Forum: Politik
Christian Wulff als Bundespräsident - eine gute Wahl?

Mit Hängen und Würgen hat die Koalition ihren Kandidaten ins Schloss Bellevue gehievt - erst im dritten Wahlgang wurde Christian Wulff zum Bundespräsidenten gewählt. Wird er ein gutes Staatsoberhaupt?

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me-privat 02.07.2010, 09:42
710. ... Erwartungen ...

Nun, Herr Wulff wird schon wissen, was er seiner Gönnerin im Kanzleramt schuldig ist...
Ich erwarte, daß er uns Bürgern, natürlich ganz im Merkel'schen Sinne, deutlich erklären wird, daß wir über unsere Verhältnisse leben und gefälligst Verzicht für die politische Klasse und die oberen 10% üben sollen. Genannt wird das dann: Generationengerechtigkeit!
Im Anschluß wird dann das nächste, einseitig untere und mittlere Einkommen belastende Sparpaket verabschiedet...und der Deutsche an sich...findet es toll!
"Hat ja schließlich unser Präsident gesagt"
Gruß

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alijak 02.07.2010, 09:42
711. Immer diese Fussballvergleiche...

Zitat von ecua
Wie beim Fussball erst mag keiner die Bayern und dann sind die Meister und alle mochten schon immer die Bayern...
Der Vergleich ist nicht wirklich treffend. Die Bayern mag keiner und wenn die auch noch Meister werden erst recht nicht!
Bei Herr Wulff ist das anders. Man kann in während der Abstimmung gegen ihn gewesen sein -da man einen anderen Kandidaten bevorzugt- aber trotzdem nach der Wahl eine gute Meinung von ihm haben.
Um auf Ihren Fussballvergleich zurück zu kommen:
Wenn Hamburg am letzten Tag einen Punkt vor München Meister wird, gratulieren sogar die Bremer.

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Henner Dehn 02.07.2010, 09:42
712.

Zitat von garfield
Mein Gott, was sind unsere "Demokraten" in und außerhalb dieses Forums doch manipulierbar. Gestern noch maßlos enttäuscht, dass der Messias Gauck angeblich von den LINKEn verhindert worden war (rechnen konnte man offensichtlich nicht), fliegen BP Wulff heute schon alle Hernzen zu: "Erstaunlich positiv sehen die Befragten plötzlich Christian Wulff." ... "Ein Stimmungswandel bei den Deutschen ist dagegen offenbar in der Einstellung zur Person Christian Wulff festzustellen: 72 Prozent halten ihn für einen guten Bundespräsidenten. Nur 13 Prozent denken, dass Wulff kein guter Bundespräsident wird. Frühere Umfragen hatten mehr Sympathien für den Gegenkandidaten Joachim Gauck ergeben." Und da beschwere sich noch einer über die Wankelmütigkeit der FDP. Natürlich haben wir die Regierung(en), die wir verdienen! Bei dem Sinneswandel haben die vereinigten Medien inklusive unser täglich B-Zeitung auch leichtes Spiel, kurz vor Wahlen das Stimmvieh wieder in jede gewünschte Richtung zu lenken.

ach, sind Sie und Ihresgleichen mitsamt dem Abgeordneten Dieter Dehm besser?

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montaxx 02.07.2010, 09:43
713. erstaunlich

"erstaunlich positiv sehen die befragten plötzlich christian wulff" ......ja,ja,das volk ist eben eine launische diva,das seine meinung der jeweiligen tagesstimmung anpasst ;-)

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rst2010 02.07.2010, 09:43
714. ex minister präsident

Zitat von sysop
Mit Hängen und Würgen hat die Koalition ihren Kandidaten ins Schloss Bellevue gehievt - erst im dritten Wahlgang wurde Christian Wulff zum Bundespräsidenten gewählt. Wird er ein gutes Staatsoberhaupt?
vertrauenswürdig ist grundsätzlich kein politiker und erst recht keiner, der sich als ministerpräsident vereidigen lässt und dann vor der zeit für einen besseren job alles stehen und liegen lässt. und damit auch noch einen haufen unnötige kosten verursacht. aber wir habens ja.

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whitemouse 02.07.2010, 09:44
715. Merkel-Politik

SPD und Grüne schlugen Merkel einen konservativen Kandidaten vor. Sie reichten Merkel damit die Hand, denn Gauck war nun gerade nicht der Kandidat, den SPD und Grüne bei einer eigenen Mehrheit favorisiert hätten.

Gauck war aber aufgrund seines hohen Ansehens, seines Charismas, seiner Lebensleistung (und und und) auch für SPD/Grüne wählbar.
Merkel nominierte stattdessen einen Parteisoldaten.
Diese Dummheit brachte nun die Koalition in eine schwere Lage. Allein die Dummheit der Linkspartei (wenn es nicht alte Kontakte aus FDJ-Zeiten waren) rettete Merkel überhaupt noch.

Die Koalition ist schwer angeschlagen; Wulff muss sich vom Ruf des Parteisoldaten und Karrieristen befreien. Ob er das überhaupt angeht, ist fraglich. Am ehesten wäre es wohl möglich, wenn er der Volksmeinung zu Afghanistan folgen würde und pro Abzug Stellung bezöge. Damit würde er Sympathien sammeln.

Das würde Merkel allerdings wohl in weitere Schwierigkeiten bringen -und das wird Wulff wohl nicht wollen. So wird sich seine Amtstätigkeit wohl -wie seine Ansprache nach seiner Wahl- in Platitüden erschöpfen.

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zynik 02.07.2010, 09:47
716.

Zitat von garfield
Mein Gott, was sind unsere "Demokraten" in und außerhalb dieses Forums doch manipulierbar. Gestern noch maßlos enttäuscht, dass der Messias Gauck angeblich von den LINKEn verhindert worden war (rechnen konnte man offensichtlich nicht), fliegen BP Wulff heute schon alle Hernzen zu: "Erstaunlich positiv sehen die Befragten plötzlich Christian Wulff." ... "Ein Stimmungswandel bei den Deutschen ist dagegen offenbar in der Einstellung zur Person Christian Wulff festzustellen: 72 Prozent halten ihn für einen guten Bundespräsidenten. Nur 13 Prozent denken, dass Wulff kein guter Bundespräsident wird. Frühere Umfragen hatten mehr Sympathien für den Gegenkandidaten Joachim Gauck ergeben." Und da beschwere sich noch einer über die Wankelmütigkeit der FDP. Natürlich haben wir die Regierung(en), die wir verdienen! Bei dem Sinneswandel haben die vereinigten Medien inklusive unser täglich B-Zeitung auch leichtes Spiel, kurz vor Wahlen das Stimmvieh wieder in jede gewünschte Richtung zu lenken.
Naja, diese Umfragen sind ungefähr so seriös wie die Arbeitslosenzahlen. Jedenfalls wird Wulff mit seinem Schwiegersöhnchen-Charme nebst seiner blonden Bettina
dafür Sorgen, dass der "Bunte"-Faktor dieser Republik wieder ausreichend bedient wird. Die Deutschen sind ja sowieso ziemlich neidisch, dass sie keine echten Royals vorweisen können und schmachten dafür die englischen oder schwedischen Königshäuser an.
Mit diesem Bundespräsidentenpaar können dann endlich wieder irgendwelche Galmoursehnsüchte bedient werden, während die eigene Welt täglich trostloser wird.

In diesem Sinne müsste eigentlich nur noch zu Guttenberg Kanzler werden und wir hätten die perfekten Darsteller für den Übergang in die Feudalgesellschaft.

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maan 02.07.2010, 09:47
717. Was heißt hier First Lady? Zweitfrau ...

Zitat von schna´sel
... Das erklärt sich zum Beispiel ganz leicht wenn man berücksichtigt, dass die Bild auf ihrer Titelseite schon gestern den Präsidentenkuss brachte. Echt amerikanisch. So ist das mit mündigen Bürgern in unseren Demokratien. Die heilige Familie ausgepackt zum identifizieren und alle Bild Leser machen die große Verbeugung vor dem neuen Pappmaché Meister des Boulevards.
Unter den Wahlfrauen war Friede Springer auf Einladung der Berliner CDU. Und Hubert Burda auf Einladung der baden-württembergischen CDU. Da werden schon Vergleiche mit den Kennedys gestrickt. Ich finde das unglaublich - und auch unangemessen. Für 200.000 Euro jährlich erwarte ich mehr an Leistung als ein paar neckische Fotos!*koppschüttel*
Ob Wulff die Leistung bringt oder nur vordergründiges Blabla, weiß ich noch nicht. Besonders seine parteipolitische Neutralität werde ich aber besonders beobachten.

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BardinoNino 02.07.2010, 09:47
718. Nein!

Zitat von Henner Dehn
und der Postbote und die Familie repräsentieren jetzt die Mehrheit?
Sie repräsentieren die arbeitende, rechtschaffene Bevölkerung! Also die, die nicht ständig zu Hause auf der Couch von irgendwelchen Meinungsforschungsinstituten befragt werden...

Frage mich sowieso, wer zum Teufel da immer befragt wird. Vor vier Wochen hat in jeder x-beliebigen Fußgängerzone (außerhalb von Osnabrück oder Hannover) ein Frager nach Wulff ratloses Kopfschütteln geerntet. Heuer gehört der Mann zu den beliebtesten Deutschen und geeignet fürs Präsidialamt. Mit nachgerade traumhaften Umfragewerten.
In meinem Umfeld ist als "positivste" Äußerung zu hören, dass Wulff uns alle noch teuer zu stehen kommt...

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Thosaurus 02.07.2010, 09:48
719.

Zitat von tzscheche
Allerdings hat Parteichef Gabriel diesmal "übertaktiert". So hat das tapfere Schneiderlein zwar in einem Streich sowohl der Regierungskoalition als auch der LINKEN eine schwere Klatsche zugefügt, gleichzeitig hat er aber auch seine einzig reelle Machtoption für die Zukunft nicht nur in NRW, sondern auch auch Bundesebene (rot-grün mit Duldung durch die LINKE) nachhaltig beschädigt.
Seien wir einfach froh drum. Praktisch niemand will rot-rot-grün, und da Gabriel sich dieser Tatsache mit Sicherheit bewusst war, so ist davon auszugehen, dass er eben nicht die linken-Karte um jeden Preis auf der Hand behalten wollte.

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