Forum: Politik
Comeback in Großbritannien: Farage kapert die Wahl, die es nie geben sollte
Daniel LEAL-OLIVAS / AFP

Die Europawahl sollte eigentlich ohne Großbritannien stattfinden. Doch nun ist der Brexit aufgeschoben, die Briten stimmen mit ab. Nigel Farage nutzt das für ein Comeback - und dominiert den Wahlkampf.

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Mentor 54 13.05.2019, 16:42
130.

Zitat von burlei
34% EU-Gegner und Brexit-Befürworter also. Wie viele haben damals für den Brexit gestimmt? 51,9%? Sagen wir mal 52%. Jetzt wollen nur noch 34% die Brexit-Partei von diesem Gauner wählen. Das ist ein Verlust von 18%! So sollte man das einmal sehen. Wer 2016 für den Brexit gestimmt hat, wird jetzt bestimmt nicht die Torys oder sogar Labour, Grüne, Liberale oder irgendwelche Pro-EU-Parteien wählen. Bei denen besteht ja die Gefahr, dass sie ein zweites Referendum fordern (eigentlich ja ein erstes, denn 2016 war nur eine Meinungsumfrage, die die Torys zum "Brexit" hochstilisiert haben.).
Tories und Ukip sind ebenfalls für den Brexit, macht dann zusammen 49%.

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Pickle__Rick 13.05.2019, 16:43
131.

Zitat von joreniek
um den Briten den Brexit so schwer wie moeglich zu machen. Jetzt kommt die Rechnung .
Inwiefern hat die EU den Briten den Brexit schwer gemacht? Nennen Sie doch bitte nur ein Beispiel.
Der Abstimmung zum Austrittsabkommen ist gescheitert weil die Akteure nicht einsehen wollten, dass es ohne Personenfreizügigkeit nicht einfach so einen Zugang zum Binnenmarkt geben kann. Dies gehört eben zu den Grundprinzipien der EU und das hat man von Anfang an offen und ehrlich kommuniziert. Nein, ist gab in der Geschichte kein einziges Beispiel in dem dies geklappt hat. Weder mit der Schweiz oder Norwegen. Es ist sicher nicht die Schuld der EU, wenn sich Brexitraumtänzer nicht mit dieser einfachen Wahrheit abfinden können.

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unixv 13.05.2019, 16:45
132. Brexit?

oder EU-Desaster? und fallen die Briten ein zweites mal auf den Blender rein? Irgendwie geht alles was mit EU zu tun hat, nicht gerade gut! Falsches Personal?

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Here Fido 13.05.2019, 16:46
133.

Zitat von Schartin Mulz
Dieses Wüten und Toben hier im Forum. Da wird gegen DIE Briten gehetzt, dass es einem schwindelig wird. Oder gegen die EU, je nach Sichtweise. Dabei ist die Situation klar: DIe briten habne zwar erklärt, austreten zu wollen, haben das aber noch nicht getan. Also nehmen sie auch an der Wahl teil. Dass die britischen Abgeordneten nach einem Austritt natürlich ausscheiden werden, ist doch wohl klar, wenn man das nicht weiß, kann man ja auch mal googeln vor dem Kommentieren. Die britischen Wähler haben beim Refernedum ihren mehrheitlichen Willen kundgetan, die EU zu verlassen. Da das bisher unter May nicht geklappt hat, wählen jetzt viele eben die Brexit-Partei. Und Farage tritt dafür an. Das ist ein normaler Prozess, das ist kein "Kapern", das ist Demokratie. Die Diskussion ist jetzt seit Monaten von Empörung gekennzeichnet. Empörung verstellt aber leicht den Blick auf die Realität.
Nicht ganz richtig in meinen Augen. Die Briten haben den Austritt offiziell erklärt. Da kein Abkommen zustande kam, hätte der Austritt eben ohne Abkommen wirksam werden sollen. Und da haben alle kalte Füsse bekommen.

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mkalus 13.05.2019, 16:47
134.

Zitat von simonweber1
Eindruck ist richtig. Die Stimmung gegen die EU in UK ist grottenschlecht. Hier in den Medien wurde viel relativiert und verharmlost dargestellt. Hier wurde immer der Eindruck erweckt, die Gesellschaft sei so 50:50 gespalten. Das war aber nie so, die Brexitbefürworter scheinen schon immer in der Mehrheit gewesen zu sein.
Wieso sollte das überraschen? Viele Briten wollten nie in die EEC / EU da man sich immer noch als Empire sah und der Meinung war und ist das die Briten anderen sagen sollten wie dinge gehen.

Wer Britisches Fernsehen sieht sieht, vor allem Dokumentation etc. wird sehr schnell dessen belehrt.

Du hast die Britischen Medien auf der einen Seite die den Leuten ständig was von “The Great British Public” erzählen und auf der anderen Seite hast Du dann die Medien die Lügengeschichten aus dem Rest von Europa verbreiten um zu zeigen wie schlimm es dort ist.

Obendrauf dann noch 40 Jahre Innenpolitik wo die eigenen Fehler auf die EU abgewälzt werden und natürlich wollen die meisten dann raus aus dem “Gulag” wie das der Aussenminister Jeremey Hunt so schön im Oktober gesagt hat.

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mkalus 13.05.2019, 16:49
135.

Zitat von Nur ein Blog
Es wäre nicht mal nötig, die Briten aus der EU zu schmeissen - sie würden von sich aus gehen, wenn man sie liesse.
Moment, da haben sie was verdreht. Es ist nicht die EU die die Briten hält. Die Briten wollen (noch) bleiben. Die EU ERLAUBT den Briten noch zu bleiben.

Es war May, zweimal, die mit dem Hut in der Hand bei den EU-27 ankam und darum bat noch bleiben zu dürfen.

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s.l.bln 13.05.2019, 16:49
136. Denken Sie sich...

Zitat von mkalus
Das ist in der Zwischenzeit Methode bei der EU. Die Briten wollen was, bekommen es und zuhause wird dann behauptet die EU hätte die Briten mal wieder über den Tisch gezogen. Jemand sollte mal bei der EU Nachfragen ob das Wort “No” in ihrem “Europäisch zu Britisch” Wörterbuch existiert.
...sowas einfach aus?
Die Briten wollten angeblich austreten. Die EU hätte sie gerne gehalten. Die Briten wollten freien Marktzugang ohne die EU Bedingungen einhalten zu müssen. Die EU hält davon nichts.
Jetzt sind sie immernoch Mitglied und müssen nach dem Austritt, wenn er denn kommt, entweder auf den Binnenmarkt verzichten, oder die EU Regeln einhalten.
Wer hat also bislang bekommen, was er wollte?

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denny101 13.05.2019, 16:50
137.

Ich hab schon immer eine recht schlechte Meinung vom Wahlvolk gehabt, und dennoch bin ich immer wieder entsetzt, wie dumm das Volk doch ist. So langsam bin ich für die Ersetzung der Demokratie durch eine Regierung von Experten.
Auch den 2. Weltkrieg haben letztendlich aufgehetzte Demokratien angezettelt...

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mkalus 13.05.2019, 16:53
138.

Zitat von tucson58
Ich sehe das eher so, das in der Sache Brexit mit Farage Brüssel nun unter Druck gesetzt wird und am Ende Zugeständnisse machen und der Austrittvertrag aufgeschnürt wird und die Briten erst austreten wenn ihre Bedingungen erfüllt sind ..... Die haben ja Zeit und mit den britischen EU Gegnern im EU Parlament wird das in Brüssel bei Abstimmungen noch lustig !
Wie soll Farage denn Brüssel bitte unter Druck setzen? Der ist ja kaum im Parlament. Und selbst wenn er es währe, der wird grosse Reden schwingen, die EU Undemokratisch nennen, andere Kollegen persönlich angreifen und sich dann zuhause als Held Feiern lassen.

Ich vermute mal stark das andere EU Abgeordnete das Spiel nicht mehr mitspielen werden. In der Vergangenheit hat man Farage’s verhalten geduldet weil man eben keine Wellen schlagen will. Die Kommentaren die aus dem EU Parlament in den letzten Wochen und Monaten kamen erwecken aber den Eindruck das viele die Schnauze voll haben.

Da kann Tusk und Juncker sich noch so sehr verbiegen, ich vermute mal stark Farage und den andere Briten wird ein recht eisiger Wind ins Gesicht schlagen.

Auch die Ungarn und Polen im EU Parlament werden sich nicht gross aus dem Fenster hängen. Die wissen genau das Farage raus will und sie selber aber wollen das nicht. D. h. es wird sehr wenig Support für Farage geben.

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Nur ein Blog 13.05.2019, 16:54
139. Immer der selbe Mist mit "Verantwortung übernehmen" ...

Zitat von saarkast
Farage ist wirklich erbärmlich: Damals, als es nach dem Votum an die Sacharbeit und Lösungsfindung ging, hatte er keine Lust Verantwortung zu übernehmen. Jetzt, wo man wieder mit Parolen punkten kann, kriecht er wieder aus seinem Loch - und muss nicht mal befürchten, dass er Lösungen präsentieren muss. Er kann sich in Draufhauen, Pöbeln und Fantasieren ergießen. Sehr traurig, dass so viele Briten das nicht durchschauen... Wieder mal bewahrheitet sich, dass es vergleichsweise einfacher ist, Mehrheiten GEGEN irgendetwas zu finden, als Befürworter für konkrete Lösungen - Dieses BREXITIEREN funktioniert etwas so, dass man z.B. fragt, wer alles noch der Meinung ist, dass am Wochenende 6 bestimmte Lottozahlen NICHT gezogen werden. Der Vollblutpopulist ergießt sich dann darin, sich als großer Lotto-Wahrsager zu feiern (bis maximal 3 Richtige ist das gar kein Problem). Der BREXITEER würde allerdings seinen Anhängern darüber hinaus noch prophzeien, dass diese alle durch seine Vorhersagen reich werden könnten!
"Verantwortung übernehmen" ist in einer Demokratie faktisch nur die Annahme einer Wahl oder einer Ernennung.
Nigel Farage ist weder gewählt worden noch hat ihn jemand ernannt in ein Amt, in dem er hätte "Verantwortung übernehmen" können und das wird auch wohl nie passieren. Dafür gibt es viele Gründe und längst nicht jeder überzeugte Brexiteer würden Nigel Farrage gerne als Premier sehen - vermutlich "sehr sehr wenige" nur.

Ich wette, wenn Nigel Farage (von der Queen) zum Premier ernannt würde, würde er das Amt annehmen. Auch Boris Johnson hat mal in einem Interview gesagt, die Chance, dass er je britischer Premier werden würde, sei etwa 1:Unendlich.

Wollen tun es viele, aber nur wenige haben die Möglichkeit, "Verantwortung zu übernehmen". Nigel Farage gehört mit Sicherheit nicht dazu, Boris Johnson nicht gerade mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, aber doch hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht.

Es ist doch völlig unbehelflich für die "Idee Europa", ständig nur die der Verantwortungslosigkeit zu bezichtigen, die (zum Glück) keine exetkutive Verantwortung tragen oder je werden tragen können.

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