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CDU-Spitzenpolitiker Röttgen: "Europa hat in Syrien auf ganzer Linie versagt"
AFP

In der Rebellenprovinz Idlib droht eine Offensive des Assad-Regimes. Der CDU-Spitzenpolitiker Röttgen kritisiert die Syrienpolitik von Bundesregierung und EU scharf: "Europa hat in Syrien auf ganzer Linie versagt."

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r.mehring 06.09.2018, 08:44
10. Ausgesprochen brutal

ging bisher vor allem der IS vor. Ausgesprochen rücksichtslos war die bisherige Politik vor allem der USA aber auch ihrer europäischen Unterstützer in der gesamten Region die zuerst destabilisiert wurde und dann als die Büchse der Pandorra sich geöffnet hatte und der IS ihr entstieg, zuerst einmal allein gelassen wurde. Und jetzt kommt ein Herr Röttgen daher, deutlich im Fahrwasser von POTUS Trump und bereitet die Deutschen schon mal darauf vor das bald wieder schreckliche Bilder zu sehen sein werden. Ohne allerdings seinen eigenen Anteil als Spitzenpolitiker der Regierungspartei dabei zu sehen. Was soll uns das sagen Herr Röttgen?

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pragmat 06.09.2018, 08:44
11. Eigene Nase

Herr Röttgen sollte sich mal an die eigene Nase fassen. Es waren die "Freunde Syriens", die sich 2012 von den USA, Herrn Obama, die Freiheit erbeten hatten, den Syrien-Konflikt als Ausdruck des "Arabischen Frühlings" in der Interessensphäre Europas zu regeln.

So hatte die Mannschaft Merkel (Deutschland), Cameron (UK) und Sarkozy (Frankreich) erwirkt, dass sich Obama nur bei Kriegsverbrechen - wie dem Einsatz von Giftgas - in den Krieg einmischen würden. Und nicht einmal das hatte der Herr Obama dann getan, als Assad Giftgas einsetzte und die Rote Linie überschritt.

Warum die USA dort tätig sind, ist nur dem Kampf gegen den IS zu verdanken, der bekanntermaßen jetzt am Ende ist.
Die Europäer haben es also zu verantworten, dass der Schlächter Assad stärker als zuvor dasteht, weil diese die Revolution verraten haben, weil die Revolutionäre Muslimbrüder und andere Muslime sind.
Folgerichtig ist auch die Strategie gescheitert, Russlands Einfluss in der arabischen Welt zu verringern. Das Gegenteil ist der Fall.
Well done, könnte ein Mr. Trump ironisch sagen!

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bobafett79 06.09.2018, 08:45
12. Danke, Herr Röttgen,

dass Sie die Lage in Syrien endlich einmal auf den Punkt bringen. Während Horst sich um die Grenze kümmert und unsere Steuermillionen in Afrika zur "Bekämpfung" angeblich illegaler Flüchtlinge versickern, laden wir noch den türkischen Diktator ein und schmieren ihm Honig ums Maul und Putin und Assad lachen sich ins Fäustchen. Und in Syrien sterben wieder zig Tausende Menschen. Es ist zum Heulen!

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butsch41 06.09.2018, 08:47
13. Die alte Leier!

"Friedliche Lösung", "moderate Rebellen". Diese Lügen dürfte doch mittlerweile jeder durchschaut haben. Idlib ist die letzte Al-Quaida et Co. -Festung, die vom "Wertewesten" auf verlogene Art unterstützt wird. Wo waren die Belege für Aleppo? Aleppo ist frei und wird wieder aufgebaut, die Menschen laufen frei auf den Straßen, keine Mädchen in schwarzen Säcken. Die Liste der Politiker, die auf Teufel komm raus eine fragwürdige Geopolitik der Franzosen, Briten, USA und Saudis unterstützen, wird immer länger. Diese Menschen sind zu verachten, denn mit ihren Lügen kosten sie viele unschuldige Menschen das Leben. Ich wünsche den Syrern und Russen einen schnellen Erfolg bei der Befreiung Syriens! Und Spiegel könnte mal über diese US-Basis berichten, inmitten der Ölfelder, die immer weiter ausgebaut wird. Wie kann das sein?

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Gesamtbild 06.09.2018, 08:49
14. Ich frage mich Herr Röttgen,

...was genau Sie meinen. Der Konflikt konnte diese Dimension nur erreichen weil die beiden großen Player USA und vor Allem Russland sich nicht auf eine gemeinsame Strategie einigen konnten. Russland hatte Angst seinen Einfluss und seine Militärbasen in Syrien zu verlieren und die USA haben sich wegen des Ukraine Konflikts nicht in der Lage gefühlt auf die Russen zuzugehen weil sie Angst hatten Ihr Gesicht zu verlieren. Das einzige worauf man sich Angesichts der Gräul des IS einigen konnte war den IS zu vernichten. Hat auch noch nicht ganz geklappt wie man weiss; siehe Suweida. Und so wurde Syrien ein weiteres Land wo Sunniten und Schiiten respektive Saudi Arabien und Iran unter Anderem ihre Stellvertreterkriege austragen können. Inzwischen hat Russland nur noch das Interesse alle Konflikte in Syrien wenn es sein muss mit brutaler Gewalt und an der Seite Assads zu beenden. Aber wo ist da Europas Verantwortung? In der Diplomatie? Ich glaube da wurde sehr viel versucht; aber auch Diplomatie hat ihre Grenzen....

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lupo62 06.09.2018, 08:51
15.

Leuten wie Assad und Putin ist die Bevölkerung egal. Die wollen nur ihre Ziele erreichen. Und wer sollte sie daran hindern? Das müsste man ja die russischen Flugzeuge angreifen und das traut sich keiner. Also wird es in den nächsten Wochen wieder eine riesige Fluchtbewegung geben und wenn dann Finsterlinge wie Erdogan nicht die Drecksarbeit machen und sie aufhalten sind sie noch vor Weihnachten hier. Es ist zum Heulen.

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huckzuck 06.09.2018, 08:55
16. Richtige Überschrift, nur falsche Schlußfolgerung

Syrien stürzte aufgrund des Versagens der westlichen Allianz ins Unglück – man wollte wie immer einen Regime Change und das ist nach hinten losgegangen. Wieder mal hat Europa aufs falsche Pferd gesetzt, eine Region nicht verstanden und sich willfährig im Fahrwasser der US-Geopolitik verstrickt. Wenn ein realpolitischer Träumer und gescheiterter Politiker nichts verstanden hat, dann ist es Röttgen, der in den letzten Monaten krampfhaft bemüht ist, sich außenpolitische Kompetenz zu verschaffen.

Wie heißt es so schön, der Drops ist gelutscht. Es ist schlicht nicht akzeptabel, dass Terroristen einen Staat unterminieren. Das Wiederherstellen staatlicher Souveränität in Idlib ohne Blutvergießen wäre innerhalb weniger Stunden lösbar - dafür müssten nur die Waffen niedergelegt und die Niederlage durch die Terroristen anerkannt werden. Wo ist der Appell Röttgens an genau diese Gruppe, das zu tun?

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pragmat 06.09.2018, 08:55
17. Eigene Nase

Herr Röttgen sollte sich mal an die eigene Nase fassen. Es waren die "Freunde Syriens", die sich 2012 von den USA, Herrn Obama, die Freiheit erbeten hatten, den Syrien-Konflikt als Ausdruck des "Arabischen Frühlings" in der Interessensphäre Europas zu regeln.

So hatte die Mannschaft Merkel (Deutschland), Cameron (UK) und Sarkozy (Frankreich) erwirkt, dass sich Obama nur bei Kriegsverbrechen - wie dem Einsatz von Giftgas - in den Krieg einmischen würden. Und nicht einmal das hatte der Herr Obama dann getan, als Assad Giftgas einsetzte und die Rote Linie überschritt.

Warum die USA dort tätig sind, ist nur dem Kampf gegen den IS zu verdanken, der bekanntermaßen jetzt am Ende ist.
Die Europäer haben es also zu verantworten, dass der Schlächter Assad stärker als zuvor dasteht, weil diese die Revolution verraten haben, weil die Revolutionäre Muslimbrüder und andere Muslime sind.
Folgerichtig ist auch die Strategie gescheitert, Russlands Einfluss in der arabischen Welt zu verringern. Das Gegenteil ist der Fall.

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janfred 06.09.2018, 08:56
18. man hat doch bereits Erfahrung

am Anfang wurden Rebellen, die gegen das Assad Regime sind, unterstützt. Dann wurden aus einer Rebellengruppe viele. Verschiedene Interessen der IS, der Anti Assad Rebellen und zusätzlich die Kurden. Außerdem wahrscheinlich auch verschiedene kriminelle Familienclans. Wer genau, waren auf einmal die "guten" Rebellen?
Und was war eigentlich der Plan am Anfang als die Rebellion unterstützt wurde? Ach ja, Demokrtie ins Land bringen. Wie immer.
Jetzt mal knallhart: ist es nicht viel einfacher einen ungeliebten Autokraten zu liquidieren, als ein ganzes Land in Elend zu stürzen, zu zerstören und Millionen Flüchtlinge zu haben, die in den meisten Ländern nicht willkommen sind. Natürlich ist es nicht möglich und vor Allem nicht human, jemanden durch einen Geheimdienst liquidieren zu lassen.
Die Waffenindustrie hat da auch etwas dagegen. So ein Krieg ist profitabler.
Afghanistan, Irak,Libyen und jetzt Syrien. Nachher entrüstet zu sein, weil jemand versagt hat, kommt langsam auch schlecht rüber, Herr Röttgen.

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Pränki 06.09.2018, 08:56
19. #UntersuchungJetzt

Da hat Röttgen zwar Recht meiner Meinung nach, dass Europa versagt hat. Der Syrienkrieg sollte hinsichtlich der Aktivitäten Deutschlands und Europas aufgearbeitet werden. Wer wurde dort unterstützt, direkt und wissentlich indirekt? Assad und seine Verbündeten gehen gerade gegen Al Quaida und verbündete Islamisten vor. Wie konnten die Islamisten so stark und oben gehalten werden? Wer hat die finanziell und waffentechnisch gebuttert?

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