Forum: Politik
Clinton vs. Trump: Eine große Chance für Amerika
AFP

Jetzt steht es fest: Im Herbst ringen Hillary Clinton und Donald Trump um die US-Präsidentschaft. Ja, das wird sehr schmutzig. Aber das Rennen birgt auch Möglichkeiten für das Land.

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erzengel1987 08.06.2016, 18:09
20. Also ich will keine Clinton!

Aber ich will auch keinen Trump.
Ehrlich gesagt ich hätte gerne eine US-Amerikanische Führung die mal den Rest der Welt etwas in Ruhe lässt. Die Spionage der Verbündeten unterlässt.

In der Rubrik hat dieser angeblich ach so tolle Obama schwer versagt. In meinen Augen ist der nicht besser als Busch.

Zudem entscheidet im letzten Moment das US Amerikanische Parlament die Gesetze und da ändert sich derzeit wohl nicht viel. Es ist im großen und ganzen für mich als Europäer wirklich egal wer da kommt.

Mit persönlich wäre eventuell Trump lieber, da dieser sich bisher gegen TTIP stellt. Ob dieser jetzt im Land irgendwelche Minderheiten verfolgt ist mir relativ Latte.

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Darwins Affe 08.06.2016, 18:12
21. Obamas Wirtschaftspolitik

Zitat von corvo_l
Eine Gesundheitsreform, die die Kosten für Versicherte exorbitant hat steigen lassen. Die Fortführung der Bush-Taxcuts, von denen vor allem Wohlhabende profitieren. Bailout der Banken, die nun größer sind als vor der Finanzkrise, und damit ein noch größeres Risiko darstellen - und selbst keine Einschnitte befürchten müssen. Das Anbieten der Kürzung von Sozialleistungen, wenn man mit den Republikaners verhandelt. Nun redet er kurz vor Torschluss von Erhöhungen. Nominierung eines republikanischen Bundesrichters, der die Beibehaltung der Rechtsprechung befürwortet, die Großspenden von reichen Geldgebern an Politiker ermöglicht. Obama hat auch Positives durchgesetzt, aber eher im Kleinen. Strengere Umwelt- und Verbraucherschutzauflagen; etwas mehr Schutz von Minderheiten. Das Auseinanderdriften der Schichten hat er nicht gebremst und den Minderheiten geht es wirtschaftlich nicht besser. Historisch haben Schwarze und Latinos ein geringeres Vermögen, allein schon deswegen, weil sich eben die Weißen das Land unter den Nagel gerissen haben und dann ihre Privilegien streng geschützt haben. Geholfen hat er ihnen nur indirekt, durch Wirtschaftsinvestitionen, aber zu mehr Gleichheit hat das nicht geführt. Warum haben sich die Geldgeber und Eigentümer der Medienanstalten nicht gegen ihn gewehrt, anders als bei Sanders? Weil er einer von ihnen ist, genauso wie Clinton. Langsamer gesellschaftlicher Fortschritt, für den im Wesentlichen andere kämpfen und Wirtschaftsgesetze, die von dem obersten 1% vorgeschrieben werden. Hillary wird das fortführen, aber was ist das, wofür sich die Amerikaner nun begeistern sollen? Vier weitere Jahre purer Neo-Liberalismus.
Ich weiss wirklich nicht, wo Obama eine neoliberale Wirtschaftspolitik durchführte. Die Demokraten sind seit Roosevelt strenge Verfechter des Keynesianismus. Die FED (wie die übrigen Zentralbanken) sind inzwischen bei fast schon planwirtschaftlichen Modellen gelandet. Nebenbei: Welche Form des Neoliberalismus meinen Sie: Chicagoer Schule, österreichische, Ordoliberalismus, Monetarismus, Neo-Klassik?

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KommenTatort 08.06.2016, 18:15
22.

Zitat von Beat Adler
Bernie Sanders konnte etwa 4% der Stimmbuerger motivieren. Etwas wenig fuer eine politische Bewegung, welche Bestand haben soll. Teflon Trump konnte etwa Gleichviele ueberzeugen. Schoen waere es schon, wenn ausser den Demokraten und der GOP, der Grand Old Party, Betonung auf "Grand", nicht nur die Libertians mit ihrem Kandidaten Gary Johnson, sondern auch noch Sozialdemokraten eine Partei am linken und die Tea Party Leute am rechten Spektrum bildeten. In den USA ist so gut wie Alles moeglich. mfG Beat
Ich wünschte ich könnte ihren Optimismus teilen.
Wir haben gesehen, wie die occupy movement gewaltsam unterdrückt wurde...
Sanders hat Stadien gefüllt. Das hat lange kein Kandidat mehr hinbekommen. Wenn diese Energie in positives Engagement und Veränderungen kanalisiert werden könnte, dann wäre in der Tat vieles möglich.
Aber wie wahrscheinlich ist das angesichts eines Establishment welches sich mit Klauen und Krallen (Lügen, Betrug und Gewalt) wehrt???

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Beat Adler 08.06.2016, 18:21
23. Die unterprivilegerten, ungebildeten Weissen repraesentieren wieviele Prozent der US Gesellschaft?

Zitat von NewYork76
Da machen Sie es Sich aber etwas zu einfach. Trump ist der Kandidat der unterprivilegerten, ungebildeten Weissen, die sich vom "Establishment" verraten sehen. Sanders ist der Kandidat der unterprivilegerten, gebildeten Amerikanern, die sich vom "Establishment" verraten sehen. Clinton ist das Establishment. Wenn Clinton gegen Trump antritt, so werden sich viele Sanders Waehler unter Umstaenden eher gegen das Establishment und fuer Trump entscheiden...wenn auch nur aus Protest. Clinton's Chancen Trump zu schlagen sind leider sehr viel geringer als viele das wahrnehmen. Ich kann nur hoffen, dass die Demokraten noch rechtzeitig aufwachen und tun was getan werden muss um Trump zu stoppen.
Die unterprivilegerten, ungebildeten Weissen repraesentieren wieviele Prozent der US Gesellschaft? 10%? 20%?

Es ist genau diese Gruppe, welche seit 1972 eine sehr schlechte Stimmbeteiligung bei US Praesidentschaftwahlen zeigt. Ob Teflon Trump das aendern kann? Das ist sehr unwahrscheinlich?

Die ersten Umfragen NACH den beiden Parteikongressen werden einen ersten Anhalt biten, wer die besseren Chancen am 8. Nov. 2016 hat. Nur Geduld.
mfG Beat

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stuggimann 08.06.2016, 18:24
24. Eine weite große Chance

könnte darin bestehen, daß sich die republikansiche Partei über Donald Trump so zerstreitet, daß sie sich spaltet. Damit entstünde die Chance, daß sich (endlich) zumindest eine dritte Partei etablieren könnte, die auch andere Meinungen als die der beiden bisherigen Parteien vertritt. Demokratie lebt auch von Meinungsvielfalt.

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Beat Adler 08.06.2016, 18:28
25. Ein paar gefuellte Stadien sind winzigste Bruchteile von 240+ Millionen.

Zitat von KommenTatort
Ich wünschte ich könnte ihren Optimismus teilen. Wir haben gesehen, wie die occupy movement gewaltsam unterdrückt wurde... Sanders hat Stadien gefüllt. Das hat lange kein Kandidat mehr hinbekommen. Wenn diese Energie in positives Engagement und Veränderungen kanalisiert werden könnte, dann wäre in der Tat vieles möglich. Aber wie wahrscheinlich ist das angesichts eines Establishment welches sich mit Klauen und Krallen (Lügen, Betrug und Gewalt) wehrt???
Ein paar gefuellte Stadien sind winzigste Bruchteile von 240+ Millionen, welche in den USA 2016 stimmberechtigt sind.

Diese Jubelarien in den Vorwahlen fuehren zu einem komplett falschen Bild. Wer wirklich an so eine Veranstaltung geht, gehoert zu einer verschwindend kleinen Minderheit, auch wenn er seinem Kandidaten noch so lautstark zujubelt.

Nach den beiden Parteikongressen werden die Karten neu gemischt und Vorhersagen zuverlaessiger. Nur Geduld.
mfG Beat

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nach-mir-die-springflut 08.06.2016, 18:52
26. Apple heim ins Reich

Zitat von Bernd Paysan
... das amerikanische Establishment ist stramm rechtskonservativ. ... Ich bin dann mal gespannt, wie Hillary Clinton Bernie Sanders einbindet, denn um die Wahl im November zu gewinnen, braucht sie die Stimmen seiner Anhänger.
In so sehr links-rechts unterteilt sich die amerikanische Wahlbevölkerung nicht wie in Europa, wo dann Kommunisten gegen Faschisten kämpfen. Auch ist "das Establishment" nicht eine nur starre Formation wie eine Statue auf dem Sockel. Auch hat die Wall-Street weit weniger politisches Credo, als ihr angedichtet wird. Die Wall-Street macht, was sie machen muss, weil sie nicht anders kann, wer ins Kasino geht, ist da, um zu spielen und um zu gewinnen, nicht um den Laden zu revolutionieren und Plakate hoch zu halten - was aber nicht heißt, dass die Wall-Street es als politisch korrekt empfindet, was sie macht. Es hat mit Statistik zu tun, nicht mit Religion, dass nunmehr 1% der Weltbevölkerung so viel hat wie die restlichen 99%. Problem am Geld in der Finanzwirtschaft ist, dass es innerhalb des Systems re-investiert wird, weil es den Übergang zur Realwirtschaft nicht mehr genügend gibt. Geld gibt es genug, man weiß aber nicht, wohin damit. Märkte sich zu erschließen wiederum hat mit einer expansiven Außenpolitik zu tun, die durchs Militär begleitet wird (und was begleitet sein muss, anders ist der neue Markt als Finanzplatz nicht sicher).

So wie also Clinton vor der Wahl steht, Bernie Sanders mit ins Boot zu holen, um seine Wähler zu bekommen, ein heikles Unterfangen, so rückt Trump unweigerlich auf jenes Establishment zu, dass er pauschal attackiert. Im Wesentlichen sagt Trump, das "Politiker keine Ahnung haben, korrupt sind und von den Wall-Street-Incorporations gekauft". Trump aber ist kein Sozialist, sondern er will die amerikanische Wirtschaft im Industriesektor wieder-beleben. Die NATO stellt er infrage, Geld (= O-Ton) fürs Militär will er nicht mehr überweisen an Japan, Deutschland und Süd-Korea; und mit Putin will er reden und definitiv keinen dritten Weltkrieg vom Zaun brechen.

So wie Clinton vor der Frage steht, ob sie Sanders mit ins Boot holt, stellt sich für Trump die Frage, welchen Schulterschluss er nun mit dem Establishment hinbekommt. Das nämlich mag sich mit Trump durchaus gut aufgehoben fühlen.

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biobayer 08.06.2016, 19:31
27. Das Gesicht, das keiner mehr sehen will

Zitat von NewYork76
Clinton ist das Establishment. Wenn Clinton gegen Trump antritt, so werden sich viele Sanders Waehler unter Umstaenden eher gegen das Establishment und fuer Trump entscheiden...wenn auch nur aus Protest. Clinton's Chancen Trump zu schlagen sind leider sehr viel geringer als viele das wahrnehmen. Ich kann nur hoffen, dass die Demokraten noch rechtzeitig aufwachen und tun was getan werden muss um Trump zu stoppen.
Clinton ist das Establishment. Aber nicht nur das.

Clinton ist das Gesicht, das keiner mehr sehen kann. Gesichter nutzen sich ab. Manche früher, manche später.
Sie ist zu lange dabei, wirkt unecht. Gequält. Echt an Clinton ist nur noch ihr maßloser Ehrgeiz. Das sollte dem Wähler zu wenig sein.

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Actionscript 08.06.2016, 19:54
28. Trump repräsentiert die AFUSA

AFUSA: Alternative for USA

Trump ist der Hoecke oder Gauland in den USA, rassistisch, neoliberal und selbstliebend. Er bezeichnet die Presse als Lügenpresse und bezichtigt Richter, die mexikanischen oder moslemischen Hintergrund haben, als nicht neutral. Nicht zu vergessen, daß er Frauen als Schweine bezeichnet hat.

Ich verstehe die Deutschen nicht, die in Trump einen Heilsbringer sehen. Trump wird Bomben und Granaten sähen. Man muss verhindern, daß dieser Typ jemals ins weiße Haus einzieht.

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