Forum: Politik
Christian Lindner und Schwarz-Gelb: Machtfaktor FDP
DPA

Die FDP wird in NRW und Schleswig-Holstein mitregieren. Auch als Regierungspartner im Bund hätte Parteichef Christian Lindner eine Präferenz. Doch sind die Liberalen darauf vorbereitet?

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Mister Stone 21.06.2017, 19:00
1. Die Mövenpick-Partei

Jeder Wahlkämpfer, der irgendwelche Versprechungen zugunsten der Menschen gemacht hat, will unbedingt mit Lindner ins Boot, denn dort kann er sich hinter ihm verstecken: "Wir wollten ja eigentlich, aber leider muss man in einer Koalition auch Kompromisse eingehen...". Klingt gut, oder? Und genau das ist der Grund, warum keiner mit der Linken zusammenarbeiten will. Denn die würden den Koalitionär jeden Tag an seine Wahlversprechen erinnern. Schon beim Koalitionsvertrag. Igitt, wer will das schon? Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit sind irgendwie nicht "regierungsfähig".
Die Mövenpick-Partei wirds schon richten. Steuersenkungen für Hoteliers und Industrielle, Leiharbeit, Armutsrenten. Die schaffen das!

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53er 21.06.2017, 19:04
2. Wie bitte?

"Vor allem die FDP hatte ihre Klientel bei einem Versprechen enttäuscht - die Steuern zu senken". Nicht ganz, die Hoteliers waren entzückt. Der Himmel bewahre uns vor dieser arroganten Lobbyistenhilfsorganisation! Da ist selbst eine Neuauflage der GroKo unschädlicher.

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Tschepalu 21.06.2017, 19:13
3. Klar ist die FDP auf das Regieren vorbereitet.....

Lindner ist ein hervorragender Parteichef. Er wird die FDP zu ungeahnten Höhen führen, diese Partei ist wieder da und in der Wählerschaft angekommen. Sie steht für Ausgleich und für wirtschaftliche Vernunft. An dieser FDP wird niemand vorbeikommen. Auch sozial - liberal mit Schulz wäre eine gute Alternative die die Menschen in diesem Land durchaus akzeptieren würden. Es wird mit der FDP wieder aufwärtz gehen und das ist ein gutes Zeichen für unser aller Zukunft...............

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halbtagsgott 21.06.2017, 19:15
4. Unvollständige Analyse

Parteien werden oft aus einem Grund gewählt: man will anderen die Stimme nicht (erneut) geben.
Dieser Effekt des Abwählens wird in dem Bericht komplett unterschlagen.
In NRW und SH wurde die FDP von vielen Wählern aus einem primären Grund gewählt: man wollte die grüne Ideologie samt den entsprechenden Personen loswerden.
In NRW hat das auch geklappt, in SH gibt es sehr viele Wähler, die sich schon jetzt sowohl von der CDU, noch mehr aber von der FDP verraten fühlen, weil ihnen trotzdem die Grünen erhalten geblieben sind.
Wo diese Stimmen wohl bei der Bundestagswahl landen...

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Zottelbär 21.06.2017, 19:19
5. Posten für FDP-Politiker

Erst mal abwarten, ob in NRW die Wahl des neuen Ministerpräsidenten stolperfrei klappt. Wenn nicht, hätte auch die dortige FDP einen hässlichen Kratzer. Da deren Chef nach Berlin strebt, wäre so etwas mehr als ein Schönheitsfehler. Ein möglicher FDP-Außenminister Graf Lambsdorff?: Zu seiner Vita gibt es in den Bürger-Handbüchern (Hrsg.: EP-Informationsbüro in Deutschland) der 7. und 8. Wahlperiode zum Europäischen Parlament (EP) unterschiedliche Versionen zu seinem Studienabschluss. Lesen wir für die 7. Wahlperiode (2009-2014) noch zum in Bonn begonnenen Studium der Geschichte, Politik und öffentliches Recht: „Nach dem Grundstudium Fortsetzung der Studien an der Georgetown University in Washington D.C.; 1993 Magister in neuerer europäischer Geschichte und Master of Science in Foreign Service“, heißt es hingegen im Handbuch für die 8. Wahlperiode (2014-2019): „Studium der Geschichte, Politik und des öffentlichen Rechts an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und an der Georgetown University in Washington D.C.“ Jetzt plötzlich kein Abschluss mehr?

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conocedor 21.06.2017, 19:24
6. Da wäre noch...

Schwarz-gelb? Weiter Groko? Oder Schwampel?

Vielleicht stellt sich eine Koalitionsfrage am 24. September ohnehin nicht.
Möglich und wahrscheinlich ist bei anhaltendem Siechtum und Sinkflug der SPD, dass diese die Zwanzig-Prozent-Marke reißt.

Verfehlt dann auch noch einer der vier wettbewerbenden Kleinen den Einzug in den Bundestag, könnte für Angela Merkels Union das wahr werden, was schon 2013 am Wahlabend kurz in Reichweite war: Die absolute Mehrheit der Mandate.
Das wäre als Bewertung der politischen Leistung der letzten vier Jahre zwar ungerechtfertigt.

Angesichts der Performance des derzeitigen Regierungspartners und der in den Wahlprogrammen von Grünen und Linken herausgehobenen Unlust oder Unfähigkeit, tatsächlich Regierungsverantwortung zu übernehmen, aber nur logische Konsequenz.

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epiktet2000 21.06.2017, 19:54
7. Vorbereitet oder nicht?

Ob die FDP regieren kann? Schulz wäre das egal, wenn er mit der FDP regieren könnte. Doch die FDP will ja progressiv sein. Das geht sicherlich mit der CDU&CSU besser. Progressiv die Renten kürzen, das Rentenalter progressiv erhöhen, progressiv die Gewerbesteuern - am besten - ganz abschaffen. Alles was die Industrievertreter so fordern, wenn ihnen der Tag langweilig wird.

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doktorfeinfinger 21.06.2017, 20:09
8. Naja,

Die genannten personellen Optionen, die die FDP hat außer Lindner erscheinen mir doch äußerst dürftig. Ist ja auch kein Wunder bei einer Partei, die vor vielen Jahren mit Pauken und Trompeten aus dem Bundestag gewählt wurde – inklusive aller politischer Mitarbeiter...

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sotomajor 21.06.2017, 20:09
9. Lindner

Er ist der Schlechteste nicht und obwohl ich mit der AfD symphatisiere, mag ich ihn. Wenn er es schafft sich frei zu machen von der Lobby der CDU, hat er Chancen. Wenn er eine liberale soziale Politik propagiert. Noch sehe ich das aber nicht!

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