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Chef der Münchner Sicherheitskonferenz: Ischinger spricht sich für Bundeswehr-Einsatz
DPA

Abwehrschritte und eine diplomatische Groß-Offensive: Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz hat ein militärisches Eingreifen der Bundeswehr in Syrien gefordert. Den Nahen Osten wähnt Ischinger kurz vor einer "Groß-Explosion".

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1556-548 15.09.2015, 13:41
250. Ursprung

Zitat von Ursprung
Die Ursachen sind nicht "bekaempfbar" auch nicht mit dem Ischinger-Konzept. Denn sie sind teil unseres Weltpluenderungswirtschaftssystem, welches z. B. rund zweihundert Jahre in Nahost pluenderte. Wo noch? Richtig, in Afrika! Es ist ganz einfach: ueberall dort, woher heute die globalen Fluechtlinge kommen, liegen die Restmuellhalden eines ausbeuterischen Welt-Wirtschaftssystems. Ischingers Konzept ist keines. Er will ja keine neue Wirtschaftsethik. Ohnedem gibts auch keine andere Wirtschaft.
Also bitte, koennen Sie mir mal erklaeren wie wir Deutschen
z.B . Syrien oder den Irak " ausgepluendert" haben?

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limubei 15.09.2015, 13:42
251. Arbeitkraefte!

Zitat von flaviussilva
wenn Sie die Artikel im Spiegel und auf SPON betreffend den Zustand der Bundeswehr gelesen hätten, dann würden Sie derartiges nicht fordern. Deutschland hat keine militärischen Handlungsoptionen ! mfg flaviussilva
fliessen gerade ins Land. Die Rüstungskapazitäten können gem Reichsmobilmachungsbefehl schnell nach oben gefahren werden.
In Schweden, Frankreich sowie Grossbritannien stehen ebenfalls erheblich Kapazitäten ungenutzt rum.
Wenn Frau Merkel will, dann hoppla!

Die US Falken haben lange von diesem Moment geträumt.

Wenn Syrien, Irak "gesäubert" (hm raeusper hust) sind, dann kann endgültig die Russland Frage im sinne einer Natoerweiterung bis zum Pazifik in Angriff genommen werden. Das ganze kann mi den unendlichen Rohstoffvorkommen bezahlt werden.

Nach WK1 war D "entrüstet"! Eine Aufrüstung bringt 100derte von Milliardenumsätze. Siehe unser US Freunde. Die lassen sich seit 2001 nicht lumpen. Derzeit gehen da 600.000.000.000 us$ in feinste Rüstungsgüter wie Allmachtsflieger, Drohnen, Raketen, neue Vehikels fürs rumfahren etc. nicht zu vergessen der Unterhalt für ca 700 Militärbasen fast überall.

Und wir Teutonen? Wir machen uns wegen Flüchtlingen in die Hose und jammern rum.

Deutschland sollte wieder militärische Handlungsoptionen bekommen. Heckler und Koch ist fast Pleite! Nix zu tun!

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auweia 15.09.2015, 13:44
252. Ruhig, Brauner

Zitat von buerger67
Offensichtlich kennt Herr Ischinger nicht unser Grundgesetz (Art. 115) oder es interessiert ihn nicht ! Tatsache ist, das es für ein deutschen Militäreingriff in Syrien überhaupt gar keine Rechtsgrundlage gibt (weder eine UN-Resolution, noch ein Verteidignugsfall). Da die EU nur ein Staatenverbund ist, gilt immer noch unser Grundgesetz (Art. 115) ! Da wir von Syrien NICHT angegriffen werden, haben deutsche Soldaten absolut NICHTS in Syrien zu suchen ! Das wäre ansonsten ein illegaler Angriffskrieg und somit hier bei uns eine Straftat ! Abgesehen davon, wird Syrien gerade von Russland sehr unterstützt, um die Terroristen zu bekämpfen. Was sollen das also noch deutsche Soldaten ?
Gedankenspiele kann ich machen soviele ich will.... Niemand hat die Absicht, Syrien quasi aus dem Stand, also ohne politisch-publizistische Vorbereitung anzugreifen. Wenn ausreichend (oder die richtigen) Leute meinen, dass eine Begründung und/oder eine gewisse Basis für ein Handeln da ist, dann kommen sowohl UN-Resolution und somit die Rechtsgrundlage als auch der Schwenk in der öffentlichen Meinung. Dann wäre das auch kein Angriffskrieg und somit keine Straftat.

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1556-548 15.09.2015, 13:45
253. freesprech1

Zitat von freespeech1
Kämpfen? Mit wem und gegen wen? Dort stehen Säkularisten gegen Islamisten, von Demokraten keine Spur. Wir sollten nicht vergessen, dass die USA und Verbündete erst die Situation "herbeigekämpft" haben, die zu großen Flüchtlingsströmen führten, diese verursacht haben. Und warum muss diese Sicherheitszone auf syrischem Boden entstehen? Das geht nur mit Zustimmung der syrischen Regierung. Warum nicht auf türkischem Boden? Die Türkei ist wahrlich groß genug, um in einer solchen Sicherheitszone Flüchtlingen Schutz zu bieten, natürlich finanziert durch die Nato und EU. Finanziell kann die Türkei das nicht schultern
Sicherheitszone auf tuerkischem Boden? Diese Forderung halte ich fuer blauaeugig, wo Erdogn schon jetzt mit Macht gegen die Kurden in seinem Land vorgeht und er sie am liebsten ausser Landes wuesste um uneingeschraenkt herrschen zu koennen.

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brandström 15.09.2015, 13:46
254. Aha

Zuerst Bürgerkrieg anzetteln und unterstützen. Die Region ausbluten. Dann sind da noch die Söldner und Isten.
Wer bringt die losgelassenen Hunde zur Strecke und die Schäfchen zurück auf die dürre Weide?
Söldner?! Klar.
Eine Kneipenschlägerei im großen Maßstab.
Aufbau mit Krediten und Schulden.

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snooky- 15.09.2015, 13:47
255.

Zitat von kuac
Verkommen? Sogar US-Atombomben hatten die Stabilisierung in Japan gebracht.
So lange es nicht auf unserem Boden stattfindet, gelle? Die Folgen haben die Japaner noch heute zu spüren.

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Dengar 15.09.2015, 13:48
256. @Beat Adler

Ich schrieb nicht, dass Baschar al Assad ein Engel ist; im Gegenteil: Er ist ein Diktator, aber ein säkularer. - Ich frage Sie: WIE würden Sie einen multiethnischen, multireligiösen Staat, dessen Fliehkräfte zudem radikalislamistisch dem Mittelalter zugewandt sind, einigermaßen im Griff halten, wenn nicht durch eine Diktatur, die jegliche Glaubenskreuzzügler kleinhält? --- Und Ihre Opposition: Wie ich auch schrieb; Demokratie als Deckmäntelchen für Fundamentalisten jeglicher islamischer Couleur. Die Crux beim Islam ist, dass Trennung von Staat und Glaube schlicht nicht vorgesehen ist, da unislamisch. Was denken Sie wohl, wäre in Syrien los, wenn Assad nicht mehr gewaltsam den Deckel draufhielte? - Ich sag's Ihnen: Dreißigjähriger Krieg wie in Europa, nur mit modernen Waffen. Wer das will, muss eine Ausweitung des Flächenbrands auch auf die Atommächte Indien und Pakistan inkauf nehmen, aber dann nachher bitte nicht heulen. Bedanken Sie sich bei Gertrude Bell, die britische Tussi mit dem Lineal.

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silverhair 15.09.2015, 13:48
257. Massenmord eingeplant?

Zitat von ilek
Wenn man Ihre zweite Option wählen würde, diese ausschalten und in deren Gebiet eine befriedetet Zone einrichten würde, wäre der Region schon viel geholfen.
Ihre Option zwei scheidet aus , da sie auf einem Kriegsgebiet, in dem der Staat gegen die eigenen Bürger, gegen den IS , und gegen andere Staaten =Türkei kämpft, und ebenso von aussen Türkei und USA kämpfen doch keine Menschen unterbringen , das wäre geplanter Massenmord ohne Ende!

Noch handelt es sich bei Syrien um einen souveränen staat der eben Krieg spielt .. gegen alles und jedes , und da gibts kein "sicheres Gebiet" irgendwo!

Assad würde sich nur bedanken bei ihnen dafür das sie ihm die Menschen zum Abschlachten gleich präsentieren .. oder von welchen Engeln sollten die Geschützt werden dann?

Eine passende Rakete oder ein paar passende Bomben, und sie haben 100.000 Menschen gleich auf einmal umgebracht? Sowas zu erwägen ist schon als gedanke reine Mordlüsternheit!

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snooky- 15.09.2015, 13:53
258.

Zitat von Burgdorfer
Sie meinen sicherlich den Irak?
Oder Afghanistan. Und wenn wir USA mit Frankreich ersetzen, können wir auch Libyen als Beispiel nennen.

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Pless1 15.09.2015, 13:57
259. Mutiger Standpunkt!

Herr Ischinger vertritt hier einen Standpunkt, der in Deutschland viel Mut erfordert. Dass das so ist, ist im Grundsatz auch richtig. Zu oft war Krieg gerade für deutsche ein Mittel der Politik mit anderen Mitteln.

Darum geht es Ischinger aber gerade NICHT. Es ist absolut unredlich, Herrn Ischinger Kriegstreiberei vorzuwerfen, der Krieg ist längst im vollen Gange. Und weil das so ist, kann man auf keine der beteiligten Kriegsparteien wirksamen Einfluss nehmen ohne Zwang. Und diesen Zwang kann man nur erzeugen mit einer realen Drohkulisse.

Es geht schon gar nicht darum, in Syrien gegen Russland oder mit oder gegen die USA. Es geht darum, als Europa der eigenen Verantwortung gerecht zu werden und gemeinsam mit den anderen relevanten Mächten in der Region dort Frieden zu schaffen. So lange aber jedem klar ist, dass Europa in jedem Falle ein zahnloser Tiger ist wird man Europas Stimme kein Gewicht beimessen. Wer aber soll in Konflikten wie in Syrien die Stimme der Mäßigung und des Friedens vertreten wenn nicht Europa? Und ja: manchmal muss man herfür auch militärische Gewalt einsetzen. Wo stünden wir heute, hätten die USA dies in Europa während des zweiten Weltkrieges nicht getan?

Die von allen Seiten geforderte Forcierung der europäischen Einigung als Antwort auf die zahlreichen internationalen Herausforderungen, sie darf gerade auch in der Sicherheitspolitik nicht zurückstehen. Im Grunde müsste eine EU-Armee die nationalen Streitkräfte ablösen, zumindest aber in einem ersten Schritt ergänzen.

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