Forum: Politik
Comeback in Großbritannien: Farage kapert die Wahl, die es nie geben sollte
Daniel LEAL-OLIVAS / AFP

Die Europawahl sollte eigentlich ohne Großbritannien stattfinden. Doch nun ist der Brexit aufgeschoben, die Briten stimmen mit ab. Nigel Farage nutzt das für ein Comeback - und dominiert den Wahlkampf.

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EiligeIntuition 13.05.2019, 18:57
220. Sollte Great Britain irgendwann

Zitat von alexanderweisbrod
Was geschieht eigentlich, wenn GB doch aus der EU austritt, mit den britischen Abgeordneten im EU Parlament? Müssen diese es dann auch verlassen, oder sondern sie ihr spalterisches Gift weiterhin ab? Für Antworten bin ich dankbar.
tatsächlich aus der EU austreten, werden die Sitze in Brüssel unter den verbliebenen EU-Staaten aufgeteilt.

Nigel Farage und sein "spalterisches Gift" bleibt dem EU-Parlament dann erspart.

Aber ich würde mich nicht zu früh freuen. Großbritannien ist noch längst nicht ausgetreten. Und das ist gut so.

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ichliebeeuchdochalle 13.05.2019, 18:58
221.

Zitat von heissSPOrN
Die Brexiteers haben ja angekündigt, ihre Stimmen im EU-Parlament zu missbrauchen, um Entscheidungsprozesse ganz bewusst zu torpedieren.
Beachten Sie, daß ein paar Brexit-Hanseln gar nichts ausrichten, zumal das EU-Parlament nur wenig zu sagen hat. Und wenn es beim 31.10. bleibt, passiert sowieso nix.

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anboes 13.05.2019, 18:58
222. Und wer versucht nun, Putin dies alles in die Schuhe zu schieben?

Jetzt muss aufgedeckelt werden, dass Russland die EU- Wahl beeinflusst. Es gibt offenbar keinen anderen Anhaltspunkt als den, dass ein Schuldiger gefunden werden muss, was den Polen wohl so extra gut zu gefallen scheint.
Nigel Farage gegen Putin????
Schlimmer geht nimmer.

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dr_gb 13.05.2019, 18:59
223. Er ist einer jener Figuren, die über sich selbst

irgendwann in Geschichts- und Politkbüchern nicht lesen wollen, was über sie geschrieben wird.
Absehbar, dass das Resumée zu ihm so miserabel katastrophal sein wird, wie Mr T, diesem Erdogan Rüpel oder aus anderen Bereichen wie jene Lance Armstrongs, Harvey Weinsteins oder solch tragischen Figuren wie akut Tiger Woods oder Julian Assange.

Die beiden Letzteren wenigstens haben im Vergleich zum unsäglichen Farage noch Entwicklungspotential zum 'Besseren'.

Für Brexiters á la Farage aber ist die Geschichte bereits geschrieben -- selbstverschuldet. Nur die Quantifizierung der Negativ-Bilanz wird noch mit Ziffern in desaströsen Zahlen zu beschreiben sein.

Allein die schrecklichsten bekannten Szenarien aus Kriegen können hier als Analog für die aktuelle Situation überzeichnend, damit abschreckend (wiewohl es Keinen zu interessieren scheint, wirklich), bemüht werden : dumbes Festhalten und Bestehen auf der Fortführung selbstzerstörischer Stellungskriege in sog. großen Kriegen : es war analytisch Menschen-verachtend dumm an einmal entschiedenen Strategien der festgefahrenen Graben- und Stellungskriege festzuhalten. Und trotzdem wurde geopfert. Natürlich die Anderen. Von grandiosen Strategen, aus primär persönlichen Motiven : personal gains, short sighted.

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artep 13.05.2019, 18:59
224.

Zitat von Hörbört
Als das Brexit-Referendum zum Entsetzen aller Weiter-so-Europäer unglücklich endete, beeilte sich die EU, Verständnis und Einsicht zu signalisieren. Juncker legte sogar einen Katalog verschiedenster Reformvorschläge vor, die das immer heftiger zutage tretende Mißfallen seitens der 'Beglückten' (nämlich der normalen EU-Bürger) adressieren sollten. Das Ansinnen war gar nicht mal schlecht, und in seiner Bandbreite durchaus geeignet, Alternativen aufzuzeigen. Leider verschwand dieses Papier so schnell, wie es aus dem Hut gezaubert wurde. Je größer die Zweifel an der Sinnhaftigkeit eines Brexits, je lauter der Applaus für die unerbittliche Haltung der EU, desto vergesslicher wurde die EU-Aristokratie im Bezug auf ihre oben erwähnten Zugeständnisse. Heute sehen und hören wir nichts mehr von diesem kurzen europäischen Frühling. Business (sic!) as usual. Und schon wundern sich wieder einige, warum die Populisten so leichtes Spiel haben...
Wer gestern abend im Sender Phönix das Interview von Frau Kolster mit Kommissionspräsident Juncker gesehen und gehört hat, dem müsste spätestens dann aufgegangen sein, wer Juncker eigentlich ist und warum in Britannien der Spruch kursiert: "Wir werden von einem Mann namens Juncker regiert". Das erklärt vieles an der Haltung der Briten.

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ichliebeeuchdochalle 13.05.2019, 18:59
225.

Zitat von tinnytim
Den Briten fällt gerade volle Möhre ihr Mehrheitswahlrecht auf die Füße. Ein derartiger Stimmenzuwachs einer vorher nicht existenten Drittpartei in einem - größtenteils - Zweiparteiensystem ist mit einem Verhältniswahlrecht quasi unmöglich. Andererseits haben sowohl Labour als auch Tories die letzten beiden Jahre eine desolate Figur abgegeben und ihr übriges dazu getan
Schade, daß Ihnen nicht bekannt ist, daß das EU-Parlament nicht nach britischem Wahlrecht gewählt wird. Arbeiten Sie das mal nach. Danke.

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Athlonpower 13.05.2019, 19:02
226. Macron bekämpft vehement einen Deutschen als EU-Kommissionspräsident

Zitat von mkalus
Weil es nicht die EU Institutionen waren sondern die Chefs der 27 Mitgliedstaaten. Also Merkel, Macron etc.
Und genau deshalb, weil ihn Merkel über den Tisch gezogen und lächerlich gemacht hat, sinnt Macron, der ja strikt gegen die Verlängerung war jetzt auf Rache und versucht mit allen Mitteln, einen Deutschen als EU-Kommissionspräsident zu verhindern,

man trifft sich halt immer zweimal im Leben.

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erespondek 13.05.2019, 19:03
227. Jetzt baut sich genau das auf

wovor Aufschubkritiker gewarnt haben : es wird jemand ins EU Parlament Einzug halten der konstruktives Arbeiten bewusst hintertreiben wird und sich nicht einfangen lassen wird

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at.engel 13.05.2019, 19:04
228.

Im Grunde sind also nicht einmal 30% wirklich für einen Verbleib in der EU. Damit erübrigt sich eigentlich alles andere. Man kann von dem Brexit halten, was man will, die EU muss sich aber langsam mit etwas wichtigeren Themen beschäftigen - sonst löst sich nämlich die EU auf, ehe die Briten wissen, was sie jetzt wollen.

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xxgreenkeeperxx 13.05.2019, 19:04
229. letzte Chance

Vielleicht ist das die letzte Chance den Brexit doch noch abzusagen. Wenn Mr. Farage mit seinen Brüdern im Geiste genügend Stimmen bekommt um die EU zu dominieren überlegt er es sich vielleicht noch mal und sagt den Brexit dann selbst ab. Die EU zu beherrschen ist doch allemal besser als nur UK oder? Deshalb kann ich nur allen empfehlen die UK unbedingt in der EU halten wollen um damit das britische Volk vor den "Folgen" eines Brexits zu bewahren, wählt die Partei in eurem Land, die auch Mr. Farage wählen würde. Nur so kann der Brexit meiner Meinung nach noch verhindert werden. Alle sonstigen Empfehlungen an das Volk in UK würde ich in englischer Sprache abfassen, denn deutsch versteht da keiner, dafür aber Mr. Trumps Reden im Original, natürlich unter Berücksichtigung seines sicher etwas eigenwilligen Humors für den man hierzulande ja überhaupt nicht empfänglich ist. Und was die Briten von europäischem Entertainment halten, einfach mal ihren Beitrag zum Eurovision Song Contest abwarten.

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