Forum: Politik
Datenauswertung zur Hessenwahl: CDU verliert fast 100.000 Stimmen an Grüne - mehr als
Quelle: Infratest dimap/ARD (Schätzung auf Basis von Vor- und Nachwahlbefragungen, Wahl- und Bevölkerungsstatistiken)

CDU und SPD sind die großen Verlierer der Hessenwahl. Vor allem junge und gebildete Menschen entschieden sich für die Grünen. Von der Unzufriedenheit der Wähler profitierte die AfD. Die Analyse.

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claus7447 29.10.2018, 11:53
10.

Zitat von chewbakka
Die beiden einzigen Parteien, die wirklich Politik machen - nicht dass mir das gefällt - sind die Grünen und die AfD. Alle anderen lassen sich von denen vor sich hertreiben statt selber Politik zu gestalten - die verwalten nur. Sowohl die Grünen als auch die AfD malen ein Katastrophenszenario nach dem anderen an die Wand und versprechen natürlich auch gleich eine Lösung, die dann im Sinne ihrer eigenen politischen Agenda ist.
Gut gebrüllt Löwe! dann nennen sie mal die Lösungen des "Katastrophenszenario" die die AfD bietet. Beim Klimawandel (den leugnet Trumpel auch) ist man der Meinung den gibt es nicht - einfachste Lösung.

Ansonsten haben wir jede Menge soziale Problem zu lösen (Altersarmut, Steuer, Renten, Infrastruktur) wo ist da nur eine einziges Konzept der AfD. Das einzige was in meinem Ohr hängen blieb war die Aussage des Gauleiters der sagte nach einer "Machtergreifung" wird erst einmal die Presse ausgerichtet!" schöne Aussichten!

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g0r3 29.10.2018, 11:54
11.

Zitat von chewbakka
Das ist die Quittung für Behäbigkeit sowohl der SPD als auch der CDU. Die beiden einzigen Parteien, die wirklich Politik machen - nicht dass mir das gefällt - sind die Grünen und die AfD. Alle anderen lassen sich von denen vor sich hertreiben statt selber Politik zu gestalten - die verwalten nur. Sowohl die Grünen als auch die AfD malen ein Katastrophenszenario nach dem anderen an die Wand und versprechen natürlich auch gleich eine Lösung, die dann im Sinne ihrer eigenen politischen Agenda ist. Niemand hält vernünftig dagegen und bietet eigene Politik an, sondern es wird versucht, - je nach Stimmung - die Herausforderer auf ihrem eigenen Feld zu übertreffen. So wird das nichts! Es reicht halt nicht, lauf 'Populismus' zu rufen - dieser Wettbewerb ist nur durch aktive Politik zu geweinnen - wir sehen ja, daß sowohl die Poupilsten der AfD als auch die der Grünen mit ihrem Katastrophengeschrei Stimmen fangen. Und wo bleiben die ZIELVORSTELLUNGEN der anderen?
Der Unsinn, Grüne in ihrer Art der Politik mit AFD gleich zu setzen, ist mir auch noch nicht untergekommen. Soll das eine Masche sein, die AfD etwas normaler aussehen zu lassen als sie ist?

Und zu ihren Populismus-Vorwürfen: Da könnten Grüne und AfD wohl nicht weiter auseinander sein:

"Die Grünen sind laut den Forschern die Partei mit den wenigsten populistischen Positionen – sie haben allerdings auch die unpopulistischste Wählerschaft."

https://www.zeit.de/gesellschaft/2018-10/bertelsmann-studie-populismus-einstellung-positionierung

Und nein, Ihre persönliche Meinung widerlegt das nicht.

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alleskafkaesk 29.10.2018, 11:58
12. Man kann sich natürlich auch alles schönreden.

Zitat von frankfurtbeat
etwas zu trivial finde ich die Feststellung "Vor allem junge und gebildete Menschen entschieden sich für die Grünen. Von der Unzufriedenheit der Wähler profitierte die AfD. Die Analyse." denn daraus entnehme ich das Wähler der AfD dann wohl eher älter und ungebildeter Natur sind? Man muss nicht rechts denken aber statements wie diese deuten auf "Diskriminierung auf die feine Art" ... grün = gebildet und rechts = ungebildet? So trivial ist das meinem Ermessen nach definitiv nicht zu differenzieren denn ich kenne viele gebildete Menschen die mit der Politik nicht zufrieden sind und eher der AfD zuzuordnen sind. Persönlich kann ich weder grün noch rechts wählen ... obwohl es Punkte bei beiden Seiten gibt welche meinen Vorstellungen entgegen kommen.
Zum Glück sind die Erfahrungen aus Ihrer persönlichen Umgebung viel valider und exakter als eine allgemeine dimap-Umfrage. Woher nehmen Sie denn die behauptete Trivialität? Sie müssen auch gar nix einem Satz entnehmen, sondern einfach mal bis ganz unten scrollen, da stehts in den Grafiken ziemlich schwarz auf weiß: Grün = hoher Anteil am Pool der hoch Gebildeten, AfD = hoher Anteil am Pool der niedrig Gebildeten. Ist auch wenig überraschend für populistische Parteien – da braucht man nicht nur in die deutsche Geschichte schauen.

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lafindl 29.10.2018, 12:03
13.

Zitat von frankfurtbeat
etwas zu trivial finde ich die Feststellung "Vor allem junge und gebildete Menschen entschieden sich für die Grünen. Von der Unzufriedenheit der Wähler profitierte die AfD. Die Analyse." denn daraus entnehme ich das Wähler der AfD dann wohl eher älter und ungebildeter Natur sind? Man muss nicht rechts denken aber statements wie diese deuten auf "Diskriminierung auf die feine Art" ... grün = gebildet und rechts = ungebildet? So trivial ist das meinem Ermessen nach definitiv nicht zu differenzieren denn ich kenne viele gebildete Menschen die mit der Politik nicht zufrieden sind und eher der AfD zuzuordnen sind. Persönlich kann ich weder grün noch rechts wählen ... obwohl es Punkte bei beiden Seiten gibt welche meinen Vorstellungen entgegen kommen.
Die Zahlen geben es halt her. Vornehmlich Arbeitslose und ältere Männer mit geringerem Bildungsabschluss wählen die AfD. Ich kann mir auch keinen Reim darauf machen, wehalb gerade jene eine im Kern neoliberale Partei wählen, die von deren Politikmodell am meisten negativ betroffen sind. Ist es eine Altersverdrossenheit?

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vantast64 29.10.2018, 12:12
14. Das ist erstaunlich, wo doch die Menschenrechte für beide,

CDU und Afd, keine Rolle spielen und die Aversion gegen Flüchtlinge ähnlich ist.Sie könnten koalieren.

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glasen 29.10.2018, 12:18
15. @frankfurtbeat

Zitat von frankfurtbeat
etwas zu trivial finde ich die Feststellung "Vor allem junge und gebildete Menschen entschieden sich für die Grünen. Von der Unzufriedenheit der Wähler profitierte die AfD. Die Analyse." denn daraus entnehme ich das Wähler der AfD dann wohl eher älter ....
Sie müssen sich nur die Statistiken, welche Wählergruppe welche Partei gewählt hat anschauen. Da ist ganz deutlich ein Trend zu sehen:

https://www.sueddeutsche.de/politik/hessen-landtagswahl-ergebnisse-analyse-1.4189214

Der typische AfD-Wähler ist männlich, zwischen 30 und 59 Jahren alt, hat mehrheitlich eine mittlere Reife oder einen Hauptschulabschluss und gehört zur Berufsgruppe der Arbeiter.

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tipto 29.10.2018, 12:21
16. Parteien-Landschaft- wie sie eben ist

Diese ganzen Zuordnungen erscheinen n den letzten Monaten herauskristallisiert hat, zeigt einfach nur ehrlicher, was in den demokratischen und / oder extremen Köpfen der Bevölkerung vorzufinden ist. Und Demokratie ist eben nicht nur Mitte oder Einheitsbrei sondern kann durchaus vielfältig ausgestaltet sein.
Die Demokratie muss eine breite Meinungsbildung aushalten.
Sie erfordert oft auch unbefriedigende Kompromisse. Ich sehe CDU oder SPD nicht als Verlierer. Es haben sich nur mehr Menschen zu einer differenzierteren Meinung bekannt. Damit werden wir auch zukünftig demokratische Wege finden müssen, die unser Land positiv, in schwieriger werdenden Zeiten, führen. So lange jede politische Richtung, sich im Reden und Handeln an die demokratischen Werte hält, gehört sie zum Volk. Wenn nicht, muss sich das Volk darüber Gedanken machen, dass auch eine Demokratie Grenzen aufzeigen sollte.

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stiller-denker 29.10.2018, 12:23
17. Friedrich Merz ...

... Lobbyist für Kernkraftwerke und will die Steuern für Gutverdiener senken (von 45% auf 36%), dagegen für Geringverdiener nur von 14% auf 12% (die haben da eh nix von, da sie dann immer noch Aufstocker sind). Die Steuererklärung auf dem Bierdeckel hörte sich damals zwar gut an, aber er macht aus der CDU dann eine FDP-light. Spahn imitiert die ganze Zeit Seehofer und tendiert Richtung AfD-light, Laschet hat mit seiner Braunkohle das 21.JH noch nicht verstanden. Hoffentlich gibt es da noch weitere fähige Kandidaten außer AKK.

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ghdstz 29.10.2018, 12:26
18. Die GroKo sollte erweitert werden

Die GroKo funktioniert offensichtlich nicht mehr, die CDU und SPD werden massiv abgestraft - aber warum eigentlich ? Diese beiden Parteien wären durchaus willens und in der Lage eine halbwegs passable Regierungsarbeit in Berlin abzuliefern, gehindert wurden sie im wesentlichen durch die permanente Quertreiberei einer Regionalpartei namens CSU - mit welcher die CDU irgendwie schicksalhaft verbandelt ist, nicht nur Frau Merkel sondern auch schon ihre Vorgänger konnten diesen Chaotenverein nicht in den Griff bekommen. Das Resultat ist eine weitgehende Lähmung der Regierungsarbeit in Berlin, welche den Wählern natürlich missfällt.

Ein Neuanfang muss her - aber müssen das unbedingt Neuwahlen sein, wodurch die an sich notwendige Regierungsarbeit viele weitere Monate lang de facto blockiert wird ? Wie diese Neuwahlen ausgehen würden kann man an den laufenden Umfragen einigermaßen gut abschätzen, die Grünen wären die Gewinner mit dem stärksten Wachstum und sind eine Partei mit der man guten Gewissens auch eine Regierung bilden kann (der Wutbürgerverein AfD kommt ja wohl nicht in Betracht). Was hindert die GroKo daran, die Grünen schon jetzt in die Regierungsverantwortung einzubinden und damit den derzeitigen Stillstand zu überwinden? Mit dem Umwelt- und dem Verkehrsministerium wären die Grünen gut bedient und könnten sich in ihren Schwerpunktthemen bewähren, auch der Breitbandausbau wäre da wohl in weit besseren Händen als bei Herrn Scheuer von der CSU. Bis zur nächsten planmäßigen Bundestagswahl würde sich herausstellen ob dieses Konstrukt erfolgreich arbeiten kann, und die Quertreiber von der CSU hätten weniger Einfluß weil sie ja dann im Bundestag überstimmt werden können ohne dass gleich die Regierung auseinanderbricht.

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CancunMM 29.10.2018, 12:31
19.

Zitat von claus7447
Die SPD hat es schon erwischt. Aber der CDU stehen schwere Zeiten bevor. Wenn die Analysen gestern richtig waren, sterben der CDU die Wähler weg. Denn JUNG und DYNAMISCH ist die CDU nicht. Zudem wird sie zwar nach außen einen neuen Anstrich bekommen mit Brinkhaus, bei dem....
AKK ist doch der gleiche Mist wie Merkel. Genauso Laschet.
Wen ich gar nicht auf dem Schirm hatte war Merz. Der wäre nicht schlecht. Bloß nicht Spahn. Mein Gott, dann wandere ich aus.
Und die Grünen sollten sich nicht zu früh freuen. Es ist nur wenige Monate her, da wurden die Grünen als Bevormundungspartei beschimpft. Das Problem ist doch, dass viele Wähler der Mitte nicht mehr wissen wen sie wählen sollen. Will ich SPD-Politik wähle ich die CDU. Aber Beide bieten kein gutes Bild im Umgang mit dem Dieselgate und dem Umgang mit der Flüchtlingspolitilk oder Erdogang. Also wen wählt man. Die Linken... nunja biedern sich ständig Putin an und haben die falsche Spitze. AfD... schwierig, man will ja den Nazis nicht zur Macht verhelfen. Die Grünen sind eben SPD und CDU light.

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