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CSU und der Fall Hoeneß: Weiß-blaues Steuerparadies
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Musterstaat Bayern? In Sachen Steuerfahndung kann davon nicht die Rede sein. Der Fall Hoeneß wirft ein Schlaglicht auf Defizite in der Finanzverwaltung des Freistaats, der Rechnungshof bemängelt sie seit Jahren. Nun rächt sich für CSU-Chef Seehofer die lasche Kontrolle von Steuerpflichtigen.

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Listerholm 23.04.2013, 19:04
220. Resignierendes Lächeln

Zitat von Pietätskontrolle
Ja, ohne zweifel ist das "um so besser". Eliten braucht ihr nicht, Arbeitsplätze schaffen in der Welt der SED nicht Arbeitgeber, sondern Arbeitnehmer, Arbeitsplätze schaffen nicht Unternehmer, sondern Politbonzen. Das kennen wir ja aus der Geschichte. Irgendwie ist das doch mittlerweile so: Je erfolgloser jemand ist, desto, äh, erfolgreicher ist er. Leute, ihr seid einfach nur strunzdämlich und ihr habt es einfach nicht besser verdient.
So ist das halt. Nicht verzagen. Weitermachen und Arbeitsplätze schaffen. Dankbarkeit bleibt das kostbarste Gut.

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nickysantoro 23.04.2013, 19:04
221. Freiheit statt Sozialismus!

Zitat von zynik
Darf man im Umkehrschluss dann feststellen, dass die hochintellektuellen rechten Fahnenschwenker es mit der heiligen "Heimat" dann doch nicht so wichtig nehmen, wenns um die eigene Steuererklärung geht?
Doch, die sind eben nur für niedrigere Steuerquoten. Denn die führen allgemein zu einer besseren Wirtschaft und weniger sozialen Problemen.
So ist letztlich allen geholfen. Zumal die Staatsverschuldung ein Ausgabenproblem, - kein Einnahmeproblem ist! Aber da Linke das System Marktwirtschaft mit seinen Anreizen nie ganz verstehen werden, werden sie mit ihrer Untertanenmentalität immer absolutistischen Zwangssystemen nachtrauern...

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de-fakto 23.04.2013, 19:05
222.

Zitat von Pietätskontrolle
Ja, ohne zweifel ist das "um so besser". Eliten braucht ihr nicht, Arbeitsplätze schaffen in der Welt der SED nicht Arbeitgeber, sondern Arbeitnehmer, Arbeitsplätze schaffen nicht Unternehmer, sondern Politbonzen. Das kennen wir ja aus der Geschichte. Irgendwie ist das doch mittlerweile so: Je erfolgloser jemand ist, desto, äh, erfolgreicher ist er. Leute, ihr seid einfach nur strunzdämlich und ihr habt es einfach nicht besser verdient.
Es soll auch intellektuelle Linke geben, habe ich gehört.

Und Karl Marx als Sozialist schlechthin soll einen deutlich über dem Durchschnitt gelegenen Intelligenzquotient gehabt haben.Ein Philosoph war er unbestritten.

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multi_io 23.04.2013, 19:05
223.

Zitat von dämonstrant
Turis aus aller Herren Länder schleppen ihr anderswo mühsam erarbeitetes Geld nach Bayern und geben es dort aus, kaufen Sepplhosen, Dirndl, Maßkrüge und andere Devotionalien. Trinken und essen reichlich. Das ist gut für die Konjunktur und schlecht für die Figur. Und die Steuereinnahmen werden auf die bayrischen Köpfe umgelegt.
Wäre mir neu, dass Tourismus der dominierende Wirtschaftsfaktor Bayerns ist. Aber selbst wenn: Niemand hindert die anderen Bundesländer daran, ebenso wie Bayern den Tourismus zu fördern. Berlin zum Beispiel hat mW im Ländervergleich die meisten Hotelübernachtungen (absolut und pro Kopf). Trotzdem sind die so wirtschaftsschwach und pleite wie sonst keiner (außer Bremen).

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georgia.k 23.04.2013, 19:06
224. in Bayern ticken die Uhren anders

gilt als die Steuer-Oase der Republik. Die Steuerfahndung wird da im Vergleich zu NRW stiefmütterlich behandelt, hinsichtlich personeller Ausstattung und Stellenplan z. B.
Es lohnt(e) sich schon, seinen Firmensitz dorthin zu verlegen - das ist Teil der Erfolgsgeschichte Bayerns.
Insider wussten das schon sehr lange und seit dem Schlötterer-Buch dürfte es Interessierten allgemein bekannt sein.
Gehen die Mehrergebnisse der Steuerfahndung überhaupt in den Länderfinanzausgleich - es gab da mal Anfang des Jahrtausend einen Vorstoß NRWs, dass diese nicht da nicht einfließen.

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coopms 23.04.2013, 19:07
225.

Zitat von sorata
Kein Wunder also, dass man in Bayern einen whistle-blower wie Herrn Mollath einfach mal so für Jahre in eine psychiatrische Anstalt verschwinden lässt. Wie in Russland halt.
Ich denke bei sowas eher an Hessen.

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multi_io 23.04.2013, 19:07
226.

Zitat von coopms
Wie soll denn Schwarzgeld in der Schweiz die heimische Wirtschaft ankurbeln? Logik ist nicht Dein Ding, hmm?
Indem der Kontoinhaber das Geld früher oder später abhebt und "heimisch" investiert. Weil es "schwarz" ist, ist es mehr, somit ist die Investition potentiell größer.

Aber in dem Artikel geht es garnicht um Hoeneß' Schwarzgelder, sondern um bayrische Steuerfahndung im Allgemeinen.

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Listerholm 23.04.2013, 19:10
227. Narreteien

Zitat von zynik
... Auf irgendwelche Belege für erschlichene Doktortitel im bösen "linken" Lager warte ich z.B. bis heute.
Und das ist kein "Totschlagargument"?
Um Vergebung

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knieselstein 23.04.2013, 19:10
228. Möchte gerne wissen

Zitat von meineidbauer
Das geht dem am weissblauen A....llerwertesten vorbei. Selbst wenn er zwei, drei Jährchen einfahren sollte, lebt er danach wie König Zumwinkel auf seinem Schlösschen am Gardasee und lacht uns alle aus.
wieviel Steuern durch Zumwinkels Wegzug schon in NRW nicht mehr angekommen sind. Schätze mal, die 10 Mio Grenze ist schon gerissen ;-)

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coopms 23.04.2013, 19:11
229.

Zitat von dahmane
Was soll in diesem Zusammenhang der Begriff "Schwarzgeld"? Zwar sind offensichtlich Zinseinkünfte unversteuert geblieben, aber genau das ist nach gängiger Definition eben kein Schwarzgeld. Es ändert nichts am Faktum der Steuerhinterziehung. Es ändert nichts an dem höchst zweifelhaften Gebaren der Bayerischen Staatskanzlei, des Finanz- und des Wirtschaftsministeriums und auch nicht an der überaus dummen Bemerkung Herrn Seehofers, der besser nicht informiert gewesen wäre. Aber in diesem Zusammenhang von "Schwarzgeld" zu reden, beweist Unkenntnis oder Hang zu Polemik. Beides ist peinlich. Herr Hoeness hat, nachdem einmal der "Fehler" (= die Straftat) geschehen war, nein, nachdem er die Straftat begangen hatte, ebenso moralisch wie rational gehandelt. Der Mediensturm beweist das ebenso, wie es solche Anmerkungen beweisen wie dieser Kommentar. Anders als in vielen Kommentaren dargestellt, wirkt nicht nur die steuerliche Selbstanzeige strafbefreiend. Gleiches gilt auch für die selbstanziege in engem zeitlichen Zusammenhang mit dem unerlauten Entfernen vom Unfallort. In vielen anderen Fällen wirkt die tätige Reue extrem strafmildernd. Voraussetzung ist immer, daß der Schaden überhaupt angemessen kompensiert werden kann (bei rein finanziellen Schäden also, bei anderen ist es schwierig) und wenn der Geschädigte zustimmt. Darum wird sich Herr Hoeness offenbar bemühen. Darin liegt der Unterscheid z B zur Vorteilsnahme, zur Bestechung oder zum Plagiieren einer Doktorarbeit. Wirklich problematisch - einmal abgesehen vom Risiko einer unwirksamen, also nicht strafbefreienden Selbstanzeige - könnte der Zusammenhang mit den adidas-Geschäften werden. Die eilige Pressemitteilung von adidas zu diesem Thema zeigt, daß das Problem erkannt wurde.
Nach 2 Tagen hat das Thema Bestechung und Untreue noch kein Medium thematisiert.
Die wollen wohl nicht.

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