiteure schonen. Dann lieber junge Leute zwangsverpflichten um dem Pflegenotstand entgegen zu wirken. Natürlich wären wieder nicht alle betroffen, wie zu meiner Bundeswehrzeit. Die Söhne des Herrn Landrats, des Herrn Oberbürgermeisters, der Frau Gymnasium-Direktorin u.v.m., mussten weder zur Bundeswehr noch zum Ersatzdienst, obwohl große Sportskanonen darunter waren. Wenn es dazu käme, wären wieder nicht alle gleich. Und das ist das, was ich an diesem Land so hasse.

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rainercom 16.09.2018, 09:07
47. Na Herr Spahn

dieses Manöver ist etwas zu Durchsichtig.

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bernie86 16.09.2018, 09:09
48. Die Idee an sich

ist nicht verkehrt, nach dem Abi mit 17 würde ein solches Jahr den jungen Absolventen etwas Zeit geben, sich und ihre Werte zu festigen, bevor sie sich in das - übrigens von wirtschaftlichen Interessen geleitete - Bulimie-Lernen und die ebendies honorierende befristete Stelle stürzen.

Allerdings hat das von Herrn Spahn - gerade auch wegen seiner Idee des Opt-Out bei der Organspende - einen faden Beigeschmack. Die Begründung, es würde der Integration dienlich sein, halte ich für fadenscheinig.
Würde der Staat auch als Arbeitgeber die beruflichen Täigkeiten attraktiver gestalten und angemessen entlohnen, anstatt den Verbänden die Gewinnmargen zu maximieren, müssen solche Ideen (verpflichtendes soziales Jahr, mehr Werbung für Pflegeberufe) es gar nicht erst in die Presse schaffen...

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muunoy 16.09.2018, 09:14
49. Rechtliche Probleme

Wie hier bereits ein anderer Forist schrieb, müsste für eine allgemeine Dienstpflicht zunächst der anachronistische Art. 12a GG geändert werden. Da stellt sich die Frage, woher Herr Spahn die dafür erforderliche Mehrheit bekommen will. Dann unterschlägt Herr Spahn, dass die Wehrpflicht wegen fehlender Wehrgerechtigkeit ausgesetzt wurde. Die ließe sich allerdings leicht herstellen, indem jemand, der keinen Dienst geleistet hat, einfach höhere Steuern zahlt. Dafür fehlte aber schon zu Zeiten der Wehrpflicht der politische Wille. Im Übrigen haben viele Männer gedient und arbeiten auch jetzt über die Hälfte des Jahres für den Staat. Mangelndes gesellschaftliches Engagement kann man diesen Männern wohl kaum vorwerfen.

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