Forum: Politik
Christentum und Islam: Die Unterwerfung
DPA

Die beiden höchsten Vertreter der Kirche in Deutschland legen bei einem Besuch des Felsendoms ihr Kreuz ab - aus Respekt vor den Gastgebern, wie sie sagen. Kann man sich eine größere Demutsgeste vorstellen?

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Berliner42 07.11.2016, 17:13
140.

Zitat von Pfaffenwinkel
Ob Gott einen anderen Humor hat, weiß niemand, auch Sie nicht. Das Ablegen des Kreuzes war wohl nur eine politische, keine religiöse Geste. Also, was soll die Aufregung.
Und eine politische Unterwerfungsgeste ist weniger gravierend als eine religiöse? Und was für eine Aussage! Sie sagen damit nur, daß dort mit Religion Politik gemacht wird. Ein Grundproblem im Islam.

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friedrichii 07.11.2016, 17:13
141.

Zitat von widower+2
Also meine Geschichtsbücher verraten mir, dass die Muslime in Spanien eine für die damalige Zeit beispiellos tolerante Gesellschaft aufgebaut haben, in der Architektur und Wissenschaft zu einer bis dahin unerreichten Blüte gelangten. Diese Gesellschaft wurde dann durch die christliche Reconquista auf unglaublich barbarische Art und Weise zerstört. Sie müssen etwas seltsame Geschichtsbücher haben. Unbestreitbar ist zumindest, dass sich der Islam seit dieser Zeit eher zurückentwickelt hat, während das Christentum durch die Aufklärung in Europa dazu gezwungen wurde, sich anzupassen.
Sorry, Ihre Geschichtsbücher taugen nichts. Alles weitere ist leider zu weit OT.

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freiheitimherzen 07.11.2016, 17:15
142. es gibt mehr Möglichkeiten damit umzugehen

Zitat von freelucky123
Die Aggression darf man als Christ, der die Bibel ernst nimmt eigenlich nicht mit Gegenaggression beantworten. ...
Sehr geehrter freelucky123,

da zeigen Sie ein sehr beschränktes Repertoire an Reaktionsmöglichkeiten.

Man muß nicht mit gleicher Münze zurückzahlen. Aber es ist auch niemand dazu gezwungen mitzuspielen, wenn man als Depp vorgeführt werden soll.

Es kann jeder auch umkehren und von einem Besuch absehen - ganz freundlich, ganz friedlich.

Viele Grüße

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RioTokio 07.11.2016, 17:16
143.

Insbesondere Vertreter der evangelischen Kirche fallen schon lange durch unsägliches Appeasement gegenüber dem Islam auf.
Selbst wenn im Namen dieser Religion weltweit Mord und Terror verbreitet wird wird nur geschwiegen oder maximale das ganz allgemein Böse in der Welt bedauert.
Aber was solls.
Die Kirchenvertreter verhalten sich kaum anders als unser Politiker von CDU-SPD-Grüne-Linke und FDP - das ist der deutsche Zeitgeist...

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dborrmann 07.11.2016, 17:17
144. Ich trage mein Kreuz ständig....

und ich trage es ständig gerade auch wegen der Kirchen. Daher wundert es mich nicht, wenn die Bischöfe es ablegen. Ich frage mich wohl, wem sie es diesmal zu tragen gegeben haben. Sie neigen dazu, es anderen zu tragen zu geben.

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Moewi 07.11.2016, 17:18
145.

Zitat von vox veritas
Und Ihnen ist schon klar, was die Muslime auf dem Balkan, in Italien und in Spanien angestellt haben?
Ja - sie brachten Medizin, Mathematik, Chemie und Literatur.
Wie furchtbar!

Unter anderem brachten sie altgriechische Literatur heim nach Europa, die unter unseren Musterchristen schon längst verbrannt worden war.

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farbkasten 07.11.2016, 17:19
146. ackergold

Sehr geehrtes ackergold, ich verstehe Fleischauer und etliche Foristen nicht so, dass es ihnen allein um ein "Symbol" geht. Sondern um ein - fehlendes - öffentlich sichtbares Bekenntnis bzw ein demonstratives Beugen unter die (auch m.E. unangemessene) Forderung des Gegenübers. Man muss nicht überlegen, was allein so schlimm am Ablegen des Kreuzes ist - sondern weshalb die obersten Kirchenvertreter überhaupt einen Besuch abstatten, wenn man sich nicht auf gleicher Ebene und mit gegenseitigem Respekt (auch vor den religiösen Symbolen des anderen) begegnen kann?! Wie kann hier ein "gleichwertiger" Austausch stattfinden? Das Ablegen allein (aus Demut/ freiem Willen) fände ich nicht unbedingt so sehr beklagenswert - die Forderung (und dieser nachkommen) allerdings schon.

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Bürger Icks 07.11.2016, 17:19
147.

"Wer auf christliche Symbolik keinen Wert legt möge auch bitte Sonntags regelmäßig arbeiten. Gerne auch Weihnachten. Und Ostern. Und an den anderen Feiertagen von deren Bedeutung man sowieso nicht mehr den blassesten Schimmer hat. Das wäre zumindest ein konsequentes Statement. Dann könnte man das mit dem "Ablehnen" auch ernst nehmen. Aber ich denke dass das Ablehnen dann doch nicht so weit geht..."

In welchem Deutschland, in welchem 2016 leben sie denn? Wo Menschen nicht gezwungen sind "flexibel" zu sein, rund um die Uhr arbeiten sollen, bis sie kurz vor der Rente bei der Malloche, die man ab 40 aber leider gar nicht mehr bekommt, ihr Besteck abgeben?

Raubkapitalismus kennt keine christliche Symbolik!
"Heilige Sonn- oder Feiertage" kennen viele doch gar nicht mehr, getrieben von der Angst um den schlechtbezahlten Job, der früher mal ein fair bezahlter Arbeitsplatz war.

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Fragen&Neugier 07.11.2016, 17:20
148. Wichtigtuerei - vielleicht

Zitat von jubelyon
Wenn Sie sich beleidigt fühlen, ist das Ihre Sache. Es gibt freilich auch eine grosse Anzahl freigeistiger Mitbürger, die sich in ihrem gesunden Menschenverstand durch die Anmassungen und das weltfremde Getue religiöser Wichtigmacher beleidigt fühlen.
Mir persönlich als extrem gemässigt gläubiger Christ oder 99% Atheist ist es auch wurst ob Landesbischof Bedford-Strohm und Kardinal Marx das Kreuz ablegen, aber bitte schön zu Hause und nicht als Vertreter der Landeskrichen. Und das noch ungefragt.

Jede Boschaft hat zwei Seiten - den Absender und den Empfänger. Es gibt keinen unpolitischen Islam und daram sollen EU-Kleriker auch nicht im islamischen Ausland herumpolitisieren.

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edisonswaybacktogaslighti 07.11.2016, 17:21
149. Sehr interessant! Die Differenz,

ob Jesus "nur" Mensch gewordener Gottessohn oder gottgleiche Wesenheit und damit Gott ebenbürtig [also nicht nur gewesen {Wordener/s gewesen}!] sei, ging der Reformation ja lange, lange Zeiten voraus! War sicher immer noch mit treibende Kraft, wenn auch auf ungleicher Ebene ...

Das Ablegen des Kreuzes durch höchste Kirchenvertreter kommt respektierlicher Anerkennung einer im Islam verbürgten Ablehnung jeglichen Gott Näherstehen-Könnens oder -Wollens durch sein Fleisch (seine Schöpfung: den Menschen[sohn]) gleich. Im Grunde waren beide durch diese Geste komplett aus ihrer Rolle als Repräsentanten christlichen Glaubens (selbst als einfache Gläubige) herausgetreten. Eine Frage nach einer möglichen Zuordnung innerhalb welcher Hierarchien institutioneller Naturen war ab selbigem Zeitpunkt völlig obsolet, da beide sich ohnehin, für was auch immer geradezu verfügbar haltend, gefügig gebärdeten. Eigentlich gemeinen Menschen, bestenfalls [ein-]gebildeten Heiden gleich. Mit Sicherheit können sie sich seither nicht mehr als ihresgleichen, zu vollen Teilen sich selbst, auf ihre jeweiligen Rollenverständnisse bezogen, wiedererkennen! Eine Schwangere kann schließlich auch nicht zwischendurch einfach mal einen Tag lang...

Was dennoch noch lange nicht die Frage zu beantworten vermag: "Bin ich nur drin, also Teil der Gemeinschaft (der Kinder Gottes, Brüder und Schwestern Jesu), wenn nicht nur ich [nicht mehr nur] mich (nicht) nur DA drin zu sehen vermag?" Sprich, es stellt sich damit grundsätzlich vielleicht erstmals, also initial oder initiativ, [in der Postmoderne] die Frage nach möglicher Distanz in oder zur Gemeinschaft! Die Prominenz der Persönlichkeiten flösse durch ihr Abgelegt-[gewesen-worden]-Sein 1:1 in das Sozial-Experiment, um ihm entsprechend prominente Wucht verleihen zu können!

Denn wir [er]kennen weder den Tag noch die Stunde... Kehrten sie denn nicht als Migranten zurück?

Insofern ziehe ich persönlich meinen Hut, vor dieser Geste! Respekt!

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