Forum: Politik
Christian Wulff als Bundespräsident - eine gute Wahl?

Mit Hängen und Würgen hat die Koalition ihren Kandidaten ins Schloss Bellevue gehievt - erst im dritten Wahlgang wurde Christian Wulff zum Bundespräsidenten gewählt. Wird er ein gutes Staatsoberhaupt?

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xzz 01.07.2010, 12:44
1. Titelbefreit

Zitat von sysop
Mit Hängen und Würgen hat die Koalition ihren Kandidaten ins Schloss Bellevue gehievt - erst im dritten Wahlgang wurde Christian Wulff zum Bundespräsidenten gewählt. Wird er ein gutes Staatsoberhaupt?
Möglicherweise, das wird sich zeigen; Ich sehe aber noch keinen zwingenden Grund, warum er ein besonders guter oder aber ein besonders schlechter Präsident sein sollte.
Gauck hätte Präsident werden können, wenn sich Gabriel nicht so verzockt hätte. Als Kompromisskandidat wäre er auch für die Union wählbar gewesen, hätte ihn Gabriel nicht lange genug zurückgehalten bis die Union sich auf Wulff geeinigt hatte. Gauck hätte auch im ersten Wahlgang mit den Stimmen der Linken gewählt werden können, aber auch dort kam keine Einigung zustande.

Ob Gauck oder Wulff, scheint mir kein grosser Unterschied zu sein, aber immerhin ist es erfreulich, das tatsächlich eine Wahl bestand! In den vergangenen Bundesversammlungen hat die jeweilige Opposition nie einen ernsthaften, gelungenen Kandidaten aufgestellt, besonders zweimal Schwan war wirklich unerträglich. Die Entscheidung zwischen Gauck und Wulff hat dem Wahlprozess insgesamt gut getan

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Schroekel 01.07.2010, 12:47
2. Merkel und Wulff

Zitat von sysop
Mit Hängen und Würgen hat die Koalition ihren Kandidaten ins Schloss Bellevue gehievt - erst im dritten Wahlgang wurde Christian Wulff zum Bundespräsidenten gewählt. Wird er ein gutes Staatsoberhaupt?
Wulff hat Erfahrung in der Politik und wohl auch Lebenserfahrung, aber durch was hat er sich für dieses Amt qualifiziert? Gibt es irgendeine wirklich richtungsweisende Äusserung oder Handlung oder einen entsprechenden Vorschlag von ihm? Irgendetwas von Bedeutung? Mir fällt da nichts ein. Wulff ist in erster Linie Parteisoldat und gehört als solcher zu den abgeschliffenen und weich gekochten Politikern, die viele Menschen satt haben. Ein Kompromiss. Die Chancen, dass er ein gutes Staatsoberhaupt wird, sind begrenzt. Die Chance, die sich mit dem Rücktritt seines Vorgängers (sorry, name schon vergessen) ergab, wurde nicht genutzt.

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pwbaumann 01.07.2010, 12:48
3.

Zitat von sysop
... Wird er ein gutes Staatsoberhaupt?
gutes staatsoberhaupt aus welcher sicht?
das merkel würde zz evtl. noch mit "ja" antworten.
alle anderen wissen, was wulff selbst von sich sagte:
er ist schon immer 3.wahl gewesen.

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zaphod1965 01.07.2010, 12:48
4. Die Linke ist gestorben

Ich bin relativ lange optimistisch geblieben, dass Die Linke die Kurve noch kriegen könnte und sich zu einer ernsthaften und vor allem ernst zu nehmenden politischen Alternative entwickelt.

Das Kasperletheater der Linken bei der Wahl des Bundespräsidenten hat mich auch meiner letzten Hoffnung beraubt und ich bin heute aus der Partei wieder ausgetreten (war übrigens ursprünglich in die WASG eingetreten, nicht in Die Linke!).

Zusammen mit dem Programm-Debakel und dem kindischen Verhalten der Linken Fraktion in NRW haben die 123 Enthaltungen von gestern das Fass einfach zum Überlaufen gebracht.

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Der-Gande 01.07.2010, 12:49
5. Meine Meinung!

Zitat von sysop
Mit Hängen und Würgen hat die Koalition ihren Kandidaten ins Schloss Bellevue gehievt - erst im dritten Wahlgang wurde Christian Wulff zum Bundespräsidenten gewählt. Wird er ein gutes Staatsoberhaupt?
Die Zukunft erst wird es zeigen, ob diese verpfuschte Wahl was gebracht hat.
Den Stimmen nach hat Herr Wulff ja gewonnen, aber ob er auch ein "Volks"-Bundespräsident werden wird oder ob er der Bundespräsident der CDU/FDP-Regierung sein wird, wird sich noch herausstellen.
DIE LINKEN haben nun wirklich gezeigt, dass sie nicht regierungsfähig sind. Kindergartengruppe wäre eine Beleidigung für die Kinder!!

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monadenibbana 01.07.2010, 12:50
6.

Zitat von Hartmut Dresia
Christian Wulff wurde mit absoluter Mehrheit zum Bundespräsidenten gewählt. Es ist erkennbar, dass er alle Chancen hat, ein gutes Staatsoberhaupt zu werden. Er hat politische Erfahrung und Lebenserfahrung, er ist klug und diszipliniert. Dass......
Ein Präsident braucht keine politische Erfahrung, er braucht Charisma. Die Wahlleute mit der "politischen Naivität" haben der Demokratie und Freiheit anstatt Politik den Vorrang gegeben, sie taten das, wofür sie im Bundestag sitzen und wofür sie gewählt wurden. Ich glaube nicht, dass Demokratie und Freiheit in Verbindung mit Naivität gebracht werden kann.

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avianusfabulus 01.07.2010, 12:50
7. vorschlag:

wort des jahres -demut-.

oft geäussert.

kein mensch ändert sich wirklich.
wulff bleibt wull: lächeln, scheitel, mal 'ne kummerfalte und präsidiale worthülsen.

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fredvonmars 01.07.2010, 12:50
8. Passt schon

Es macht keinen Unterschied für das Qualität des Bundespräsidenten, in welchen Wahlgang er gewählt wurde (siehe Roman Herzog)
Herr Wulff wird sich jetzt als BP etablieren und dann hoffentlich die notwendigen Signale ausssenden.

Und ich glaube auch nicht, dass er das von CDU/FDP erhoffte Schosshündchen wird, dass keine Kritik äussern wird.

Er weiss, dass er beim Volk die Nummer zwei war und wird alles daran setzen, dieses Manko abzulegen. Und das geht nur, wenn er den Regierenden auch mal auf die Füsse tritt.
Also, ich denke es war eine gute Wahl (beide Kandidaten sind in der Lage Deutschland angemessen zu vertreten) und wünschen Herr Wulff alles Gute und viel Erfolg.

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lattifix 01.07.2010, 12:51
9.

Zitat von Hartmut Dresia
Christian Wulff wurde mit absoluter Mehrheit zum Bundespräsidenten gewählt. Es ist erkennbar, dass er alle Chancen hat, ein gutes Staatsoberhaupt zu werden. Er hat politische Erfahrung und Lebenserfahrung, er ist klug und diszipliniert. Dass .....
Nunja, ob Herr Wulff ein guter Bundespräsident ist, wird sich zeigen. Vorschußlorbeeren sind m.E. unangebracht.

Darüber hinaus kann ich auch keine "Naivität" bei den Wahlmännern erkennen - woher nehmen Sie die Überzeugung, dass Parteizugehörigkeit meinungsbildend sein muss?

Ich begreife die Bewunderung für die Koalition nicht. Speziell nicht für Frau Merkel.
Ich höre so viele Leute, die sagen "Sie macht ihre Sache doch gar nicht so schlecht!"
Stimmt. Aber sie macht ihre Sache auch nicht besonders gut!
Sollten wir unsere Politiker wirklich daran messen, was sie "nicht so schlecht" machen, oder vielleicht besser daran, was sie gut machen?

Den Link auf Rüttgers habe ich im ersten Moment als Satire wahrgenommen - Sie haben das aber aus Überzeugung gemacht, oder?

MfG
-Hendrik Wessel

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