Forum: Politik
CDU und Kirche: Den Katholiken geht das politische Personal aus
AP

Kanzlerin und Präsident: beides Protestanten. Die Abkehr vom rheinischen Katholizismus, die sich in diesen Spitzenpositionen spiegelt, ist dabei paradoxerweise eine Folge der Säkularisierung. Evangelische Politiker kommen besser an beim Wähler - weil sie nicht von der Kirche her denken.

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ArnoNym 11.03.2012, 12:15
50.

Zitat von pkeszler
Der Trend der Zeit ist nun einmal: Je gebildeter und aufgeklärter die Menschen sind, umso mehr setzen sie auf individuelle Freiheiten.
Soweit m.E. richtig.

Zitat von pkeszler
Selbständig denkende Menschen, die sich lieber ihre eigene Meinung bilden, sind damit bei den Protestanten besser aufgehoben, als in der katholischen Kirche. Auch in den überwiegend katholischen Bundesländern muss mehr auf die Trennung von Kirche, Staat und Politik geachtet werden.
Und warum sollten diese sich in ihrer Freiheit von den Evangelen lediglich etwas weniger bevormunden lassen als bei den Katholen? Warum nicht gleich den ganzen unnötigen Mist über Bord schmeißen?

Den Einfluß der Kirche auf die Politik kann übrigens jeder selbst steuern: Um Einfluß zu haben, braucht man Geld. Jeder Einzelne hat es in der Hand, denen den Geldhahn (d.h. Kirchensteuer) ein bißchen abzudrehen. Ich habe Verständnis dafür, daß sich viele Leute irgendwie verpflichtet fühlen, darüber nachdenken, was bei einem Austritt die Nachbarn sagen werden usw. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, daß es zwar schwer fallen mag, sich gegen die vermeintlichen Widerstände aufzuraffen und die "Corporate Identity" aufzugeben (von der man aber ohnehin keinerlei Vorteil hat), aber wenn man diesen Schritt geschafft hat, passiert genau garnichts. Ich habe jedenfalls noch nie irgendetwas Negatives dadurch erfahren, daß ich die erstbeste Gelegenheit genutzt hatte, konfessionslos zu werden. Daher kann ich nur jedem empfehlen, der innerlich schon lange ausgetreten ist und sich lediglich moralisch oder sonstwie gebunden fühlt, diesen Schritt wirklich zu gehen. Als zusätzlichen Benefit hat man plötzlich sogar mehr Geld in der Tasche, von dem vorher die Schmarotzer lebten.

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martin-gott@gmx.de 11.03.2012, 12:16
51. kein Problem

Zitat von riwa4
Sorry, da habe ich wohl eine Null vergessen, Das Land Berlin spart durch die kirchlichen Schulen jährlich nicht 3 Millionen, sondern 30 Millionen Euro.
ich zahle gerne 1% mehr Steuern um jeden eine vernünftige wissenschaftlich fundierte Schulbildung zu ermöglichen.

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riwa4 11.03.2012, 12:33
52. Privatschulen

Zitat von sabine_26
Dann stellt sich mir die Frage: Warum macht die Kirche das? Welche Hintergedanken hat diese Organisation dabei? Will die Gesellschaft diese Einflussnahme? Oder gibt sie hier die Staatsgelder zurück und hat sich gleichzeitig Einfluss gesichert. Schluss mit dem Zirkus und dem Verschieben von Staatsgeldern!
Schulen in privater und kirchlicher Trägerschaft sind im Grundgesetz verankert. Rahmenlehrpläne unterscheiden sich in nichts von denen der staatlichen Schulen.

Wenn auf einen freien Platz in einer kirchlichen Schule 5 Bewerber kommen, dann kann man davon ausgehen, dass diese Schulen auch gesellschaftlich gewollt sind. Der Run auf die Privatschulen ist im übrigen eine Ohrfeige für die Bildungspolitik der Länder.

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kael 11.03.2012, 12:34
53. Den Katholiken geht das politische Personal aus

Na und? Wen interessiert's?

Glaubensrichtung und Kirchenzugehörigkeit unserer Politiker sind mir völlig schnuppe. Was ist das überhaupt für ein Thema!?

Mir wären Kompetenz, Wahrheitsliebe, Anstand und Charakter sehr viel wichtiger als deren Gebetbuch. Auch das ständige Proporzdenken ist so überflüssig wie ein Kropf.

Lasst die Kirchen Kirchen und Politik Politik sein. Dan geht's allen besser.

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#Nachgedacht 11.03.2012, 12:36
54. Ginge auch anders!

Zitat von martin-gott@gmx.de
ich zahle gerne 1% mehr Steuern um jeden eine vernünftige wissenschaftlich fundierte Schulbildung zu ermöglichen.
Würden Politiker die gleichen Ansprüche wie an das Fussvolk stellen, müssten Einnahmen aus Tätigkeiten auf Diätenzahlungen und Renten angerechnet werden.
Aber da ist man nur nach Unten kreativ und Vorbild ist man eher wenn es ums ausnehmen, ums Handaufhalten geht. Die Einsparungen würden einiges ermöglichen.

Vernünftige wissenschaftlich und fundierte Bildung, helfen Sie da lieber von sich aus so gut es geht, wer sich auf den Staat und dessen Bildungssystem verlässt ist verlassen.
Man muss Menschen beibringen das man auch ohne Schule/Uni zu Wissen gelangen kann!
Man muss die Freude am Lernen wecken, den Spaß an der Forschung und selbständiges Denken fördern und das nicht nur während der klassischen Bildungsphase.
Kindliche Neugier nicht als Last, sondern als Lust betrachten.
Im Endeffekt bringt es dann beiden Seiten mehr.
Ich bin heute denen dankbar, die mir beigebracht haben das Anpassung selbstaufgabe ist und ja-Sager Nullen sind, die mir beigebracht haben das sich Bilden nicht anstrengend sein muss und nicht Tiele oder Abschlüsse der Beweis der Intelligenz sind.
#Nachgedacht

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#Nachgedacht 11.03.2012, 12:37
55. Eine Modeerscheinung!

Zitat von riwa4
....Wenn auf einen freien Platz in einer kirchlichen Schule 5 Bewerber kommen, dann kann man davon ausgehen, dass diese Schulen auch gesellschaftlich gewollt sind. Der Run auf die Privatschulen ist im übrigen eine Ohrfeige für die Bildungspolitik der Länder.
Nein! Nur eine Modeerscheinung der neureichen "Leistungs"elite, die sich gerne vom gewöhnliche Volk absetzen möchte.
#Nachgedacht

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caecilia_metella 11.03.2012, 12:38
56. Naja

Zitat von Dornröschen2
Es ist eigentlich tragisch, dass die Träger der zwei höchsten Ämter in Deutschland überhaupt an einen Gott glauben. Dieses Tatsache offenbart massive Mängel im (damaligen) Bildungssystem. Und ich dachte in der DDR sei man vor der Kirche in Sicherheit gewesen ...
Die Obrigkeit der DDR hat es halt darauf angelegt, ihren geistlichen Teil zu unterdrücken. Historisch unterscheidet man zwischen geistlicher und weltlicher Obrigkeit. Zur Ersteren gehörten die kirchlichen und religiösen Oberen ... (weiterlesen z.B. bei wikipedia).
Das war deshalb so, weil die Untrigkeit immer genau wissen sollte, dass sie nichts zu melden hat. Aber Gottes Wille war es wohl, die Mauer für die Untrigkeit wegzuzaubern. Seitdem gehört sie zum Mittelstande. Wahrlich, einer derartig aufgestiegenen Untrigkeit werden Diktatoren nur schwer zu vermitteln sein.

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riwa4 11.03.2012, 12:42
57. Eltern

Zitat von martin-gott@gmx.de
ich zahle gerne 1% mehr Steuern um jeden eine vernünftige wissenschaftlich fundierte Schulbildung zu ermöglichen.
Viele Eltern zahlen lieber 60 Euro Schulgeld im Monat für private Schulen, da die Schulbildung dort besser funktioniert als an den meisten staatlichen Schulen. Dem entspricht auch, dass die Abiturergebnisse an diesen Schulen meist über dem Landesdurchschnitt liegen.

Sie können gerne 1% Steuern mehr zahlen. Ob Sie damit die erhoffte "vernünftige wissenschaftlich fundierte" Schulbildung erhalten, bezweifele ich.
Empfehlen würde ich einen Besuch bei einer Schule in privater Trägerschaft am Tag der "Offenen Tür". Das dient auch dem Abbau von Vorurteilen.

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riwa4 11.03.2012, 12:56
58. Leistungselite

Zitat von #Nachgedacht
Nein! Nur eine Modeerscheinung der neureichen "Leistungs"elite, die sich gerne vom gewöhnliche Volk absetzen möchte. #Nachgedacht
Da werden sich die Eltern aus Neukölln oder aus dem Märkischen Viertel in Berlin, die ihre Kinder auf die dort vorhandenen Privatschulen schicken, aber freuen, dass man sie zur "Leistungs"elite zählt, die sich gerne vom gewöhnlichen Volk absetzt.

Oder sie werden den Kopf schütteln ob solcher absurden Vorurteile.

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h.hass 11.03.2012, 13:33
59.

Zitat von olleolaf
Gute Frage, allerdings haben Sie die Realität übersehen. Der Staat finanziert sehr frech diese Sekten: Diese Zecken erfreuen sich eines leistungslosen Einkommens. Streichen, Herr Admin!
Ich weiß sehr wohl, dass der Staat die Katholen finanziert. Darauf zielte meine rhetorische Frage ja ab.

Und wieso sollte der Admin meinen Beitrag streichen?

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