Forum: Politik
CSU und CDU: Frieden? Na gut.
DPA

Zwang zur Zusammenarbeit: Nach 18 Monaten Streit um die Flüchtlingskrise treffen sich Kanzlerin Merkel und CSU-Chef Seehofer samt Gefolge zum Versöhnungsgipfel. Friedensbeschleuniger ist: die SPD.

Seite 8 von 9
oalos 06.02.2017, 03:02
70. Ganz einfach

Zitat von balotelli
Die "Versöhnung" war doch zu erwarten - die CSU flüchtet sich genauso wie die völlig im Wachkoma liegende CDU in die Hoffnung, dass es mit Merkel noch mal reicht. Aber das ist nicht Entscheidend. Entscheidend ist doch, ob eine von Merkel geführte Koalition für das Land von Vorteil ist. Ich bin davon überzeugt, dass das nicht der Fall ist. Woher soll bitte die Kraft, der Esprit, die Kreativität kommen, um den inzwischen bedrohlich angewachsenen Reformstau anzugehen? Beispiele gefällig? BILDUNG und WISSENSCHAFT - findet sich wenigstens eine deutsche Universität unter den ersten 10 weltweit? Woher kommen die Nobelpreisträger? DEMOGRAPHIE - wie stellt man sich die Lösung dieses Problems vor? Wer zahlt die Renten und die Pflege? SOZIALE GERECHTIGKEIT - kann ein normaler Arbeiter mit 40 Stunden Wochenarbeitszeit noch eine Familie ernähren und normal am öffentlichen Leben teilnehmen? Steigt oder sinkt die Zahl der Harz-IV-Empfänger und sonstigen Leistungsempfänger? BUNDESWEHR - das derzeit vordringlichste Problem scheinen die Befindlichkeiten von Transsexuellen und Schwulen zu sein. Ist das ein Ablenkungsmanöver, oder haben wir tatsächlich keine strukturellen Probleme dort? EINWANDERUNGSGESETZ - wer darf wann und wie zu uns kommen? Stattdessen hatten wir eine ungeregelte Hypermigration, die uns obendrein als alternativlos und als Erfolg verkauft wird. POLITISCHE REFORM - was ist mit plebiszitären Elementen, z.B. im Grundgesetz? Sind die Kompetenzen und Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern noch zeitgemäß? EUROPA - hier als Beispiel die Geldpolitik. Wann ist Zahltag? Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen. Ich sehe keine Tätigkeit in diesen Feldern. Die Protagonisten, allen voran die "Chefin" machen einen tranigen, saft- und kraftlosen Eindruck. Mal ganz ehrlich: Das sieht mittel- und langfristig nicht gut aus. Wann, wie und durch wen oder was kommt die Wende?
Sie stellen viele Fragen. Nur auf ihre letzte -- Wann, wie und durch wen oder was kommt die Wende? -- habe ich eine Antwort: Achten Sie auf den DAX.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
james.n 06.02.2017, 04:20
71. Die Raute hat sich verbraucht

Viele User schreiben, dass sie Merkel nicht mehr sehen können. Richtig, ich auch nicht mehr und ihre Piepsstimme kann ich nicht mehr hören. Mir grauts davor, die Ewigkanzlerin nochmals vier Jahre erleben zu müssen. Aber will ich den Schulz, der zwar mangels Regierungsverantwortung herumholzen kann, wie ihm beliebt und außer Strippenzieherei in Brüsssel nicht groß aufgefallen ist? Nein, den will ich auch nicht. Mich erinnert das alles an den letzten US-Wahlkampf. Die favorisierte, aber sehr unbeliebte Clinton verlor letztlich gegen Trump, der ebenfalls nie Regierungsverantwortung hatte und sich folglich im Wahlkampf nicht zurücknehmen musste. Gewinnt Rotrotgrün, haben wir Schulz als Kanzler, Wagenknecht als Außenministerin und Trittin als ... Ich mag es mir gar nicht vorstellen. Doch lieber wieder Merkel? Womit wir wieder bei der Merkelraute wären.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
biba_123 06.02.2017, 06:08
72. Der Wähler it nicht dumm

Am Tag nach der BT Wahl werden wir erleben,wie klug er war.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alterhaase 06.02.2017, 07:19
73. Baxit

Mal sehen, wann Seehofer zum ersten Mal damit droht, ein Referendum zum Austritt Bayerns aus Deutschland, der EU und dem Euro zu starten. Horstilein als gekrönter Hausherr auf Neuschwanstein und Weißwürschtl nur noch gegen Taler - och wär' das schön!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MKAchter 06.02.2017, 07:34
74. Wechsel?

Zitat von reflexxion
Das Unionsproblem ist die abgewirtschaftete Kanzlerin.... Ein Wechsel an der Spitze ist dringend nötig, wenn es die Union in sich nicht schafft, dann eben durch Martin Schulz, der einer von uns ist - ein normaler Bürger des Landes ohne Doktortitel zweifelhafter Herkunft aber eben auch ohne Diplom oder Staatsexamen.
Ein Wechsel um des Wechsels (oder lediglich neuen Gesichtes) willen bringt es aber auch nicht.

Die Bundeskanzlerin bzw. die von ihr geführte Regierung wird inhaltlich ja hauptsächlich wegen ihrer Flüchtlings- und EU-, spezifisch europäischen Finanzpolitik, kritisiert. Ich verstehe absolut nicht, wie man in Bezug darauf M. Schulz und die SPD als "Alternative" empfinden kann...

Nochmal: M. Schulz steht klar für mehr Eurokratie und auch Finanz-Transfers in Richtung maroder südeuropäischer Staatshaushalte. Auch wird es einen Kanzler Schulz nur mit Rot-Rot-Grün geben - und die fahren deutlich mehr als eine CDU-/CSU-geführte Regierung eine Politik der "offenen Tore", was die Immigrations-/Asylpolitik angeht.

Also: eine Alternative sind Schulz bzw. die SPD da wahrhaftig nicht. Und: kumpelhafte Jovialität ist nicht alles. Da ist mir die unaufgeregte und nüchterne Art von Angela Merkel, auch wenn sie etwas spröder herüberkommt, letztlich im Regierungsamt lieber.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bananenschale 06.02.2017, 08:29
75. Frieden?

Nö! Schwarz-Blau-Gelbe Koalition unter Horst Seehofer mit Fr. Petry als Vizekanzler. Merkel kann einpacken. Sie wird gerade ausgesessen.

Nicht, daß ich das gut finde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karl-ecker 06.02.2017, 08:33
76. Würde mal so sagen.....

wer nach dem Gehacke der CDU/CSU und ihren Granden auch nur noch ein Wort glaubt, der muss wirklich sehr gottesfürchtig sein. Um nicht zu sagen, verfügt über wenig Menschenkenntnis. Aber so wirds wohl sein, bis es fertig ist. Egal, welche Kindergartenspiele die Überbezahlten anstellen, es gibt immer welche, die glücklich sind, wenn sie verulkt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bananenschale 06.02.2017, 08:37
77. 'Das Reich'

Zitat von kospi
Merkel sollte endlich mal Mut beweisen und sich von der sog. Schwesterpartei CSU trennen. Wer nämlich solche "Freunde" wie Seehofer hat braucht keine Feinde mehr. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es jede Menge CSU-Wähler in Bayern gibt, die mit fliehenden Fahnen zur CDU überlaufen würden, wenn sie denn könnten. Dann wäre die CSU endlich da, wo sie hingehört, eine kleine überbewertete Provinzpartei ohne Macht und Einfluss.
Und im restlichen 'Reichsgebiet' gibt manche, die gerne von der CDU zur CSU überlaufen würden, so sie könnten. Das rechte Spektrum zersplittert in CDU, CSU und AfD. Die FDP gab es ja immer schon. Im Prinzip dürften sich drei Formationen herausbilden: Bürgerlich-konservativ, national-liberal und wirtschafts-liberal. Somit: Eine von den vier geannten Parteien verschwindet unter Metamorphose der anderen oder aber es gibt Fusionen. Der einzige blockierende Faktor ist, daß die CSU an Bayern gebunden ist. Es ist sogar möglich, daß die AfD auf Ostdeutschland zurückfällt. Ist eine solche Teilung stabil, könnten sich auch die vier Kräfte halten. Aber nur dann.

Die Grünen bilden i.Ü. ein Scharnier zwischen dem 'linken' und diesem 'rechten' Lager.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mundi 06.02.2017, 11:32
78. Die Größen sind relativ

Zitat von kospi
Merkel sollte endlich mal Mut beweisen und sich von der sog. Schwesterpartei CSU trennen. Wer nämlich solche "Freunde" wie Seehofer hat braucht keine Feinde mehr. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es jede Menge CSU-Wähler in Bayern gibt, die mit fliehenden Fahnen zur CDU überlaufen würden, wenn sie denn könnten. Dann wäre die CSU endlich da, wo sie hingehört, eine kleine überbewertete Provinzpartei ohne Macht und Einfluss.
Die kleine CSU-Partei hat immerhin 45 Dierktmandate im Bundestag. Die große SPD bisher 58 und die Grünen nur einen direkt gewählten Abgeordneten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jochenErte1 06.02.2017, 12:41
79. Sie ist vorsichtiger geworden, die Kanzlerin, nach den erlittenen Niederlagen

der letzten Jahre. So ein Satz wie "eine PKW Maut wird es in einer Koalition mit mir nicht geben" würde ihr im Wahlkampf nicht mehr über die Lippen kommen. Sie ist angeschossen und ringt selbst ums Überleben. Zudem hat sie für so brisante Aussagen ihre treuen Claqueure Altmaier, Spahn, Tauber, Rösch, de Maiziere. Erst wenn ihre Umfragewerte stimmen, wird von Merkel etwas Wichtigeres als "Vertrauen Sie mir" usw. kommen.
Schon im alten Rom und besonders in allen Religionen handelte man danach: halte das Volk in Angst, um so glaubwürdiger kannst du dich als Retter positionieren. Das praktiziert die CDU/CSU seit 12 Jahren, füher mit dem Versprechen, weiter so. Aber jetzt sind die Schwarzen die Gejagten, selbst Seehofer mit seinem Schatten beginnen zu laufen. Die Angst vor der Niederlage sitzt zu tief. Da ist jeder Notnagel willkommen, Scheuer ins Kabinett, Herrmann auch. Schmid raus, Guttenberg neuer Rettungsanker. Sie spinnen, die CSU'ler!

Herrn Schulz, halten Sie das Oppermännchen bis zu ihrem Parteitag zurück oder legen sie ihm den Maulkorb an.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 9