Forum: Politik
Chancen der Flüchtlingskrise: Tschüs, altes Deutschland!
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Krisen, Kriege, Konflikte: Mit dem Chaos in direkter Nachbarschaft wandelt sich Deutschlands Rolle in der Welt. Egal ob Zuwanderung oder Eurokrise - wir müssen neue Wege gehen.

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hman2 04.09.2015, 17:27
160.

Zitat von ChristianD2
Da Millionen von 400-EUR Jobs gar keine Steuern zahlen und weitere Millionen von Mindestlohnempfängern nur wenige Prozent (Steuerprogression!), müssen die "Leistungsträger" extrem viel Steuern bezahlen.
Ist doch gar nicht wahr. Hartz-IV-Empfänger zahlen im Schnitt mehr Steuern als die selbsternannten Leistungsträger. Nämlich 19 Prozent.

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lemmy 04.09.2015, 17:27
161. Mehr Qualität statt Quantität

Ich finde es sind jetzt schon zu viele Flüchtlinge für Deutschland. Sowohl hinsichtlich der aktuellen Situation als auch für die Zukunft.
Chaotische Zustände vor und in Erstaufnahmeeinrichtungen sprechen Bände. Es wäre besser, weniger Personen aufzunehmen und diese dann weitaus besser zu versorgen, unterzubringen und später vernünftig zu integrieren. Da ich beruflich sehr lange in diesem Bereich tätig war, weiß ich wovon ich spreche.
Was sich jetzt an den EU-Außengrenzen abspielt, erinnert an einen Exodus und ist vermutlich erst der Anfang.
Jeder, der in diesem Jahr hier in Deutschland die Flüchtlinge fast schon euphorisch feiert, sollte sich darüber im klaren sein, dass dies kein "Event" ist, welches am 31.12. diesen Jahres beendet ist. Ganz im Gegenteil, dann geht es weiter mit vermutlich noch mehr Menschen. Sollte das System tatsächlich kollabieren , wäre dann niemandem mehr geholfen.
Worüber im Moment auch noch gar nicht gesprochen wurde, ist die Tatsache, dass diese zum überwiegenden Teil allein reisenden jungen Männer nicht alleinstehend sind. Sie werden in kürzester Zeit ihre Familien nachholen. Das heißt im Klartext aus den 800.000 alleine in diesem Jahr werden dann automatisch 3-4 mal so viele, heißt: 2 bis 3 Millionen Menschen. Das sind dann Mengen, bei denen auch mir etwas schwindelig wird, mit aller Vorsicht formuliert.

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Fürstengruft 04.09.2015, 17:30
162. Soziale Gerechtigkeit muss erkämpft werden

Seit Karl Marx und Beginn der Arbeiterbewegung musste immer um soziale Grechtigkeit gekämpft werden.

Die Euphorie der Migranten endlich in D angekommen zu sein, wird bald einer großen Unzufriedenheit weichen.
Nur die Ehrgeizigsten werden es mit viel Fleiß und guten Deutschkenntnissen schaffen auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Die Jobs in den unteren Lohnklasen sind schon alle besetzt. Es wird zu großen Verteilungskämpfen kommen.
Die, die es nicht schaffen werden, werden der eigentlich soziale Sprengstoff sein. Wir sehen das doch in Frankreich am Rande großer Städte, Siedlungen mit hohem Migrantenantel aus Nordafrika, eine Jugend ohne Hoffnung und Perspektive.

Soziale Gerechtigkeit muss erkämpft werden, fällt nicht vom Himmel.
Ich sehe statt Kitt eher sozialen Sprengstff.

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pygmy-twylyte 04.09.2015, 17:34
163. Der Jugend eine Chance!

Zitat von TBF
Was mal wieder absoluter Unsinn ist. 18 und 45 strömten in erster Linie Menschen mit dem selben sprachlichen, gesellschaftlichem und kulturellem Hintergrund zurück nach Deutschland. Alphabetisiert, zum Großteil mit abgeschlossenen Ausbildungen und durchmischt in alle sozialen Schichten und Altersgruppen. Heute kommen in erster Linie Männer zwischen 18 und 30, zum Großteil ohne Berufsabschluss nach westlichem Standard und zu überraschend großem Teil nicht mal alphabetisiert. Eine demographische Katastrophe, die wir im reichen Westen nicht mehr erwarten, weil wir vergessen haben wie die Demographie funktioniert. Viele junge Männer ohne soziale Aufstiegschance und Chance zur Familiengründung= soziale Instabilität.
Jugendliche aus Afghanistan, dem Iran und Syrien sind in der Regel "alphabetisiert", haben meist aber nur wenige Jahre die Schulbank gedrückt und schon im Alter von 12, 13 oder 14 Jahren gearbeitet. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sie mit 16 oder 17 heiraten bzw. verheiratet werden. Diese Jungs gehen hier in Deutschland einen mühsamen Weg Richtung Aufstieg, erhalten aber (momentan) staatliche Hilfen jedweder Art, um es zu schaffen. Unsere einzige Chance, auch des sozialen Friedens willen, d.h. um "französische Verhältnisse" zu verhindern, besteht darin, diese jungen Menschen wohlwollend und helfend zu begleiten. Wie es allerdings gelingen soll, kaum oder nur schlecht "alphabetisierte" Menschen jenseits der 25 zu integrieren und diesen einen sozialen Aufstieg zu ermöglichen, ist mir schleierhaft.

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Havel Pavel 04.09.2015, 17:35
164. Ein dauerhaft friedliches Zusammenleben erfordert Regeln!

Zitat von rocky_heike
Deutschland hat seinen Wohlstand auch anderen Ländern zu verdanken: Italiern, Spaniern etc. Das war ein Programm in den 60iger / 70iger Jahren. Nun kommenn andere. Haben wir wirklich das Recht uns auszusuchen, wer kommen soll und wer nicht? Ich glaube, so geht das nicht ! Immer nur die Frage im Fokus, wer ist nützlich für GY und wer nicht. Klar andere Länder machen das, Kanada / Australien. Aber ist das richtig ? Was Ungarn macht, ist nationalstaatliches Denken. Der dipolomatische Diskurs ist zaghaft: Angebracht wäre eher: Entweder Ungarn reisst die Zäune ab, oder Ungarn fliegt raus.
Aha, bei Ihnen ist es offenbar auch egal wer zu Ihnen nach Hause kommt und Sie lassen jeden einfach hinein- oder etwa doch nicht? In einem geordneten Staatswesen muss es ähnlich ablaufen ansonsten wird sich über kurz oder lang Chaos einstellen und mit dem friedlichen Zusammenleben ist es aus. Oder glauben Sie so sichere Staaten wie Australien, Kanada und besonders Neuseeland haben umsonst solch strikte Einwanderungsgesetze? Wären Sie schon einmal in einem dieser Länder zu Gast gewesen wüssten Sie dies zu schätzen und würden deren Einwanderungspolitik nicht kritisieren. So werden in Neuseeland Wohnungen kaum abgeschlossen, beim Farmer liegen Gemüse, Früchte usw. an der Einfahrt zum Mitnehmen bereit, daneben ein Behälter in den man einfach das Geld hneinwirft, usw. Bei uns heute völlig undenkbar, die Kriminalität wird schon als normal angesehen! Neuseeländer wollen sich das unbeschwerte vertrauensvolle Zusammenleben nicht zerstören lassen, was ihnen bis heute gut gelungen ist. Ein Neuseeländer ist unabhängig von seinem Einkommen in aller Regel bescheiden, das bei uns allgegenwärtige Protzgehabe findet man dort nicht und würde sich damit sicherlich der Lächerlichkeit preisgeben. Die Menschen dort haben andere Wertvorstellungen, die uns seit langem schon abhanden gekommen sind.

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hman2 04.09.2015, 17:47
165.

Zitat von ad2000
In keinem anderen Land zahlen Qualifizierte 50 % ihres Lohnes in die Umverteilungsmaschine.
Die zahlt auch in D so gut wie niemand. Sie verwechseln die Höhe des Spitzensteuersatzes mit der Höhe der tatsächlich gezahlten Steuern, die liegt auch bei "Leistungsträgern" selten viel höher als 30 Prozent, d.h. selbst mit Krankenversicherung kommen Sie nicht auf 50 Prozent.


Aber ich kann ihnen ein Gegenbeispiel geben. Als ich von meinem Brötchengeber auf Projektarbeit nach Südafrika geschickt wurde, versuchte der Kunde dort unten, mich abzuwerben. Er wollte mir 15% mehr Gehalt zahlen, als ich in Deutschland für meine Ingenieursstelle bekomme. Klang verlockend, vor allem weil Lebensmittel nahezu kostenlos sind, für unsere Verhältnisse, genau wie Haus & Grund, sogar Hauspersonal ist spottbillig.

Aber meine Kollegen da unten sagten mir "Vorsicht, rechne genau!". Dann sagten sie mir dass sie bis zu 50% ihres Einkommens an ihre Privatarmee abführen müssen, die Haus & Familie bewacht. Damit die Unterprivilegierten nicht Haus und Auto abfackeln... Also ganz ehrlich, da zahle ich lieber hohe Steuern, und kann hier in Frieden leben in einer noch halbwegs intakten Gesellschaft.

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ronaldroland 04.09.2015, 17:48
166.

Zitat von pygmy-twylyte
Jugendliche aus Afghanistan, dem Iran und Syrien sind in der Regel "alphabetisiert", haben meist aber nur wenige Jahre die Schulbank gedrückt und schon im Alter von 12, 13 oder 14 Jahren gearbeitet. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sie mit 16 oder 17 heiraten bzw. verheiratet werden. Diese Jungs gehen hier in Deutschland einen mühsamen Weg Richtung Aufstieg, erhalten aber (momentan) staatliche Hilfen jedweder Art, um es zu schaffen. Unsere einzige Chance, auch des sozialen Friedens willen, d.h. um "französische Verhältnisse" zu verhindern, besteht darin, diese jungen Menschen wohlwollend und helfend zu begleiten. Wie es allerdings gelingen soll, kaum oder nur schlecht "alphabetisierte" Menschen jenseits der 25 zu integrieren und diesen einen sozialen Aufstieg zu ermöglichen, ist mir schleierhaft.
Das wird in der Tat annähernd unmöglich. Wenn schon die Grundlagenbildung fehlt, wird es extrem schwer eine zweite Sprache zu lernen, wenn man schon erwachsen ist. Lernen Sie mal Farsi/Arabisch etc., wenn Sie gerade so das Deutsche beherrschen.
Das kann nur angepackt werden, wenn spezielle kleine Klassen mit 4-5 Schülern Intensivunterricht erhalten. Die nötige Infrastruktur aufzubauen wird immens "herausfordernd" für die Bundesländer.
Zudem haben diese Männer in ihrem Eigenverständnis den Wunsch danach der Starke zu sein und das Geld für die Familie zu verdienen. Er möchte dann natürlich der Familie auch mehr als das nötigste bieten, der Vergleich mit den bessergestellten, die schon da sind spornt an, kann aber auch völlig zur Resignation führen, wenn man keine Chance hat diesen Traum zu erfüllen.

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gmbr 04.09.2015, 17:49
167. Sehr gut getroffen!

An Hand der Konnentare sieht man allerdings klein-klein ist sehr geprägt. So viele machen ihre Hausaufgaben nicht! Als Nation hat man als Hausaufgabe sich so zu sehen wie man ist und nicht wie man gern wäre.

So fangen probleme an ynd sammeln sich und die Verantwortung trägt dann.....der jenige der am wenigsten dafür kann. In diesem Fall: Flüchtlinge!

Sie haben keine Regierungen sondern Diktaturen die damit beschäftigt sind geld zu machen. Das Geld kommt aus Industrieländer, die sich und ihrem Volk mit der Ware gutgehenlassen! Mit der Nebenwirkung, daß leute ib den unterdruckten Länder aus Angst ihre Stimme nicht erheben können und ihr Land mit nacktem Leben verlassen.

Wie geht man nun damit um? UNMENSCHLICH.

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hman2 04.09.2015, 17:54
168.

Zitat von lemmy
Das heißt im Klartext aus den 800.000 alleine in diesem Jahr werden dann automatisch 3-4 mal so viele, heißt: 2 bis 3 Millionen Menschen. Das sind dann Mengen, bei denen auch mir etwas schwindelig wird, mit aller Vorsicht formuliert.
Soso. Nach dem zweiten Weltkrieg war Deutschland in Trümmern. Nahm aber 12 Millionen (!!) Flüchtlinge aus dem Osten auf. Übrigens nur sehr widerwillig, die Konflikte waren zahlreich. Verachtet haben die Bundesdeutschen die ehemaligen Reichsdeutschen aus dem Osten. Kartoffelkäfer haben sie sie genannt und wollten nicht mit ihnen teilen. Am Ende ging es dann aber doch.

Später wurden 5 Millionen sogenannte Gastarbeiter aufgenommen. Nach dem Balkankrieg noch einmal 3 Millionen.

So, nach 20 Millionen ohne großes Problem meinen Sie, nochmal 0,4 (nicht 0,8) wären ein Problem, und das obwohl unser Land heute nicht mehr in Trümmern liegt, sondern reich ist? Wieso?

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PerIngwar 04.09.2015, 17:55
169. Aha

Zitat von hman2
Ist doch gar nicht wahr. Hartz-IV-Empfänger zahlen im Schnitt mehr Steuern als die selbsternannten Leistungsträger. Nämlich 19 Prozent.
Bis 8.472 Euro Einkommen im Jahr zahlt niemand Einkommensteuer (auch der Milliardär nicht).

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