Forum: Politik
Chancen der Flüchtlingskrise: Tschüs, altes Deutschland!
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Krisen, Kriege, Konflikte: Mit dem Chaos in direkter Nachbarschaft wandelt sich Deutschlands Rolle in der Welt. Egal ob Zuwanderung oder Eurokrise - wir müssen neue Wege gehen.

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waswoasi 04.09.2015, 12:45
1. Kriege und Krisen in direkter Nachbarschaft?

Wo hat Deutschland bitte Kriege und Krisen in direkter Nachbarschaft? Und warum muss sich Deutschland wandeln? Spricht es nicht dafür dass Deutschland bisher alles richtig macht, wenn Hinz und Kunz ins Land wollen? Deutschland sollte sich höchstens massiv und sinnvoll bei der Zuwanderungspolitik ändern. Das Augenmerk sollte auf Klasse statt Masse gesetzt werden, so wie es in vielen entwickelten Ländern dieser Welt selbstverständlich ist!

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gnarq 04.09.2015, 12:50
2.

Ich kann es nicht mehr hören, es wird so getan als wenn diese Krise einer Naturkatastrophe entsprungen wäre. Aber der nahe Osten wurde nicht einem Szunami überollt, der Krieg wird gefüttert von den USA, den Saudis und anderen Anreinerstaaten die hier strategische Interessen vervolgen. Welche Rolle hier unsere Regierung spielt, darüber kann man nur mutmaßen.

Ich denke dass sich das Ende des Jahres noch mal zuspitzt, wenn die Temperaturen da unten wieder sinken, wird möglicherweise Syrien falln, so wie es gaplant ist. Scholl Latour hat das schon vor zwei Jahren vorraus gesagt.

Welches Ziel wird hier verfolgt, warum wird da nicht mal recherchiert.

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wilfriedschultz 04.09.2015, 12:50
3. Um ausnahmsweise mal Herrn Schäuble zu zitieren,

isch over mit dem alten Deutschland. Ob das gut geht, wird sich schon in nächster Zukunft zeigen, beispielsweise bei den Landtagswahlen im kommenden März.
So einfach, wie sich das der Autor hier vorstellt, wird die Angelegenheit jedenfalls nicht zu regeln sein. Und ob es hier nur Chancen gibt, wage ich auch zu bezweifeln.

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paulaschwarz 04.09.2015, 12:56
4. ist das so?

Muss DE wirklich mehr Verantwortung, auch militärisch, in der Welt tragen.
WARUM?
Zitat- Mehr Verantwortung bedeutet nicht Weltmachtgetue oder neokonservativen Interventionismus, sondern konkrete Hilfe - diplomatisch, entwicklungspolitisch, militärisch - um Katastrophen wie in Syrien einzudämmen.- Zitatende.
Solange in DE nicht souverän regiert wird, sondern nach Weisung einer Hegemonialmacht, so lange keine Visionen einer friedensschaffenden Politik erkennbar sind, so lange wird DE Kolonisation 2.0 betreiben (müssen).
Wer ausschliesslich auf Wirtschaftswachstum und Kapitalrettung fixiert ist, wird keine humanitäre Politik betreiben können. Oder ist die bisherige Politik humanitär? Weder für die Inländer, noch für die Millionen Flüchtlinge. Nur die Finanzoligarchie erkennt in der derzeitigen Politik Vorteile... die aber sind monetär

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japhet 04.09.2015, 12:57
5. Soziale Gerechtigkeit ist nur das Sahnehäubchen

"Der Kitt einer modernen Gesellschaft ist nicht mehr der Nationalgedanke, sondern soziale Gerechtigkeit." So kann man es hier lesen. Nur - welche "Gesellschaft" meint der Autor da, wenn er doch die Nationalstaaten ausser acht lassen will? Wenn er aber die gesamte Menschheit als diese Gesellschaft sieht, dann kann eine Zuwanderung nach Deutschland kaum etwas an der extremen Schieflage ändern; es geht dann den - im Vergleich zum Rest der Welt - Zugewanderten natürlich besser. Aber dem "Rest" wird es vielleicht sogar, weil Deutschland und der Rest Europas sich nun auf die Migranten in den eigenen Ländern konzentriert, noch schlechter gehen. Ausserdem zeigt gerade die aktuelle Flüchtlingsdiskussion innerhalb der EU, dass der Nationalstaatgedanke - ausser vielleicht in Deutschland - sogar wieder mehr an Bedeutung gewinnt. Und das hat auch damit zu tun, dass "soziale Gerechtigkeit" eben doch nicht ausreicht, ein Gemeinwesen zusammenzuhalten. Gesellschaften werden von gemeinsamen Regeln, von gemeinsamen Werten zusammengehalten. Diese Regeln und Werte müssen untereinander kommuniziert warden können, weshalb eine gemeinsame Sprache oder gemeinsame Sprache (wie in der Schweiz) ein sehr wichtiges Element sind. Nur so halten Gesellschaften zusammen. Soziale Gerechtigkeit ist dann das "Sahnehäubchen" oben drauf! Wäre es anders, dann gäbe es wohl auf der Welt keine einzige funktionierende Gesellschaft (mehr), den "sozial gerecht" ist wohl keine davon.

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tränengas 04.09.2015, 12:58
6. Der Kitt unserer Gesellschaft

ist nach Ihren Worten soziale Gerechtigkeit. Ich halte das für ideologischen Unsinn, der genau so aus den ehemals kommunistischen Staaten oder der DDR stammen könnte.

Der Kitt einer Gesellschaft sind nach meiner altmodischen Überzeugung moralische und ethische Werte, Toleranz, Selbstverantwortung und Steuerzahler, die bereit sind einen Teil ihres Arbeitsertrags für die Gesellschaft zu opfern.

Soziale Gerechtigkeit ist ein ideologischer Kampfbegriff, der wie ein Kaugummi je nach politischer Coleur und Interessenlage gedehnt werden kann, die Krönung dieser Nebelkerze ist der Begriff der Gerechtigkeitslücke.

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ad2000 04.09.2015, 12:59
7. Noch mehr Umverteilung

Warum glauben Sie, Herr Fischer, wird Deutschland vor allem von Geringqualifizierten überrannt und die gut ausgebildeten Europäer und Nicht-Europäer gehen in die Schweiz, nach Norwegen, UK, USA, Kanada? In keinem anderen Land zahlen Qualifizierte 50 % ihres Lohnes in die Umverteilungsmaschine. Der Linksliberalismus und dümmliche "Humanismus", das krankhafte „Bitte habt uns Deutschen lieb, wir zahlen alles dafür!“ wird Deutschlands Todesstoß sein.

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Schroekel 04.09.2015, 13:01
8. das wichtigste bei der derzeitigen Flüchtlingskrise ...

... ist, die Flüchtlingskrise als CHANCE für Europa, für Deutschland zu begreifen. Versuche, Europa mit Mauern zu versehen, sind kriminell, menschenverachtend und vor allem geradezu rasend dumm. Jemand wie dieser Orban muß dafür zur Verantwortung gezogen werden. Versuche, die Flüchtlinge von oben herab in verschiedene Länder verteilen zu wollen, sind schlicht naiv. Die Menschen gehen dorthin, wo sie die besten Chancen auf ein vernünftiges Leben erwarten. Und sie haben vollkommen Recht damit. In Ungarn und anderen Ländern haben diese menschen so gut wie keine Chance. Dort, wo sie hinwollen, sollte man sie mit offenen Armen empfangen. Diese Menschen haben alles verloren und werden in der absoluten Majoriät alles tun, um ihre Traumata hinter sich zu lassen, sie werden alles tun, um sich ein einigermaßen vernünftiges Leben zu sichern. Diesen Menschen muß tatkräftig geholfen werden, und, absolut, das kann offenbar nicht jedes Land. Und die, die es nicht können, sollen es bitte lassen. Wer ihnen helfen kann und wer ihnen jetzt tatkräftig hilft, der wird in weniger als zwanzig Jahren das zigfache dessen, was man für diese Menschen jetzt einsetzt zurückbekommen. Eine Chance. Diese Krise kann auch zum Wendepunkt der deutschen bzw. europäischen Politik werden. Durchaus spannend ist es, zu beobachten, wie die gegenwärtigen Politiker mit der Krise und ihren Chancen umgehen, wer die Chancen erkennt und sie ergreift. Und wer die Krise zu verwalten sucht, wie Herr Junker. Merkel weiß noch nicht wie. Über Gabriel legen wir besser den Mantel des Schweigens. Staunen kann man (naja, eigentlich auch wieder nicht) über die Grünen und Linken, die vor lauter zauderei auf tauchstation gegangen sind.

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superluger 04.09.2015, 13:05
9.

Ohne dem Autor zu nahe treten zu wollen. Einen Krieg oder ähnliches kann ich gerade nur in Syrien erkennen.
In ganz Afrika gibt es meines Wissens keinen Krieg. Natürlich sollte man z.B. Somalia und Nigeria nicht außer Acht lassen. Teile dieser Länder werden ja von Fanatikern beherrscht. Jedoch sind weite teile dieser Länder friedlich.
Aber die Menschen dort werden schon ihre Gründe haben warum sie nicht in ein friedliches Gebiet ihres Landes "flüchten", sondern lieber tausende von Kilometer in die EU (Deutschland) ...

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