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Chefin der Frauen-Union: Widmann-Mauz fordert mehr weibliche Kandidaten auf Listenplä
SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX

Bislang gehört die CDU zu den Parteien mit den wenigsten weiblichen Mitgliedern. Annette Widmann-Mauz will Frauen nun stärker fördern: mit einem Reißverschlussverfahren, das Listenplätze paritätisch besetzt.

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mynonys22 09.09.2019, 14:40
1. aha

also z.B. 1/5 der Partei sind Weiblich aber 50/50 wird der geringere Anteil in höhere Positionen katapultiert, na sowas nenn ich doch mal Gleichbehandlung, toller Vorschlag

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sans_words 09.09.2019, 14:52
2. Proporz

Unter der Annahme, dass Frauen und Männer im Durchschnitt gleich geeignet sind für entsprechende Ämter, macht es Sinn, dass Frauen und Männer entsprechend ihrem Anteil an der Parteimitgliedschaft auf die Listenplätze verteilt werden. Also z.B.: falls in der CDU 40 % Frauen sind und 60 % Männer, so sollten dieses Verhältnis auch auf den Listenplätzen abgebildet sein.

Eine andere Vorgehensweise, insbesondere ein Frauenanteil von 50 % auf den Listenplätzen bei nur 40 % Anteil in der Partei würde zu einer Verschlechterung der Qualität bei der Besetzung führen. Das kann nicht gewünscht sein.

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Le Commissaire 09.09.2019, 15:00
3. Datenbasis

Rund 25% der Mitglieder der CDU sind weiblich, dann kann eine Frauenquote für die Listenplätze auch nur bei rund 25% liegen. Alles andere wäre Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Oder wäre solch eine Diskriminierung plötzlich in Ordnung, wenn sie Männer betrifft?

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wjr69 09.09.2019, 15:03
4. Mit der Quote kann es ..

von mir aus jede Partei halten, wie sie es für richtig hält. Aber bitte keine gesetzliche Quote! Das GG kennt keinen Anspruch einer Gruppe auf eine ihrem Bevölkerungsanteil entsprechenden Repräsentation im Parlament, sondern nur ein einheitliches Staatsvolk. Der Bundestag ist kein Ständeparlament!

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haarer.15 09.09.2019, 15:16
5. Vergebliche Anläufe ...

... die es ja immer wieder gegeben hat. Das Ringen um mehr Frauenförderung und Anerkennung in der C-Partei hat den Frauen bislang nix gebracht. Eher wird das Rad ja sogar noch zurückgedreht. So wie Konservative nun einmal ticken mit ihrem althergebrachten Frauen- und Familienbild, wird sich daran nichts ändern. CDU und CSU bleiben in ihrer Außenwirkung und auch ganz reell wohl dauerhaft eine vorherrschend altväterliche Herrenpartei. Was bitte bewegt Frauen denn dazu, gerade in solch eine hierarchisch-verkrustete Partei einzutreten ?

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PeterMüller 09.09.2019, 15:28
6. Jetzt haben populistische Parteien auch daran Schuld...

Wahnsinn. Da schreibt der/die/das Autor*in, dass wegen der populistischen Parteien nun weniger Frauen im Parlament seien. So ein Unsinn, es sind weniger drin, weil die Wählerinnen diese Parteien gewählt haben, statt z.B. eine Frauenpartei. Weil sich weniger Frauen in Parteien engagieren und von denen sich noch weniger aufstellen lassen. Statt dass der Frauenverband der CDU neu Mitgliederinnen einwirbt, die dann die "alten weißen Männer" mit Wahlen auf die Plätze verweisen (so wie es demokratisch wäre), fordert die Dame nun eine Bevorzugung von Frauen aufgrund Geschlecht, etwas, dass Frauen aus gutem Grund ablehnen, wenn Männer bevorzugt werden. Gute Nacht CDU, wenn ihr das mitmacht.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Frauenquoten führen zu Quotenfrauen und zu absolut nichts anderem.

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Pauline123 09.09.2019, 15:31
7. Der Bundestag ist kein Ponyhof

Eigentlich sollte es nach der Qualifikation des Politikers gehen und nicht nach Geschlecht. Aber bisher hat man darauf auch keine Rücksicht genommen. Daraus ist ja auch dieses merkwürdige Kabinett entstanden...

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juergen.krueger 09.09.2019, 15:32
8. Wer ist Frau Widmann-Mauz ?

Die Dame hat irgend wann mal das Abitur bestanden. Gibt es sonst noch etwas irgend etwas herausragendes in ihrem Lebenslauf ? Ich fürchte NEIN. Daher wird eine Frauenquote benötigt, na ja . . .

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elcaron 09.09.2019, 15:44
9. Ich verstehe die Logik nicht

Laut bpb hat die CDU einen Frauenanteil von etwa einem Viertel. Würde man ein Reißverschlussverfahren einsetzen, hätte eine Frau eine dreimal so hohe Chance wie ein Mann, einen Listenplatz zu bekommen - jedenfalls, wenn man Frauen zugesteht, dass sie in der Lage sind zu verstehen, dass man eher nur dann einen Listenplatz für die CDU bekommt, wenn man CDU-Mitglied ist. Wer das nicht tut, sollte aber vielleicht auch nicht ins Parlament.

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