Forum: Politik
Chancen der Flüchtlingskrise: Tschüs, altes Deutschland!
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Krisen, Kriege, Konflikte: Mit dem Chaos in direkter Nachbarschaft wandelt sich Deutschlands Rolle in der Welt. Egal ob Zuwanderung oder Eurokrise - wir müssen neue Wege gehen.

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821943 05.09.2015, 23:44
220. Deutschland wird der Gewinner sein!

Angesichts des demografischen Wandels ist der gegenwärtige Zuzug ausländischer Flüchtlinge für uns so etwas wie ein Sechser im Lotto (sofern man das so salopp sagen kann angesichts des unfassbaren Elends, dass die Vertriebenen erlebt haben und in den Lagern hierzulande noch erleben.) Mit diesen jungen Menschen wird unser Durchschnittsalter sinken und der Arbeitskräftemangel wesentlich verringert. Das stärkt die Wirtschaftskraft unseres Landes und sichert unsere Altersversorgung. Wir sollten uns über jede/n freuen, die/der zu uns kommt. Obendrein wird Deutschland weltoffener, kulturell vielseitiger und intellektuell anregender als bislang. Nichts mehr für die "Michel"-Typen, Stammtischschwaetzer und egoistische Spiesser.

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kado1 05.09.2015, 09:16
221. Recht haben Sie

Zitat von lemmy
Ja, da muss ja bei der FAZ ein echtes Mathegenie am Werk gewesen sein. Ein Migrant kostet pro Monat ca. 1.000 Euro. Das deckt die Regelsätze des AsylbLG, die Kosten der Unterkunft, Nebenkosten, Heizkosten, Kleidung, Hausrat und medizinische Versorgung, aber nur insofern keine schweren Krankheiten vorliegen. Bei ca. 800.000 Menschen in diesem Jahr können Sie da mal selbst Ihren Taschenrechner bemühen. In dieser "Pauschale" sind noch keine Personalkosten, keine Integrationsleistungen, keine Sprachkurse etc. enthalten. Irreführend war in diesem Kontext auch ein Artikel im Spiegel vor einigen Tagen, in dem der Haushaltsbedarf von Ministerin Nahles zur Sprache kam. Das sind aber nur Peanuts im Vergleich zu den vorstehenden Kosten, weil sie auch noch dazu gerechnet werden müssten. Das gilt so lange bis dieser Mensch selbst über Einkommen verfügt selbstverständlich. Daran ist aber in der ersten Zeit nicht zu denken, aus vielen Gründen, die fehlenden Sprachkenntnisse ist nur einer davon.
Hier ist es sehr gut zusammengefasst :

http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/oekonomischer-10-punkte-plan-zu-fluechtlingsstrom-a-1051166.html

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DonaldMicky 05.09.2015, 09:28
222. Legaler Weg

Zitat von adal_
Zynisch ausgedrückt: Da es für syrische Flüchtlinge keinen legalen Weg nach Europa gibt, bezw. dieser defacto versperrt ist, weil die europäischen Konsulate schon lange von der Antragsflut außer Gefecht gesetzt sind, sorgt die kriminelle Schleußung dafür, dass die besser Situierten bessere Chancen haben, Europa zu erreichen als die Schlechtergestellten.
Dem Vorwurf des Zynismus stimme ich zu.
Der Umgang mit den Flüchtlingen kommt einer
Form des Darwinismus gleich.
Diejenigen, die trotz aller Schwierigkeiten nach
Deutschland kommen, werden hier mit einer
"Willkommenskultur" aufgenommen. Die anderen
interessieren uns nicht, da sie ja weit entfernt sind.

Dieser Umgang mit den Menschen offenbart ein
totales Politikversagen.
Schleuser, Schlepper und Fluchthelfer sind nur
die Konsequenz dieser Politik.

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anathema 05.09.2015, 11:11
223. In der Flüchtlingsfrage eine Gesinnung und ein Bewusstsein von zynischen Monopolyspielern?!

Zitat von 821943
Angesichts des demografischen Wandels ist der gegenwärtige Zuzug ausländischer Flüchtlinge für uns so etwas wie ein Sechser im Lotto (sofern man das so salopp sagen kann angesichts des unfassbaren Elends, dass die Vertriebenen erlebt haben und in den Lagern hierzulande noch erleben.)
Das klingt so, als ob Sie aus dem „unfassbaren Elend” dieser Kriegsflüchtlinge in erster Linie Kapital schlagen wollten, wie dies seit eh und je die ausbeuterische Art der rein profitorientierten Wirtschaft – besonders hier im amerikanisierten Deutschland – inzwischen geworden ist!
Konsequenterweise beteiligt sich die hiesige globalisierte Wirtschaft kaum an der Finanzierung dieser aus Not und Elend entstandenen Migration, der sie so lautstark das Wort redet – oder können Sie einen entsprechenden Fonds der Wirtschaft für diese Einwanderungen nennen? Denn da ist es wie immer: Gewinne werden klammheimlich und wie selbstverständlich privatisiert, Kosten und Verluste aber sozialisiert. Abgesehen davon entzieht man ganz egoistisch auf lange Sicht die junge Generation den jetzigen Krisengebieten, die einmal zum Wiederaufbau ihrer Länder unabdingbar sein werden.
Man kann von Cameron und den Briten, die durch ihre Jahrhunderte lange ausbeuterische Kolonialpolitik, die den Keim für viele heutige Konflikte gelegt hat, halten, was man will, der Gedanke. „Kriegsflüchtlinge“ da abzuholen, wohin sie sich in ihrer größten Not geflüchtet haben, ist jedenfalls vernünftiger zu nennen, als was Merkel und ihre Freunde und die mit ihr „koalierten Sozialdemokraten“ – mit unkalkulierbaren Folgen - inszeniert haben!
Sie werden in Zukunft in Deutschland nicht mehr „Regierende“, sondern vielmehr nur „Reagierende“, wie schon so oft, sein!

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jan.lolling 05.09.2015, 12:15
224. Wo soll das hinführen

Klar ist es richtig Verfolgten Zuflucht zu gewähren und momentan ist die Menge auch gut zu verkraften aber kann das die Lösung für die Zukunft sein. Rundum Syrien sitzen noch viele Millionen Menschen rum, können wir diese alle aufnehmen und dabei unser Land bewahren.
Die Kulturellen Auswirkungen werden vollkommen ausgeblendet. In Suhl wurde ein Heim von Flüchtlingen zerlegt weil "ein Koran geschändet" wurde. Diese Menschen sind zwar bedrängt vom Terror des IS aber bringen den Keim der das alles möglich macht mit.

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adal_ 05.09.2015, 13:10
225. Mecker- und Bedenkenträger-Deutschland - wieder mal ganz bei sich

Zitat von jan.lolling
Klar ist es richtig Verfolgten Zuflucht zu gewähren und momentan ist die Menge auch gut zu verkraften aber kann das die Lösung für die Zukunft sein. Rundum Syrien sitzen noch viele Millionen Menschen rum, können wir diese alle aufnehmen und dabei unser Land bewahren. Die Kulturellen Auswirkungen werden vollkommen ausgeblendet. In Suhl wurde ein Heim von Flüchtlingen zerlegt weil "ein Koran geschändet" wurde. Diese Menschen sind zwar bedrängt vom Terror des IS aber bringen den Keim der das alles möglich macht mit.
Ja was denn nun? Flüchtlinge aufnehmen? Flüchtlingsstopp im australischen Stil (in Osteuropa derzeit äußerst populär)? Den Schlächtern in Syrien das blutige Handwerk legen oder stattdessen lieber für den Frieden beten? Oder irgendwie alles gleichzeitig? :-)

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mathiaswagener 05.09.2015, 15:05
226. Deutschland

Für die Leute, die hierher wollen ist "Deutschland" schon ein Begriff wie das Made in Germany. Sie wollen kein anderes Deutschland, ein Deutschland mit den Problemen, die sie besser als alle Anderen kennen. Wir müssen aber auch unsere Grenzen können. Das ist der Knackpunkt.

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Pflegeengel 05.09.2015, 15:34
227. unerträglich....

.... ich gehe jetzt..... als FREIWILLIGER. ...wieder nach München zum Hauptbahnhof.... die nächsten 500 Menschen kommen..... das ist besser auszuhalten als so manches Geschreibsel hier. schönes Wochenende noch.

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kratzdistel 05.09.2015, 15:45
228. das ist derutschland, das sich fortentwickelt

da hat sich nicht geändert seit Einführung unseres Grundgesetzes, nur stillstand gab es nie und wäre auch schlecht für eine Gesellschaft. die werte unserer freiheitlichen Grundordnung müssen immer fortentwickelt werden.ob beim arabischen Sender Al Jazeera oder in den USA bei CNN wird positiv über Österreich und Deutschland derzeit live von der hilfsbereitschaft der bürger und dem schrecklichen exodus der verzweifelten berichtet.vielleicht bringt das auch die großmächte USA und Russland wieder näher für eine auf frieden ausgerichtete nahostpolitik.die irgendwann die Flüchtlingslager unnötig macht und vielen die Chance für eine Rückkehr in die Heimat gibt.
wenn es um Menschlichkeit geht, darf die Politik nicht wahltaktisches verhalten in den Vordergrund stellen.um 1995 wurden über Millionen untergebracht, auch wenn einige meinten, das boot sei voll. heute redet keiner mehr davon.

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bosemil 05.09.2015, 15:51
229. Deutschland provitiert trotz allem !

Zitat von lemmy
Ja, da muss ja bei der FAZ ein echtes Mathegenie am Werk gewesen sein. Ein Migrant kostet pro Monat ca. 1.000 Euro. Das deckt die Regelsätze des AsylbLG, die Kosten der Unterkunft, Nebenkosten, Heizkosten, Kleidung, Hausrat und medizinische Versorgung, aber nur insofern keine schweren Krankheiten vorliegen. Bei ca. 800.000 Menschen in diesem Jahr können Sie da mal selbst Ihren Taschenrechner bemühen. In dieser "Pauschale" sind noch keine Personalkosten, keine Integrationsleistungen, keine Sprachkurse etc. enthalten. Irreführend war in diesem Kontext auch ein Artikel im Spiegel vor einigen Tagen, in dem der Haushaltsbedarf von Ministerin Nahles zur Sprache kam. Das sind aber nur Peanuts im Vergleich zu den vorstehenden Kosten, weil sie auch noch dazu gerechnet werden müssten. Das gilt so lange bis dieser Mensch selbst über Einkommen verfügt selbstverständlich. Daran ist aber in der ersten Zeit nicht zu denken, aus vielen Gründen, die fehlenden Sprachkenntnisse ist nur einer davon.
Auf lange Sicht gesehen provitiert Deutschland. Vor dem Provit kommt immer erst das Ungemach der "Investition". Manch einer kann halt im Moment noch nicht so weit denken und sieht eher das "Oktoberfest" mit der sprichwörtlichen Gemütlichkeit gefährdet.

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