Forum: Politik
Comeback in Großbritannien: Farage kapert die Wahl, die es nie geben sollte
Daniel LEAL-OLIVAS / AFP

Die Europawahl sollte eigentlich ohne Großbritannien stattfinden. Doch nun ist der Brexit aufgeschoben, die Briten stimmen mit ab. Nigel Farage nutzt das für ein Comeback - und dominiert den Wahlkampf.

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saarkast 13.05.2019, 15:45
60. Lehrstunde in Populismus!

Farage ist wirklich erbärmlich: Damals, als es nach dem Votum an die Sacharbeit und Lösungsfindung ging, hatte er keine Lust Verantwortung zu übernehmen. Jetzt, wo man wieder mit Parolen punkten kann, kriecht er wieder aus seinem Loch - und muss nicht mal befürchten, dass er Lösungen präsentieren muss. Er kann sich in Draufhauen, Pöbeln und Fantasieren ergießen. Sehr traurig, dass so viele Briten das nicht durchschauen...

Wieder mal bewahrheitet sich, dass es vergleichsweise einfacher ist, Mehrheiten GEGEN irgendetwas zu finden, als Befürworter für konkrete Lösungen - Dieses BREXITIEREN funktioniert etwas so, dass man z.B. fragt, wer alles noch der Meinung ist, dass am Wochenende 6 bestimmte Lottozahlen NICHT gezogen werden. Der Vollblutpopulist ergießt sich dann darin, sich als großer Lotto-Wahrsager zu feiern (bis maximal 3 Richtige ist das gar kein Problem). Der BREXITEER würde allerdings seinen Anhängern darüber hinaus noch prophzeien, dass diese alle durch seine Vorhersagen reich werden könnten!

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HaioForler 13.05.2019, 15:46
61.

Fand ich damals schon gut, wie Farage den Populisten Martin Schulz argumentativ eingedost hat. Herrlich. 45 Minuten 1:1 talk. Keine Chance für den Bartträger.

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123rumpel123 13.05.2019, 15:46
62. sss

Zitat von j.vantast
Warum schmeisst man einen Europaabgeordneten der öffentlich Stimmung gegen die EU macht nicht einfach raus oder lässt ihn nicht zur Wahl zu?
Muss wohl irgendwas mit Demokratie und Spielregeln zu tun haben.

Aber wie kommen Sie darauf das die EU so diktatorisch reagieren könne?

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kajoter 13.05.2019, 15:46
63.

Das ist schon ein starkes Stück von Herrn Farage, jetzt - nachdem er den Scherbenhaufen des Brexit nicht aufsammeln und ordnen wollte - wieder auf die Bühne zurückzukehren. Aber es spiegelt genau das wieder, was man von ihm im EU-Parlament hören konnte: Eine Mischung aus Populismus und ungeheurer Dreistigkeit.
Es müsste doch allen Briten klar sein, dass er es auch dieses Mal vermeiden wird, die Verantwortung für sein Tun zu übernehmen.
Die Stimmen scheinen also lediglich eine Antwort auf das politische Chaos in Westminster zu sein, eine Protestwahl. Trotzdem hätte ich den Briten etwas mehr Vernunft zugetraut.

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pnegi 13.05.2019, 15:46
64. Selber schuld...

Nun werden wir wohl des Britischen Volkes Meinung klar und deutlich und schwarz auf weiss vernehmen. Es wird ein grosses Erwachen geben. Viele hier, die ständig davon geredet haben, dass es da sowas wie den Willen zu einem zweiten Referendum gäbe, weil viele Leave-Wähler es plötzlich mit der Angst zu tun bekamen, werden wohl erleben, wie diametral falsch sie doch lagen... Es ist ein grosser Sieg der echten Demokratie. Ein Beweis, dass repräsentative Demokratie nicht funktioniert, wenn die Repräsentanten den Willen ihrer Wähler missachten. Und eine Alternative zu dem, was die Gelben Westen in Frankreich NICHT erreichen. Viele Wege führen aus der EU, die Briten wählen den friedlichen, gentleman-like Weg....

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spontanistin 13.05.2019, 15:48
65. Was lernen die EU-Politiker daraus?

Mal wieder nichts! Wie wäre es zur Abwechslung mal damit, endlich die Ziele und Vorteile einer (reformierten) EU verständlich den Wahlbürgern darzustellen und die Abschaffung der Auswüchse zu datieren? Und wie wäre es mit „Weg vom Nationalismus“ und „Hin zu gleich großen Regionen“ unter einem gemeinsamen Wertedach? Aber man überläßt die EU ja lieber den Lobbyisten!

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virtuteetanimo 13.05.2019, 15:48
66. Brexit Party?

Die würde ich nach dem jämmerlichen Schauspiel der letzten Jahre von hier aus wählen.

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s.l.bln 13.05.2019, 15:48
67. Hab grade nochmal...

Zitat von Kritik
Wenn ich gewählter EP-Abgeordneter des UK wäre, würde ich mir doch die Rundumversorgung für 5 Jahre nicht entgehen lassen. Abgeordnetendiät, Aufwandspauschale, Sitzungsgeld, Pensionsansprüche, da kommt einiges zusammen. Wer wollte darauf verzichten?
...nachgelesen.
Die britischen Abgeordneten verlassen mit dem Brexit auch das EU Parlament. Theoretisch entstehen durch die Verlängerung und damit einhergehend den zusätzlichen Abgeordnetendiäten, Büros etc. Kosten in Höhe von etwa 21 Millionen Euro, allerdings zahlen die Briten bis zum Brexit auch weiter in die EU ein, wodurch der EU keine weiteren Kosten entstehen.

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Sophiedo 13.05.2019, 15:49
68. "Kapert", was für ein Quatsch.

Er stellt sich und seine Gruppe zur Wahl. Der Bürger entscheidet. Von krimineller Kaperung kann überhaupt keine Rede sein, es ist völlig legal.

Was soll das, Andersdenkende zu kriminalisieren? Haben Sie hier jedes Prinzip der Aufklärung vergessen? Evtl. sprechen Sie kriminalisierend über den nächsten Premierminister eines befreundeten Landes.

Dies würden Sie erwägen, wenn Sie ein wenig ausserhalb der Ihnen vorgeschriebenen Ideologie denken könnten. Es wird Neuwahlen in England geben m ü s s e n. Es wird Sie überraschen: dann stimmen die gleichen Wähler ab, die für das EU-Parlament für die "Brexit Party" stimmten.

Mit je 15 % wird weder Labour noch die Tories die Mehrheit im britischen Parlament bekommen. Noch nicht einmal zusammen werden die die zusammen kriegen.

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tucson58 13.05.2019, 15:49
69. So hart kann die Realität sein ......

..und so weh kann eine völlig falsche Einschätzung der politischen Stimmung in GB tun .

Da glaubte man doch tatsächlich der britische Bürger wolle lieber in der EU bleiben und man glaubte in einem 2 Referendum die Lösung zu finden , das das 1.Referndum auf Grund von Lügen zustande kam .

Nun haben bei dieser Lachnummer das die Briten noch bei der EU Wahl teilnehmen müssen (dürfen) wieder die EU Gegner die Nase vorn ..

Was für eine Pleite für Brüssel mit ihrer ewigen hinaus Schieberei , nun bekommen sie ganz offensichtlich diese EU Gegner auch noch vom britischen Wahlvolk in das EU Parlament geschickt


Da wäre der harte Brexit vermutlich eine bessere Lösung gewesen, aber nun ist es eben so !

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