Forum: Politik
Comeback in Großbritannien: Farage kapert die Wahl, die es nie geben sollte
Daniel LEAL-OLIVAS / AFP

Die Europawahl sollte eigentlich ohne Großbritannien stattfinden. Doch nun ist der Brexit aufgeschoben, die Briten stimmen mit ab. Nigel Farage nutzt das für ein Comeback - und dominiert den Wahlkampf.

Seite 30 von 34
EiligeIntuition 13.05.2019, 23:19
290. Diese Logik

Zitat von thobie2
Nein, zeigt sich nicht wirklich. Denn die harten Brexiteers machen etwa 34% aus. Nicht mehr. Andererseits haben europafreundliche Parteien dazu gewonnen. Und ja, die Briten müssen endlich Ernst machen und die EU verlassen.
müssen Sie mir - und den Anderen - mal erklärbären.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
EiligeIntuition 13.05.2019, 23:43
291. Nur

Zitat von heissSPOrN
Sie werden staunen: Beim Mehrheitswahlrecht wie in UK können sogar 34% an der Urne eine absolute Mehrheit in den Parlamenten bedeuten. Kommt halt drauf an, wie sich der Rest auf die anderen Parteien in den Wahlkreisen verteilt... es ist nicht alles schlecht am Verhältniswahlrecht! (Die Überhangmandate in der heutigen Form sind aber in der Tat eine - kostspielige - Seuche!)
dass bei den Wahlen zum EU-Parlament nicht das britische Mehrheitswahlrecht", sondern in der gesamten EU das Verhältniswahlrecht (Ausnahme Nordirland) angewendet wird.

By the way hat die UKIP-Mehrheit von 26,6 Prozent bei den EU-Wahlen 2014 auch nichts weiter bedeutet, als dass Nigel Farage mit ein paar Hanseln ins EU-Parlament einzog und dort 5 Jahre lang bedeutungslos blieb.

Ich werde daher zu meinem größten Bedauern ganz sicher nicht "staunen".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
conrath 13.05.2019, 23:47
292. Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode.

Die EU ist schwach, wie ihre Institutionen. Dank derer, die kein starkes Europa wollen und mit jeder Entscheidung zugunsten nationaler Interessen an seinem Untergang arbeiten. Allen Staaten voran, die deutsche BR, in Form einer unsäglichen GroKo unter Führung einer BKin, die inzwischen sang- und klanglos ins Schwerelose entfleucht ist. Dad VK hat an seinen Interessen nie einen Zweifel gelassen. DE und FR haben es geschickt kaschiert... und gemacht, was ihre Lobbies wollten. Armes, im Stich gelassenes Europa. Putin, Trump und Xi werden sich freuen! Ich werde von diesem Desaster der Selbstzerstörung, durch willfähige Trolle beschleunigt nicht wirtschaftlich oder anderweitig persönlich betroffen sein und könnte meinen Frieden damit machen. Ich habe aber Nachkommen. Die Jugend hat das Warten auf die EU und Nationalstaaten wohl schon aufgegeben. Mit Recht. Ihr Format ist das Friday for Future. Die hören uns und den politischen Granden schon nicht mehr zu. Das ist das Format, auf dem sich die neue Generation konkret verständigt.
Mich erfasst Zorn und Wut angesichts der Dummheit mit der man ins Verderbnis maschiert. Der Morgen eines neuen europäischen Desasters wird erneut schlafwandlerisch erreicht. Europas Schicksal? Nein, es ist schlicht Dummheit. Unserer Generation.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
upalatus 14.05.2019, 00:04
293.

Zitat von artep
Ich weigere mich einfach, die Wähler in GB für blöd und dumm zu erklären. Wir sprechen hier von der ältesten Demokratie der westlichen Welt und die Unterhausdebatten zu verfolgen, ist ein Genuss. Wenn die britische Bevölkerung für einen Brexit stimmt, tut sie das bewusst und nimmt auch Entbehrungen inkauf, weil sie nicht fremdbestimmt sein will. Wer unter dem Brexit leiden wird, ist die Europäische Union, der der Brexit sowohl wirtschaftlichen Schaden, als auch und vor allem einen riesengroßen Immageschaden zufügt. Hoffentlich lernt Europa daraus, dass nicht alles so weitergehen kann wie bisher, sondern dass man neu und demokratischer denken muss.
So manch Engländer verweigerte sich beim seinerzeitigen aufgeheizten Referendum, als Zampanos wie Farage und Johnson ihre emotionalen Reden gegen eine 'Fremdbestimmung' geschwungen haben, ebenfalls ganz einfach dem Nachdenken/Akzeptieren von Realitäten und Folgen von Entscheidungen.

Das britische Volk hat also entschieden, gut. Wenn der Austritt denn so volksempfunden simpel ist, und , wie Sie sagen, das tapfre Volk sich gar entbehrungsbereit (sehr dünnes Eis...) einer ominösen 'Fremdbestimmung' erwehrt: Warum nur ist GB dann immer noch in der EU, warum nur würgt man auf der Insel massivst am Thema Brexit rum, warum kein Volksaufstand pro apokabrexit now, warum nur flieht britisches Kapital nebst Firmen aus dem Land etx.?

Natürlich erleidet ein Europa einen Imageschaden. Ein Schaden aber, der dümmlich-reisserisch-hohlbirnig-kurzsichtig-alegeschwängert herbeigefiebert wurde abseits von Realität.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
EiligeIntuition 14.05.2019, 00:12
294. Warum wird hier ständig

Zitat von simonweber1
ist richtig, denn für den Fall des Brexit stehen schon "Nachrücker" bereit. 27 der 73 britischen Sitze sind durch den Verkleinerungsbeschluss bereits auf andere EU-Staaten verteilt worden, die dadurch nach der Europawahl mehr Sitze im Parlament hätten. Bleiben die Briten über Anfang Juli hinaus, würden diese Abgeordneten aus Ländern wie Frankreich oder Belgien zwar gewählt, könnten aber ihr Mandat nicht antreten. Sie müssten bis einem endgültigen Brexit-Termin warten, an dem die britischen Parlamentarier ihre Sitze räumen müssten.Schon alles sehr chaotisch.
solch ein hanebüchener Unfug verbreitet (rhet.).

Niemand in der EU, der/die direkt "gewählt" ist, kann das "Mandat nicht antreten".

Eine solche Behauptung ist schlicht Unfug.

Bei jeder Wahl in nahezu allen Parlamenten stellen die Parteien sog. Reservelisten auf, aus denen dann bei Bedarf die entsprechenden KandidatInnen jeweils nachrücken.

Das gilt natürlich auch in der EU.

Nichts anderes fände bei einem Brexit und dem damit verbunden Auszug der britischen EU-Abgeordneten statt.

Das ist nicht "chaotisch", sondern in allen Parlamenten ständig usus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
EiligeIntuition 14.05.2019, 00:22
295. Na dann

Zitat von heissSPOrN
Doch, gemäss einer Doku über den Brexit hatte er sich für die (erste) Fristverlängerung ausgesprochen, und die war schon ein Fehler.
muss es ja stimmen, wenn Sie das in einer "Doku" vernommen haben, dass Michel Barnier als Unterhändler ganz allein für eine Verlängerung der Austrittsfristen votiert hat und alle 27 EU-Regierungschefs nichts mehr zu sagen hatten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zonkk 14.05.2019, 00:43
296. Wahrlich eine blöde Frage,

Zitat von j.vantast
Warum schmeisst man einen Europaabgeordneten der öffentlich Stimmung gegen die EU macht nicht einfach raus oder lässt ihn nicht zur Wahl zu?
die eigentlich nur von einem Demokratieverächter gestellt werden kann. Sie wollen Europa als quasi geschlossene Gesellschaft; und wem`s nicht passt, der soll gefälligst austreten? Dann können wir uns die Europawahlen ja gleich sparen. Es ist eine irrige Meinung, dass nur "europafreundliche" Parteien die Zukunft des Kontinents zum Wohle lenken können bzw. diese bestimmen dürfen. Nota bene: Gutmenschen irren oft. Und was außer dem europäischen Zentralstaat wäre denn Ziel der "Europafreundlichen"? Dieser Wunschtraum verstößt gegen die Vision der Gründungsväter Europas (Europa der Vaterländer) und ist obendrein verfassungswidrig (Art. 20 Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland). Wie die gegenwärtige Entwicklung zeigt, kann man damit die Massen nicht mobilisieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
EiligeIntuition 14.05.2019, 00:44
297. Sagen Sie mal,

Zitat von plunder
Die Griechen haben für den Euroaustritt gestimmt und die Briten für den EU-Austritt. Die Geldelite ist sich einig das eine zu verhindern und das andere zumindest zu verschleppen. So etablieren Profis Populisten! Ignoriert öffentlichkeitswirksam den Wählerwillen und die Wähler werden zur nächst lauteren Keule greifen. Mit Verlaub, was hier passiert ist Vorsatz.
ticken Sie noch ganz richtig?

Wann haben denn "die Griechen für den Euroaustritt gestimmt"?

Behalten Sie Ihre tolldreisten Lügen aka Fakes oder alternative Fakten gefälligst für sich und versuchen Sie hier nicht die Kommentatoren mit einem solchen Müll hinters Licht zu führen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geotie1 14.05.2019, 01:49
298.

Zitat von vegefranz
Leider werde CDUSPDGrün mit den Medien eine Volksabstimmung nie zulassen. Dabei weiß jeder: die EU ist gescheitert. Es lebe Europa ohne EU
Meinen Sie, die AfD würde das zulassen? Gerade Deutschland würde sich ohne EU schlechter stellen, außer bei Leuten die eine Bildung wie eine Einbildung haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MarkusHenny 14.05.2019, 02:31
299. Weber ist ein polit. Leichtgewicht

Zitat von EiligeIntuition
dass Macron sich nicht unbedingt für einen konservativen Manfred Weber (CSU) als EU-Ratspräsidenten einsetzen mag, der bereits im Vorfeld als unumstößlicher Spitzenkandidat und Erhofnachfolger der EVP gehandelt wird, sehen Sie wohl nicht.
nur darum kann Macron ihn in Frage stellen. Und Frau Merkel unterstützt ihn nur zu 50%. Dass der Herr Seehofer die Merkel mal so vorgeführt hat, wie man das nicht einmal mit Rivalen macht, hat die Begeisterung von Frau Merkel für Herr Weber nicht gefördert. Teilweise macht der Herr Weber auch einen populistischen Wahlkampf. Einmal verspricht er den Polen ein Raketenabwehrsystem bezahlt vom deutschen Michel. Dann regt er sich im Wahlkampf darüber auf, dass die Schweizer bei der Passkontrolle den falschen Durchgang (EU only) benützen würden. Dabei ist die Schweiz ein Schengen Land. Viele Jahre zurück, als die Schweiz noch kein Mitglied des Schengen-Raumes waren, haben die Grenzbeamten in GB dazu die Schweizer, welche den eigentlich falschen Schalter benutzten jedenfalls ohne Probleme durchgelassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 30 von 34