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Cyberangriff auf den Bundestag: Hacker kopierten Abgeordneten-E-Mails
DPA

Bei der Späh-Attacke auf das deutsche Parlament entwendeten die Täter offenbar große Mengen vertraulicher E-Mails. Der Bundestag will jetzt damit beginnen, sein internes Datennetz "Parlakom" teilweise neu aufzubauen.

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analyse 18.06.2015, 06:34
1. Ob sich langsam die Erkenntnis durchsetzt,daß:

1. Nicht nur die NSA,sondern alle Geheimdienste je nach ihren Fähigkeiten Freund und Feind ausspähen ?2. Zur Aufgabe sicher nicht nur der französischen und englischen Geheimdienste gehört,auch Wirtschafts-und Industriespionage bei Freund und Feind zu betreiben! 3.Spionage schon immer illegal war - und deshalb geheim,und deshalb naiv Spionage durch Gesetzgebung oder Empörung verhindern zu können 4. Netztechnik längst eine gefährliche Waffe ist,mit der Staaten,Terroristen,Kriminelle ganze Industriezweige u.a lahmlegen können.5. deshalb es staatsgefährdend ist in Ausschüssen aus rein parteitaktischen Gründen ,Mißtrauen gegen Regierungsparteien zu propagieren und "offenlegen" offenlegen" zu fordern, in einem Ausschuß,aus dem Geheimes regelmäßig durchgesteckt wird !6. Spionageabwehr massiv verstärkt werden muß, auch in der Erkenntnis,daß das ohne Datensammeln garnicht geht,was von der Gegenseite sofort als Spionage angesehen wird ! Erklärendes Beispiel:Ein demokratischer Staat plant Spezialzerstörer,um gegen U-Boote einer Militärdiktatur gewappnet zu sein und ihre GRÜNEN im Parlament fordert: Pläne offenlegen,Pläne offenlegen,wir müssen das kontrollieren ! Gehts noch naiver ? na klar: falls die Spezialschiffe zusammen mit einer befreundeten Macht unter der Bedingung der Geheimhaltung konstruiert wurden,GRÜNE :auch deren Beitrag:uns offenlegen u n s offenlegen !

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mielforte 18.06.2015, 07:09
2. Ein neues Datennetz ist dringend notwendig,

um Hackerangriffe als solche nicht mehr zu erkennen. Sozusagen eine Parlaments-Flat nach draußen. War Transparenz nicht einst ein demokratischer Grundsatz?

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micmichd 18.06.2015, 07:17
3. PST-Dateien gestohlen?

Was denn nun - E-Mails gestohlen oder kopiert?
Wenn kopiert, sollte man das wohl besser ausserparlamentarische Abgeordnetenkontrolle nennen.

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polarwolf14 18.06.2015, 07:23
4. Warum nicht?

Ich dachte, die Abgeordneten arbeiten transparent und für die Bevölkerung? Insofern können die Hacker beruhigt ein paar Emails lesen, quasi Datenspeicherung nur umgekehrt. Spricht nichts dagegen.

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schumbitrus 18.06.2015, 07:25
5. Mit PGP wäre das nicht schlimm ..

.. oder nicht ganz so dramatisch - denn würden wenigstens jeder Parlamentarier ein Schlüsselpaar besitzen wäre es ein Leichtes selbst zu entscheiden, ob man eine Nachricht verschlüsseln will - und damit auch in den PST-Dateien der Sender und der Empfänger verschlüsselt abzulegen.

Nach allem was durch Snowdens Whistleblowing und durch den NSA-Skandal bekannt wurde sind Mails, die man heute auf dem Stand der Technik mit PGP verschlüsselt für die kommenden 5-10 Jahre auch "NSA-sicher".

Man MUSS der Bundestag-IT den massiven Vorwurf machen, dieses Infrastrukturmerkmal "wirksame Verschlüsselung" gerade bei den gewählten Vertretern des Volkes nicht LÄNGST zur Verfügung gestellt zu haben.

Die Parlametariere entscheiden immerhin über so wichtige Dinge wie TTIP, TISA, die Ausdehnung der NATO an die Grenzen Russlands, Handelsbeziehungen zu China, etc. und tauschen sich darüber natürlich auch elektronisch aus. Diese Informationen haben dann einen unvorstellbaren strategischen Wert in Verhandlungen und zur Beurteilung der Position der Bundesrepublik Deutschland.

Wenn nun wichtige Informationen in Form von unverschlüsselten Mails an Kriminelle abgeflossen sind - weil ein paar Kriminelle PST-Dateien stehlen konnten - dann muss diese SCHLAMPIGKEIT bei den IT-Verantwortlichen ernste Konsequenzen haben! Wirksame Verschlüsselung auf der Stufe "NSA-sicher" muss doch für Parlamentarier selbstverständlich vorhanden sein!

Es entspricht ausschließlich Geheimdienst-Interessen, den Parlamentariern die Möglichkeit zur wirksamen Verschlüsselung zu verwehren. Eben das öffnet aber sehr üblen Spekulationen darüber, wie man in Berlin an die Macht kommt und wie man sie hält, Tür und Tor!

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boetho11 18.06.2015, 07:40
6. hätten die mal auf das BSI gehört...

und die Sicherheitsvorschläge umgesetzt. (https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/ITGrundschutz/ITGrundschutzKataloge/Inhalt/_content/m/m04/m04381.html) oder gleich ein sicheres eMail System eingesetzt...soll es ja auch geben..

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nicole_fabian 18.06.2015, 07:41
7. Wenn man in der IT arbeitet ...

tun diese Informationen schon weh. Warum zu Geier dürfen die Leute dort überhaupt .pst-Dateien anlegen ? Warum ?
Aber gut - es gab ja auch schon Sätze wie "die Angeordneten bringen jetzt ihre eigene Hardware inkl. Router mit" (sinngemäss) - als ich das las, kam ich aus dem Lachen nicht mehr raus.
Entweder hat der Spiegel da Blödsinn erzählt bekommen oder die IT dort vor Ort benötigt dringend mehr Geld und einen IT-Leiter, der sich durchsetzen kann, um so einen Schmonzes mit BYOD und "Do what you want on your PC" zu verhindern. Von mir aus kann eine kleine Werbeagentur oder eine Zeitung ihren Leuten erlauben, eigene Geräte einzusetzen (aber sicher keine Netzwerk-Devices im INTERNEN Netzwerk), dann muss dies aber auch entsprechend gehandhabt werden. Man kann auch BYOD relativ sicher machen, aber nicht, wenn jeder macht, was er will.
Ich schaue mir dieses Spektakel aus der Ferne an und frage mich, warum ich täglich Firmen berate, wie ihre Infrastruktur neben sicher auch möglichst gut administrierbar zu bekommen ist, wenn solche Auswüchse wie in Berlin offensichtlich überall gang und gäbe sind. Da hat selbst eine mittelständischer Maschinenbauer mehr Angst um seine CAD-Zeichnungen als unsere Politiker um ihre Daten. Wenns nicht so traurig wäre, wärs was für nen Film ...
Und mal so am Rande: sichert man eigentlich auch die .pst-Dateien ? Solange die auf der Festplatte liegen und die Rechner bzw. bestimmte Verzeichnisse gesichert werden, ist ja noch alles gut. Aber wie viele Leute sichern ihre Mails als .pst auf einem USB-Stick weg (natürlich unverschlüsselt und ohne Passwort), weils ja so praktisch ist ....

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verhetzungsschutz 18.06.2015, 07:54
8. Ihr Wahlverhalten erfordert einen Neustart

Was sind denn "alltägliche Computerviren"? Ist damit Windows selbst gemeint? Also, wenn "alltägliche Computerviren" gerade mal zufällig nebenbei entdeckt werden und sich also im Normalfall offenbar ungehindert "alltäglich" ausbreiten können, dann bekommt hier der Bürger schon mal einen Vorgeschmack darauf, was alles mit seinen Steuer- und Gesundheitsdaten passieren kann. Bestes Gegenmittel: das Bild von einem Schaf als Startbildschirm auf allen PCs installieren und das weitere Nachdenken für beendet erklären.

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pandorawirkommen 18.06.2015, 08:00
9. Wo ist das Problem?

Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten. Das ist doch die Logik der Parlamentarier welche die VDS befürworten. Dann ist doch alles in Ordnung.

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