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CIA-Report: Nordkorea und China nutzen Folterbericht für Abrechnung mit den USA
AP

Hunderte Seiten enthüllen die Foltermethoden der CIA. Regime wie Nordkorea und China versuchen den Bericht für sich auszuschlachten: Sie verdammen die Verstöße der Amerikaner - und verbitten sich Kritik am eigenen Vorgehen.

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joe sixpack 10.12.2014, 13:19
100.

Zitat von cdrenk
Die USA sind disqualifiziert als die moralisch leitende Nation. Eine Nation von gewaltbereiten Rassisten erscheint. Das jeder Idiot eine Waffe tragen darf, wirft auch kein gutes Bild auf das nationale Selbstbewußtsein.
Und welcher Amerikaner ein Idiot ist, das entscheiden Sie von Deutschland aus?

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beija-flor 10.12.2014, 13:20
101. Das mag ja sein...

Zitat von Maruk0815
Jein. Die Aufarbeitung findet nur statt, weil die Regierung gewechselt hat. Unter einem republikanischen Präsidenten wäre wohl nichts veröffentlicht und diskutiert worden. Sollte das Nordkoreanische Regime irgendwann fallen, so wird auch hier Aufarbeitung betrieben werden. Wie hat denn "die freie Welt" auf den Report reagiert?
aber in den USA kann es immerhin innerhalb des Systems zu Regierungswechseln kommen, die Möglichkeit zur Selbstreinigung ist also im staatlichen System enthalten. In China und Nordkorea ist dies nicht der Fall... dort müsste es dafür schon zu einem kompletten Umsturz kommen.

Das ändert natürlich nichts daran, dass die Aktionen der CIA verabscheuenswert sind.

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regensommer 10.12.2014, 13:20
102.

Und wie reagiert Deutschland? Immerhin waren (und sind vermutlich) an den Aktionen beteiligt.

Immerhin sind das unsere "besten" Verbündeten. Oder stellt sich die Bundesregierung nun wie ein Anhängsel der USA an und hält lieber den Mund?

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Inuk 10.12.2014, 13:21
103.

Die USA ist ein Land, dass sowohl Rosinenbomber als auch Folterknechte aussendet.

Könnten sich die Einsätze denn nicht nur auf Ersteres beschränken? Das wäre für die Welt viel besser und es gäbe bestimmt nicht soviel Terror.

Hoffentlich hat Deutschland das Bush-Regime nicht doch noch heimlich unterstützt.

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SPONU 10.12.2014, 13:24
104. John Kornblum

Zitat von Korf
"Doch anders als in den autoritären Ländern, die jetzt zurückschlagen wollen, werden solche Fälle untersucht, aufgeklärt und öffentlich diskutiert." Was für ein schönes Schlusswort. Aber vollkommen irrelevant, weil nutzlos. Solche Dinge geschehen, und wenn sie Vergangenheit sind, werden sie ans Licht geholt, verurteilt und u. U. bestraft.
der ehemalige US Botschafter in Deutschland machte heute morgen im ZDF MoMa eine ähnliche Aussage. Er verkaufte die Veröffentlichung des Berichts als "gute Sache" den man könne ja jetzt aus Fehlern lernen.
Zwei Sätze später allerdings erwähnte er die Vorgehensweise der USA mit japanisch-stämmigen US Bürgern nach Pearl Harbor.
Scheinbar lernt die US Regierung nichts.
Auch aufschlussreich sein statement bezgl. Europa. Wir Europäer wären unfähig, uns zu verteidigen. Wir sollten deshalb die Methoden derjenigen nicht hinterfragen die uns vorm Terror schützen.

Das ist das amerikanische Verständnis. Da bleibt einem der Toast im Hals stecken.

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Schneeeli 10.12.2014, 13:24
105. Verständlich

dass diese Länder dies jetzt für sich nutzen. Schliesslich ist denen, wie vielen Spon-Leser bewusst, was die USA bzw. der CIA weltweit schon in anderen Ländern angerichtet hat in voller Missachtung derer Souveränität, Stichwort dazu: Operation AJAX, eine von vielen. Ich frage mich, was die europäischen Politiker alles gewusst haben und wieso werden die Seiten gerade jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht (Resolution 758?)? Ich weiss Obama musste sich für die Taten der USA von 1946 bis 1948 in Guatemala wohl entschuldigen, doch die Papiere dazu sind, so weit mir ist, nicht öffentlich gemacht, die Operation 1954 aber schon!

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Tiananmen 10.12.2014, 13:26
106. Putzig!

Ich finde es echt putzig, wie hier aus den meisten Beiträgen ein Aufschrei über die Folter in den USA zu hören ist. Als ob wir das nicht schon lange gewusst und "Eyes wide shut" übersehen haben. Und bei Unrecht gibt es nichts zu relativieren. Folter darf kein Werkzeug irgendeiner Regierung sein. Da fängt die Scheinheiligkeit schon an, wenn im Artikel von der US-Regierung und von den "Regimen" in Pjöngjang und Peking geredet wird. Da fängt die Scheinheiligkeit an und die Manipulation der Leser. Denn natürlich ist es unrecht, wenn Regime foltern; eine richtige Regierung wird schon ihre Gründe dafür haben. Widerlich.

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Promethium 10.12.2014, 13:29
107.

Nicht nur Nordkorea und China nutzen den Folterbericht sondern leider auch antiamerikanisch eingestellte Deutsche.
Die Veröffentlichung des Berichts nützt zumindest in Deutschland den falschen Leuten. So viel steht jetzt schon fest. Und wenn andere Länder sehen das die Veröffentlichung so eines Berichts eine Welle des Hasses ausgelöst hat, wird niemand mehr auf die Idee kommen so einen Bericht zu veröffentlichen.
Es wird nämlich nicht honoriert das es in den USA Menschen gibt die so einen Bericht verfassen weil sie gegen Folter sind.

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rgw_ch 10.12.2014, 13:29
108. Stimmt doch

Was da steht ist ganz einfach: Der Westen kann sich nicht als weltweite moralische Instanz aufspielen, wenn er bei eigenen Menschen- und Völkerrechtsverletzungen immer alle Augen zudrückt. Was ist an dieser Aussage falsch, egal von wem sie kommt?

Okay, wenn alle Verantwortlichen für die Folterungen und für den Überfall auf den Irak zur Rede gestellt und verurteilt werden, und wenn Obama für seine Drohnenangriffe zur Rechenschaft gezogen wird, dann kann der Westen zu Recht sagen: "Bei uns werden solche Vergehen aber nicht unter den Tisch gewischt". Erst dann.

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liberty_of_speech 10.12.2014, 13:29
109. also einen Vergleich habe ich Ihnen schon

Zitat von Blaumilchvor
..wir warten auf den Folterbericht der Chinesen. Bush, Rumsfeld, Chenney, Rice...tragen hier die Verantwortung. Es ist Zeit sich dem Gesetz zu stellen denn niemand, auch kein Präsident steht über dem Gesetz. Wir werden sehen welchen Unterschied es hier noch zu Staaten wie China gibt. Diese Kriminellen dürfen nicht davon kommen...
In China sitzen deutlich weniger Menschen in Gefängnissen wie in den USA. In den USA sitzen 5,8 mal so viel Menschen ein wie in China.

China = 1,6 Häftlige bei 1366 Millionen Einwohnern
USA = 2,3 Häftlinge bei 316 Millionen Einwohnern

Es gibt auf der ganzen Welt kein Land welches soviele Leute einsperrt wie die USA. Warum? Nun, Gefängnisse sind dort ein Geschäftsmodell. Schon alleine dieser Umstand ist ein Verbrechen an sich.

Übrigens können Sie sich darauf verlassen, dass nach dem TTIP wohl auch hier die Gefängnisse privatisiert werden müssen. Wir wissen welche Firmen dann ihre Angeboten machen werden.

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