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CO2-Grenzwerte für Pkw: Finanzminister Scholz düpiert Umweltministerin Schulze
RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Klima-Ärger in der SPD: Umweltministerin Schulze wollte strengere CO2-Grenzwerte für Pkw. Erst rebellierten Autoindustrie und Betriebsräte - dann stoppte nach SPIEGEL-Informationen der Vizekanzler den Plan.

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nospam 04.08.2018, 08:28
1. Das sind genau die Themen...

... mit denen sich die SPD selbst abschafft. Es ist mir einfach schleierhaft, warum sich hier zum wiederholten Male zum Verbündeten der Industrie macht, und nicht zum Verbündeten der Menschen. Anstatt sich deutlich von der CDU/CSU abzugrenzen, macht sich die SPD zur schlechten Kopie. Der Wähler wählt dann doch lieber das Original oder (da die Initiative der Umweltministerin ja im Kern richtig ist) gleich Grün.

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purple 04.08.2018, 08:31
2. CO2 Unsinn

Scholz hat vollkommen recht. Der CO2 Ausstoss eines Autos ist eine Umschreibung für den Benzinverbrauch. Wenn sie einen Flottenverbrauch von 2l vorschreiben würden, würde jedem auffallen, dass das Unsinn ist. Über den Umweg CO2 dagegen verstehen es die meisten nicht.

Der CO2 verbrauch muss sinken und zwar dadurch - und das ist auch der einzige technisch machbare Weg - dass man Energie CO2-Frei herstellt. D.h. Power2Gas. Damit kann man Wasserstoff herstellen und auch Methan und E-Fuel.

Die Power muss aus Wind und Sonne kommen. Sog. Biogas ist auch eine Fehlentwicklung, da der Flächenverbrauch immens ist. Wind und Sonne brauchen nur 1/100 der Fläche

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mwern1966 04.08.2018, 08:32
3. Ein ganz einfache erster Schritt...

...wär die Einführung eines generellen Tempolimits von 120 oder 130 km/h auf deutschen Autobahnen. Der Kraftstoffverbrauch und damit der CO2 Ausstoß würden sinken. Gleichzeitig wäre der Anreiz, leistungsstarke Autos anzuschaffen, geringer. Die Zahl schwerer Autobahnunfälle würde weiter zurückgehen, wodurch der Allgemeinheit Kosten erspart würden.
Aber das alles ist dank der deutschen Autolobby mit der derzeitigen Bundesregierung nicht zu machen.. Leider.

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olliver_123 04.08.2018, 08:35
4. Richtig so

Zum einen geht es nicht nur darum irgendeinen Lebensabend zu verlängern, wenn man Arbeitsplätze sichert. Da hängt ja schon bisschen mehr dran, so zum Beispiel Steuergelder aus denen unter anderem die Mitarbeiter im Umweltministerium samt deren Programme/Beihilfen zum Umweltschutz bezahlt werden...Und zum Thema Hybrid, klar ist der weniger effizient, aber wenn man Elektro oder Fahrräder fördert, dann passiert erst recht nichts. Kein Arbeitgeber wird den Mitarbeiter vorschreiben, sich Elektroautos auszusuchen oder vom Auto aufs eFahrrad umzusteigen. Hybrid Fahrzeuge kann man hingegen besser verargumentieren und sind mal ein Anfang. Mann muss bei dem Thema weg von der Radikalität und in kleineren (realistischen) Schritten denken.

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ovi100 04.08.2018, 08:39
5. da hilft auf die schnelle..

auch wenn unpopulaer: Erstens) Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen, das ist der schnellste Weg zu einer besseren CO2 Bilanz zu kommen und sehr einfach und schnell umzusetzen. Nebeneffekt: Verkehr wird gleichmaessiger fliessen sowie weniger Verkehrtote.
2.) eine Besteurung auf CO2 Ausstossbasis

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bullerbeck 04.08.2018, 08:43
6. Gute Nachrichten

Für die Konkurrenz von BYD bis tesla. Während die deutsche Autoindustrie auf steigende Umsätze durch plugin-hybride hofft, können sie in aller Ruhe Marktanteile übernehmen. Schade. Ich hatte Scholz mehr Kompetenz und Weitsicht zugetraut.

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bittezweifeln 04.08.2018, 08:50
7. Korrektur

Es ist nicht so, dass die Bundesregierung dabei ist, "auch diese Chance zu verpassen". Richtig ist, das die Bundesregierung, vor allem Kanzler/-in und Verkehrsminister seit Jahren mit voller Absicht alles blockieren und verhindern, was ansatzweise mit Klimaschutz tun hat. Egal, ob auf dem Automobil- oder auf dem Energiesektor. Leider sind auch die Betriebsräte auf dem falschen Dampfer. Der Erhalt von Arbeitsplätzen funktioniert mit fortschrittlicher Technologie ("Vorsprung durch Technik") und Weiterentwicklung bisheriger und neuer Techniken, nicht durch krampfhaftes Festhalten an zwar funktionierender, aber veralteter Technik.

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klimperhannes 04.08.2018, 08:50
8. CO2 und die deprimierende Erkenntnis

Die wohl realistische Erkenntnis ist die, dass die Menschheit erst dann mit dem massenweisen Ausstoß von CO2 aufhören wird, wenn die fossilen Energieträger nahezu verbrannt sind und es sicht schlicht nicht mehr lohnt, diese zu verbrennen.
In Deutschland winseln Betriebsräte, in den USA ist der Klimawandel sowieso „fake news“, die EU beschließt Klimaziele oder auch nicht - interessiert sowieso keinen, wenn diese nicht erreicht werden.
Von Russland hört man in der Beziehung ungefähr gar nichts. Und China reagiert auch nur, weil in den Metropolen die Menschen an den Begleitstoffen im Abgas ersticken.
Vielleicht sollten wir uns eingestehen, dass die gesamten bekannten und noch zu entdeckenden Öl-, Kohle- und Gasvorräte verbrennen werden. Weil die Intelligenz des Menschen leider weder dem Kollektiv noch der Zukunft zugewandt ist.

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hugotheKing 04.08.2018, 08:51
9. kurzsichtige Betriebsräte - genau wie die Manager

Wenn die Betriebsräte mit Arbeibeitsplatz argumentieren, müssten sie für härtere CO2-Grenzwerte sein, denn dadurch sind die Autohersteller und Zulieferer gezwungen mehr Innovationen zu leisten und "den Vorsprung durch die Technik" in Deutschland zu halten. Ansonsten werden wir schnell von Tesla und Ostasiaten überrollt. Wir müssen die Zeit, die durch trumpsche Politik geliehen wird, nutzen.

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