Forum: Politik
CSU und Betreuungsgeld: Franz Josef Strauß lässt grüßen

Die CSU hält vehement am Betreuungsgeld fest. Gegen alle Widerstände, auch im Unionslager. Rechtzeitig*zum CDU-Parteitag machte Bayerns Sozialministerin Haderthauer deutlich, dass die Herdprämie in Wirklichkeit*ein Anti-Kita-Programm ist.

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hj.binder@t-online.de 15.11.2011, 06:40
1. CSU und Betreuungsgeld

Ich warte auf den Tag, an dem die CSU Geld für Schulschwänzen bezahlt: Es ist ja billiger 200-300 Euro pro Kind und Monat für Fernbleiben der Bildungseinrichtungen zu bezahlen als sich mit Bildung herumzuärgern.

Oder ist es wirklich so, daß die CSU Landräte+Bürgermeister derart kinderentfremded sind, daß sie sich das kleine Volk mit aller Gewalt vom Leibe halten wollen ?

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gewverg 15.11.2011, 06:59
2. zu Hause

Herdprämie hin oder her, zu Hause aufwachsen sollte eigentlich die Normalität und nicht die Ausnahme sein.

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jörg seifert 15.11.2011, 07:03
3. Polemik pur, null Argumente

Zitat von
Bei so viel Kuddelmuddel ist der Zweck am Ende klar: Das Betreuungsgeld ist ein reines Anti- Kita-Programm. Und damit verortet sich die CSU fest in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Da werden diffuse Ängste vor staatlicher Erziehung bedient - von den Christsozialen als Wahlfreiheit ummäntelt.
Von einem Gegenargument ist in diesem polemischen Geschreibsel allerdings weit und breit keine Spur.
Denn ohne Zweifel erweckt ein Staat Ängste, der seine unegale Nase immer tiefer und tiefer in das Privat- und Familienleben der Bürger steckt.
Kinder zu betreuen ist Arbeit, und Arbeit sollte bezahlt werden. Wenn der Staat die Arbeit nur für diejenigen bezahlt, die ihre Kinder in fremde Betreuung geben, dann ist das unfair. Daher ist das Argument der Wahlfreiheit natürlich völlig richtig.

Die Kita-Politik ist in der Tat moderner als "Mitte des vergangenen Jahrhunderts". Das Ideal von Mütter die ihren Nachwuchs nur noch gebären und dann in staatliche Anstalten geben hatten sowohl die Nazis wie auch die Sozialisten. Ist es daher verwunderlich dass der Ruf nach immer mehr staatlicher Betreuung Ängste weckt?

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mumienschubser 15.11.2011, 07:17
4. Falsche Frage

Sie schreiben: Zitat von
"Noch immer unbeantwortet bleibt schließlich die schon vielfach gestellte Frage, warum Bürger Geld bekommen sollen, die eine öffentliche Einrichtung nicht nutzen. Es gibt ja schließlich auch keine Prämie für diejenigen, die nicht in den Zoo, nicht ins Theater, nicht ins Schwimmbad gehen."
Die Frage muss anders lauten: Warum wird Frauen/Familien die ihr Kind in eine Krippe oder Kita geben dieser Platz mit Hunderten Euro jeden Monat subventioniert und Frauen die ihr Kind lieber selbst erziehen wollen bekommen nichts.

Warum stellen sie sich nicht diese Frage Frau Erdmann?
Der Staat hat KEINE Erziehungsform zu bevorzugen oder zu benachteiligen, er muss sich neutral verhalten und BEIDE Formen entweder subventionieren oder nicht subventionieren.

Der Begriff "Herdprämie" ist menschenverachtend und chauvinistisch weil er Zehntausende Frauen beleidigt und diskriminiert, sie werden als "dumme Weiber" dargestellt die von ihren Männern gezwungen werden zu Hause zu bleiben. Dass es Frauen gibt die sich völlig bewusst dafür entscheiden ihr Kind nicht in fremde Hände zu geben scheint in Frau Erdmanns Weltbild nicht vorzukommen. Sie baden in feministischen Vorurteilen Frau Erdmann.

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herbert 15.11.2011, 07:24
5. Wer das Mittelalter will, wählt die Vatikanpartei CSU !

Schlicht grausam, was die politischen Figuren der CSU drauf haben !
Bei der CSU zählt nur die heilige Familie mit dem amtlichen Stempel Ehe ! (Fingerzeig an die CSU von Benedikt aus dem Vatikan)
Die Frau zuhause am Herd und der Mann geht arbeiten.
Dafür soll es nun Geld geben!

Mittlerweile haben wir unzählige Paare, die nur zusammenleben ohne Trauschein, aber mit Kinder.
Kinder die in eine Kita gehen.
Die CSU ist eine Partei die den Status dieser sogenannten Nichtehelichen keine Rechte geben möchte. Denn sie untergraben die christliche Ehe !
War da nicht noch was?

Doch, der bayerische Ministerpräsident Seehofer hat die heilige Familie mit Ehe und Kinder in Bayern und ein nichteheliches Kind in Berlin!

Kann es sein, dass die Kinder in München am Herd stehen und das nichteheliche Kind geht in die Kita?

Ich wünsche mir, dass bei der nächsten Wahl die CSU einen FDP Status von 3 Prozent bekommt, damit Platz ist für Fortschritt in diesem Land und kein alter Mief alla CSU .

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jaguar16 15.11.2011, 07:32
6. auf den Punkt gebracht

Was soll man dazu noch sagen, der Kommentar bringt es schliesslich auf den Punkt. Volle Zustimmung!

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Sudama 15.11.2011, 07:38
7. Ignoranz wohin man schaut

[QUOTE=sysop;9132268]Die CSU hält vehement am Betreuungsgeld fest. Gegen alle Widerstände, auch im Unionslager. Rechtzeitig*zum CDU-Parteitag machte Bayerns Sozialministerin Haderthauer deutlich, dass die Herdprämie in Wirklichkeit*ein Anti-Kita-Programm ist.

War noch nie CSU Fan aber wo die recht haben haben sie halt recht.
Herdpraemie ist schon ein duemmliches Wort aus dem fruehen letzten jahrhundert mit der Intention die Mutter Kind Beziehung herabzuwuerdigen. Es ist schon lange erwiesen, dass die intensive Muter Kind Beziehung den Grundstein legt fuer ein emotional gesundes Kind. Dazu gehoert nach Moeglichkeit eine moeglichst lange Stillzeit angemessenerweise bis zu drei Jahren. Kinder denen diese Zeit gegeben wird sind Kindern die in Kitas abgestellt werden in allen Bereichen hoch ueberlegen. Muetter koennen Muetter sein. Es wird immer darueber lamentiert, dass die ach so wichtige Kariere leidet. Es wird immer darueber lamentiert, das soviel jugendliche Gewalt sich breit macht. Wo natuerlich gewachsene Anbindung fehlt ist das die natuerliche Entwicklung.....Kinder gehoeren zu ihren Eltern ersteinmal. Es ist seit den 30iger Jahren Mode geworden Kinder den Eltern zu entfremden um sie zu willfaehrigen Domestiken der jeweiligen politischen und wirtschaftlichen Interessen zu machen. So schnell wie moeglich von der Mutter weg und eingliedern in den Arbeitsprozess. Kita ist eine Notloesung fuer die Muetter, die alleine dastehen. Kita ist nicht fuer die Familie, die das Fundament der Gesellschaft darstellt. Aus der Familie erwaechst das Gefuehl fuer Gemainsamkeit und ethischer Werte. Beziehungsfaehigkeit wird in der Familie auf natuerliche Weise gelernt. Kein Kita Angestellter ist in der Lage dies zu ersetzen. Bayern ist in vieler Weise wesentlich gesuender als der Rest des deutschen Landes , dass muss ich als geborener Preusse neidlos anerkennen. Die bayrische Familienpolitik ist hier wohl die Politik, die mit dem Grundwert Familie instinktiv am besten umgeht. Bravo Bayern. Weiss auch nicht wofuer diese duemmlichen Versuche dieses Thema mit Dr. Strauss zu verknuepfen gut sein sollen. Ein ebenso bemerkenswerter Mann wie der Genosse Wehner. Ikonen deutschen Patriotismus jeder auf seine Art. Waere wuenschenswert solche Charaktere im Bundestag zu sehen anstatt dieser Langweiler, die man heute ertragen muss.

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Manno2 15.11.2011, 07:40
8. da fehlen die Sachinfos!

Es ist interessant, die die ehemaligen Krippen-Vorzeigeländer längst ihre Strategie geändert haben.Nprwegen zahlt 450 Euro, Schweden 300 Euro, Finnland zw. 290 und 420 Euro, wenn Kinder zu Hause von den Eltern oder Oma, Opa, Tagesmutter betreut werden!
Denn für Kleinkinder ist die individuelle Zuwendung, die feste Bindung, Zeit, Zärtlichkeit´für die Synapsenbildung im gehirn deutlich besser, als krippe mit wechselnden Bezugspersonen.

Zudem sagt unser GG klar, dass Eltern nicht vom Staat in ihrer Wahlfreiheit eingeschränkt werden dürfen.
"Sackgasse" ist tatsächlich erreicht in D: wir haben die niedrigste Geburtenrate in EU! Wir bevormunden Eltern! Wir demotivieren Frauen, Mütter zu werden bzw. mehr als 1 Kind zu bekommen.
Ich bin für echte Wahlfreiheit: Ein Betreuungsgeld von mind. 500 Euro im Monat - das wäre im Vgl. zu den Kosten der Krippenplätze eh noch harmlos.

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tg-platz 15.11.2011, 07:52
9. Nur keine Wahlfreiheit!

Das Argument, die Gelder, die für das Betreuungsgeld vorgesehen sind, sollen lieber in die institutionelle Kinderbetreuung gesteckt werden geht fehl - schon jetzt wird eine Milliarde Euro für die Schaffung von Kita-Plätzen nicht abgerufen! Es bleibt der grundsätzliche Konflikt: Will der Staat alle Kinder fördern - also auch jene, die nicht in Kitas betreut werden - oder will der Staat nur eine einzige der mannigfaltigen Möglichkeiten der Kinderbetreuung fördern? Im Übrigen: Die anspruchsvolle Aufgabe, Kinder zu erziehen, mit einem Schwimmbadbesuch zu vergleichen, spricht nicht gerade dafür, dass der Autor des Artikels mit der notwendigen Ernsthaftigkeit an das Thema herangeht.

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