Forum: Politik
CDU vs. CSU: Endspiel
RONALD WITTEK/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Immerhin: Die CDU steht wieder hinter Parteichefin Merkel im Streit um die Flüchtlingspolitik. Doch die Auseinandersetzung mit der Schwesterpartei CSU nimmt immer heftigere Züge an. Ist der Bruch noch zu verhindern?

Seite 32 von 32
Watschn 15.06.2018, 12:02
310. Für das Unheil Deutschlands...

...ist jetzt der Offenbarungseid im Kanzleramt anstehend. Wie würde "Donnie" so schön kommentieren?:
'See, what happens...' ;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fördeanwohner 15.06.2018, 12:26
311.

Zitat von touri
Grundsätzlich gekippt ist die Stimmung seit Sylvester 2015, (zu sehn in Umfragen zur Flüchtlingsthematik ab 2016) daher auch die massiven Verluste der CDU und SPD zur Bundestagswahl. Wenn Sie die Umfragen verfolgen, werden Sie sehen, dass der Prozess sich weiter fortgesetzt und durch das Schicksal von Susanne durch einen Asylbewerber der schon lange hätte abgeschoben werden müssen, sich weiter verschärft hat. Herr Söder hat damit herzlich wenig zu tun, er schlägt nur ins gleiche Kerbholz, wie Seehofer es seit Jahren tut. Bezgl. der von Ihnen genannten Länder sehen Sie doch bereits den Prozess in Gang. Italien und Malta nehmen keine Migranten mehr auf. Am Ende werden wird es so aussehen, dass die Außengrenzen verschärtft überwacht werden und Aufgegriffene Migranten entweder wieder direkt zum nächsten Hafen gebracht werden (wie es das Seerecht auch vorsieht), in ein Land mit dem ein Rücknahmeabkommen geschlossen wird, wie es z.B. Australien oder Israel tut oder es kommen die exterritorialen Asylzentren, wie auf EU Ebene diskutiert wird. Tatsächlich gibt es daher schon Lösungen auf europäischer Ebene, Es ist Frau Merkel, die da nicht mitgehen will, weil sie dann eingestehen müsste, dass ihre Politik gescheitert ist. Und wenn wir an dem Punkt angekommen sind, dann erfüllt sich im übrigen auch ihr Wunsch. Ein Jahr konsequent die Rückführung durchgezogen und die Botschaft wird ankommen. Parallel dazu sollten natürlich durch die EU vermehrt Flüchtlingscamps organisiert und geschützt werden, aber näher an den Konfliktzonen. Dann kann auch die ganze Familie Schutz finden und nicht der eine, der loszieht nach Europa in der Hoffnung irgendwann seine Familie nachholen zu können.
Ja? Und warum muss man nun so vorgehen, wie Seehofer & Co es sich wünschen? Das haben Sie nicht beantwortet. Alle von Ihnen genannten Vorschläge bedürfen einer gesamteuropäischen Zusammenarbeit, oder etwa nicht? Es ist nicht damit getan, die Grenze zu Österreich komplett abzuriegeln, so dass auch kein EU-Bürger mehr durchkommt und man tausende von Grenzern dorthin abstellen muss.
Die Stimmung ist im Großen und Ganzen nur bei denjenigen "gekippt", die sowieso schon gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, auch echten(!), waren.
Sie denken doch nicht, dass all die Foristen hier, die gegen Frau Merkel schreiben, jemals ihre Flüchtlingspolitik richtig fanden?
Ich selbst finde, dass man konsequenter und schneller abschieben sollte. Am wichtigsten ist mir jedoch eine gesamteuropäische Lösung, die auch Wirtschaftsmigration berücksichtigt. Eine Abschottung wird man ohne Blutvergießen nämlich nicht auf Dauer durchhalten.

Mir geht es gehörig auf den Senkel, wie wenig Menschen zu zählen scheinen, wenn sie Muslime und/oder Afrikaner sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
trex#1 15.06.2018, 12:45
312.

Zitat von austromir
2. Die CSU tut da spricht und provoziert damit eine Spaltung des konservativen Lagers in Bayern mit einer bayerischen CDU. ...Für die CSU bedeutet es vermutlich den Abmarsch in die Bedeutungslosigkeit.
Sie sollten vielleicht in Betracht ziehen, dass dann nicht nur die CDU Stimmen in Bayern gewinnt, sondern die CSU in 15 Bundesländern in Konkurrenz zur CDU (und anderen Parteien) treten würde.
Wie sich das auf die bundesweiten Wählerstimmen beider Parteien auswirken würde, könnten Sozialwissenschaftler mal untersuchen, indem sie eine bundesweite Umfrage machen. Dann wissen wir mehr.
Das Szenario, dass Sie da entwerfen, ist ganz sicher nicht realistisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
trex#1 15.06.2018, 12:58
313. Deutschland trägt die Hauptlast in Europa

Zitat von fördeanwohner
Was ist denn eigentlich mit Italien, Griechenland, Malta und Spanien? Die haben einfach Pech, oder wie? Oder noch besser: Selber schuld. Warum müssen die auch auch so ungünstig liegen?!" Es muss endlich eine Lösung gefunden werden, damit sich Menschen gar nicht mehr auf den Weg machen, um ins vermeintlich gelobte Euro-Land zu kommen, und damit riskieren, sogar ihr Leben zu verlieren.
Bekanntlich sind Spanien, Italien und Griechenland nur Durchgangsländer für Flüchtlinge, die notgedrungen diese Staaten durchqueren müssen, um nach Norden, vor allem nach Deutschland zu kommen. Dort bleiben will keiner.

Die Hauptlast der Krise trägt Deutschland, das ist den Statistiken klar zu entnehmen. Wir nehmen nicht nur die meisten Flüchtlinge auf, sondern gewähren auch die höchsten Sozialleistungen.
Was denn bitte sonst noch? Sollen wir die Flüchtlinge in Südeuropa mit dem Flugzeug abholen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Özdemirözickdir 15.06.2018, 13:18
314.

Zitat von Pless1
Nein, so ist Demokratie eben nicht. Da besteht noch ein Unterschied zwischen Demokratie und dem Furor eine aufgepeitschten "Volkes". Ohne eine rechtstaatliche Basis ist kleine Demokratie möglich. Ja, ausreisepflichtige Menschen müssen Deutschland auch wieder verlassen, und das schneller als bisher. Aber die Einhaltung rechtstaatlicher Verfahren muss gewährleistet bleiben. Außerdem: niemand profitiert bisher so stark von der europäischen Einigung wie "Exportweltmeister" Deutschland. Dies alles vor die Wand laufen zu lassen schadet folglich niemandem mehr als uns. Genau das würde aber wohl passieren: Wenn Deutschland registrierte Flüchtlinge an der Grenze ablehnt werden das die vorgelagerten Staaten ebenfalls tun (müssen). So blieben die Grenzländer abermals alleine mit diesem Problem zurück. Was werden diese dann wohl tun? Ich sage es ihnen: sie werden die Flüchtlinge einfach nicht mehr registrieren sondern sie einfach an die Grenzen schicken. Schon ist die nun diskutierte Maßnahme Seehofers ad absurdum geführt!
das "aufgepeitschte Volk" wandert soeben ein,aus denen werden dann Wähler,wen wählen sie dann wohl?
Europäische Einigung ist eine Chimäre,dem Export werden in Zukunft Grenzen gesetzt,die Wand ist schon in Sichtweite,Seehofer derweil entlassen und dann wird's richtig lustig...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vubra 15.06.2018, 22:51
315. Nachdem klar ist das keiner mehr an wir schaffen das glaubt

also nicht einmal mehr die welche neben Frau Merkel in der CDU am lautesten geschrien haben, ja selbst der Herr Gabriel(das Fähnchen im Wind) mit seinem Unübersehbaren refugees welcome Button im Bundestag. Es geht eben nicht dass man ruft wir schaffen das und so tut als ob es nicht auf Kosten der Allgemeinheit geht. Diese Entscheidung 2015 war so unüberlegt wie die Öffnung der DDR Grenze seitens der DDR Führung. Nun haben wir ja eine Kanzlerin die noch unter Honecker ihre Politische Karriere aufbaute und es scheint als würde sich das heute bitter rächen, den Honecker hat im Grunde genauso regiert . Ich habe immer recht und wenn nicht habe ich dennoch recht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lars.manhof 16.06.2018, 11:39
316. Was nun, Herr Seehofer?

Zitat von ladida1970
Das kann man auch anders sehen: Wenn es zum Eklat kommt, dann profiliert sich die CSU dadurch dermaßen, dass sie im Oktober bei den Bayernwahlen die absolute Mehrheit erreicht -und das ist aus CSU-Sicht schon mal das wichtigste. Und nach dem Bruch in Berlin käme es zu Neuwahlen, bei denen Merkel nicht mehr zum Zuge käme -aber vielleicht Seehofer..
Ihre erste These/Hoffnung kann ich noch nachvollziehen.
Aber dann: Nach Neuwahlen ist die CSU ja nicht mehr in der Regierung und wird von der CDU nicht mehr mitgeschleppt.
Und weder die verkleinerte CDU, noch die SDP, die FDP, die Grünen, die Linken oder gar die AfD wird die CSU in eine zu bildende Regierung holen. Eine solche Partei will das restliche Deutschland nicht mehr, zumal sie ja in 15 Bundesländern auch nicht gewählt wurde.
Seehofer hat sein eigenes 'Aus' riskiert und zu hoch gepokert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 32 von 32