Forum: Politik
CSU: Mögen täten sie schon wollen...
DPA

...aber trauen sie sich auch zu dürfen? Für die CSU, die treibende Kraft des Streits in der Union, könnte das Auseinandergehen den Untergang bedeuten. Oder einen historischen Triumph einläuten.

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fabianw83 23.06.2018, 17:21
80. Bayern-First funktioniert nicht überall

All jene Konservative die aus dem Norden sehnsüchtig nach Bayern blicken und mit dem Gedanken spielen, was wäre wenn, denen sei aber bewusst gemacht, dass die CSU durch und durch ein bayrichsche Partei! ist. Die Partei und Funktionsträger ist eine ausgewogene Mischung aus Franken und Oberbayern doch tausendmal wichtiger als Probleme in Schleswig-Holstein, Brandenburg oder NRW.

Es würde daher folgendes passieren: entweder die Wähler merken, dass sich die bayrische CSU nicht um ihre Probleme schert und nur das Wohl der Bayern im Sinne hat. Oder: die CSU muss sich inhaltlich und programmatisch anders ausrichten, was wiederum dazu führt, dass sie ihre Basis in Bayern verliert.

Na dann viel Spaß bei der Entscheidung die Herren (Damen haben ja in der CSU leider nichts zu sagen)

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K.Hexemer 23.06.2018, 17:37
81. nun die Zahl der

Zitat von quer_denkt
ideologisch ist die Trennung tief und kaum vermeidbar. Aber : praktisch ist der Schritt auf eine CSU Bundesplattform enorm schwierig. Wo sollen ueber Nacht stabile Kandidaten gefunden werden? Gibts ueberhaupt eine inhaltliche Platform , die fuer all Laender ziehen koennte? Es gibt ausser Bayern keinerlei personelle Partei-Infrastruktur im Rest der Republik. So was dauert Jahre -und wie bei AfD zu sehen - ist oft mit enormen Reibereien verknuepft. Das sollte sich die CSU Spitze wirklich genau uberlegen....
Konvertiten aus der CDU dürfte beträchtlich sein!

Die alles entscheidende Frage ist, ob es Seehofer wirklich nur um die Macht in Bayern geht, wie unisono unterstellt! Wenn es ihm wirklich um Deutschland ginge müste er bundesweit antreten, und in der Tat ich hielte dann die AfD für eine Fußnote in der Geschichte! Der harte braune Kern ist in D < 5 % auch wenn es bestimmte Leute aus polit-taktischen Gründen nicht wahr haben wollen! Man darf gespannt sein ob Seehofer seine Cahnce in die Geschichtsbücher einzugehen wahr nimmt oder einmal mehr als Tiger gesprungen ist und als Bettvorleger landet

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hildesheimer2 23.06.2018, 17:38
82. mmmmmh

Zitat von garfield53
Wenn die CDU als bürgerlich-konservative Massenpartei überleben will, muss sie radikal mit der bayrischen "AfD" Variante einer nationalistisch - populistischen Hasspartei, der CSU, brechen. Egal ob in den Fünfzigern, Sechzigern oder später, wenn die Union politische Probleme in Regierungsverantwortung hatte oder die üblichen Skandale wegen Amigo - Seilschaften oder Unvermögen hochkochten, war der Hauptgrund, das die Leute von der CSU für die Aufgaben "ungebildet", dumm oder ihre rechtsnationale Gesinnung die Oberhand gewann. Die CDU musste immer und überall die bayrischen Löcher stopfen, welche die CSU hinterlassen hatte. Die CDU hatte schon frühzeitig erkannt, das wir in Deutschland nicht mehr unter "Kriegszuständen" leben, spätestens 1990 erkannt, das sie 17 Millionen in die Gesellschaft integrieren mussten, selbstverständlich unsere Gesellschaft sich politisch und sozial verändert, der Kalte Krieg endgültig vorbei ist und der CSU und einigen anderen Politikern ihre Existenzgrundlage abhanden gekommen war. Nur die CSU hat den Weg aus den politischen und gesellschaftlichen "Schützengräben" nie gefunden, wollte ihn vielleicht gar nicht finden, Krawall machen, ohne irgend was zu bewegen, war ja generationenlang in die "Bergrepublik" mit einfacher Bildung und Populismus als Hauptreligion eine geile Performenc und Bonn bzw. Berlin wurde dafür, bei der Stange Koalition) zu halten, mit Milliarden „erpresst“. Als die Amigo´s aus den Bergen durch die vom Westen verursachten Flüchtlingsströme Farbe bekennen sollten, war es mit der Herrlichkeit vorbei, sie hatten sich über 60 Jahre "lautstark" aber sicher im Kielwasser der CDU bequem eingerichtet, waren für dutzende Skandale und Pleiten maßgeblich verantwortlich. Das war nun vorbei. Plötzlich krochen "blaugefärbte" Alles-und - Jeden- Hasser aus ihren Löchern, okkupierten ihre Krawallthemen bis an die Kotzgrenze und haben damit auch noch "Erfolg". Da wird nun in den Bergen zum Aufstand geblasen, nur das die Gefahr besteht, das sie dadurch hinweg geblasen werden, in die Bedeutungslosigkeit, wo sie eigentlich schon seit Jahrzehnten hingehörten, aber da war halt noch „Kalter Krieg“ und jeder Hilfswillige mit ein wenig Russenphobie wurde an der ideologischen Front gebraucht.
Da haben Sie ja mit vielen Worten einiges aus der linken Mottenkiste geholt. Wie erklären Sie es sich dann, das in Bayern vieles besser läuft. Bildung, Sicherheit, Umwelt, Wirtschaft und nicht zuletzt die Flüchtlingspolitik ? Auch bei die Argumente sind abgedroschen. Wo z.B. ist der "Westen" (Sammelbegriff?) für Fluchtursachen in Nordafrika und Syrien verantwortlich? Was hat Bayern mit Russphobie zu tun? Entspringt ihre Argumentation aus Neid oder habeb Sie eine "Bergphobie"? Mit derartigen ideologischen Platitüden werden jedenfalls keine Probleme gelöst.

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K.Hexemer 23.06.2018, 17:41
83. nüchtern betrachtet

Zitat von kopi4
Hat der Autor nicht was vergessen? Eine bundesweite CSU würde zwangsläufig zu einer bayerischen CDU führen. Die absolute Mehrheit in Bayern, fester Bestandteil der DNA von Markus Söder, können sie dann vergessen. Mit dem Argument das er dann sofort einen Landesverband der CDU in Bayern gründet hat Kohl jedenfalls den Furor Strauß zum Abblasen der Revolte veranlasst.
kann Söder die absolute Mehrheit sowieso vergessen! Wenn Merkel sich durchsetzt allemal, dann geht es noch unter die 40% Marke. An Seehofers Stelle würde ich schon mal Büroräume in Frankfurt suchen um bei der Hessenwahl noch anzutreten!

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jaroslav.bocek 23.06.2018, 17:44
84. Bitte schnell die Trennung ..

dann sind wir bald die Geister der CSU los. Als Splitterpartei aus der Provinz hat die CSU noch einen gewissen Unterhaltungswert; mit der Zeit von FJS nicht vergleichbar. Ohne das Bayerische wird für viele vollkommen uninteressant. Man stelle sich nur vor, der Seehofer oder Söder hat Stellvertreter aus jedem Bundesland.
Was ist heute noch das "Konservative"? Interessiere mich für diese Strömung seit 45 Jahren; Antworten gibt es viele. Die Menschen wollen ein geregeltes Leben aber keine ideologischen Diskussionen.
Eine bundesweite CSU wird ein Sammelsurium aus aus Querulanten aus allen Parteien, aus Resten der Vierten Partei, aus den Republikanern, aus den Öko-Deutschen und den Reichsbürgern. Dagegen wird die AfD wie eine ordentliche Partei dastehen.

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jnek 23.06.2018, 17:46
85. Weiß-blaue Träume?

Zitat von leo.mayer
Man braucht nur zu rechnen wem sich die konservativen Bundesbürger bei der gegenseitigen Stimmungslage zuwenden würden: Die CDU würde in Bayern keine 10 der derzteit 46 ( = Peanuts) deren Bundestagsmandate bekommen, aber eine bundesweite CSU könnte unschwer fast die Hälfte aller CDU-Mandate erringen!
Oje, das klingt für mich sehr nach "Wünsch dir was". Selbstverständlich würde die CDU nur wenige der Direktmandate in Bayern holen. Doch da sie die bislang auch nicht hatte wäre das kein Verlust. Es ist nur eine Fraktionsgemeinschaft. Es würde schon reichen, wenn sie ein paar der bisherigen CSU-Mandate holen würde. Umgekehrt würde die CSU bundesweit große Probleme haben. Denn es bräuchte eine NRW-CSU um dort auch anzukommen. Ein Söder oder Dobrindt wäre da fehl am Platz. Die handeln und agieren bisher nur für bayrische Stammwähler. Und ein Söder oder Dobrindt müsste aufpassen, dass es ihm nicht ähnlich ergeht wie einem AFD-Lucke. Denn haste nich gesehen könnten sich da einige der neuen CSU-Landesverbände zusammentun und die bayrische Vorherrschaft über diese Partei beenden.
Im übrigen - ich hätte nichts dagegen. Dieser Sonderweg ist einfach nur künstlich.

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gruenerwaldgeist 23.06.2018, 17:52
86. Ich fände das gut

denn damit wären CDU und CSU auf Jahre erledigt. Die CSU würde endlich das werden, was sie im Kern bereits ist: eine bayerische Folklorepartei ohne bundesdeutschen Rückhalt. Und die CDU würde denselben Weg gehen, wie die SPD bei der Abspaltung der WASG. Prima Aussichten, weiter so, Herr Seehofer!

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hildesheimer2 23.06.2018, 17:57
87. mmmmh

Zitat von garfield53
Was rauchen sie? Er hat vielleicht in den "feuchten" Träumen der Konzernmedien an Zustimmung gewonnen, das diese die wirtschaftliche und finanzielle Macht haben, dank der Union, ungestraft in Deutschland mit dem Feuer zu spielen.
Es spielen eher diejenigen mit dem Feuer, die vor Problemen die Köpfe in den Sand stecken. Es bleibt zu hoffen, dass Seehofer mit Europa auch Deutschland wachgeküsst hat. Es kann durchaus sein, dass sie aus ihren sozialistischen Träumen in Chaosverhältnissen aufwachen. In Bayern läuft es auch Dank der CSU dagegen in den meisten Bereichen besser, als im übrigen Land/Ländle.

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Proggy 23.06.2018, 18:01
88.

Zitat von SusyWong
Eine bundesweit agierende CSU wäre nicht nur für AfD(Protest) Wähler interessant, sondern auch für viele CDU Anhänger, die sich von ihrer Partei nicht mehr vertreten fühlen. Die restliche CDU könnte dann möglicherweise Ziel frustrierter SPD Wähler werden, was diese (ehemalige) Volkspartei weiter dezimieren würde. Könnte also gut sein, dass aus einer Neuwahl CDU und CSU als stärkste Parteien hervorgehen und die neue Regierung bilden würden. Also weiterhin unverantwortlicher Streit und keine Aussicht auf eine Politik, die die wirklichen Probleme unseres Landes angeht.
Wieso fängt die CSU denn die 12-13% AfD-Wähler in Bayern nicht erst einmal ein, die die absolute Mehrheit der CSU unmöglich macht? Stört dieser Umstand nicht den Teil Ihrer Theorie ein klein wenig?
Das die CDU nach einer Trennung von der CSU auch von enttäuschten SPD-Wählern (denen die CSU zu rechts war) profitiert, ist plausibel - genau wie ein großer CDU-Wählerwechsel zugunsten einer bundesweiten CSU.
Daher wird aber die Möglichkeit des 'Königinnenmord' innerhalb der CDU wahrscheinlicher, als eine Trennung der Schwesterparteien.
Man würde eine unbequem gewordenen Person verlieren, die sich trotzdem noch als Sündenbock eignet und gleichzeitig die Koalition erhalten (ohne gefährliche Neuwahlen).

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spon_4_me 23.06.2018, 18:01
89. Ich lese immer

voller Bewunderung, wie Kommentatoren und Foristen die Zukunft der Angela M. sehen. Ist noch keinem der Gedanke gekommen, dass die Gute regelmäßig und systematisch unterschätzt wird? Was sind denn Seehofers Alternativen jenseits der Macho-Pose? Entweder wirklich ein rechtssicheres Konzept für den Umgang mit Flüchtlingen und Migranten erstellen und umsetzen (keine leichte Sache, selbst für einen so schlauen Mann) oder sich von der Kanzlerin der Aspekte seiner Einwanderungspolitik, die sich einer Mehrheit im Volk erfreuen, enteignen lassen (kann sie, fragt mal die SPD). Vielleicht verliert die Lady die Nerven oder hat einfach keine Lust mehr auf den Quatsch. Ansonsten hat Seehofer seine echte Munition längst verschossen. Von jetzt an feuert er mit Platzpatronen.

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