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Chinesisch-japanischer Inselstreit: Obamas Machtdemonstration
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Die Senkaku-Inseln sind der Zankapfel im Ostchinesischen Meer. Die Luftverteidigungszone der Chinesen über diesem Gebiet haben die Amerikaner jetzt demonstrativ durchbrochen - sie ließen zwei B-52-Bomber hindurchfliegen. Eine Machtdemonstration, die nicht nur auf den Konkurrenten China abzielt.

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normalo3006 27.11.2013, 08:22
1. Übertriebene Angstmache - noch handelt das ZK rational

Die einseitig erfundene Lufthoheit durch China ist ein Testballon ob die USA Japan beistehen. Laut Vertrag und sichtbar tatsächlich tun sie das. China will sich Rohstoffe greifen bei den Nachbarn. Aber das ZK der Milliardäre wird keinen unverhältnismäßigen Krieg vom Zaun brechen der in keinem Verhältnis zum Ertrag steht. Gefährlich wirds erst wenn die Allmacht der Kommunisten daheim ins Wanken gerät - dann gelten rationale Regeln nicht mehr ... Aber für solche Fälle stehen 4,000 Schiffe der US-Flotte bereit. Und die sind aus den Erfahrungen gegen die Saddams, Milosevics, Gaddafis, Osamas und Konsorten ja auch bestens im Training ...

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Olaf 27.11.2013, 08:23
2.

Zitat von sysop
Die Senkaku-Inseln sind der Zankapfel im Ostchinesischen Meer. Die Luftverteidigungszone der Chinesen über diesem Gebiet haben die Amerikaner jetzt demonstrativ durchbrochen - sie ließen zwei B-52-Bomber hindurchfliegen. Eine Machtdemonstration, die nicht nur auf den Konkurrenten China abzielt.
Eine gut ausgewogene Aktion. Man hat gezeigt, dass man die einseitig ausgeweitete Hoheitszone nicht akzeptiert, dass man dem Verbündeten Japan beisteht und, weil die B-52 unbewaffnet waren, dass man an einer Eskalation nicht interessiert ist.

Bin gespannt wie Peking reagiert.

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barstow 27.11.2013, 08:23
3. Das es zu dieser Situation kommen wird,...

...war absehbar. China ist nun einmal auf eine Unabhängigkeit in der Rohstoffversorgung angewiesen, um nicht erpressbar zu sein. Dass das Reich der Mitte dabei nicht der sanfte Riese ist, für den es immer (vor allem vom Spiegel) dargestellt wird, ist jedem klar, der regelmäßig mit China zu tun hat. Das Land muß und wird expandieren und die spannenden Frage ist, wie der Westen und auch Russland (trotz aller Verträge) reagieren werden.

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auweia 27.11.2013, 08:31
4. Nicht sooo einfach

Zitat von Olaf
Eine gut ausgewogene Aktion. Man hat gezeigt, dass man die einseitig ausgeweitete Hoheitszone nicht akzeptiert, dass man dem Verbündeten Japan beisteht und, weil die B-52 unbewaffnet waren, dass man an einer Eskalation nicht interessiert ist. Bin gespannt wie Peking reagiert.
Ich persönlich finde diese kleine Show ja auch gut & richtig.
Aber die Tatsache, das die BUFFs unbewaffnet waren, kann ein möglicher chinesischer Flugabwehrsoldat nicht ohne weiteres erkennen...
Btw: Könnte D überhaupt eine militärische Drohgebärde vollziehen, wenn seine Sicherheitsinteresssen (so denn mal definiert) massiv beeinträchtigt wären?

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Chekkos 27.11.2013, 08:31
5. Südkorea?

Südkorea beansprucht die Senkaku-Inseln keineswegs. Zwischen Südkorea und Japan schwelt ein anderer Territorialkonflikt: Beide Seiten beanspruchen die Takeshima/Dokdo Inseln.

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chramb 27.11.2013, 08:31
6. Kaum vorstellbar

Ich kann mir einen solchen Konflikt kaum vorstellen.

Schlimmer als der militärische Konflikt wären doch die wirtschaftlichen Auswirkungen. Kein Handel mehr mit China? Keine Produktion mehr in China?

Auf lange Sicht könnte das aber auch eine Art seltsamer Glücksfall für den Westen sein. Eine plötzlche Rückkehr der Industrie nach Europa und in die USA, sowie Japan (falls da dann noch ein Stein auf dem anderen ist). Kein Made in China mehr, für die nächsten Jahre/Jahrzehnte. Unabhängig davon wie der Krieg ausgeht, mal abgesehen von einem Weltweiten Thermonukleraren Konflikt.

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bern.hard 27.11.2013, 08:35
7. Schier unvorstellbar?

Eine Militärische Konfrontation zwischen Japan und China wäre in der heutigen Zeit die Konfrontation zwischen einer lokalen Macht und einer militärischen Supermacht. Sturmgewehre gegen Atombomben. Im Klartext bedeutet das selbst wenn kein Pakt zwischen den USA und Japan bestünde, dann hätte dies Folgen für die ganze Welt. Ein Japan freundlich gesinntes Land - ein westliches Land - könnte sich nicht raushalten.

Unvorstellbar ist, dass hierzulande davon ausgegangen wird, dass die Welt ein für allemal friedlich zusammenlebt und alle glücklich in einer gerechten Welt coexistieren. Dabei hat insbesondere Deutschland noch nie in seiner Geschichte eine derart lange Friedensphase erlebt wie heute und Europa hat es bis heute nicht geschafft 50 Jahre friedlich zu bleiben. Die Konflikte dieser Welt bestehen weiter. Der Friede gründet sich nicht auf die Liebe zum Mitmenschen sonder auf der Angst vor den modernen Konsequenzen. Dauerhafter Friede kann nur durch größere Staatenbunde wie der EU erreicht werden, denn weniger Staatsgrenzen bedeuten auch weniger Möglichkeiten zum Krieg.

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tijeras 27.11.2013, 08:36
8. Selbsverteidigung

"Im vergangenen Dezember hatte der nationalistische Shinzo Abe die Parlamentswahl gewonnen; er forciert die Aufrüstung und will am liebsten die pazifistische Verfassung umschreiben. Darin ist festgehalten, dass Japan seine Armee nur zum Zwecke der Selbstverteidigung einsetzen darf"

Das haben wir ja auch, nur hat es unsere Politiker nicht gestört. Es findet sich immer ein Weg.

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mr.denali 27.11.2013, 08:46
9. Mal bei den Fakten bleiben!

Zitat von sysop
Die Senkaku-Inseln sind der Zankapfel im Ostchinesischen Meer. Die Luftverteidigungszone der Chinesen über diesem Gebiet haben die Amerikaner jetzt demonstrativ durchbrochen - sie ließen zwei B-52-Bomber hindurchfliegen. Eine Machtdemonstration, die nicht nur auf den Konkurrenten China abzielt.
Wer provoziert denn in den letzten Jahren ständig und gegen jeden seiner Nachbarn? Bestimmt nicht Japan!

Daher war die klare Ansage der Amerikaner die einzig vernünftige Antwort. Am Kuschen der Chinesen hat man auch gesehen, dass die Mitteilung angekommen ist.

Man sollte die Chinesen nicht unterschätzen, aber ihren Flugzeugträger sollten sie besser noch zu Hause lassen, denn wirklich einsatzbereit ist der noch nicht. Das wird wahrscheinlich noch ein paar Jahre dauern und vielleicht ist jetzt die Zeit, um den Chinesen zu zeigen, dass sie sich nicht alles erlauben können. Mit Appeasement erreicht man dort gar nichts!

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