Forum: Politik
CSU ohne Einfluss: ... und zur Beerdigung kommt Merkel
DPA

Erst scheitert die Maut, heute womöglich das Betreuungsgeld und bei der Eurorettung tappt Horst Seehofer der allmächtigen Kanzlerin hinterher. Die CSU verschwindet als eigenständige Kraft in Berlin.

Seite 19 von 19
Bender B. Rodriguez 21.07.2015, 16:57
180.

Zitat von darkk
...wenn diese fiktive nrw-cdu ausserdem jedes bundesgesetz erstmal darauf abklopft, ob auch ja keine benachteiligung für ihr bundesland entsteht?...
Naja da muss man dann auch anerkennen, dass das der Job von Seehofer und Konsorten ist. Der bayrische Ministerpräsdident sollte sich natürlich darum kümmern, dass es seinem Bundesland gut geht. Dafür wird er gewählt.
Jetzt kommt allerdings das große ABER.
Das muss alles verhältnismäßig, anständig und eben auch fair sein. Da gibt es meiner Meinung nach aktuell zwei gute Beispiele.

1. Stromtrasse
Wenn man da aufsteht und fordert, dass diese auch Rücksicht auf Natur und Landschaft nimmt, dann ist das ok. Natürlich so lange man dabei die Funktion der Sache nicht komplett torpediert. Die sich abzeichnende Lösung liegt da beim Verzicht bzw. der Minimierung von Überlandleitungen. Das kann man ausdiskutieren und wenn man in Bayern auch dafür bereit ist sich an eventuellen Mehrkosten zu beteiligen, dann bitte.

2. Atommüll
Das ist ein klares Negativbeispiel. Wenn man sich in Bayern einfach weigert selbst Atommüll temporär zu lagern, obwohl man mehr als jedes andere Bundesland produziert hat, ist das einfach nicht einzusehen. Natürlich hätte man das gerne anders aber wenn sich alle beteiligen müssen, dann gibt es nicht wirklich eine Basis sich zu weigern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
darkk 21.07.2015, 17:56
181. @180

jup, ihrer antwort auf meinen kommentar kann ich mich vollumfänglich anschliessen, auch dem teil vor dem ABER. natürlich darf und soll seehofer zunächst an die seinen denken, aber eben auch die interessen der anderen im blick behalten, dann klappt es auch mit den deutschen nachbarn. bezüglich der leitungstrassen hätte er sich durchaus freunde auch im rest der republik machen können, wenn er sich für eine unterirdische trassenführung im gesamten bundesgebiet eingesetzt hätte, anstatt nur in seinem bundesland. bezüglich der haltung zur atommülllagerung kann einem nur fremdscham befallen. die rosinenpickerei und die damit einhergehende arroganz (unsere bayrische natur muss geschützt werden, restdeutschland dagegen intetessiert uns nicht, wird ja eh nur von nichtbayern bewohnt) kann nur zu hass und unverständnis bei allen anderen führen. wie gesagt, wenn sich alle bundesländer so eigennützig verhalten würden, wäre deutschland unregierbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rathals 21.07.2015, 18:11
182. Wirtschaftliches Gewicht

wird durch den konzeptlosen Wendehals Seehofer kaputt gemacht. Der Einfluss in Berlin ist weg; schwachsinnige Gesetze, wie Maut, Betreuungsgeld, etc etc. erzeugen nur Kopfschütteln bis zur Lächerlichkeit. Kritische und richtige
Themen wie Asylanten aus sicheren Herkunftsländer, also Wirtschaftsflüchtlinge, Länderfinanzausgleich, gerechtere Steuern, Sozialmissbrauch werden kurz als Show diskutiert und dann wegen seiner Rückgratlosigkeit, Konzeptlosigkeit und fehlender Durchsetzungskraft wieder abgelegt. Dieser Ministerpräsident wird hoffentlich bald Geschichte sein; Bayern hat er nur geschadet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wza2000 21.07.2015, 19:19
183. 123

Zitat von sober
Man stelle sich nur einmal vor, die CSU sackt bei der nächsten Bundestagswahl unter die Fünfprozenthürde und fliegt aus dem Bundestag.
Das hilft nix. Stichwort Direktmandate. Davon hat die CSU in den letzten Jahrzehnten zuverlässig 40+ eingefahren. Das reicht leider auch aus, daß die CSU Fraktions- anstatt Gruppenstatus erhält was sich wiederum auf die Zuteilung von Redezeiten im BT, Mitwirkung in Ausschüssen etc. pp. auswirkt. Wenn sich die Bayern also nicht massiv von der CSU abwenden (halte ich für unwahrscheinlich) wird sie uns noch weiterhin viel "Spaß" bereiten. (Es sei denn unser Wahlgesetz wird endlich mal grundlegend überarbeitet, wie vom BVerfG eigentlich vorgesehen).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
u.h.moeller24 21.07.2015, 21:20
184. Zumutungen

Seit Beginn der GroKo hat die CSU eine Zumutung nach der anderen erdulden müssen. Kein klassisches Ressort hat Merkel dem Seehofer gelassen. Nur zur Erinnerung: Einst stellte die CSU den Finanzminister oder den Wirtschaftsminister oder den Verteidigungsminister, zuletzt immerhin noch den Innenminister. Friedrich, der mit dem Sondergrundrecht Sicherheit wurde von Merkel und Seehofer in der Edathy-Affäre entsorgt. Heute stellt die CSU noch den Landwirtschafts- und den Entwicklungsminister. Ach ja, auch noch den Verkehrsminister mit der gescheiterten und von der Regierung gestoppten PKW-Maut. Die Christsozialen erleben gerade eine Zumutung, ja Demütigung nach der anderen. Nur einen ficht das nicht an: Seehofer. Aus seiner Sicht hat die Partei gerade einen Lauf! Donnerwetter, was für ein toller Blick auf das Land der Bayern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
amerlogk 22.07.2015, 01:04
185.

Die CSU sollte sich selbstauflösen. Sobald Papst Franziskus mal Zeit hat, neben der Weltrettung, wird er den Verein wegen Tanz um das goldene Lamm exkommunizieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
syn4ptic 22.07.2015, 08:53
186.

Zitat von wza2000
Wenn sich die Bayern also nicht massiv von der CSU abwenden (halte ich für unwahrscheinlich)
Sehr unwahrscheinlich, da (verzeihung) gerade die ältere Generation in Bayern imho oft nicht ausreichend differenzieren mag. Dort geht es dann nach dem Motto: Kommunalpolitik gut -> Landespolitik muss auch gut sein -> Bundespolitik muss ebenfalls gut sein -> wählen wir, egal bei welcher Wahl. Diese Annahme erweist sich viel zu oft als falsch.

Wenn man dann direkt fragt, was denn für die allgemeine Bevölkerung getan wurde, dann werde ich oft darauf verwiesen "Uns gehts doch gut!". Das ist schön, da ich auch nie behauptet habe, wir würden zum Großteil in WW2-Manier bereits am Hungertuch nagen.

Es ist allerdings, wie ich finde, sehr wohl eine berechtigte Frage. Die Schere zwischen Arm und Reich klappt immer weiter und immer schneller auseinander, die Vermögensverteilung hat sich massiv in die Oberschicht verlagert, der Mittelstand verschiebt sich langsam nach unten, die Grundbedürfnisse abzudecken wird relational gesehen immer teurer,... Das nenne ich nicht "gut", sondern nur "noch nicht wirklich schlecht". Kommt aber noch, brauchen wir nur noch etwas warten. Der Aktienmarkt und die Banken zocken weiterhin in altgewohnter Manier vor sich hin (wollte da bspw. Merkel nicht auch mehr machen? warte ich heute noch darauf. Oder viel das den Lobbyisten zum Opfer?), die Spekulanten spekulieren wie üblich in etlichen Märkten umher (auf das Platzen der Immobilienblase alla USA und Irland können wir uns jetzt schon einmal einrichten),...

Ich finde nicht besonders intelligent von Personen diese, sich abzeichnende, Situation als "gut" zu bezeichnen. Es hat er was von: "Ich mach die Augen zu, dann seh ich den Misthaufen nicht, in den ich reinfalle."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pless1 22.07.2015, 10:37
187.

Zitat von
#179 Gestern, 15:29 von dickebank Pfeifen Mann, ihr Bayern müsst aufhören die Lippen zu spitzen, ihr müsst (euch) endlich mal (ver)pfeifen. Der Bund ist eine Schöpfung der Länder. Deshalb kann der Bund kein Bundesland ausschließen. Der bayrische Freistaat kann allerdings sich aus der Föderation per Volksentscheid zurückziehen. Also hört auf zu drohen und macht es endlich.
Schlicht und ergreifend sachlich falsch. Die Bundesrepublik ist eben gerade keine Föderation. Es gibt kein Separationsrecht der Bundesländer. Auch nicht für selbsternannte "Freistaaten". Bayern kann ebenso wenig austreten wie jedes andere Bundesland.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
espet3 22.07.2015, 10:48
188.

Warum auf einer Partei herumhacken, wo doch alle dem Untergang zusteuern?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
analyse 26.07.2015, 01:15
189. an Ex-Kölner/120 Sie wissen aber schon,daß solchen

Konstellationen die CSU in allen Bundesländern kandidieren würde und die CDU auch in Bayern ?Nicht? Dacht ichs mir,träumen Sie weiter !Die Stimmen,die die CSU in Bayern,durch gleichzeitiges Antreten der CDU verlieren würde,würden weit übertroffen durch die zusätzlichen Stimmen aus den restlichen Bundesländern !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 19 von 19