Forum: Politik
Comeback-Plan: CSU-Spitze empört sich über Guttenberg

Auf dem Podium, in der Zeitung, in Buchform: Karl-Theodor zu Guttenberg ist wieder da und testet die Chancen für ein Polit-Comeback. Doch von Euphorie ist nichts zu spüren, auch nicht bei den Parteifreunden. CSU-Chef Seehofer ist sogar massiv verärgert über*den einstigen Hoffnungsträger.

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Tribunus Plebis 24.11.2011, 18:36
1. Who cares?

Und ich empöre mich über unser "Rechtssystem" das mittlerweile kein Bürger mehr ernst nimmt. Eine Farce ist das mit den 20.000 €. Das entspricht bei dem Vermögen von zu Guttenbergs, etwa einem Tageszins. Who cares? Doch die bekommen ihr Fett schon noch weg, dafür sorgen wir :)!

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Sapientia 24.11.2011, 18:37
2. Der Arme leidet unter einer Geltungsneurose,

Zitat von sysop
Auf dem Podium, in der Zeitung, in Buchform: Karl-Theodor zu Guttenberg ist wieder da und testet die Chancen für ein Polit-Comeback. Doch von Euphorie ist nichts zu spüren, auch nicht bei den Parteifreunden. CSU-Chef Seehofer ist sogar massiv verärgert über*den einstigen Hoffnungsträger.
die ist offenbar so stark ausgeprägt, daß er sich immer noch für DEN Staatsmann hält und nicht realisiert, was geht und was nicht geht; das hat natürlich auch etwas mit Intellekt zu tun.

Seine guten Möglichkeiten hat er sich bereits so gründlich versaut, daß jetzt nur noch mit ein bisschen Feuerwerk aus Amerika kommen, dann aber auch einschlafen wird, weil die ersehnte Resonanz ausbleibt.

Wie wäre es denn mit diplomatischem Dienst in Lagos zB?

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Newspeak 24.11.2011, 18:40
3. ...

"Vielleicht müssen sie das in der CSU auch gar nicht. Vielleicht bastelt sich Guttenberg ja seinen ganz eigenen Thron. Jedenfalls gefällt es ihm, mit Andeutungen zu spielen, er könne ja auch in einer ganz anderen Partei aktiv werden. "Zurzeit" sei er Mitglied der CSU, wobei diese Betonung natürlich nicht unbedingt eine Drohung sein müsse. Und selbstverständlich verfolge er die Überlegungen unter Konservativen, eine neue Partei zu gründen. Deren Chancen "wäre natürlich von den Köpfen abhängig"."

Das wäre tatsächlich vorstellbar. Genug enttäuschte Konservative, die ihm hinterherrennen würden, gäbe es. Und gewisse Ähnlichkeiten zu einem Lafontaine und der Linkspartei wären auch vorhanden. Der hat auch den Bettel hingeworfen, um sich dann an seiner alten Partei zu rächen, indem er ihnen die Mitglieder abgräbt und die Themen streitig macht. Eigentlich kann man aus Gerechtigkeitsgründen nur hoffen, daß es soweit kommt. Dann würde die CDU/CSU endlich auch mal auf ein ertragbares Niveau zurechtgestutzt. Ich sehe überhaupt keine Notwendigkeit mehr, daß es in Deutschland selbsternannte "Volksparteien" geben muß.

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Brand-Redner 24.11.2011, 18:43
4. Kreuz im Kalender

Zitat von sysop
Am Donnerstag keilt Seehofer am Rande einer Tschechien-Reise zurück. "Völlig daneben" sei Guttenbergs Parteienkritik. "Es ist kein guter Stil, wenn alles und jeder herabgesetzt wird, um selbst erhöht zu werden."
Enorm! So viel Durchblick, so einen Geistesblitz und Mut zur Wahrheit obendrein - das alles hätte ich Seehofer gar nicht zugetraut! Er hat mich zu etwas gebracht, was mir bislang undenkbar schien: Einmal einen CSU-Politiker zu loben. Aber da muss ich jetzt durch: Recht haste, Horscht!

Und ich kann hier den Seehofer auch rein menschlich verstehen: Sa kommt einer und will nicht nur (s)einer Partei, sondern einem 80-Millionen-Volk sagen, wo es langzugehen hat - obwohl er selbst nicht mal die Satzzeichen beherrscht! Das ist schon Größenwahn!

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spiegel-hai 24.11.2011, 18:46
5. unbequem

Zitat von sysop
Auf dem Podium, in der Zeitung, in Buchform: Karl-Theodor zu Guttenberg ist wieder da und testet die Chancen für ein Polit-Comeback. Doch von Euphorie ist nichts zu spüren, auch nicht bei den Parteifreunden. CSU-Chef Seehofer ist sogar massiv verärgert über*den einstigen Hoffnungsträger.
haha, daß sich die Begeisterung der CSU-Granden in engen Grenzen hält, war doch wohl das einzig denkbare. Seehofer muß ihn fürchten, denn mit seiner Wankelmütigkeit sieht er gegen jemanden, der klar und deutlich seine Ansichten vorträgt und dazu steht, auch wenn ihm der Wind entgegenbläst, alt aus. Nein, er wird ihn nicht beerben (wollen), er bleibt dem Wesen nach Bundespolitiker, aber er wird auf eine deutliche Schärfung des politischen Profils der CSU hinarbeiten und damit die Parteiführung vor sich hertreiben. Und das ist natürlich sehr unbequem.

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amidelis 24.11.2011, 18:52
6. Oskar???

Zitat von Newspeak
Und gewisse Ähnlichkeiten zu einem Lafontaine und der Linkspartei wären auch vorhanden. Der hat auch den Bettel hingeworfen, um sich dann an seiner alten Partei zu rächen, indem er ihnen die Mitglieder abgräbt und die Themen streitig macht..
Ich mag ja Lafo aus politischen Gründen nicht so. Aber dass man Guttenberg und Lafontaine in einem Satz nennt, kommt doch schon einer erheblichen Herabwürdigung von Oskar gleich!! Dem muss ich vehement wiedersprechen. Oskar hat sowohl eine Vision, als auch ein Programm, ist ein Schwergewicht, ist ein Grosser unter den Großen und definitiv eine prägende Gestalt in der BRD. Der hat Substanz und Größe und ist ein echter Politiker - was anderes interessiert den nicht.

Und das muss man zugeben - Guttenberg ist anders.

Sicher ist für mich - ich werde nie wieder eine C-Partei wählen!!! Soll doch der Guttenberg den Lothar machen - in den USA kann er doch noch Vize-Präsident werden!!! Oder Gouverneur von Kalifornien!!!

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cooner 24.11.2011, 18:52
7. DK - Die Konservativen

Zitat von Newspeak
"Vielleicht müssen sie das in der CSU auch gar nicht. Vielleicht bastelt sich Guttenberg ja seinen ganz eigenen Thron. Jedenfalls gefällt es ihm, mit Andeutungen zu spielen, er könne ja auch in einer ganz anderen Partei aktiv werden. "Zurzeit" sei er Mitglied der CSU, wobei diese Betonung natürlich nicht unbedingt eine Drohung sein müsse. Und selbstverständlich verfolge er die Überlegungen unter Konservativen, eine neue Partei zu gründen. Deren Chancen "wäre natürlich von den Köpfen abhängig"." Das wäre tatsächlich vorstellbar. Genug enttäuschte Konservative, die ihm hinterherrennen würden, gäbe es. Und gewisse Ähnlichkeiten zu einem Lafontaine und der Linkspartei wären auch vorhanden. Der hat auch den Bettel hingeworfen, um sich dann an seiner alten Partei zu rächen, indem er ihnen die Mitglieder abgräbt und die Themen streitig macht. Eigentlich kann man aus Gerechtigkeitsgründen nur hoffen, daß es soweit kommt. Dann würde die CDU/CSU endlich auch mal auf ein ertragbares Niveau zurechtgestutzt. Ich sehe überhaupt keine Notwendigkeit mehr, daß es in Deutschland selbsternannte "Volksparteien" geben muß.
So oder so ähnlich könnte eine neue Partei ihren Auftritt planen. Und Herr von zu und auf dem Guttenberg wäre kein erfolgloser Stimmenfänger. Zumal wenn noch hinzukämen: Friedrich Merz, Roland Koch, Wolfgang Clement, Wolfgang Bosbach, Wolfgang Kubicki und, und, und...

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alterknacker 24.11.2011, 18:56
8. Die Lüge lebt weiter, inkluse Kollateralschäden

Zitat von Newspeak
"Vielleicht müssen sie das in der CSU auch gar nicht. Vielleicht bastelt sich Guttenberg ja seinen ganz eigenen Thron. Jedenfalls gefällt es ihm, mit Andeutungen zu spielen, er könne ja auch in einer ganz anderen Partei aktiv werden. "Zurzeit" sei er Mitglied der CSU, wobei diese Betonung natürlich nicht unbedingt eine Drohung sein müsse. Und selbstverständlich verfolge er die Überlegungen unter Konservativen, eine neue Partei zu gründen. Deren Chancen "wäre natürlich von den Köpfen abhängig"." Das wäre tatsächlich vorstellbar. Genug enttäuschte Konservative, die ihm hinterherrennen würden, gäbe es. Und gewisse Ähnlichkeiten zu einem Lafontaine und der Linkspartei wären auch vorhanden. Der hat auch den Bettel hingeworfen, um sich dann an seiner alten Partei zu rächen, indem er ihnen die Mitglieder abgräbt und die Themen streitig macht. Eigentlich kann man aus Gerechtigkeitsgründen nur hoffen, daß es soweit kommt. Dann würde die CDU/CSU endlich auch mal auf ein ertragbares Niveau zurechtgestutzt. Ich sehe überhaupt keine Notwendigkeit mehr, daß es in Deutschland selbsternannte "Volksparteien" geben muß.
Dieses ZEIT-Interview konnte ich bisher nicht lesen, aber meine Meinungen in diesem Fall habe ich ja im FIWUS und auch hier im Forum schon veröffentlicht, wobei ich eine bisher noch vergessen habe (http://tinyurl.com/cy4kh28), was ich hiermit nachhole, wenn sie denn veröffentlicht wird. Wenn die Herrschaften von der CSU jetzt sauer auf KTG sind, so kann dies nur bedeuten, dass er angedeutet hat, sich mit einer eigenen neuen Partei selbstständig zu machen und die gebeutelte CSU somit quasi im Stich lassen könnte und ihnen auch noch schaden könnte.

Christian UDE wird es freuen. *grinZ*

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puter73 24.11.2011, 18:58
9. Keine CSU-Parteikarriere..

Die CSU, die in Nibelungentreue zu ihrem adeligen Blender KTzG gestanden hat, sollte sich nach diesem wichtigtuerischen Rechtfertigungsbuch von diesem aufgeblasenen Plagiator distanzieren u. ihm eine Rückkehr in eine Parteikarriere verbauen.

Dann kann er seine im Buch angedeutenden Ambitionen verwirklichen, u.U. eine neue politische Partei zu gründen.

Man kann nur hoffen, dass uns ein gelungenes Comeback des Lügenbarons, trotz der ihn nach seiner Rückkehr sicher mit aller Kraft unterstützenden Springer-Burda-Yellow press-Medien, erspart bleibt.

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