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CDU-Unterstützung für Leitkultur-Vorstoß: "Wer zu uns kommt, muss sich anpassen"
DPA

Was ist deutsch? Innenminister de Maizière hat die Leitkultur-Debatte neu entfacht. Die Kritik aus anderen Parteien ist groß - jetzt melden sich immer mehr konservative Unterstützer aus der CDU zu Wort.

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sl2016 02.05.2017, 10:23
100.

Ein Beitrag zum Wahlkampf, mehr nicht. Natürlich möchte die CDU bei konservativ Wählern punkten und verkündet daher Thesen, die diese Klientel gerne hört. Die Diskussion darüber ist obsolet, eine Durchsetzung dieser Leitlinien steht im Gegensatz zur heutigen Auslegung des Grundgesetzes und vor allem gegen die wirtschaftlichen Interessen der Sozialstaatsindustrie.
Die Weiterentwicklung der Gesellschaft auf deutschem Staatsgebiet zu vollkommen offenen, multikulturellen Strukturen ist daher unausweichlich.

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ackergold 02.05.2017, 10:23
101.

Zitat von olli118
Ich bin beileibe kein Fan von Herrn de Maziere, aber in dieser Frage stehe ich voll und ganz hinter ihm. Es dient letztendlich auch der Integration, wenn eine Leitkultur verbindlich formuliert wird. Das ist wie bei der Kindererziehung: es müssen Regeln aufgestellt und vorgelebt werden, um dem Neuankömmling Halt und Struktur zu geben.
Wenn Helmut Kohl sein Ehrenwort über das Gesetz stellt, lebt er dann die deutsche Leitkultur vor, oder eher nicht?

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dieter 4711 02.05.2017, 10:24
102. Der Schwanz kann nicht mit dem Hund wedeln

Natürlich muß sich der, der zu uns kommt anpassen. Der Schwanz kann nicht mit dem Hund wedeln.

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ackergold 02.05.2017, 10:27
103.

Zitat von Schlumperli
Es ist eine absolute Selbstverständlichkeit, dass derjenige, der in ein anderes Land auswandert, sich den dortigen Sitten und Gebräuchen anzupassen hat. Wer das nicht kann oder will, hat sich das falsche Land als Ziel ausgesucht.
Es ist eine absolute Selbstverständlichkeit innerhalb einer Freiheitlichen Demokratie, dass jeder nach seiner Facon glücklich werden kann, solange er oder sie sich an das geltende Recht hält.

Niemand kann dazu gezwungen werden, deutsche Musik zu mögen, deutsch Wurst, oder deutsche Politiker... die meisten Deutschen mögen diese Dinge ja auch nicht und wollen sie sich auch nicht verordnen lassen.

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ackergold 02.05.2017, 10:28
104. Nach der Diskussion stellt sich mir nur eine einzige Frage:

Gehört Fremdenfeindlichkeit zur deutschen Leitkultur? Ja, oder nein?

Von der Beantwortung dieser Frage hängt die weitere Diskussion ab.

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Hans_Suppengrün 02.05.2017, 10:28
105.

Zitat von Schlumperli
Es ist eine absolute Selbstverständlichkeit, dass derjenige, der in ein anderes Land auswandert, sich den dortigen Sitten und Gebräuchen anzupassen hat. Wer das nicht kann oder will, hat sich das falsche Land als Ziel ausgesucht.
Von was für Sitten und Gebräuchen reden Sie? Muss jeder Mensch mit Migrationshintergrund jetzt in den örtlichen Karnevalsverein eintreten? Oder in die Freiwillige Feuerwehr? Und was würde das über die Freiwilligkeit der Feuerwehr aussagen? Muss er Freitags Fisch essen und Samstags die Straße kehren? Und danach sein Auto waschen?

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p-schrader 02.05.2017, 10:31
106. Wozu die ganze Diskussion?

Wer zu uns kommt muss sich anpassen. Alles andere ist inakzeptabel.

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thsherlok 02.05.2017, 10:33
107.

Zitat von Tacitus73
Begreifen Sie nicht - oder wollen Sie nicht begreifen-, dass es nicht um einen Zwang geht, die Hand zu geben, sondern um das Einfordern gegenseitigen Respekts, ohne Unterschied der Hautfarbe oder des Geschlechts? Es ging um den Fall eines strenggläubigen Muslims, der sich geweigert hatte, einer Frau die Hand zu geben, weil sie eine Frau ist! Würden Sie es auch unwidersprochen lassen, wenn jemand sich weigert, einem Schwarzen die Hand zu geben, weil er kein Weißer ist?
Und wie wollen Sie ein derartiges Verhalten sanktionieren? Bußgeld, Ausweisung (was ist dann mit respektlosen Deutschen)? Soll es ein Gesetz geben das die Verweigerung des Handschlages aus religiösen Gründen unter Strafe stellt, eine Verweigerung aus hygienischen Gründen aber nicht?
Gegenseitigen Respekt lernt man im Umgang miteinander und nicht im Umgang gegeneinander. Und wenn ich mir die Bildzeitung und deren Frauenbild so ansehe, ist es noch ein weiter Weg zum respektvollen Umgang mit Frauen.

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rst2010 02.05.2017, 10:37
108. Leitkultur...lol

man denke nur daran, wie sinnentleert unsere festtage inzwischen sind. was ist weihnachten, was wird an ostern gefeiert? man könnte meinen, diese christlichen feste sind lediglich hochfeste der süßwarenindustrie.
man kann de facto in deutschland nicht mehr von einer leitkultur sprechen; denn alles, was da dazugehören würde, wurde auf dem altar des mammons geopfert. auch oder vor allem von den 'konservativen'. zum eigenen vorteil.

somit sind diese 'forderungen' des innenministers und der anderen cduler als scheinheilig zu bezeichnen.

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p11 02.05.2017, 10:39
109.

Zitat von Tacitus73
Das ist das, was ich in meinem Beitrag mit Scheinargumenten meinte. Begreifen Sie nicht - oder wollen Sie nicht begreifen-, dass es nicht um einen Zwang geht, die Hand zu geben, sondern um das Einfordern gegenseitigen Respekts, ohne Unterschied der Hautfarbe oder des Geschlechts? Es ging um den Fall eines strenggläubigen Muslims, der sich geweigert hatte, einer Frau die Hand zu geben, weil sie eine Frau ist!
Wollen Sie jetzt einen Zwang oder nicht? Wenn es mir frei steht, jemandem auch NICHT die Hand zu geben, dann entscheide ich selbst, nach welchen Kriterien ich meine Händeschüttel-Partner aussuche. Meine Motivation geht niemanden etwas an. Wer sich daran stört, darf mich gerne ignorieren.

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