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CNN-Interview mit der Kanzlerin: Merkel sieht Grünen-Ergebnisse als Aufforderung
Wolfgang Kumm/ DPA

Nur selten gibt die Kanzlerin ausländischen Medien Interviews, nun hat sie mit CNN über Populismus und die Europawahl gesprochen. Das gute Abschneiden der Grünen sei eine "Aufforderung" an die Union.

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g.eliot 28.05.2019, 16:43
80. Frau Merkel, ein politische Chamäleon

Richtig. Deshalb habe ich schon seit einigen Jahren aufgehört, über ihre Politik zu diskutieren. Es gibt nichts zu diskutieren, wenn man einmal das politische Muster erkannt hat. Merkel erinnert mich nämlich in einer Hinsicht an den US Präsidenten Trump: Sie verkündet etwas, tut aber hinterrücks das Gegenteil. So z.B. seinerzeit der Widerstand der CDU gegen die Privatisierung des Wassers. Unmittelbar danach reiste die Kanzlerin nach Brüssel, um beim Haupt-Wasserlobbyisten unter den Bürokraten Treue zu schwören. Man darf nur vom Glück reden, dass der Widerstand in der Bevölkerung so massiv war, dass sie hier, ähnlich wie bei der Atomkraft aus populistischen Gründen umgeknickt ist. Auch geschah z.B. die Aufteilung der DDR-Ländereien an Großinvestoren unter größter Geheimhaltung, von lästigen, kritischen Medienberichten kaum gestört. Es gab auch nie eine Diskussion, warum der Zugang den ostdeutschen Bauern verwehrt wurde. Nun bewirtschaften diese Investoren, u.a. auch Chinesen deutsche Äcker, mit den üblichen massentauglichen umweltzerstörerischen Methoden, und niemand hat sich eingemischt. Na ja, und die Rolle der Kanzlerin bei der Auto-Lobby muss hier erst gar nicht angesprochen werden.

Frau Merkel hat es stets geschafft, ihre Kritiker zu vergraulen und trotz hehrer Wahlversprechen antisoziale Politik voranzutreiben. Die wenigen sozialen Gesetzesvorlagen, die von der SPD initiiert worden sind, sind durch die CDU geschrumpft oder zerstört worden. Dass die CDU immer noch mehr Stimmen bekommt, liegt eben an ihrer Kunst, für ihr eigenes Versagen den richtigen Sündenbock zu finden. (Nicht, dass ich ein Fan der aktuellen SPD wäre.)

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tinosaurus 28.05.2019, 17:25
81. Nicht alle

Zitat von JensJacob
wie diese Frau es geschafft hat die Migrationsdebatte gegen die Klimadebatte einfach mal auszutauschen. Auf einmal sind es nicht mehr die Flüchtlinge sondern es ist das CO2 was die Nachrichten und scheinbar die besonders junge Gesellschaft bewegt. Sie ist und bleibt bis an das Ende ihrer Amtszeit ein wirklich ausgeschlafener Fuchs die genau weiß wie Politik und Gesellschaft geschickt manipuliert werden kann. und alle, alle fallen darauf rein.
Besonders die junge Generation hat deutlich gemacht, dass sie nicht dumm sind. Die jüngeren Mitbürger wollen Taten sehen und keine überheblichen Sprüche hören. Deshalb sind auch CDU und SPD hart abgestraft worden und müssen sich langsam was einfallen lassen, wenn sie nicht bald ganz verschwinden wollen. Nur noch an der Macht kleben reicht nicht mehr.

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bedireel 28.05.2019, 17:55
82.

Merkel macht weiter, Basta! Ihre Partei, die Grünen und die SPD werden gegen den Willen der Union an ihr festhalten. Verfassungstechnisch bliebe nur ein Vertrauensentzug der SPD, die dann auf 15 Prozent abstürzen würde. Also, bleibt alles, wie eh und je. Merkel, ex FDJ, ex SED, ex DDR-Abiturientin, Studentin, Doktorandin wird weiter machen auf ihrem Kurs der inneren Zerstörung der ihr verhassten CDU, die ihr die DDR nahm. Freundlich unterstützt von den Hamburger Haltungs- und Relotiusmedien, deren grüne Politikphantasien sie gerne unterstützt, um weiterhin bis zum Schluss eine wohlgesonnene Presse zu haben. So geht prinzipienlose Politik heute! Armes Deutschland.
M.f.G.

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aemrich 29.05.2019, 11:00
83. Tut endlich was zum Klimaschutz !

Zitat von dachbodenstradivari
Noch besser, als "vor allen Dingen zu sagen, dass wir uns den Zielen, die wir uns selbst gesetzt haben, auch verpflichtet fühlen", wäre es natürlich, auch Taten folgen zu lassen. Die junge Generation lässt sich jedenfalls nicht länger an der Nase herumführen.
Seit 3 Monaten liegt das Klimaschutzgesetz der SPD-Umweltministerin ohne Bearbeitung im Kanzleramt. Merkel und die CDU-Minister drücken sich um die Stellungnahme und verweisen es im heutigen Klimakabinett vermutlich zurück. So verspielt die Regierung ihre Glaubwürdigkeit. Es ist gut, dass Svenja Schulze in die Öffentlichkeit gegangen ist und die Drückerberger der Regierung sichtbar macht.

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