Forum: Politik
"Clean Power Plan": US-Umweltminister kündigt Abschaffung von Obamas Klimaplan an
AFP

Durch den "Clean Power Plan" der Obama-Regierung sollten US-Kraftwerke weniger Kohlendioxid ausscheiden. Scott Pruitt war jahrelang entschiedener Gegner des Projekts - das er jetzt, als US-Umweltminister, kassieren will.

Seite 1 von 6
noalk 09.10.2017, 19:15
1. Katastrophen

Sollte Pruitt sein Vorhaben gelingen, wissen die künftigen Hurrikan-Geschädigten, bei wem sie sich bedanken können. Allein: ich setze darauf, dass es auch unter den republikanischen Abgeordneten noch so viele Vernunftbegabte geben möge, die ihm in die Parade fahren werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
theodtiger 09.10.2017, 19:34
2. Unverantwortlich

Die viel zu zögerlichen Schritte der bisherigen US Administationen noch zurückdrehen zu wollen, ist einfach unverantworlich. Die Opfer der Klimawandels jetzt und in den nächsten hundert Jahren (so lange bleibt CO2 in Atmosphäre) wissen dann, wem sie dies insbesondere zu "verdanken" haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paula_f 09.10.2017, 19:43
3. der Preis entscheidet

mittlerweile ist es einfach preisgünstiger Strom mit Photovoltaik und Windrädern zu erzeugen, in großen Teilen der USA sind Wärmepumpen bzw. Klimaanlagen mit Wärmepumpe im Einsatz und ausreichend um Häuser zu heizen und Öl zu sparen. Mehr Leute wie Elon Musk sollte es geben um die Amerikaner aufzuklären beispielsweise über Solarthermie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rollerfahrer 09.10.2017, 19:50
4. Die Antwort kommt von ganz allein! ....

... nicht nur über die Folgen der Klimaerwärmung, sondern auch von den Ländern, die sich auf erneuerbare Energien besinnen, denn die haben dann die Energie zu Preisen der Instandhaltung. So günstig kann vossile Enrgie dann garnicht mehr sein! Denn mit fallendem Absatz steigen auch die Förderkosten!
Hoffen wir, daß das recht schnell passiert! Und dann war es das mit der amerikanischen Wirtschaftsleistung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fortelkas 09.10.2017, 19:52
5. Diese amerikanische Regierung

.....tut alles aber auch alles, um auch nur die kleinsten Fortschritte auf allen Politikfeldern zurückzudrehen. Und es waren (z. B. in der Klimapolitik) zunächst einmal kleine Fortschritte. Ich hoffe nur, dass Europa die USA mit seiner Politik (auf allen Politikfeldern) links liegen lässt und seine eigene Politik gestaltet. Mit diesem Präsidenten und seiner Regierung kann man eigentlich nicht mehr reden (warum war der eigentlich auf dem Gipfeltreffen in Hamburg?), man kann sie nur politisch bekämpfen.
Erwin Fortelka

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aaaron 09.10.2017, 20:11
6. Es reicht! Hört auf, Harvey und Irma auszuschlachten!

Zitat von noalk
Sollte Pruitt sein Vorhaben gelingen, wissen die künftigen Hurrikan-Geschädigten, bei wem sie sich bedanken können. Allein: ich setze darauf, dass es auch unter den republikanischen Abgeordneten noch so viele Vernunftbegabte geben möge, die ihm in die Parade fahren werden.
Dr. Neil Frank, ehemaliger Direktor des National Hurricane Center der USA: "Es reicht! Hört auf, Harvey und Irma auszuschlachten!"
https://www.eike-klima-energie.eu/2017/09/28/es-reicht-hoert-auf-harvey-und-irma-auszuschlachten/

Und hier das Original in englischer Sprache: https://wattsupwiththat.com/2017/09/25/enough-is-enough-stop-hyping-harvey-and-irma/

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Atheist_Crusader 09.10.2017, 20:16
7.

Zitat von theodtiger
Die viel zu zögerlichen Schritte der bisherigen US Administationen noch zurückdrehen zu wollen, ist einfach unverantworlich. Die Opfer der Klimawandels jetzt und in den nächsten hundert Jahren (so lange bleibt CO2 in Atmosphäre) wissen dann, wem sie dies insbesondere zu "verdanken" haben.
Für die republikanischen Stammwähler wird das keinen Unterschied machen - Gott, Knarren, niedrige Steuern und Abtreibungsverbote gibt's auch weiterhin nur bei den Republikanern.
Und für den Rest des Planeten... die USA haben noch nichtmal anerkannt, dass das Agent Orange und der sonstige chemische Mist den sie über Vietnam abgekippt haben dort tatsächlich für die Gesundheitsprobleme in den betroffenen Regionen zuständig sein könnte. Ich hab da also meine Zweifel, ob man sie in irgendeiner Form für die Verschlimmerung des Klimawandels zur Verantwortung ziehen könnte. Man ist ja jetzt schon sehr gut dabei, alle seriöse Wissenschaft aus dem Fenster zu kicken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dunnhaupt 09.10.2017, 20:23
8. Bedeutungslose Geste für die angeblich notleidende Kohleindustrie

Weil er Obamacare nicht absagen konnte, propagiert Trump jetzt die Absage von Obamas Klimagesetz. Nur haben die großen US-Kraftwerke bereits verkündet, dass sie dennoch beim restlosen Ausstieg aus Kohle bleiben werden. Sonnen-, Wind- und Wasserkraftwerke sind längst überall in Betrieb. Deutschland verbleibt nun neben China als weltweit größte Dreckschleuder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
branzkuebel 09.10.2017, 20:25
9. Es ist noch viel schlimmer...

Ich war im September im Nordwesten der USA unterwegs. Dort spielte sich diesen Sommer/Herbst (genauso wie in Kanada) ein Umweltkatastrophe eher im Stillen ab, die es im Gegensatz zu den Hurrikans wegen zu wenig Spektakulärem nur kurz in die Medien schaffte. In einer Gegend, in der normalerweise Temperaturen von über 25°C statistisch so gut wie gar nicht auftreten, war es 35°, teilweise bis zu 40°C heiß, und das über Wochen. Dazu blieben Niederschläge vollständig aus. Die Folge: Die als "pazifischer Regenwald" bezeichneten riesigen Waldgebiete wurden knochentrocken und leichte Beute für Blitzschläge und unvorsichtige Zeitgenossen. Großflächige Brände über Wochen waren die Folge. Diese sind sogar aus dem All zu sehen und die giftigen Rauchwolken zogen je nach Windrichtung mal nach Westen, mal nach Osten. In Seattle "regnete" es tagelang Asche. Der Bevölkerung wurde immer wieder geraten, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Straßen mussten gesperrt werden usw. Nun kommen sicher wieder die statistischen Schlaumeier daher und sagen: Kein Problem, kommt immer mal wieder vor. Und wenn schon Klimawandel, dann kann der Mensch eh nichts tun. Also feste weiter Kohle und Öl verfeuern. Aber selbst die geringste Wahrscheinlichkeit, dass der Mensch zum Klimawandel beiträgt, sollte zum Handeln Anlass sein. Dass die 70+ Riege der Trump-Administration nicht in der Lage ist, langfristig zu denken, ist tragisch. Und ebenso tragisch ist, dass es sich bei den Opfern Kanada, Washington State und Oregon im Gegensatz zu Texas und Florida um Staaten handelt, die beim Installieren dieser Gauklertruppe keinen Anteil haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6