Forum: Politik
Clinton vs. Trump: Eine große Chance für Amerika
AFP

Jetzt steht es fest: Im Herbst ringen Hillary Clinton und Donald Trump um die US-Präsidentschaft. Ja, das wird sehr schmutzig. Aber das Rennen birgt auch Möglichkeiten für das Land.

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unbekanntgeblieben 08.06.2016, 16:25
1.

Trump wäre ein Präsident, den dieses Land wirklich verdient hätte ...

Dennoch ist das besser (Chaos mit Hoffnung auf Neuanfang) als Clinton (langsam aber stetig wirkendes Gift), die das Land weiterführen wird wie bisher.

Aussenpolit. ist Trump auch die bessere Wahl, da Clinton, die Knöpfe tatsächlich drücken kann und wird.

Da sie ohnehin bisher nicht mit Objektivität und analytischen Fähigkeiten geglänzt haben, erspare ich ihnen eine Auflistung an Kriegen die die USA angezettelt, geführt hat ...

Wer Trump für gefährlich hält, aber meint jemand wie Clinton hätte durch Menschlichkeit oder sonstwie reine Weste ihren derzeitigen Stand erreicht, sollte sich dringend untersuchen lassen ...

Vielleicht entscheiden sich die Super-Delegierten mit Kalkül auf höhere Sieg-Chancen von Sanders gegen Trump doch noch für ihn ...

Zu wünschen wäre es.

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Darwins Affe 08.06.2016, 16:40
2. Falsche Denkschemata

Die Erfolge von Trump und Sanders in den Vorwahlen kann man nicht so leicht in ein Rechts-Links-Schema einordnen. Viele Amerikaner scheinen einfach die Schnauze voll zu haben von Wallstreet und dem Washingtoner Establishment – für die Hillary Clinton als Symbol steht. Nebenbei: Trump steht nicht für rechts oder links, sondern lediglich für Donald Trump. Die Gefahr scheint eher in seiner Unberechenbarkeit zu liegen.

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nofreemen 08.06.2016, 16:42
3. aus alt mach neu

Der Amerikaner hat die Wahl zwischen "alt bewährtem" und neu unbekanntem. Ob das Altbewährte besser ist als das "Neue" ist die Gretchenfrage. Neu muss nicht generell schlecht sein, macht aber Angst weil man es zu kennen glaubt, aber es eben in Aktion doch nicht kennt. Das alte "und noch so mistatene" kennt man und man hat sich arrangiert. Einigen geht es dabei sehr gut. Im Zeitalter der Social-Media sollte man meinen das "Neue" setzt sich wider jeglichen Logik durch. Und so wird es auch kommen. Ganz nach dem Motto: Oh Schreck lass nach das Neue kommt.

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axlwolf 08.06.2016, 16:46
4. Mangelndes Demokratieverständnis

Wer jemanden ausserhalb des demokratischen Diskurses verortet, nur weil jener sich für Grenzsicherung (Grundrecht und ~PFLICHT! eines jeden bedrängten Staates seinen Bürgern gegenüber!) einsetzt und jene zur Verantwortung ziehen will, die eben jene (unwillentlich penetrierten = vergewaltigten) Grenzen und damit den Rechtsstaat mit Füssen getreten haben, entblösst sich selbst als Anti-Demokrat! Die Denunzierung Andersmeinende (z.B. als Rassist/Frauenfeind/..) ist die Essenz mangelnder Demokratierfähigkeit!

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Darwins Affe 08.06.2016, 16:49
5. Falsche Denkschemata

Die Erfolge von Trump und Sanders in den Vorwahlen kann man nicht so leicht in ein Rechts-Links-Schema einordnen. Viele Amerikaner scheinen einfach die Schnauze voll zu haben von Wallstreet und dem Washingtoner Establishment – für die Hillary Clinton als Symbol steht. Nebenbei: Trump steht nicht für rechts oder links, sondern lediglich für Donald Trump. Die Gefahr scheint eher in seiner Unberechenbarkeit zu liegen.

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KommenTatort 08.06.2016, 16:51
6. Wunschdenken

Die korrupte Millionärin HRC als personifizierte Hoffnung der Fortsetzung einer Modernisierung darzustellen ist schon bizarr.
Selbstredend ist Trump, der dumpf-kitschige Millionenerbe nicht besser.
Aber beide Kandidaten repräsentieren das lächerliche Schauspiel der Zweiparteien-Scheindemokratie, welche der Macht weniger Konzerneigentümer und des Militärisch-Industriellen-Komplexes eine Scheinlegitimation verpassen.
Wenn dann ein Kandidat wie Sanders auch nur ein wenig an diesem Schein kratzt, dann werden Regeln gebrochen, Wahlen manipuliert und die kommerziellen Medien in die Spur geschickt um tatsächliche "Modernisierung" zu verhindern.
Nein, die Chance diese Wahlen in einen Gewinn für das Amerikanische Volk oder gar eine Modernisierung des Landes zu wandeln wurde gerade vergeben.
Das SPON das genau gegeteilig beschreibt zeigt nur, wie tief sie in der staatstragenden und systemerhaltenden Kommerzkultur verankert sind.

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Beat Adler 08.06.2016, 16:54
7. Sanders ist seit 1991 Mitglied des Establishments

Zitat von Darwins Affe
Die Erfolge von Trump und Sanders in den Vorwahlen kann man nicht so leicht in ein Rechts-Links-Schema einordnen. Viele Amerikaner scheinen einfach die Schnauze voll zu haben von Wallstreet und dem Washingtoner Establishment – für die Hillary Clinton als Symbol steht. Nebenbei: Trump steht nicht für rechts oder links, sondern lediglich für Donald Trump. Die Gefahr scheint eher in seiner Unberechenbarkeit zu liegen.
Sanders ist seit 1991 Mitglied des Establishments, Hinterbaenkler in Washington D.C.

Wenn soviele gegen die Wallstreet sind, warum bekam dann Hillary mehrere Millionen mehr Stimmen wie der gute Bernie?

Beides sind kleine, vernachlaessigbare Splittergruppen, die Berniefans und die Anhaenger von Teflon Trump. In Prozent der Wahlberechtigten fuer den 8.Nov.2016 sind diese Grueppchen eine einstellige, niedrige einstellige Prozentzahl.
mfG Beat

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Beat Adler 08.06.2016, 16:57
8. Zweiparteien-Scheindemokratie

Zitat von KommenTatort
Die korrupte Millionärin HRC als personifizierte Hoffnung der Fortsetzung einer Modernisierung darzustellen ist schon bizarr. Selbstredend ist Trump, der dumpf-kitschige Millionenerbe nicht besser. Aber beide Kandidaten repräsentieren das lächerliche Schauspiel der Zweiparteien-Scheindemokratie, welche der Macht weniger Konzerneigentümer und des Militärisch-Industriellen-Komplexes eine Scheinlegitimation verpassen. Wenn dann ein Kandidat wie Sanders auch nur ein wenig an diesem Schein kratzt, dann werden Regeln gebrochen, Wahlen manipuliert und die kommerziellen Medien in die Spur geschickt um tatsächliche "Modernisierung" zu verhindern. Nein, die Chance diese Wahlen in einen Gewinn für das Amerikanische Volk oder gar eine Modernisierung des Landes zu wandeln wurde gerade vergeben. Das SPON das genau gegeteilig beschreibt zeigt nur, wie tief sie in der staatstragenden und systemerhaltenden Kommerzkultur verankert sind.
Bernie Sanders konnte etwa 4% der Stimmbuerger motivieren. Etwas wenig fuer eine politische Bewegung, welche Bestand haben soll. Teflon Trump konnte etwa Gleichviele ueberzeugen.

Schoen waere es schon, wenn ausser den Demokraten und der GOP, der Grand Old Party, Betonung auf "Grand", nicht nur die Libertians mit ihrem Kandidaten Gary Johnson, sondern auch noch Sozialdemokraten eine Partei am linken und die Tea Party Leute am rechten Spektrum bildeten.

In den USA ist so gut wie Alles moeglich.
mfG Beat

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corvo_l 08.06.2016, 17:09
9. Was Obama angestoßen hat

Eine Gesundheitsreform, die die Kosten für Versicherte exorbitant hat steigen lassen. Die Fortführung der Bush-Taxcuts, von denen vor allem Wohlhabende profitieren. Bailout der Banken, die nun größer sind als vor der Finanzkrise, und damit ein noch größeres Risiko darstellen - und selbst keine Einschnitte befürchten müssen. Das Anbieten der Kürzung von Sozialleistungen, wenn man mit den Republikaners verhandelt. Nun redet er kurz vor Torschluss von Erhöhungen. Nominierung eines republikanischen Bundesrichters, der die Beibehaltung der Rechtsprechung befürwortet, die Großspenden von reichen Geldgebern an Politiker ermöglicht.

Obama hat auch Positives durchgesetzt, aber eher im Kleinen. Strengere Umwelt- und Verbraucherschutzauflagen; etwas mehr Schutz von Minderheiten.

Das Auseinanderdriften der Schichten hat er nicht gebremst und den Minderheiten geht es wirtschaftlich nicht besser. Historisch haben Schwarze und Latinos ein geringeres Vermögen, allein schon deswegen, weil sich eben die Weißen das Land unter den Nagel gerissen haben und dann ihre Privilegien streng geschützt haben. Geholfen hat er ihnen nur indirekt, durch Wirtschaftsinvestitionen, aber zu mehr Gleichheit hat das nicht geführt.

Warum haben sich die Geldgeber und Eigentümer der Medienanstalten nicht gegen ihn gewehrt, anders als bei Sanders? Weil er einer von ihnen ist, genauso wie Clinton. Langsamer gesellschaftlicher Fortschritt, für den im Wesentlichen andere kämpfen und Wirtschaftsgesetze, die von dem obersten 1% vorgeschrieben werden.

Hillary wird das fortführen, aber was ist das, wofür sich die Amerikaner nun begeistern sollen? Vier weitere Jahre purer Neo-Liberalismus.

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