Forum: Politik
Cohn-Bendit über Syrien-Intervention: "Deutschland sollte sich beteiligen"
REUTERS

Einen US-Alleingang fände er "fatal": Der grüne Europapolitiker Cohn-Bendit fordert im Interview, dass Deutschland sich an der Vorbereitung eines Einsatzes gegen Assad beteiligen muss. Rot-Grün warnt er davor, mit "billigem Anti-Amerikanismus" Wahlkampf zu machen.

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thoscha 30.08.2013, 18:59
10. Endlich....

Endlich jemand der sagt wie es ist. Unsere konfliktscheuen Politiker sind ein Witz. Cohn-Bendit bringt es auf den Punkt. Was ist hier nur los? Ist denn niemand mehr da der die Notwendigkeit sieht das man den Menschen in Syrien helfen muss?! Und wenn es nicht anders geht dann eben militärisch, aber das ist mit allergrößter Vorsicht zu handhaben. Wie auch immer - so langsam sollte Europa sich klar werden was es will und wohin das führt. Deutschland sollte eine führende Rolle in der EU übernehmen und endlich einmal an seine eigene Stärke glauben und sich aus dem Schatten des WW2 befreien. Wir sind Europa.!!!

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heimerdinger23 30.08.2013, 19:01
11. Soll das Interview helfen nicht die Grünen zu wählen?

Was ist das für ein komischer Typ, der redet von militärischen schlag da ein alleingang der USA fatal wäre, darum sollen wir mitmachen?!
Hat er den nichts mitbekommen wie die Menschen überall denken? Will der Macht und Marktanteile für eine gewisse Gruppe "erkämpfen" oder wie soll man den verstehen?
Und dann wieder die billige Aussage von Anti-Amerikanismus, wenn in den USA zur Zeit die Leute gegen dies protestieren, dass sind dann wohl auch Anti-Amerikaner.
Wo ist der gesunde Menschenverstand der Politiker hin. Wenn diese Leute mal so vorbreschen würden bei der NSA Affäre, aber naja wäre ja dann auch wieder Anti-Amerikanisch und dann auch noch der Vergleich mit Auschwitz! Hallo, gehts noch!? *kopfschütteln*
Also jeder der bisher mit dieser Aussage von Anti-amerikanisch etc. kam, hat für mich keinen normalen Menschenverstand. Ist ja fast so schlimm wie die Antisemiten Keule. Kritik ist nicht erwünscht!

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postit2012 30.08.2013, 19:03
12. Wieso

Zitat von sysop
Einen US-Alleingang fände er "fatal": Der grüne Europapolitiker Cohn-Bendit fordert im Interview, dass Deutschland sich an der Vorbereitung eines Einsatzes gegen Assad beteiligen muss. Rot-Grün warnt er davor, mit "billigem Anti-Amerikanismus" Wahlkampf zu machen.
soll sich Deutschland bei so einem Unsinn beteiligen?

Deutschland hat
1. keine Weltpolizistenrolle
und
2. in dieser Region keine glaubwürdigen Interessen.

Eine antiamerikanische Haltung sehe ich da überhaupt nicht.

Schönes Wochenende
postit

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stephanie.nockel 30.08.2013, 19:04
13. Interview gelesen...

...lieber Vorschreiber??
scheinbar nicht, sonst würde man zumindest die Behauptung, man könne von Cohn Bendit auf die deutschen Grünen schließen und dadurch seine Wahlentscheidung fällen, sein lassen.
Grünenbashing ohne auch nur ein Gegenargument, ja sogar ohne überhaupt auf das Thema einzugehen... das ist so gar nicht diskussionswürdig.
Aber ich frage mich, ob es eine Gesetzmäßigkeit ist, dass der erste Kommentar immer inhaltsleer und unsachlich sein muss?!

Zum Interview: Ich finde C-B's Ansatz zumindest logisch argumentiert und kann der Forderung, eine militärische Intervention nicht ohne politische Strategie und vorheriger Artikulation des Zieles (Waffenstillstand) durchzuführen, nur zustimmen.
Darüber hat bisher niemand großartig einen Gedanken verloren.

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copperfish 30.08.2013, 19:06
14. Naja

Zitat von fleischwurstfachvorleger
ist Grüner, spricht aber nicht für die Grünen in Deutschland. Mit der gleiche Logik könnten Sie ja sagen: Steinbrück will in den Krieg gegen Syrien ziehen, weil der Sozialdemokrat Hollande das möchte. Dieses ungefilterte Grünen-Bashing, ohne Sinn und Verstand, ist etwas arg nervig
Naja, Cohn-Bendit ist so etwas wie eine "Ikone" der europäischen, und nicht zuletzt auch der deutschen "Grünen".
Was da in diesem Zusammenhang der Hollande mit der sPd, deren Fan ich ganz sicher nicht bin, zu tun hat, bleibt wohl Ihr ureigenstes Geheimnis.

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yournightmare 30.08.2013, 19:09
15. optional

"Man läuft dann immer der russischen Position hinterher."

Genau das sollte die Bundesregierung aber auch anstreben. Bisher verhalten sich die Russen in den meisten Krisen am rationalsten von allen. Wieso kein Beispiel dran nehmen?

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CommonSense2006 30.08.2013, 19:10
16. Meine Güte...

Unfassbar, Cohn Bendit hat von Syrien kein Ahnung, aber davon jede Menge.

„Assad betreibt eine ethnische Säuberung seines Landes. Der Chemieangriff zielte darauf, immer mehr Sunniten zur Flucht zu zwingen.“ Wie bitte? Assad versucht, 70% der Bevölkerung seines Landes zu vertreiben? Im Ernst? Glaubt er das, was er da sagt?

Oder: „Aber das Beharren des Westens auf einer politischen Lösung hat in den letzten zwei Jahren die Position Assads gestärkt.“ Der Westen hat eine politische Lösung gesucht? Komishc, wieso habe ich davon nichts gemerkt? Das Einzige, was ich gesehen habe: England, Frankreich und USA liefern Waffen, Ausrüstung Logistik und geheimdienstliche Unterstützung für die bewaffneten Aufständischen, ignorieren das einigermaßen erfolgreiche Verfassungsreferendum und reden ansonsten nur mit sich selbst.

Immerhin konsistent ist die Aussage: „Eine Strafaktion ohne politische Strategie wäre falsch.“ Da es seit zwei Jahren keine politische Strategie und vor allem kein Konzept dafür gibt, wie es in einem Syrien ohne Assad weitergehen könnte, ist auch die Strafaktion überflüssig.

So langsam scheinen die westlichen politischen Führer zu bemerken, dass die syrische Opposition weder organisatorisch noch politisch fähig ist, das Land in eine bessere Zukunft zu führen. Das sind entweder kleine Opportunisten oder militante Islamisten, die bei der Masse der Bevölkerung keinen Rückhalt haben. Mit denen ist kein Staat zu machen. Und jetzt erst fällt ihnen auf, dass ja neben 20 Millionen schützenswerten Zivilisten auch gefährliche Waffen in dem Land existieren und unser Interesse insofern irgendwie auch eine stabile Regierungsform sein müsste. Leider sind die „Rebellen“ da keine Alternative zu Assad.

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ybg 30.08.2013, 19:13
17. Sowohl die Lage

in Ägypten als auch die Lage in Syrien schätzt Cohn-Bendit völlig falsch ein. Es geht nicht um Politgeplänkel, sondern darum, terroristische Islamisten zurückzubinden.
Es geht darum, auch unser westliches Leben zu schützen.
Natürlich verurteile ich die Gasangriffe, wer sie durchgeführt hat, werden wir so bald nicht wissen.
Kein Eingreifen in Syrien! Befragt Cohn-Bendit nicht mehr, er sieht nicht durch.

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gerald246 30.08.2013, 19:13
18. Erhöhung des Militärbudgets notwendig

Zitat von stephanie.nockel
... ... Zum Interview: Ich finde C-B's Ansatz zumindest logisch argumentiert und kann der Forderung, eine militärische Intervention nicht ohne politische Strategie und vorheriger Artikulation des Zieles (Waffenstillstand) durchzuführen, nur zustimmen. Darüber hat bisher niemand großartig einen Gedanken verloren.
Dann müsste sich Cohn-Bendit (und einige der Foristen) ja eigentlich auch für eine Erhöhung des Militärbudgets in Deutschland sowie die Herstellung einer zumindest regionalen Einsatzfähigkeit (d.h. transportflugzeuge und Schiffen, ein Flugzeugträger für Luftunterstützung, Kampfhubschrauber, Jabos usw) einsetzen. Davon habe ich allerdings noch nichts gehört, wie siehts denn aus Leute? Dreimal hoch auf, und mehr Geld für die Bundeswehr oder was??

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copperfish 30.08.2013, 19:13
19. Waffenstillstand

Zitat von stephanie.nockel
...lieber Vorschreiber?? scheinbar nicht, sonst würde man zumindest die Behauptung, man könne von Cohn Bendit auf die deutschen Grünen schließen und dadurch seine Wahlentscheidung fällen, sein lassen. Grünenbashing ohne auch nur ein Gegenargument, ja sogar ohne überhaupt auf das Thema einzugehen... das ist so gar nicht diskussionswürdig. Aber ich frage mich, ob es eine Gesetzmäßigkeit ist, dass der erste Kommentar immer inhaltsleer und unsachlich sein muss?! Zum Interview: Ich finde C-B's Ansatz zumindest logisch argumentiert und kann der Forderung, eine militärische Intervention nicht ohne politische Strategie und vorheriger Artikulation des Zieles (Waffenstillstand) durchzuführen, nur zustimmen. Darüber hat bisher niemand großartig einen Gedanken verloren.
Der viel zitierte "Waffenstillstand" scheitert doch immer wieder an genau jenen, die man jetzt unterstützen will, und die nach aller Logik selbst für sämtliche Giftgasangriffe in Syrien verantwortlich sind.
Man sollte mal genau darauf achten, was der "gute" Mann nach dem Ende seines Mandats vorhat, bzw. in welche "Firma" er wechselt.

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