Forum: Politik
CSU gegen CDU: Tief Horst
DPA

Kreuth heißt jetzt Seeon - und sonst ändert sich nichts? Die CSU-Landesgruppe tagt am neuen bitterkalten, stürmischen Ort. Genau der richtige Rahmen für den Auftritt von CSU-Chef Seehofer.

Seite 1 von 7
lemmy 04.01.2017, 19:47
1. Quantität und Qualität

Eine zahlenmäßige Begrenzung reicht nicht, und 200.000 Personen pro Jahr sind viel zu viel. Das wären alleine für die Kommunen schon wieder Kosten von fast 3 Milliarden Euro, pro Jahr. Plus Summe x und y für Länder und Bund. Wer soll das bezahlen und vor allem: Warum ?
Die Migration und die Einwanderung über die Asylsysteme muss m.E. grundlegend reformiert werden. Dafür ist es unbedingt nötig die EU-Außengrenzen zu sichern. Nicht kontrollieren, sondern sichern. Sichern vor illegaler Einwanderung. Des weiteren müsste nach dem kanadischen Modell VOR der Einreise nach Deutschland entschieden werden, wer kommen darf und wer nicht.
So wie bisher kann es jedenfalls keinesfalls weiter gehen. Und dazu gehört zu allererst eine angemessene Kommunikation an "die Welt da draußen", dass Deutschland das auch so nicht mehr will. Geht es allerdings im Merkel-Wahn weiter, wird sich auch der Rest der armen Welt aufmachen, um nach Deutschland zu kommen. Die anderen EU-Länder sind wohl bei Migranten aus guten Gründen nicht mehr hoch im Kurs wie aktuelle Zahlen mal wieder belegen. Da gilt es abzuschrecken statt ständig weiter einzuladen.
Nur mit Merkel wird das nichts. Und das weiß Herr Seehofer ganz genau. Mit seinem Kalkül will er nur die rechten Wählergruppen "einfangen", aber am Ende ändert sich in der Koalition ? Richtig: Nichts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
horstschmitzberger 04.01.2017, 19:58
2. immer wieder blöckt das Murmeltier...

Obergrenze.... Obergrenze ......rufts ohne Sinn und Verstand, gleichwohl das Leben geht weiter auch ohne die 6,5% aus Bayern.
Peinlich, die Seehofertruppe, die, die Energiewende vergeigten, aus dem führenden Solarland und Windenergiestandort einen schwierigen Energieimporteur ohne sichere Trassen machte. Die Landesbank mit politischen Manipulationen über die Hype Alpe Austria an die Kärtner Freunde von der FPÖ verspekulierte und den Steuerzahler dafür gerade stehen ließ, beim Atomausstieg die Endlagerung verweigern, die Autobahn A94 seit 30 Jahren nicht fertiggebaut, der zweigleisige Ausbau der Bahn nach Burghausen ins Chemiedreieck vernachlässigt, bis die Industrie mit Deinvestition droht, E- Automobilität verpennt, mit Dobrint und der Ausländermaut drei regional Wahlen gewonnen und den Mist ein viertes Mal receicln, dabei den Autofahrern Geld aus der Tasche ziehen und den wohlhabenden mit den neuen Kisten das wider erstatten, die Liste könnte beliebig verlängert werden, aber unser Landeshorsti glaubt ernsthaft mit AFD Parolen der Kanzlerin ans Bein pinkeln zu müßen....mit der Truppe von Minister Söder, der nur an seinem Stuhl sägt, bis zu Herrn Hermann der auf Befehle wartet. Eine peinliche Truppe, trotz deren Politik Bayern ein starkes Land ist, deren Glück ist die Schwäche der Opposition nicht das eigene politische Konzept. Da stehen sie ziemlich peinlich nackig da, die Dauerregenten und darum pfeifen sie umso lauter in Seeon.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-421-0k4i 04.01.2017, 20:00
3.

Ich würde mich sehr freuen wenn sich der Herr Seehofer endlich vom raschelnden Papiertigerchen zum bayrischen Löwen mausert. Besser Opposition als weitere Unterstützung dieser Bundeskanzlerin die mit der Aufnahme von Millionen heimatlos gewordener Menschen ihr schlechtes Gewissen beruhigen möchte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
crazy_swayze 04.01.2017, 20:44
4. Das Tief heißt Merkel

Herr Seehofer ist einer der wenigen verbliebenen Politiker in Deutschland, der auf Gesetze und Rechtsstaatlichkeit pocht. Das Tief heißt Angela Merkel, welches alle Gesetze über Bord geworfen hat und unsere Grenzen für jedermann geöffnet hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MisterD 04.01.2017, 21:01
5.

Wer vor Krieg flieht, hat ein Recht auf Asyl. Da kann Horst nichts gegen machen, insofern ist eine Obergrenze billigster AfD-Populismus. Mehr muss man dazu nicht sagen. Alle Fluchtlinge pauschal über einen Kamm zu scheren, wäre, als würde man jeden PKW-Fahrer zunächst unterstellen er ständig wäre besoffen mit seinem Handy am Ohr, viel zu schnell mit zu geringem Abstand und zu wenig Profil unterwegs... funktioniert nicht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
havel23 04.01.2017, 21:33
6. Kleine Korrektur für #crazy_swayze

Zitat von crazy_swayze
Herr Seehofer ist einer der wenigen verbliebenen Politiker in Deutschland, der auf Gesetze und Rechtsstaatlichkeit pocht. Das Tief heißt Angela Merkel, welches alle Gesetze über Bord geworfen hat und unsere Grenzen für jedermann geöffnet hat.
Ihr erster Satz ist grammatisch und inhaltlich falsch. Im zweiten Satz haben Sie gleich zwei Lügen untergebracht: Frau Merkel hat nicht alle Gesetze über Bord geworfen, wie Sie behaupten, und sie hat nicht die Grenzen für jedermann geöffnet. Es scheint Ihnen wohl Freude zu machen, sich am großen Verbreiten von Lügen zu beteiligen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hugahuga 04.01.2017, 21:51
7.

Seehofer - immer ein dankbares Objekt für unsere Journaille. Da kann man dann so richtig auf den Gegensätzen zwischen CDU und CSU herumreiten. Einfach recht unterhaltsam und vor allem sind die Fortsetzungen garantiert.
Nun, was den Gegensatz der Länder zu den doch recht überzeugenden vorschlägen von de Maizière angeht - da hätte man doch auch mal in Gegensatz zu diesem den Innenminister von NRW, Herrn Jäger, heranziehen können. Dieser bietet - auch und vor allem in seiner Person begründet - mindestens genau so viel Empörungspotential. Oder will man diesen nicht beschädigen, wegen der anstehenden Wahl in NRW? Keine Bange, die vielen Defizite des Herrn Jäger - von der Loverparade bis zur Kölner Domplatte - sind bekannt und können auch nicht in Vergessenheit geraten. Also - wenn eine Debatte über die Sinnhaftigkeit föderaler Strukturen in Sachen Sicherheit - dann bitte gerne mal am Beispiel NRW verdeutlichen. Wer traut sich?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fürstengruft 04.01.2017, 21:54
8. Wo ist da der Widerspruch?

Zitat von MisterD
Wer vor Krieg flieht, hat ein Recht auf Asyl. Da kann Horst nichts gegen machen, insofern ist eine Obergrenze billigster AfD-Populismus.
Seehofer hat doch das Recht auf Asyl nicht in Frage gestellt. Inzwischen wissen wir aber, dass sich massenweise Migranten auf den Weg gemacht haben, die keinen Anspruch auf Asyl haben.
Die Zahlen vom September 2016: 550.000 abgelehnte Asylbewerber leben in Deutschland. Wenn alle die, die abgelehnt wurden das Land wieder verlassen würden, käme man locker mit 200.000 Obergrenze / Jahr hin.
Quelle: http://www.zeit.de/news/2016-09/22/migration-550000-abgelehnte-asylbewerber-leben-in-deutschland-22081005

Bitte also immer unterscheiden, wer das Recht auf Asyl hat und wer nicht. Das ist kein Populismus, sondern Faktenlage.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Romara 04.01.2017, 21:57
9. Planspiele?

Ein zunächst vielleicht sehr abwegiger Gedankengang, möglicherweise aber beinhaltet dieses „Spiel mit dem Feuer“ Seehofers, also das mit seinem Lavieren mögliche Ende der Fraktionsgemeinschaft mit der CDU, auch das Kalkül eines Stimmenzuwachses sowohl für seine CSU als auch, vermutlich in etwas bescheidenerem Umfang, für die CDU. Tatsache ist doch, dass sich nach den letzten Meinungsumfragen, wenn man die „Parier“ der AfD ausser Betracht lässt, das konservative Lager und Rot/rot/grün in einer Pattsituation gegenüberstehen. Meiner Meinung nach ist es mit Blick auf die durch die Flüchtlingssituation bedingte gesellschaftliche Spaltung unseres Landes nicht gänzlich von der Hand zu weisen, dass im Falle einer Beendigung der Koalitionsgemeinschaft der Union und einem gleichzeitigen bundesweiten Antreten beider Parteien sowohl die CDU als auch die CSU bei der nächsten Bundestagswahl Stimmenzuwächse generieren könnten. Bei der CSU dürfte für einen solchen Fall klar sein, dass sie sich ihre zusätzlichen Stimmen von der AfD oder auch von Nichtwählern holt. Die CDU könnte m. E. als „sozialdemokratisierte Partei“ sowie wegen der auch von Teilen des linken Mainstreams verklärten Ikone Angela Merkel vielleicht sogar von Stimmenzuwächsen, hauptsächlich zulasten der SPD, profitieren. Unterm Strich dürfte es der (dann bisherigen) Union nach einer gewonnenen Bundestagwahl egal sein, ob sie künftig als CDU und CSU regulär koalieren (zusammen mit der FDP) oder ob sie als Fraktionsgemeinschaft auftreten würden. Allerdings würde ich mit dieser Spekulation nicht so weit gehen, dass derartige Überlegungen derzeit auch innerhalb der CDU angestellt werden könnten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 7