Forum: Politik
Christentum und Islam: Die Unterwerfung
DPA

Die beiden höchsten Vertreter der Kirche in Deutschland legen bei einem Besuch des Felsendoms ihr Kreuz ab - aus Respekt vor den Gastgebern, wie sie sagen. Kann man sich eine größere Demutsgeste vorstellen?

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Dorn 07.11.2016, 18:06
200. Unwillkommen

Das Kreuzist ein wesentlicher Bestandteil der Identitaet, insbesondere der eines kirchlich Wuerdentraegers Ein "Gastgeber",der statt einer Respektsbezeigung die Selbstverleugnung verlangt, hat es nicht verdiet, dass man ihn besucht. Einfach charakterlos, die Bischoefe.

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I.T. 07.11.2016, 18:07
201. Respekt bzw. Verlust dessen

Ich zähle etliche Muslime zu meinem Bekanntenkreis, die Christen respektieren.
Mit Atheisten oder Leuten, die wegen der Steuer aus der Kirche ausgetreten sind, tun sie sich etwas schwer.
Aber damit, dass ein gläubiger Christ einfach so mal sein ihm angeblich so wichtiges Glaubenssymbol abnimmt, ... das ist kaum zu verstehen.
Für Islamisten ist es ein Grund zum Triumphieren.
Das hatte nichts mit Toleranz gegenüber dem Islam zu tun, sondern war ein Akt schierer auch politischer Blödheit.

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dulcineadeltoboso 07.11.2016, 18:08
202. Primat der Politik

So wie Frau Merkel sich vor ihrem Kollegen Erdogan verbeugt, tun es auch unsere kirchlichen Vertreter vor ihren Kollegen. Wo ist das Problem? Wir haben schließlich den Primat der Politik. "Nichts quält den Menschen so sehr wie die Frage, vor wem soll ich mich verbeugen?" lässt Dostojewski seinen Großinquisitor sagen. Es ist bekannt, dass diese Frage gerade für Deutsche zentral ist. Nur sprechen wir heute von Toleranz und Demut. Engländer jonglieren da mit ganz anderen Begriffen, z.B. Appeasement o.ä.

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freiheitimherzen 07.11.2016, 18:08
203. Frage der Sichtweise

Zitat von pepe83
... Es scheint mir übertrieben, hierin eine Unterwerfungsgeste zu sehen.
Fragen Sie doch einmal die Muslime!

Ich weiß nur nicht, ob sie eine ehrliche Antwort bekommen werden.

Viele Grüße

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Gastone 07.11.2016, 18:09
204. GG und StGB

Zitat von widower+2
Inwiefern habe ich das Grundgesetz in Frage gestellt? Zu Ihrer Information: Das Strafgesetzbuch ist nicht Bestandteil des Grundgesetzes, sondern sollte im besten Fall auf diesem basieren, was man im Fall des § 166 STGB aber durchaus infrage stellen könnte.
Laut GG Art. 5 II findet die Meinungsfreiheit (hier in Form von Verunglimpfung religiöser Bekenntnisse) ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, zu denen auch § 166 StGB gehört. Und da der Glaube zur menschlichen Intimsphäre zählt, kann man eine Verunglimpfung dessen auch als Einschränkung der freien Religionsausübung nach Art. 4 II interpretieren.

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ClausB 07.11.2016, 18:09
205. Ich kann Fleischhauer

in seinem Kommentar ohne wenn und aber nur beipflichten.
In meinen Augen wäre es geradezu die Pflicht der beiden höchsten Vertreter der Kirche in Deutschland gewesen , dem Ansinnen ( das Kreuz abtzulegen ) n i c h t nachzukommen und dies auch laut und deutlich zu artikulieren.

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frank-12 07.11.2016, 18:09
206. ungeheuerlich

"folgte auf die Begrüßung ein kleines religionsgeschichtliches Seminar. "Es hat hier oben nie einen jüdischen Tempel gegeben [...] Es gibt keinerlei archäologische Beweise", erläuterten die Hausherren den Besuchern aus Deutschland: Die Anwesenheit von Juden und Christen an diesem Ort sei gegen Gottes Willen. "

Dass Moslems alles andere als tolerant sind, ist bekannt, dass sie aber noch 100% Fakten negieren ist ungeheuerlich.
Und das Verhalten der "Würdenträger" ist ein Schlag ins Gesicht all jener Christen, die jetzt und heute in dieser Welt von Muslimen verfolgt werden.

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nomadas 07.11.2016, 18:11
207. Houellebecq 2.0

Châpeau, meine zwei Herren Christenfüherer aus Germanien! deus lo vult - Wer 1095 als Papst zum ersten Kreuzzug aufrief, wer 1898 als Deutscher Kaiser pompös in Jerusalem einzieht und dort seine erbaute christliche Kirche mit einer preussischen Pickelaube als Kirchturmspitze hinterlässt, wer am 5.11. 1917 als an der Westfront die deutschen Soldaten abgeschlachtet wurden und man selber aber lieber als General von Falkenhayn (Spitzname: "Blutmühle von Verdun") eine Woche lang Jerusalem beherrscht, der mein lieber Schreiberling, darf dort 2016 ganz gemach einmal in Demut und Würde sein Kreuz kurz niederlegen.

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Thomas Meyer 07.11.2016, 18:13
208. Noch ein wichtiger Aspekt

Zitat von freiheitimherzen
Sehr geehrter magneto9, keine Ahnung von Geschichte, aber poltern? den 12 Schlachten in den Kreuzzügen standen 550(!) Schlachten im Mittelmeerraum gegenüber, angezettelt von Muslimen zwischen 700 und 1500 n.Chr.. Die Kreuzzüge waren IMMER eine Entlastung von den Übergriffen der Muslime auf Europa. Respekt und Selbstachtung vor Dummheit! Viele Grüße
Dazu kommt natürlich noch, dass nicht Christen die Kreuzzüge durchgeführt haben, sondern es waren Christianisten.

Und man weiss ja:
Christianismus hat nichts mit dem wahren Christentum zu tun.

Hört sich blöd an und bringt einem zum Lachen?
Bei anderen Religionen, wird damit ernsthaft argumentiert.

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kaffeepause9h30 07.11.2016, 18:16
209. Hmmm...

Zitat von ackergold
Demut, Herr Fleischhauer, ist ein zutiefst christlicher Wert und niemand verleugnet seinen Glauben, wenn er kein Kreuz trägt. Wie viele Kreuze tragen Sie und warum? Die Behauptung, es sei "eine Verleugnung des Glaubens, wenn zwei wichtige Repräsentanten des Christentums bei einer Pilgergreise aus Rücksicht auf die Reizbarkeit muslimischer Glaubensvertreter ihr Kreuz ablegen" ist daher fadenscheinig und falsch, denn was sie für im Sinne des Glaubens für richtig halten, entscheidet nicht ein Herr Fleischhauer, sondern diese Leute selbst. Ja, es sind in der Geschichte des Christentums eine Menge Leute gestorben, weil sie genau das abgelehnt haben, aber es sind im Zeichen dieses Kreuzes noch viel mehr gestorben, weil sie anderen gegenüber nicht demütig und tolerant waren. Es ist absolut nichts verwerfliches daran, aus Respekt ein Glaubenssymbol für ein paar Minuten abzulegen. Wenn mehr Menschen auf Erden so wären, die Welt wäre weitaus friedlicher, denn Kriege, Herr Fleischhauer, resultieren immer aus dem Irrwitz der Konsequenz. Respekt, dass die beiden Kirchenvertreter das erkannt haben.
Weil Sie gerade so sehr auf das Mittelalter reflektieren und die Opfer des Christentums beklagen, so kann ich Sie doch beruhigen: Der Islam holt gerade mächtig auf bei seinem Terrorfeldzug quer durch Europa. Für die gilt: "Wo ein Moslem steht ist Moslemland!" Ich möchte das Gejaule unserer Berufsmuslimen hierzulande hören, sobald einer Muslima die hiesige Kleiderordnung befehligt die Nikab abzulegen. Wir sind aber auch wieder sowas von tolerant....

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