Forum: Politik
Chancen der Flüchtlingskrise: Tschüs, altes Deutschland!
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Krisen, Kriege, Konflikte: Mit dem Chaos in direkter Nachbarschaft wandelt sich Deutschlands Rolle in der Welt. Egal ob Zuwanderung oder Eurokrise - wir müssen neue Wege gehen.

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pygmy-twylyte 04.09.2015, 15:11
110. Integration ist ein immerwährender Prozess

„Im Zweifelsfall muss das moderne Deutschland künftig öfter bereit sein, für das große Ganze deutlich mehr zu geben als zu bekommen.“ Sie, Herr Fischer, verweisen mit diesen Worten auf das „innenpolitische Klein-Klein“ und das „ramponierte“ deutsche Image bei der Bewältigung der Griechenlandkrise und fordern in dieser wie auch der Migrationsfrage „weniger Egoismus“, mehr „soziale Gerechtigkeit“ und eine „Leitlinie“. Warum fordern Sie das erst jetzt? Gibt es in Deutschland (und im Übrigen überall auf der Welt, gerade auch in China) nicht schon seit Längerem einerseits zunehmende Verarmung und Verelendung breiter Schichten und andererseits schamlose Wohlstandsanhäufung einer kleinen Oberschicht? ‒ „Mehr Verantwortung“, „diplomatisch, entwicklungspolitisch, militärisch“, „um Katastrophen wie in Syrien einzudämmen“, soll Deutschland übernehmen. Diese Forderung sollten Sie besser an die Adresse der Großmächte richten, die mit verantwortlich sind für die „Krisen, Kriege, Konflikte“ in unserer direkten Nachbarschaft, uns aber die Folgen ihrer verantwortungslosen Politik ausbaden lassen. ‒ Im Übrigen gehört zu „Leadership“ auch die Einbindung der Bevölkerung, was hier in Deutschland nicht der Fall ist. Die Bevölkerung ist es aber, die in allen Fällen, z.B. der Migration bzw. Integration der Menschen unterschiedlicher Herkunft, Rasse, Hautfarbe, Religion, Kultur und Wertvorstellung, gefordert ist und mitziehen muss. Integration ist ein immerwährender Prozess, eine Jahrhundertaufgabe, eine Zerreißprobe, gerade im Hinblick auf das Aufeinanderprallen verschiedener Religionen und unterschiedlicher Werte. Ob das unseren Politikern bewusst ist?

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tutnet 04.09.2015, 15:13
111. @50 schgucke

Kopfrechnen schwach!

12.000 Flüchtlinge in Norwegen bei 5 Millionen Einwohnern soll mehr sein, als 800.000 Flüchtlinge bei 80 Millionen Einwohnern in Deutschland?
In Norwegen komme ich auf knapp 0,25 Prozent und bei uns auf das Vierfache, nämlich rund 1 Prozent.

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luiasogi 04.09.2015, 15:16
112.

Zitat von Whitejack
Ich finde es befremdlich, dass von vielen Leuten hier suggeriert wird, die Frage, ob die Flüchtlinge hierher kommen, sei eine Frage der richtigen Parteienwahl (sprich: verkappte Wahlwerbung für AfD oder Parteien, die noch weiter rechts stehen). Das ist in etwa so, als würde man ....
Ja, sie haben recht.
Die Frage aller Fragen. Abschotten oder ungebremster Zuzug.
Ich rede nicht von den momentanen Zahlen.
Die sind noch ( imho) durchaus menschlich zu händeln.
Was ist aber künftig? Die Zahlen werden unaufhörlich steigen. Davor kann man die Augen verschließen oder nicht. Die Menschen, welche nicht mehr in ihren Länder existieren können, wird nicht abnehmen.
Abschottung führt zu dem von ihnen geschilderten Szenarium.
Ungebremster Zuzug ? Wann wäre das Boot denn Ihrer Meinung nach voll? Bei 5 Millionen? Bei 10? Bedenken sie an die Verdoppelung der Bevölkerung in Afrika in den nächsten 30 Jahren.
Ich weiss nicht wie es enden wird.
Ich weiss nur, dass es keine Lösung geben kann, die beiden Seiten gerecht wird.
Vielleicht gibt es einfach zu viele Menschen auf der Erde. Es sind wahrlich keine allzurosigen Aussichten, fürchte ich.
Sieht hier jemand einen Lichtstreifen?

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thomashirsch 04.09.2015, 15:17
113.

Danke, Sebastian Fischer! Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.

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waldi4711 04.09.2015, 15:20
114. Auf den Punkt

Den Zeitpunkt, humanitäre Grundsätze zum Umgang mit Flüchtlingen klarzustellen, hat Merkel geradezu genial gewählr. Die Nachfolger stehen wie Deppen da, zB Cameron wenn auch er jetzt ein paar Tausend Flüchtlinge aufnehmen will. Dieses Timing versteht Merkel perfekt, sie spürt einfach, wann ein Thema reif ist, um es Anderen vor der Nase wegzuschnappen. Insofern irrt der Kommentar, Merkel ist immer auf der Höhe der Zeit, und zwar der Zeit der breiten Öffentlichkeit!

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TBF 04.09.2015, 15:21
115.

Die USA sind aber kein dichtbesiedeltes Gebiet gewesen und sind es heute immernoch nicht. Im Gegenteil die größte Schwäche der Us-Amerikanischen Industrie war es dekadenlang, dass man zu wenig Arbeitskräfte für die ganzen Ressourcen und das ganze Kapital hatte. Böse Zungen behaupten gar, dass bis aufs Blut rassistische Nordstaatenindustrielle Lincoln vielleicht aus ganz anderen Motiven unterstützt haben könnten, als man so gern vermutet. Und selbst in den USA hat die Melting Pot Idee versagt. Nicht nur die Schwarzen sind heute eine soziale Randgruppe, so sind es auch die Ureinwohner im mittleren Westen, so sind es die "Hispanics" in den Südwestlichen Staaten. In jeder größeren Stadt finden sie China-Towns oder ähnliches. Die USA hatten bis zum ersten Weltkrieg nie eine enge landesweite Kultur und bis heute ist das hart umkämpft. Dementsprechend sind auch fast alle sozialen Sicherungssysteme privat organisiert und die wenigen Almosen, die man den armen zugesteht als Mittel politischer Kontrolle verpönt.
In China haben wir die dominante Han-Kultur, die sich mit Kratzen und Beißen gegen andere kulturelle Einflüsse wehrt. Seien es Tibeter, seien es Uyguren. Japan- Monokulturell. Korea- Monokulturell. Singapur- Monokulturell. Westeuropa- nahezu monokulturell.
Indien hingegen von kleinstkonflikten zerissen, mit feudalistischem Klassensystem, bereits gespalten, um den Bürgerkriegen zwischen Muslimen und Hindus vorzubeugen.

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olleolsen 04.09.2015, 15:24
116. Beitrag im ZDF - Ein Staat, zwei Welten

Nach dem Lesen ihres Kommentares zu einer Leitlinie empfehle ich folgenden Beitrag anzuschauen und darüber nachzudenken. Den Gedanke ihrer Leitlinie erscheint mir deshalb wenig erfolgreich.

ZDFzoom, vom 02.09.15
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2480124/Ein-Staat---zwei-Welten%3F#/beitrag/video/2480124/Ein-Staat---zwei-Welten?

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velkoryn 04.09.2015, 15:24
117. Ukraine ///

Zitat von Izmir..Übül
Schauen Sie mal auf die Landkarte, wo sich die Ukraine befindet, nämlich wesentlich näher als Mallorca.
Nun in der deutschen Nachbarschaft liegen beide nicht - (zumindest ist keine Grenznachbarschaft gegeben) und die Ukraine ist ein Sumpf politischer Unfähigkeit mit dem die Deustchen sich besser nicht beschäftigen.

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einzigerwolpertinger 04.09.2015, 15:25
118. So wenig wie eine Luftgitarre gestimmt werden muß

Zitat von Tyler85
"Der Kitt einer modernen Gesellschaft ist nicht mehr der Nationalgedanke, sondern soziale Gerechtigkeit." Inwiefern widersprechen sich der Nationalgedanke und die Idee von sozialer Gerechtigkeit? Das muss mir der Autor einmal genauer erklären.
So wenig kann Ihnen der Autor seine luftigen Argumente erklären. Weltweit sieht man gerade das Gegenteil, der nationale Gedanke hält die Gesellschaften zusammen.

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ulrich g 04.09.2015, 15:27
119. Wo bleibt die Sachlichkeit

Man hat den Eindruck Deutschland sieht in der Flüchtlingskrise die historische Chance die Untaten ihrer Vorväter im Dritten Reich auf einen Schlag zu tilgen. Das Ergebnis ist eine völlig blauäugige und grenzenlos naive "Willkommenskultur". Da die Flüchtlinge nicht zuerst nach Deutschland kommen belasten wir damit Länder an den Aussengrenzen der EU. Die deutschen Gutmenschen regen sich dann noch über Herrn Orban auf wenn er die durch unser unreflektiertes Gerede angelockten Flüchtlinge nach EU Recht behandelt. Etwas mehr Sachlichkeit wäre dringend angebracht!

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