Forum: Politik
CSU schreibt an SPIEGEL ONLINE: "Viel Ärger im Bauch"
DPA

SPIEGEL-ONLINE-Korrespondent Hasnain Kazim hat der CSU in einem persönlichen Brief rechtspopulistische Töne vorgeworfen. Prompt kam die Antwort aus München. Lesen Sie hier den Brief der CSU.

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Willi Wacker 15.09.2016, 14:04
390.

Zitat von Siebengestirn
Das sind nun mal überwiegend Flüchtlinge aus anderen Kulturkreisen, die sich nach Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat, Herkunft und Glauben von uns unterscheiden und aus diesen Gründen nicht nachrangig behandelt werden dürfen, denn genau das wäre diskriminierend, vgl. Art. 3 (3) GG.
So wie Sie es umdrehen, gäbe es keinerlei Möglichkeit mehr, irgendjemand Aufnahme und Daueralimentation zu verweigern.
So stimmt es ja auch einfach nicht!

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freak73 15.09.2016, 14:05
391. Feine Retour-Kutsche

Feine Retour-Kutsche, die von einer viel höheren Debatten-Kultur zeugt als die des Verbal-Vandalen Kaznain, der uns und unserer Bevölkerung offen den Kampf angesagt hat. Ich finde es immer noch eine Schande vom Spiegel, dass die solchen Provokateuren eine Plattform geben. Und ich werde auch erst wieder Print-Ausgaben kaufen, wenn dieser Widerling gefeuert ist.

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enfield 15.09.2016, 14:06
392. Weiss nicht...

Zitat von curiosus_
Kulturkreis, Wikipedia: "Als Kulturkreis wurde früher in den Kulturwissenschaften ein großflächiges Siedlungsgebiet bezeichnet, dessen Einwohnern eine gleiche oder zumindest ähnliche Kultur zugeschrieben wurde." Rasse, Wikipedia: "Rasse ist eine biologische, oder auch biologistische Kategorie, die Individuen anhand ihrer Verwandtschaft zu Gruppen zusammenfasst." Ihnen ist schon klar, dass "Kultur" nichts mit "Biologie" (sprich Genetik und Vererbung) zu tun hat? Anscheinend nicht. Wer ist hier "ein schlichtes Gemüt"?
ob man es so wohlwollend als "schlichtes Gemüt" bezeichnen sollte aber offensichtlich sind Sie auf der Seite des großen Unverstandes. Sie verstehen nämlich nicht, dass es in unserem Kulturkreis einen grundlegenden Konsens darüber gibt, dass sich weder ein Kulturkreis noch eine Rasse oder sonst eine teilweise "gewachsene" Zuordnungen - ob biologisch oder nicht - abgrenzen lassen und das wir das auch überhaupt nicht wollen. Und das ist gut so - und dieser Konsens ist auch eine wesentliche Säule unserer Kultur, die sich, auch schon an diesem Beispiel ersichtlich, eben längst nicht mehr regional verorten lässt - bzw. dabei wieder Abgrenzungen festlegen lassen müssten (westlich?, europäisch?, amerikanisch?, französisch? deutsch?......).
Ein für alle Mal: die Verfassung ist maßgeblich - alles andere ist dieser untergeordnet. Das ist so einfach, wie sinnvoll. Daher ist es falsch, kontraproduktiv, verfassungsfeindlich und brandgefährlich den Konsens zu negieren und eine "Diskussion" über Kulturen, Religionen, Rassen u.ä. zu beginnen und zu führen. Dies endet IMMER und unweigerlich in totalitären Herrschaften - das liegt in der Natur der Sache. Und deswegen rege ich mich so auf über jeden Beitrag zu einem "Diskurs" um unsere grundlegenden Werte. Es gibt Sachen, die muss, soll und darf man nicht infrage stellen, wenn einem etwas an der Verfassung und kulturellen Werten liegt!

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teilzeitberliner 15.09.2016, 14:06
393. Gerade eben

fiel hier ein Rad um. Es waren die offensichtlich muslimischen jungen Männer, die sofort geholfen haben. Letztens stand ich in der UBahn. Es waren die (eher aggressiv wirkenden) jungen, vermutlich muslimischen, jungen Männer, die der einsteigenden alten Dame sofort den Sitzplatz frei machten.
Ich habe Einwanderer aus der UdSSR kennen gelernt, die sehr "christlich" waren und nach 20 Jahren kein Wort Deutsch verstanden.
Ich lebte in einem Stadtteil, in dem ich mich in manchen Läden unsrer türkisch-stämmigen Mitbewohner ich mich nicht auf deutsch verständlich machen konnte.
Will sagen, der Wille zur Integration, im Sinne einer Teilhabe an dieser Gesellschaft, ist individuell zu betrachten. Tendenziell fällt er Menschen aus dem christlichen Kulturkreis sicherlich einfacher. Ob der eher gewünscht ist? Siehe oben.

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frackundfeder 15.09.2016, 14:06
394. Falls' einer noch halbwegs pflegen wollte, mitzudenken

"Der Jud" war keineswegs nur an best. religiöse Praktiken gebunden, wie von den Nazis völlig fehlinterpretiert, da sie sich ja willentlich auf Quellen längst zurückliegender Epochen bezogen hatten! Er war in längst vorangegangenen Zeiten, wenn auch nicht durchgehend, viel mehr als Sammelbegriff auf alles strukturell kulturfremde und zwar auch auf wirtschaftliche kulturelle, psycho-soziale Phänomenologien, jedoch eben nicht nur auf sich von vorherrschenden religiösen Praktiken zu unterscheiden Vermögenden bezogen, charakterisierend herangezogen worden! D. h. die Argumentationsgrundlage, welche herangezogen worden war, beschrieb ganz andere Konflikte aus ganz anderen psycho-sozial epochalen Konfliktsituationen abgeleitet! Das gleiche schlägt uns selbstverständlich aus dem im Nahen Osten wurzelnden Fundamentalismus heraus entgegen! Doch frag sich einer bitte endlich mal ernsthaft, ob er je mit neuerlich Heraufzubeschwörendem aus längst überwundenem eigenem Lager wieder Aufkeimendem, wirklich nachhaltig reflexanhaftend getilgt werden kann!?

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g_bec 15.09.2016, 14:07
395. Pft.

Zitat von frogfather
CSU - Kazim 1 - 0
Aber nur, wenn man rhetorische Tricks nicht erkennen will und es sich nett in seiner "wird man wohl noch sagen dürfen"-Ecke als besorgter Bürger eingerichtet hat.

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peter.braun1@gmx.ch 15.09.2016, 14:07
396. Ja, das im Mittelmeer ist eine Tragödie

Zitat von brehn
Christlich hat zu allererst mal was mit dem christlichen Glauben zu tun (mir persönlich schnurz, da Atheist) aber prinzipiell braucht man nur eins tun, wenn man vorgibt christlich zu sein und zwar sich zu fragen: "was hätte Jesus getan". Da fällt dann auf jeden Fall schonmal weg, Leute im Mittelmeer ersaufen oder in Lagern erfrieren/vergammeln/verhungern zu lassen, und damit meine ich nicht nur die Flüchtlingslager in Europa. Sie sollten sich klar machen, dass man eben beide Seiten der Medaille betrachten muss um objektiv urteilen zu können. In der Flüchtlingsfrage hört der Horizont vieler Bürger aber an der deutschen Grenze auf, das betrifft Flüchtlinge sowie deutsche Beteiligung an Konflikten.
Allerdings kann es auch nicht bedeuten, dass zur Lösung dieser Herausforderung im Wesentlichen ein einziges Land in Europa beansprucht wird. Interessant zu wissen, was "Jesus" gemacht hätte. Wahrscheinlich an der Wurzel des Übels angepackt - in den Herkunftsländern die Verhältnisse geändert. Aber das kann niemand einfach so, obwohl in Talkshows das immer eine wiederkehrende Sprechblase ist... Verhältnisse kann man nur ändern, wenn es ein Umdenken im Inneren der betreffenden Staaten gibt. Demokratie und Gerechtigkeit aufzwingen geht leider nicht... wie schon oft bewiesen wurde.

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possumgfx 15.09.2016, 14:07
397. Sehr richtige Antwort.

Ich kann den Inhalten dieser Reaktion nur zustimmen. Die Erwiderung auf Facebook ist übrigens auch lesenswert, weil Sie sehr schnell deutlich macht dass der Herr Kazim eigentlich nur die üblichen Schlagwörter benutzt hat um eine Reaktion zu erhalten. Er spricht darin von nötigem Respekt unter Demokraten, nach dem er sie quasi als Rassisten bezeichnet hat. Genau von dieser Rhetorik habe ich die Nase voll. Und es geht vielen so wie mir.

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freekmason 15.09.2016, 14:07
398.

Zitat von pittiken
Diskriminierung gehört auch in die Schublade der Totschlagwörter.
genau. den rassisten stinkt, dass Ihre form von diskriminierung als rassismus bezeichet wird. am besten nennen wir rassismus jetzt kulturskeptizismus, diskriminierung wird zum christlichen wert und natürlich konsequenterweise, sonst wären wir ja bigotte lachnummern, terroristen und islamisten nennen wir jetzt freiheitskämpfer aus anderen kulturkreisen.

in der nächsten stufe werden die totschlagsargumente "logik" und "fakten" verbannt und das wort "endlösung" wieder positiver besetzt?

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sapereaude! 15.09.2016, 14:07
399. Mengenlehre, Statistik, Ethnologie, ....

Zitat von prof.unrat
Ich versuche es jetzt betont sachlich mit zwei Fragen: Wenn man Menschen in Katerogien einteilt, was ist das?
Das kommt darauf an, was man mit dieser Kategorisierung bezweckt.

Ich hatte mal ein Mathebuch, in dem Begriffe wie Schnittmenge, Vereinigungsmenge etc. anhand von Rauchern, Nichtrauchern, Pfeifenrauchern, Zigarettenrauchern, Männern und Frauen erklärt wurden.

Das statistische Bundesamt führt haufenweise Statistiken, in denen Menschen nach verschiedensten Merkmalen in Gruppen unterteilt werden.

Im Biologieunterricht sollten wir alle gelernt haben, dass es Frauen und Männer (und mittlerweile noch mehr Gruppen) gibt.

Der Spiegel (und andere Zeitschriften ebenfalls) unterscheiden die Menschen in Abonnenten und Nicht-Abonnenten.

Die Ethnologie (oder Völkerkunde) erforscht und vergleicht die Kulturen der weltweit rund 1300 ethnischen Gruppen und indigenen Völker. Als Mensch, der gerne reist, finde ich das eine äußerst interessante Sache.

Lange Rede, kurzer Sinn (tl;dr): Menschen in Gruppen anhand verschiedener Merkmale zu unterteilen ist prinzipiell nichts Böses und kein Rassismus. Wenn man aber anfängt, pauschal allen Mitgliedern einer solchen Gruppe negative Eigenschaften zuzuschreiben, geht das in Richtung Rassismus. Nicht wahr, Herr Nelles?

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